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MSCI veröffentlicht die Ergebnisse der MSCI 2026 Market Classification Review

NEW YORK--(BUSINESS WIRE)--MSCI gibt die Ergebnisse der MSCI 2026 Market Classification Review bekannt.

Dies sind die Highlights der diesjährigen Überprüfung:

  • Neueinstufung Bulgariens vom Status „eigenständiger Markt" in den Status „Frontier-Markt"
  • Es wurden die Transparenz für Aktionäre und die Bedenken hinsichtlich koordinierten Handels auf den indonesischen und türkischen Aktienmärkten bewertet. Dabei wurden die von beiden Märkten angekündigten Maßnahmen zur Behebung dieser Probleme berücksichtigt unter Hinweis auf die weiterhin bestehende Möglichkeit künftiger Konsultationen zur angemessenen Behandlung dieser Märkte, falls keine glaubwürdigen Fortschritte zu verzeichnen sind.
  • Die Aufhebung der Mindestpreise in Bangladesch wurde bestätigt. Es wird darauf hingewiesen, dass eine etwaige Wiedereinführung eine Konsultation zur Neueinstufung vom Frontier-Markt zum eigenständigen Markt bewirken könnte.
  • Die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit des koreanischen Aktienmarktes für internationale institutionelle Anleger wird laufend überwacht.
  • Es wird an die Neueinstufung Griechenlands vom Status „Schwellenmarkt“ zum Status „entwickelter Markt“ im Rahmen der Indexüberprüfung im Mai 2027 erinnert.

„Das MSCI-Rahmenwerk zur Marktklassifizierung legt fest, ob es sich um einen entwickelten Markt, einen Schwellenmarkt oder um einen Frontier-Markt handelt. Dabei sind für die Einstufung globale Zugänglichkeit und Investierbarkeit maßgeblich, die internationale institutionelle Anleger tatsächlich erleben“, sagte Raman Aylur Subramanian, Head of Market Classification and Taxonomies. „Die Aufnahme in einen Index und die Marktklassifizierung sind keine statischen Beurteilungen. Sie werden kontinuierlich im Hinblick auf Marktveränderungen und die Erfahrungen internationaler institutioneller Anleger überprüft. Wenn sich der Marktzugang oder die Erfahrungen verschlechtern, verlangt unser Rahmenwerk eine entsprechende Reaktion. Und wenn sich die Marktzugänglichkeit und die Investierbarkeit sinnvoll und nachhaltig verbessern, können Märkte im Klassifizierungsrahmen aufsteigen, wie dies bei Bulgarien und Griechenland der Fall war.“

Weitere Informationen zur MSCI 2026 Market Classification Review, einschließlich der Ergebnisse der 2026 MSCI Global Market Accessibility Review können Sie hier einsehen: www.msci.com/market-classification.

Ergebnisse der Konsultation zur Einstufung von Bulgarien

MSCI stuft Bulgarien vom Status „eigenständiger Market“ in den Status „Frontier-Markt“ ein. Der Vorschlag zur Neueinstufung war ursprünglich im Jahr 2024 zur Konsultation vorgelegt worden, nachdem eine ausreichende Anzahl bulgarischer Wertpapiere die Größen- und Liquiditätsanforderungen für Frontier-Märkte erfüllt hatte. Die Entscheidung wurde dann aufgrund von Rückmeldungen internationaler institutioneller Anleger vertagt, die begrenzte Marktliquidität und den Zeitpunkt der Euro-Einführung als Gründe anführten.

Seitdem sind die Bedingungen günstiger geworden. Die Marktteilnehmer waren sich einig, dass die Liquidität an der Bulgarischen Börse (BSE) sich verbessert hat, was durch eine höhere Anzahl von Wertpapieren, die die Anforderungen an Größe und Liquidität eines Frontier-Marktes erfüllen, sowie durch steigende Umsätze gestützt wurde. Nach der Umstellung Bulgariens auf den Euro, die am 1. Januar 2026 abgeschlossen wurde, konnten keine nennenswerten operativen Herausforderungen festgestellt werden, als die Handels- und Nachhandelsinfrastruktur der BSE vollständig auf die Euro-Denominierung umgestellt wurde. Bulgarien war bereits im September 2023 auf die TARGET2-Securities (T2S)-Plattform der Europäischen Zentralbank umgestiegen, und seit der Einführung des Euro erfolgen nun alle Abwicklungen in Euro.

Die Neuklassifizierung wird in einem Schritt für alle Standard-, benutzerdefinierten und abgeleiteten MSCI-Indizes durchgeführt und fällt mit der May 2027 Index Review zusammen. MSCI wird zu gegebener Zeit weitere Einzelheiten zum Umsetzungsprozess bekannt geben.

Der Bericht zur Marktzugänglichkeit für Bulgarien ist nun im Bericht „MSCI 2026 Global Market Accessibility Review“ enthalten, der unter folgendem Link verfügbar ist:https://www.msci.com/market-classification.

Bedenken im Hinblick auf Transparenz für Aktionäre und koordiniertes Handeln

Internationale institutionelle Anleger äußern gegenüber MSCI häufig Bedenken, wenn sie auf anhaltende Intransparenz bei den Beteiligungsstrukturen stoßen und ein koordiniertes Handelsverhalten vermuten. Beide Bedenken schränken die Fähigkeit der Anleger erheblich ein, den tatsächlichen Streubesitz zu beurteilen und sich bei der Portfoliozusammenstellung und der Indexnachbildung auf die beobachteten Marktpreise zu stützen. Diese Verhaltensweisen stehen in direktem Zusammenhang mit den Säulen „Informationsfluss“ und „Marktinfrastruktur“ des MSCI-Rahmenwerks zur Marktzugänglichkeit.

Marktteilnehmer äußerten aufgrund dieser Probleme erhebliche Bedenken hinsichtlich der Investitionsattraktivität von Indonesien. MSCI würdigt die jüngsten Transparenzreformen, die von der Otoritas Jasa Keuangan (OJK), der PT Bursa Efek Indonesia (IDX) und der PT Kustodian Sentral Efek Indonesia (KSEI) angekündigt wurden, wie zum Beispiel eine verbesserte Offenlegung von Aktionären mit einem Anteil von über 1 %, eine detailliertere Einstufung der Anleger, die Einführung eines Rahmenwerks für hohe Beteiligungskonzentrationen (High Shareholding Concentration, HSC) sowie einen Fahrplan zur Anhebung der Mindestanforderung für den Streubesitz auf 15 %. Zwar stellen diese Ankündigungen einen Schritt in die richtige Richtung dar, doch für internationale institutionelle Anleger kommt es auf die konsequente Umsetzung und die nachhaltige Wirkung dieser Maßnahmen auf den gesamten Markt an. MSCI wird deren Umfang, Konsistenz und nachhaltige Wirksamkeit im Zusammenhang mit der Bestimmung des Streubesitzes und umfassenderen Bewertung der Investierbarkeit weiterhin prüfen. Sollten bis zur MSCI-Indexüberprüfung im November 2026 keine ausreichenden Fortschritte erkennbar sein, wird MSCI eine Reihe von Optionen für die angemessene Behandlung des indonesischen Marktes in Betracht ziehen, darunter möglicherweise eine Konsultation zur Herabstufung Indonesiens von Schwellenmarkt auf Frontier-Markt.

Im Hinblick auf die Türkei haben internationale institutionelle Anleger wiederholt auf mögliche Fälle koordinierten Handelsverhaltens hingewiesen. Dabei sind Fonds beteiligt, die eng mit bestimmten kleineren börsennotierten Unternehmen verbunden sind, was zu einer künstlichen Aufblähung der Schätzungen für den Free Float führt. MSCI nimmt die Entscheidung der türkischen Kapitalmarktaufsichtsbehörde (SPK) zur Kenntnis, die kürzlich ein Rahmenwerk eingeführt hat, wonach Fondsbeteiligungen aus den Free-Float-Berechnungen der Börse ausgeschlossen werden, wenn das zugrunde liegende wirtschaftliche Eigentum Parteien gehört, die bereits aus dem Free Float ausgeschlossen sind. Dennoch möchten Marktteilnehmer die Auswirkungen dieser angepassten Berechnungen in der Praxis abwarten. Darüber hinaus erwarten internationale Investoren weitere Fortschritte, darunter eine detaillierte und zeitnahe Offenlegung der wirtschaftlichen Eigentumsverhältnisse, eine strenge Überwachung und Durchsetzung gegen koordiniertes Handelsverhalten sowie einen transparenten, regelbasierten Rahmen für die Identifizierung und Behandlung von Wertpapieren, die einen strukturell verzerrten Streubesitz aufweisen. Sollten bis zur MSCI-Indexüberprüfung im November 2026 keine ausreichenden konkreten und glaubwürdigen Fortschritte auf dem türkischen Markt erkennbar sein, wird MSCI möglicherweise eine Konsultation zur angemessenen Behandlung der Türkei und ihrer in Frage kommenden Wertpapiere einleiten.

MSCI begrüßt auch weiterhin Rückmeldungen zur Transparenz für Aktionäre und zum Handelsverhalten in diesen Märkten.

Entfernung der Mindestkurse in Bangladesch

Die Mindestkurse wurden nun für alle betroffenen Wertpapiere am Aktienmarkt von Bangladesch abgeschafft. MSCI begrüßt diese Entwicklung. Mindestkurse schränken die Zugänglichkeit eines Marktes erheblich ein, verzerren die Preisbildung und beeinträchtigen die Möglichkeit internationaler institutioneller Anleger, Positionen zum beizulegenden Zeitwert zu eröffnen und zu schließen. Ihre Abschaffung ist ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Attraktivität des Marktes für Investoren.

MSCI warnt davor, dass die Wiedereinführung von Mindestkursen für börsennotierte Wertpapiere den Zugang zum Aktienmarkt in Bangladesch erneut erheblich beeinträchtigen würde. Sollten Mindestkurse wieder eingeführt werden, könnte MSCI eine Konsultation über eine mögliche Neueinstufung Bangladeschs vom Status des Frontier-Marktes zum Status des eigenständigen Marktes einleiten. MSCI begrüßt weiterhin Rückmeldungen zur Zugänglichkeit des Aktienmarkts in Bangladesch.

Marktzugänglichkeit von Korea

Von 2008 bis 2014 führte MSCI Konsultationen mit globalen Marktteilnehmern über eine mögliche Neueinstufung Koreas vom Status eines Schwellenmarktes in den Status eines entwickelten Marktes durch. Die Marktteilnehmer nannten die eingeschränkte Konvertierbarkeit des koreanischen Won auf dem Offshore-Devisenmarkt als ein wesentliches Hindernis für die Neuklassifizierung. Zu den weiteren damals hervorgehobenen Zugangsproblemen zählten die starren Vorschriften des Systems zur Identifizierung von Anlegern, die Beschränkungen bei Sachübertragungen und außerbörslichen Transaktionen sowie die begrenzte Verfügbarkeit von Anlageinstrumenten aufgrund von Einschränkungen bei der Nutzung von Börsendaten zur Entwicklung von Finanzprodukten.

MSCI nimmt die von den koreanischen Marktaufsichtsbehörden angekündigten Maßnahmen zur Beseitigung dieser seit Langem bestehenden Bedenken zur Kenntnis. Allerdings haben Anleger zum Ausdruck gebracht, dass die zugrunde liegenden Probleme noch nicht vollständig gelöst sind. Der koreanische Won ist im Offshore-Handel nicht lieferbar. Noch besorgniserregender ist, dass die Onshore-Liquidität während der verlängerten Devisenhandelszeiten nach wie vor weitgehend unzureichend ist, um eine schnelle Ausführung auf einem Niveau zu gewährleisten, das mit den Standards in entwickelten Märkten vergleichbar ist. Das schränkt die operative Flexibilität im Devisenhandel für Indexnachbildner und andere Akteure ein. Internationale institutionelle Anleger müssten davon überzeugt werden, dass der Handel mit dem Won auf den Übernachtmärkten in Korea letztendlich große, tiefe und beständige Liquiditätspools sowie enge Geld-Brief-Spannen bieten wird, die mit den Tageshandelszeiten für andere Währungen entwickelter Märkte weltweit vergleichbar sind. Die operative Einführung von Sammelkonten und Sachübertragungen ist nach wie vor begrenzt. Nach der Aufhebung des Leerverkaufsverbots sehen sich die Marktteilnehmer unter dem wieder eingeführten Compliance-Regime weiterhin mit erheblichen operativen Belastungen konfrontiert. Darüber hinaus stellen die Anforderungen an eine frühzeitige Vorabfinanzierung für die Abwicklung weiterhin eine Belastung der Marktteilnehmer dar

MSCI wird die Umsetzung weiterhin beobachten und mit den Marktteilnehmern sowie den koreanischen Behörden im Dialog bleiben. Als Voraussetzung für Konsultationen im Hinblick auf eine mögliche Neuklassifizierung müssen alle Probleme angegangen, die Reformen vollständig umgesetzt und den Marktteilnehmern ausreichend Zeit eingeräumt worden sein, um die nachhaltige Wirksamkeit der Änderungen gründlich zu bewerten.

Klassifizierung des Marktes in Griechenland

Am 31. März 2026 gab MSCI seine Entscheidung bekannt, Griechenland nach einer am 26. Januar 2026 eingeleiteten Konsultation vom Status eines Schwellenmarktes in den Status eines entwickelten Marktes umzustufen. Die Mehrheit der Konsultationsteilnehmer befürwortete die vorgeschlagene Umstufung und stellte fest, dass sich die Marktinfrastruktur Griechenlands den Standards der entwickelten europäischen Märkte angeglichen hat und die Kriterien für den MSCI-Index für entwickelte Märkte erfüllt sind.

Die Neuklassifizierung wird in einem Schritt für alle Standard-, benutzerdefinierten und abgeleiteten MSCI-Indizes im Rahmen der Indexüberprüfung im Mai 2027 umgesetzt. Nach der Neuklassifizierung wird Griechenland in die Erstellung des „Developed Europe“-Einheitsmarktindex einbezogen, wobei die bestehenden Regeln für die Zusammensetzung des Index angewendet werden, um die Schwankung zum Zeitpunkt der Neuklassifizierung so gering wie möglich zu halten.

-Ende-

Über MSCI

MSCI (NYSE: MSCI Inc.) stärkt die globalen Märkte, indem es die Akteure des gesamten Finanzökosystems durch eine gemeinsame Sprache miteinander verbindet. Unsere forschungsbasierten Daten, Analysen und Indizes, gestützt auf modernste Technologie, setzen Maßstäbe für globale Investoren und helfen unseren Kunden, Risiken und Chancen zu erkennen, damit sie fundiertere Entscheidungen treffen und Innovationen vorantreiben können. Zu unseren Kunden zählen Vermögensverwalter und -eigentümer, Sponsoren und Investoren im Private Market, Hedgefonds, Vermögensberater, Banken, Versicherer und Unternehmen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.msci.com.

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