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Die AHF fordert: Hinweisgeber zum Ursprung von COVID-19 müssen angehört werden

LOS ANGELES--(BUSINESS WIRE)--Anlässlich der 74. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA), die in dieser Woche nicht wie sonst in Genf, sondern virtuell stattfindet, verlangt die AIDS Healthcare Foundation (AHF), der weltweit größte Anbieter von Pflegeleistungen im Zusammenhang mit HIV/AIDS, dass die ersten Personen, die von einem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan berichteten, sofort für Interviews zur Verfügun stehen müssen – vorzugsweise außerhalb Chinas.

China wird seit Ende 2019, als COVID-19 seinen Anfang nahm, dafür kritisiert, dass es versucht, die Ursprünge des Ausbruchs zu vertuschen, indem die Whistleblower, die ihre Kollegen und die Welt vor einem mysteriösen Virus warnen wollten, eingesperrt und zum Schweigen gebracht werden. Zwei Ärzte, nämlich Dr. Ai Fen und Dr. Li Wenliang, gehörten zu denjenigen, die von den Behörden zensiert wurden. Dr. Li verlor seinen Kampf gegen COVID-19 am 7. Feb. 2020, nachdem er sich das Virus einen Monat zuvor von einem Patienten zugezogen hatte.

„Wir wissen nicht, ob es sich bei diesem Ausbruch um einen Laborzwischenfall handelt, aber was wir wissen, ist, dass sein Ursprung von Anfang an verheimlicht und verschleiert worden ist“, sagte AHF-Präsident Michael Weinstein. „Bei nahezu 3,5 Millionen Todesfällen durch COVID-19 weltweit schuldet China der Welt die Wahrheit über die Ursprünge des Ausbruchs. Die Ärzte Li und Ai waren nur zwei von mehreren Personen, die in Bezug auf das neuartige Coronavirus Alarm schlagen wollten – ihnen muss erlaubt werden, ihre Geschichte zu erzählen. Die Welt verdient es, zu erfahren, wie es dazu gekommen ist, damit die aktuelle Pandemie gestoppt werden kann und in Zukunft weitere Pandemien verhindert werden.“

Dr. Li war einer von acht Menschen in Wuhan, die wegen des „Verbreitens von Gerüchten“ inhaftiert wurden, steht in einem Artikel in The Lancet. Die chinesische Bürgerjournalistin Zhang Zhan wurde ebenfalls eingesperrt wegen ihrer Berichterstattung über COVID-19 in Wuhan – ein weiteres Beispiel für die Bestrebungen der Behörden, globale Ermittlungen zu den Ursprüngen und der Ausbreitung von COVID-19 zu Beginn des Ausbruchs zu erschweren und zu verwirren. Seit Zhangs Inhaftierung wird von ihren anhaltenden Protesten gegen ihre Gefangenschaft berichtet.

„Vollkommene Transparenz ist notwendig. Den inhaftierten Personen und anderen wie Frau Zhang, die aus eigener Erfahrung etwas über die Ursprünge von COVID-19 wissen, muss sofort erlaubt werden, zu reden – und zwar ohne Angst vor Einschüchterungen und Zensur durch chinesische Behörden und Funktionäre“, fügte Weinstein hinzu. „Die unmittelbar mit der Pandemiebekämpfung beschäftigten medizinischen Fachkräfte sind die erste Verteidigungslinie der Welt gegen Ausbrüche von Infektionskrankheiten. Wenn Daten zu ihrem Wissen und ihren Erfahrungen nicht gesammelt und verwendet werden können, wird die ganze Welt einem viel größeren Risiko ausgesetzt – wie wir bei dieser Pandemie leider viel zu deutlich gesehen haben.“

Die über 190 Gesundheitsminister, die Mitglieder der WHA sind, müssen die Stimme erheben und von China vollkommene Transparenz verlangen, was heißt, dass alle maßgeblichen Informationen ohne Beeinflussung bereitgestellt werden müssen. Dadurch könnte ein unabhängiges Gremium die Wahrheit über die Ursprünge von COVID-19 in Erfahrung bringen – das Virus hat das Leben der Bürger aller WHA-Mitgliedsstaaten durcheinandergebracht und ihre jeweiligen Gesundheits- und Wirtschaftssysteme enorm geschädigt.

Die AHF wiederholt die Botschaft, die Dr. Li wenige Tage vor seinem Tod geäußert hat: „Wenn die Behörden Informationen über die Pandemie früher veröffentlicht hätten, wäre meiner Meinung nach vieles besser geworden. Es muss mehr Offenheit und Transparenz geben“, sagte Li in einem Interview mit der New York Times. Im Februar 2020 setzte die AHF dem Mut und der Aufopferung von Dr. Li ein Denkmal, indem sie ihr asiatisches Büro in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh nach ihm benannt hat.

Die AIDS Healthcare Foundation (AHF), die größte globale AIDS-Organisation, bietet derzeit medizinische Versorgung und/oder Dienstleistungen für über 1,5 Millionen Kunden in 45 Ländern weltweit in den USA, Afrika, Lateinamerika/Karibik, der Region Asien/Pazifik und Europa. Mehr über die AHF erfahren Sie auf unserer Website (www.aidshealth.org), auf Facebook (www.facebook.com/aidshealth) und auf Twitter: (@aidshealthcare) sowie auf Instagram: (@aidshealthcare).

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