C.H. Robinson führt „Lean AI“ für Seefracht, Luftfracht und Zollabfertigung ein
C.H. Robinson führt „Lean AI“ für Seefracht, Luftfracht und Zollabfertigung ein
Die Anzahl der KI-Agenten des globalen Logistikdienstleisters wächst und sorgt weltweit für mehr Geschwindigkeit, Präzision und Flexibilität in den Lieferketten
EDEN PRAIRIE, Minnesota--(BUSINESS WIRE)--Als weltweit führender Anbieter von Lean AI hat C.H. Robinson neue KI-Agenten eingeführt, die Aufgaben in den Bereichen Seefracht, Luftfracht und Zollabfertigung übernehmen. Sie erweitern die Lean-AI-Fähigkeiten des Unternehmens um den Bereich der Spedition, sodass nun noch mehr Kunden profitieren. Zudem ermöglichen sie die Bearbeitung von Aufgaben, die so komplex sind, dass für einen einzelnen Versandauftrag mehr als ein Dutzend KI-Agenten zusammenarbeiten müssen.
Das Unternehmen setzt seine Selbst- und Branchenrevolution fort: Die neue Technologie verkürzt die Markteinführungszeit, erhöht die Präzision und verbessert die Agilität in den Lieferketten der Kunden – ohne dabei die menschliche Aufsicht oder persönliche Betreuung zu vernachlässigen.
Die neue Technologie umfasst:
- Preisangebote für See- und Luftfracht: Die KI hat über 80.000 Preisangebote für mehr als 3.600 Kunden ermittelt und bereitgestellt. Angebote, deren Erstellung früher bei Luftfracht einen Tag und bei Seefracht zwei bis drei Tage dauerte, sind nun in zwei bis drei Minuten fertig.
- Seefracht-Buchung: Die KI hat begonnen, die Tausenden von Buchungsanfragen zu bearbeiten, die C.H. Robinson jede Woche erhält.
- Zoll: Die KI unterstützt bei den zahlreichen Dokumenten und detaillierten Prozessen, die für die Zollabfertigung einer internationalen Sendung in den USA erforderlich sind. Durch neue Handelsabkommen, vielschichtige neue Zölle und strengere Compliance-Vorschriften ist diese Aufgabe zuletzt noch arbeitsintensiver geworden.
Im LKW Transport wickelt ein einziger KI-Agent von C.H. Robinson Preisangebote sowohl für Komplettladungen, Teilladungen (LTL), temperaturgeführte, Pritschen- als auch Eiltransporte ab. Um den umfangreichen manuellen Prozess zur Preisgestaltung bei Seefracht nachzubilden, mussten hingegen mehrere KI-Agenten und Unteragenten entwickelt werden. Diese entschlüsseln gemeinsam die Anforderungen eines Versenders, beschaffen Informationen von externen Parteien, berücksichtigen Variablen am Abgangs- und Bestimmungsort und treffen Entscheidungen, beispielsweise zur Routenführung.
Die Preisangebotserstellung ist die ausgereifteste KI-Technologie im Bereich der Speditionsbranche. Sie wurde erstmals 2025 für Seefracht im Stückgutbereich (LCL) für Kunden in den USA und Kanada eingeführt. Mittlerweile bearbeiten diese Agenten auch Preisangebote für Vollcontainer-Seefracht sowie Luftfracht und betreuen Kunden in Mexiko, Europa, Lateinamerika und Ozeanien. Derzeit laufen Pilotprojekte für Kunden in China. Die Einführung für Kunden in Südostasien, Indien, dem Nahen Osten und Afrika ist noch im vierten Quartal 2026 vorgesehen.
Eine weitere Gruppe von KI-Agenten ist für die Verwaltung von Anfragen für Seefrachtbuchungen zuständig. Sie wurde im August in China eingeführt und soll im ersten Quartal 2027 weltweit in Betrieb gehen. Im vierten Quartal wird sie auf den Rest Asiens ausgeweitet. Einer dieser KI-Agenten ergänzt Buchungsanfragen um kundenspezifische Kontextinformationen. Er stellt damit sicher, dass die weiteren Agenten mit maximaler Effizienz arbeiten und dennoch die individuellen Kundenpräferenzen, Anforderungen und Abläufe für deren Sendungen berücksichtigen.
Die neuen KI-Agenten und Automatisierungen unterstützen das Zollteam von C.H. Robinson bei der Bearbeitung von über vier Dutzend Dokumententypen, die von Versendern, Spediteuren und Behörden für die Zollabfertigung in den USA bereitgestellt werden. Bisher erfolgte diese Bearbeitung manuell. Die eingehenden Dokumente werden aufgeteilt, klassifiziert und den jeweiligen Sendungen zugeordnet. Ein KI-Agent extrahiert die nötigen Daten, während das System auf fehlende Dokumenten überwacht und diese anfordert. Zum Abschluss werden automatisierte Rechnungen und Informationspakete versendet. Bislang konnte der Zeitaufwand so um 23 Prozent reduziert werden, wodurch sich die Zollagenten des Unternehmens mehr Kapazitäten für kritische Validierungs- und Compliance-Schritte haben.
„Dank unserer langjährigen Erfahrung im Einsatz von KI zur Unterstützung unserer Experten ist nur C.H. Robinson in der Lage, etwas derart komplexes wie die Speditionsbranche zu transformieren“, sagt Mike Short, President Global Forwarding. „Nehmen wir zum Beispiel eine Sendung aus Shanghai. Um den Preis dafür zu berechnen, muss der eine KI-Agent zunächst herausfinden, welchen der beiden Häfen in Shanghai der Versender meint. Der eine ist weiter entfernt und auf dem Weg dorthin fällt eine Maut an; außerdem erheben die 43 Terminals unterschiedliche Gebühren. Die Terminalgebühren am Abgangs- und Bestimmungsort ändern sich ständig. Daher überprüft ein anderer KI-Agent täglich deren Websites und überwacht E-Mails auf Gebührenmitteilungen. Auf diese Weise müssen Mitarbeiter in zwei verschiedenen Zeitzonen nicht jedes Mal jedes Terminal anrufen, um ein Preisangebot einzuholen.“
„Wenn der Versender keinen Hafen angibt, springen andere KI-Agenten ein. Ein Versender bittet uns vielleicht, Waren von seinem Werk in Deutschland zu einem Einzelhändler in Chicago zu transportieren“, sagt Short. „Einer unserer KI-Agenten berücksichtigt den Abholort und kann mit unseren umfangreichen Daten den besten Hafen vorschlagen – vielleicht Hamburg oder Bremerhaven in Deutschland, oder die Niederlande, da von Rotterdam aus häufiger Schiffe ablegen. Er kann aber auch die Landroute per LKW, Bahn oder Binnenschiff sowie den Zielhafen vorschlagen. Für Fracht, die konsolidiert werden muss, wählt ein KI-Agent das beste Konsolidierungszentrum aus.“
„Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um alle Schritte der Buchung zu automatisieren, aber dies ist bereits ein großer Sprung nach vorne“, sagt Mike Neill, Chief Technology Officer. „Vor der Einführung der agentenbasierten KI hatten wir digitale Buchungsformulare und Datenaustauschlösungen mit Kunden entwickelt, damit aber in etwa 10 Jahren nur eine Automatisierungsquote von etwa 5 % bei Buchungsanfragen für See- und Luftfracht erreicht. Warum war das so eine große Hürde? Vor allem, weil man das Angebot dem Kunden unterbreitet, anschließend aber dessen Lieferanten die Buchung vornehmen. Ein Kunde kann bis zu 50 Lieferanten haben. Mit unserer agentenbasierten KI müssen all diese Buchungsanfragen nicht mehr manuell bearbeitet werden.“
„Seit wir unser KI-Konzept auf den globalen Speditionsbereich übertragen haben, summieren sich die Vorteile immer weiter“, sagt Mike Short, Präsident von Global Forwarding. „Kunden erhalten die benötigten Informationen schneller. Die Daten sind konsistenter. Die Prozesse sind besser vorhersehbar. Wenn sich Pläne ändern oder Störungen auftreten, können Kunden eine neue Route, einen neuen Transportweg, einen neuen Zeitplan oder einen neuen Preis schneller bewerten. Ganz zu schweigen davon, dass die Markteinführungszeit ein echter Wettbewerbsvorteil ist. Je schneller wir Ihnen ein Angebot unterbreiten und Ihre Buchung abwickeln, desto schneller erhalten Sie den idealen Spediteur und die ideale Schiffs- oder Flugverbindung. Bei einem Schiff, das 15 bis 35 Tage auf See ist, möchte man nicht wochenlang auf das nächste warten. Bei einer Luftfracht müssen lebensrettende Medikamente, verderbliche Waren und kritische Automobilteile unbedingt pünktlich ankommen. Unsere Lean AI macht Lieferketten intelligenter, schneller und besser.“
„Als wir im Jahr 2023 den ersten unserer zahlreichen firmeneigenen KI-Agenten entwickelten, begann die Transformation unseres Unternehmens“, sagt Arun Rajan, Chief Strategy & Innovation Officer. „Wir treffen weiterhin disziplinierte Entscheidungen darüber, wo wir Lean AI einsetzen. Unsere KI-Agenten arbeiten mit 100 Billionen Datenpunkten und einer Kontextschicht aus kundenspezifischen Informationen, die sich anderswo einfach nicht nachbilden lassen. Während unsere 450 hauseigenen Softwareentwickler und Datenwissenschaftler weiterhin Innovationen in unseren Speditions- und 4PL-Geschäftsbereichen vorantreiben, nutzen wir diese Vorteile nun, um unseren Wettbewerbsvorsprung im globalen Speditionsgeschäft auszubauen.“
Über C.H. Robinson
C.H. Robinson ist weltweit führendes Unternehmen im Bereich Lean AI-Lieferketten. Seit über einem Jahrhundert vertrauen Unternehmen weltweit auf C.H. Robinson, um den Transport ihrer Güter neu zu gestalten. Unter dem Motto „Building Tomorrow’s Suppy Chains, Today™“ arbeitet C.H. Robinson heute mit demselben Einsatz an Lösungen für die Zukunft. 83.000 Kunden und 450.000 Spediteuren vertrauen C.H. Robinson jährlich 37 Millionen Sendungen im Wert von 23 Milliarden US-Dollar an. Maßgeschneiderte Lösungen sorgen weltweit für optimierte LKW-, Teilladungs-, See- und Lufttransporte sowie viele weitere Logistikservices. Die einzigartige Kombination aus menschlicher Expertise und Lean AI macht Lieferketten schneller, intelligenter und nachhaltiger. Als verantwortungsbewusstes globales Unternehmen investiert C.H. Robinson jedes Jahr Millionenbeträge in Projekte, die seinen Mitarbeitenden besonders am Herzen liegen. Weitere Informationen finden Sie unter chrobinson.com. (Nasdaq: CHRW)
CHRW-IR
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