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H2SITE gründet norwegische Tochtergesellschaft, um die Stromerzeugung aus Ammoniak und die Dekarbonisierung der Schifffahrt voranzutreiben

BILBAO, Spanien, und BERGEN, Norwegen--(BUSINESS WIRE)--H2SITE hat H2SITE Norway AS gegründet – eine neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Bergen mit dem Ziel, eine Zukunft der maritimen Wasserstofflösungen zu ermöglichen. Die Präsenz des Unternehmens in Norwegen unterstreicht seine Absicht, enger mit der maritimen und Offshore-Industrie zu kooperieren und den praxistauglichen Einsatz wasserstoffbasierter Lösungen für die Dekarbonisierung von Schiffen zu forcieren.

H2SITE ist ein spanisches Scale-up-Unternehmen mit Sitz in Bilbao, wo seine Kerntechnologien entwickelt und hergestellt werden. In seiner Produktionsstätte in Loiu (Bizkaia) stellt H2SITE Tausende von Palladiummembranen pro Jahr her, die in Membranreaktorsysteme integriert werden und eine effiziente Umwandlung von Wasserstoffträgern zurück in Wasserstoff gewährleisten. Für Ammoniak hat H2SITE Cracking-Systeme entwickelt, die hochreinen Wasserstoff bereitstellen, der direkt in Brennstoffzellen eingespeist oder in Motoren beigemischt werden kann. Diese Fähigkeit kommt vor allem bei maritimen und Offshore-Anwendungen zum Tragen, bei denen Betriebssicherheit, Systemintegration und Kraftstofflogistik entscheidend sind.

Norwegen bietet hervorragende Rahmenbedingungen für diese Technologie. Das Land verbindet eine starke maritime Tradition mit ambitionierten Klimazielen und einem pragmatischen, zielorientierten Ansatz für Innovationen und wegweisende Projekte. Norwegen prüft bereits den Einsatz von Ammoniak an Bord von Schiffen im kommerziellen Betrieb. Mit seiner lokalen Präsenz strebt H2SITE eine direkte Zusammenarbeit mit norwegischen Reedern, Werften und Technologiepartnern an, um seine Systeme auf die tatsächlichen Schiffsprofile und Betriebsbedingungen abzustimmen.

Die Entscheidung, jetzt zu investieren, beruht auf Risikomanagement. Nach Ansicht von H2SITE überwiegen die kommerziellen und regulatorischen Risiken, die mit einer verzögerten Dekarbonisierung verbunden sind, mittlerweile die Risiken, die aus der Einführung neuer Technologien resultieren. Als Energieträger in Verbindung mit effizienten Umwandlungssystemen bietet Ammoniak einen überzeugenden Weg zu emissionsfreien Schiffen und langfristiger Compliance anstelle von kurzfristigen Maßnahmen zur Emissionssenkung.

H2SITE Norway AS wird nun in einer Phase gegründet, in der die Technologie bereits validiert ist und sich der Fokus auf die Produktimplementierung verlagert hat. Seit 2023 hat H2SITE Ammoniak-Cracker für mehr als 6.000 Stunden entwickelt und betrieben – auch im erweiterten Dauerbetrieb in relevanten Umgebungen. Maritime Projekte wie H2Ocean und APOLO widmen sich der Integration von Brennstoffzellen und Motoren. Parallel dazu entwickelt H2SITE Systeme im Megawatt-Maßstab und hat bereits die erforderliche Produktionskapazität erreicht, um erste kommerzielle Projekte umzusetzen.

Die emissionsfreie Schifffahrt in verschiedenen Segmenten bleibt eine Herausforderung. Schiffstypen wie RoRo-Schiffe, Massengutfrachter, Plattformversorgungsschiffe und Tanker stoßen auf technische und betriebliche Hürden. Während Ammoniak-betriebene Viertaktmotoren kurz vor der Marktreife stehen, sind bei niedrigen Lasten noch Herausforderungen zu überwinden, darunter Ammoniakverlust und der Bedarf an Pilotkraftstoff. Durch die Crackanlage an Bord können Reeder von der Lagerung des flüssigen Ammoniaks und der etablierten Logistik profitieren und zugleich Wasserstoff erzeugen, der die Verbrennung verbessert und den Einsatz von Brennstoffzellen für hocheffiziente Hilfsstromversorgung erlaubt. Hybridlösungen sowie der ausschließliche Antrieb mit Brennstoffzellen eröffnen vielversprechende Wege in eine Zukunft mit emissionsfreien Schiffen, die mit Ammoniak betrieben werden. Regulatorische Entwicklungen stärken diesen Kurs. Während globale Regelwerke wie die IMO-Vorschriften weiterentwickelt werden, beeinflussen FuelEU Maritime und das EU-Emissionshandelssystem bereits jetzt die Investitionsentscheidungen und dürften weiter verschärft werden.

H2SITE Norway positioniert sich als Plattform für Zusammenarbeit. Der nächste Schritt sind Pilot- und Demonstrationsprojekte, die die Integration und den Betrieb der Systeme unter Realbedingungen ermöglichen. „Die Technologie hat sich bewährt. Nun gilt es, das Produkt zu implementieren und Erfahrungen im Betrieb zu sammeln“, so Tomás Crespo, Maritime Business Development Manager bei H2SITE Norway. „Wir streben eine Partnerschaft mit norwegischen Reedern und Werften an, die einen ausgewogenen, zukunftsorientierten Ansatz zur Dekarbonisierung verfolgen möchten.“

Im kommenden Jahr werden Projekte und deren Umsetzung im Vordergrund stehen. Systeme werden in realen Betriebsumgebungen eingesetzt, Betriebsdaten gesammelt und Lösungen in enger Zusammenarbeit mit der norwegischen Schifffahrtsindustrie weiterentwickelt. Diese strategische Initiative stärkt die Entschlossenheit von H2SITE, eine der wichtigsten Herausforderungen bei der Dekarbonisierung der Schifffahrt anzugehen: eine effiziente und wirtschaftlich tragfähige Wasserstoffproduktion an Bord. Durch die Verfügbarkeit von Wasserstoff auf See – sowohl für Antriebs- als auch für Hilfsstromsysteme – tragen wir aktiv zum Übergang in eine sauberere und wettbewerbsfähigere Zukunft für die Schifffahrtsindustrie bei.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Rückfragen an:
Tomás Crespo, Maritime Business Development Manager bei H2SITE Norway – Tomas.crespo@h2site.com
Andrés Galnares, CEO bei H2SITE – Andres.galnares@h2site.com

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