Klare Offenlegung macht Fonds mit Leverage für neun von zehn LPs attraktiver
Klare Offenlegung macht Fonds mit Leverage für neun von zehn LPs attraktiver
- 90 % der LPs geben an, dass eine angemessene Offenlegung zu Leverage auf Fondsebene und Liquiditätsinstrumenten ihre Bereitschaft zu einer Zusage oder erneuten Investition erhöhen würde
- GPs nutzen durchschnittlich 2,4 Liquiditätsinstrumente, da sich Finanzierungen auf Fondsebene im Private-Capital-Sektor zunehmend etablieren
- 63 % der GPs nennen die Integration von Fazilitätsdaten in die Fondsbuchhaltung und Anlegerberichterstattung als große operative Herausforderung
WILMINGTON, Delaware, USA--(BUSINESS WIRE)--Leverage auf Fondsebene und Liquiditätsinstrumente haben sich von spezialisierten Finanzierungstechniken zu einem festen Bestandteil der Private-Capital-Infrastruktur entwickelt. Das geht aus einer neuen Studie von CSC hervor, dem führenden Anbieter globaler Lösungen für Unternehmensverwaltung und Compliance. Die Untersuchung zeigt, dass Limited Partners (LPs) dem Einsatz dieser Instrumente zunehmend offen gegenüberstehen, sofern deren Verwendung transparent offengelegt wird. General Partners (GPs) sehen sich jedoch zunehmend unter Druck, Nachweise zu erbringen, dass die zugrunde liegenden Betriebsmodelle kontrolliert, transparent und auf die Anforderungen der Anleger ausgerichtet sind.
CSC¹ befragte 300 GPs und 200 LPs in Nordamerika, Europa, Großbritannien und der Asien-Pazifik-Region. Der Bericht Future Private Capital CFO 2026: How CFOs are becoming the architects of operational trust beleuchtet, wie Fondsfinanzierung, Liquiditätsmanagement, Berichterstattung, Outsourcing, Cybersicherheit und KI-Governance die Rolle des CFO im Private-Capital-Sektor neu gestalten.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Debatte am Markt längst nicht mehr auf die Frage beschränkt, ob Leverage auf Fondsebene eingesetzt werden sollte. Für LPs steht vielmehr im Mittelpunkt, wie Leverage gesteuert und offengelegt wird und wie es sich auf die Performance auswirkt. So geben 90 % der LPs an, dass der Einsatz von Leverage auf Fondsebene und Liquiditätsinstrumenten durch einen GP ihre Bereitschaft zu einer Zusage oder erneuten Investition erhöhen würde, sofern deren Einsatz transparent offengelegt wird.
Zudem zeigt der Bericht, dass Liquiditätsinstrumente inzwischen fester Bestandteil des Geschäftsmodells von Private-Equity-Gesellschaften geworden sind. GPs nutzen durchschnittlich 2,4 Liquiditätsinstrumente, darunter Continuation Vehicles (GP-geführte Secondary-Transaktionen), hybride Fazilitäten, die Merkmale von Subscription- und NAV-Fazilitäten kombinieren, NAV-Fazilitäten sowie Subscription-Kreditfazilitäten.
„Liquiditätsinstrumente können Managern mehr Flexibilität bieten, doch das Betriebsmodell muss damit Schritt halten“, erklärt Marshall Saffer , Managing Director, Fund and Capital Markets Services, CSC. „Da Unternehmen mehr Fazilitäten, Strukturen und Finanzierungswege nutzen, müssen sie nicht nur erläutern können, wie diese Instrumente eingesetzt werden, sondern auch, welche Kosten entstehen, wer sie trägt und wie sie sich auf Performance, Liquidität und Governance auswirken. Dafür ist ein klarer Überblick über Treasury, Rechnungswesen, Berichterstattung an Kreditgeber, Anlegerkommunikation und Aufsicht erforderlich.“
Das Interesse der LPs konzentriert sich auf die wirtschaftlichen Aspekte und die Governance der Kreditaufnahme. Für 58 % der LPs besteht der größte Transparenzbedarf bei den Finanzierungskosten. An zweiter Stelle folgen mit 56 % die Auswirkungen auf Renditen und deren Darstellung in der Performance-Berichterstattung. LPs wünschen sich zudem mehr Klarheit über den Zweck und die Verwendung der Mittel, die Gründe für das Liquiditätsmanagement, wesentliche Bedingungen, Limits und die Inanspruchnahme.
„LPs legen Wert auf klare, entscheidungsrelevante Offenlegungen – nicht einfach nur mehr Seiten und Dokumentation“, so Marshall. „Sie wollen wissen, welche Kosten entstehen, wer sie trägt, wie Fazilitäten eingesetzt werden und wie sich die Finanzierung auf die Performance auswirkt. Konsistenz ist ebenso wichtig wie der Umfang.“
Während sich Liquidität auf Fondsebene immer stärker etabliert, muss die zugrunde liegende Betriebsarchitektur jedoch noch aufholen. Fast zwei Drittel (63 %) der GPs nennen die Integration von Fazilitätsdaten in die Fondsbuchhaltung und Anlegerberichterstattung als große operative Herausforderung. Die Hälfte nennt die Performance-Zurechnung und die Auswirkungen des Leverage auf den beizulegenden Zeitwert, während mehr als die Hälfte auf den Abstimmungsbedarf zwischen mehreren Fazilitäten und Anbietern verweist.
Diese Anforderungen machen CFOs zu zentralen Akteuren des operativen Wandels. Sie sind dafür verantwortlich, dass Fazilitätsdaten in die Fondsbuchhaltung einfließen, Kosten konsistent zugeordnet, Covenants überwacht und LPs transparent nachvollziehen können, wie sich Leverage auf Fondsökonomie und Performance auswirkt.
„Immer mehr LPs wünschen sich klare, prägnante Daten, die sie für ihre eigenen Prüfungen und Entscheidungen nutzen können“, erklärt Chris Patton , Regional Head of Funds, EMEA, CSC. „Dies wird sowohl durch die Bedürfnisse der Anleger als auch durch regulatorischen Druck vorangetrieben und spiegelt wider, wie sich der Markt entwickelt hat.
Leverage auf Fondsebene und Liquiditätsinstrumente gehören inzwischen zum Instrumentarium des Private-Capital-Sektors. Daher werden sich diejenigen Unternehmen abheben, die klar aufzeigen können, wie das Betriebsmodell im Hintergrund funktioniert. Hier kommt CFOs eine besonders wichtige Rolle zu: Sie verknüpfen Daten, Kontrollen, Berichterstattung und Aufsicht und schaffen so Vertrauen bei den Anlegern.“
Für Manager ergeben sich aus Future Private Capital CFO 2026 vier zentrale Fragen, bei denen Transparenz heute besonders wichtig ist:
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Warum wird Leverage auf Fondsebene eingesetzt?
LPs wollen verstehen, welchem Zweck Leverage dient, wer die Kosten trägt und wie es sich auf Liquidität, Governance und die ausgewiesene Performance auswirkt. -
Welche Kosten- und Performancedaten benötigen LPs?
Den größten Transparenzbedarf sehen LPs bei den Finanzierungskosten, die von 58 % der Befragten genannt werden. Es folgen mit 56 % die Auswirkungen auf Renditen und die Performance-Berichterstattung. -
Lassen sich Fazilitätsdaten mit der Anlegerberichterstattung verknüpfen?
Fast zwei Drittel der GPs (63 %) nennen die Integration von Fazilitätsdaten in die Fondsbuchhaltung und Anlegerberichterstattung als große operative Herausforderung. -
Wie schafft der CFO operatives Vertrauen?
Da Leverage auf Fondsebene und Liquiditätsinstrumente zunehmend zum Standard werden, tragen CFOs immer häufiger die Verantwortung dafür, dass Kosten konsistent zugeordnet, Kreditauflagen (Covenants) überwacht und LPs transparent darüber informiert werden, wie sich Leverage auf die Fondsökonomie und die Performance auswirkt.
Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen: Future Private Capital CFO 2026: How CFOs are becoming the architects of operational trust.
¹ CSC befragte in Zusammenarbeit mit Pureprofile 300 leitende Fondsexperten auf GP-Seite und 200 auf LP-Seite, die in Europa, im Vereinigten Königreich, in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum tätig sind, zu ihren Zielen und Herausforderungen für 2026 und die Zeit danach.
Über CSC
CSC ist der führende Anbieter von Unternehmensverwaltungs- und Compliance-Lösungen und bietet Managern alternativer Investmentfonds und Kapitalmarktteilnehmern branchenführendes Know-how und eine einzigartige globale Reichweite. Auf der Grundlage umfassender institutioneller Erfahrung und eines maßgeschneiderten Ansatzes bietet CSC ein umfassendes Spektrum an Dienstleistungen in den Bereichen Fondsverwaltung, Treuhand, Agency Services und Compliance. Damit unterstützt das Unternehmen eine Vielzahl von Transaktionen an privaten und öffentlichen Märkten, komplexe Fondsstrategien und skalierbare Abläufe.
Als vertrauenswürdiger Partner der Wahl für mehr als 75 % der PEI 300 und 90 % der Fortune 500® unterstützt CSC seine Kunden dabei, operative und transaktionsbezogene Komplexitäten in mehr als 140 Rechtsordnungen und verschiedenen Anlageklassen zu bewältigen. Mit umfassenden weltweiten Kompetenzen bieten unsere Expertenteams Lösungen, die auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kunden zugeschnitten sind. Seit 1899 in Privatbesitz und professionell geführt, verbinden wir globale Reichweite, lokale Expertise und innovative Lösungen, um unseren Kunden zum Erfolg zu verhelfen.
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