Qorium wird zu Reyva – das Unternehmen für kultiviertes Leder strebt kommerzielle Produktion an
Qorium wird zu Reyva – das Unternehmen für kultiviertes Leder strebt kommerzielle Produktion an
Die neue Identität signalisiert die Entwicklung des Unternehmens zu einer eigenständigen Materialmarke für den Luxus- und Automobilmarkt.
- Reyva entwickelt echtes Leder, indem Rinderkollagen aus einer kleinen Probe tierischer Zellen gezüchtet wird.
- Die neue Marke vereint fortschrittliche Biotechnologie, Kompetenz in puncto Leder und ein klares Luxuskonzept.
- Das Team, die Technologie, die Partnerschaften und die geschäftlichen Ziele des Unternehmens werden unter dem neuen Namen fortgeführt.
MAASTRICHT, Niederlande--(BUSINESS WIRE)--Qorium, das Unternehmen, das kultiviertes Echtleder entwickelt, wird künftig unter dem Namen Reyva firmieren. Der neue Name und das neue Markenimage markieren den nächsten Schritt des Unternehmens: den Wandel von einem technologischen Pionierunternehmen hin zu einer globalen Materialmarke, die den hohen Ansprüchen der Luxuslederbranche gerecht wird.
Reyva züchtet Kollagen direkt aus tierischen Zellen und verarbeitet es in einem firmeneigenen Verfahren zu gleichmäßigen Platten. Das so gewonnene Material wird anschließend gegerbt, um echtes Leder zu werden, das aus demselben natürlichen Material besteht, das auch herkömmlichem Leder seine Festigkeit, Atmungsaktivität und Langlebigkeit verleiht. Dies geschieht ohne die Notwendigkeit, Tiere zu züchten oder zu schlachten, und mit deutlich geringerem Abfall-, Wasser- und Energieverbrauch im Vergleich zur traditionellen Lederherstellung. Das Verfahren von Reyva ist darauf ausgelegt, Marken mehr Kontrolle über Dicke, Struktur, Qualität und Rückverfolgbarkeit zu geben und gleichzeitig die mit Tierhäuten verbundenen Schwankungen und Abfälle zu umgehen.
Der Relaunch verschafft dem Unternehmen eine klarer definierte Positionierung für sein geschäftliches Wachstum, wobei das, was den Kern des Unternehmens ausmacht, erhalten bleibt: fortschrittliches Tissue Engineering, fundiertes Wissen über Leder und das Engagement für die Entwicklung eines Premium-Materials, das sich in etablierte Gerb-, Veredelungs- und Fertigungsprozesse integrieren lässt.
Der Name Reyva vereint „RE“, inspiriert von der Neuerfindung von Leder, und „VA“, das für Vorwärtsbewegung steht. Er spiegelt zudem „Rey" wider, das spanische Wort für „König", wodurch ein subtiler Bezug zum Luxus hergestellt wird. Reyva wird „RAY-vuh" betont, mit Betonung auf der ersten Silbe, wie das englische „Ray of light".
„Reyva spiegelt das Unternehmen wider, zu dem wir geworden sind: ehrgeizig, designorientiert und bereit, uns neben den weltweit führenden Materialmarken zu behaupten“, sagte Michael Newton, CEO von Reyva. „Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse eröffnen uns einen grundlegend neuen Weg zur Herstellung von echtem Leder. In unserem nächsten Schritt geht es darum, diese Möglichkeit in ein Material umzusetzen, das Designer und Hersteller aufgrund seiner Schönheit, seiner gleichbleibenden Qualität und seiner Leistungsfähigkeit sowie seiner Nachhaltigkeitseigenschaften bevorzugt wählen.“
Die Technologie von Reyva beginnt mit einer kleinen, schmerzfreien Biopsie. Ausgewählte Zellen werden eingelagert und vermehrt, bevor sie in firmeneigenen Gewebebioreaktoren kultiviert werden, wo sie Kollagenbahnen bilden. Diese Bahnen werden anschließend unter Einsatz der Handwerkskunst und des Fachwissens der Lederindustrie gegerbt und veredelt. Das Material lässt sich schneiden, nähen, prägen, gerben und veredeln und kann so angepasst werden, dass es den Anforderungen verschiedener Anwendungsbereiche gerecht wird.
Das Unternehmen führt die industrielle Umsetzung seines Verfahrens auf dem Brightlands Maastricht Health Campus in den Niederlanden durch. Dabei arbeitet es mit ausgewählten Partnern aus der Automobil- und Luxusmodebranche zusammen und vollzieht so den Schritt von der Entwicklungsphase zur Serienproduktion. Die Verfügbarkeit wird zunächst begrenzt sein, die Kapazitäten werden jedoch mit dem Wachstum des Unternehmens steigen.
„Leder ist ein außergewöhnliches natürliches Material, doch seine herkömmliche Herstellung ist von den Grenzen und Schwankungen einer Tierhaut geprägt“, sagte Dr. Mark Post, Mitgründer und Chief Science Officer von Reyva. „Durch die Kultivierung von Kollagen in einer kontrollierten Umgebung können wir die Eigenschaften bewahren, die Menschen an Leder schätzen, und gleichzeitig ein neues Maß an Präzision, Gleichmäßigkeit und Ressourceneffizienz erreichen.“
Eine unabhängige Lebenszyklusanalyse von CE Delft geht davon aus, dass das kultivierte Leder von Reyva bei einer Serienproduktion im Jahr 2029 unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien einen um 87 % geringeren CO₂-Fußabdruck erzielen könnte als herkömmliches Rindsleder. Die Analyse ergab 10,5 kg CO₂-Äquivalent pro Quadratmeter ab Gerberei, einschließlich der Veredelung, verglichen mit einem Referenzwert von 77–83 kg CO₂-Äquivalent pro Quadratmeter für herkömmliches französisches Kalbsleder. Reyva wird seine Analyse laufend aktualisieren, sobald der Prozess ausgeweitet wird und Primärdaten verfügbar sind.
Reyva wurde von Dr. Mark Post, einem Pionier auf dem Gebiet des Tissue Engineering, Rutger Ploem, einem Experten der Lederindustrie, der aus einer Familie von Gerbern stammt, die seit sechs Generationen in diesem Gewerbe tätig ist, sowie dem Nachhaltigkeitsunternehmer Stef Kranendijk gegründet. Das Unternehmen wird von CEO Michael Newton geleitet und hat bis heute €30 Millionen an Finanzmitteln eingeworben, darunter eine im November 2025 angekündigte Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von €22 Millionen.
Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.
Contacts
sarah@stbailey.com / +447402320448

