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Paris überholt laut dem KI-Städte-Index von The Observer London als führende KI-Stadt Europas

LONDON--(BUSINESS WIRE)--Paris beansprucht die KI-Krone Europas – die Metropole überholt London als Zentrum der KI-Exzellenz des Kontinents. Dennoch bleibt Europa hinter Städten in den USA und Asien zurück, deren KI-Zentren die globalen Rankings anführen.

Dies ergibt sich aus dem ersten KI-Städte-Index von The Observer, dem ersten Bericht dieser Art, in dem ermittelt wird, welche Städte im weltweiten KI-Rennen in puncto Begründung, Aufbau, Finanzierung und Integration künstlicher Intelligenz (KI) vorn liegen.

In dem neuen Ranking wurden 57 Städte in 36 Ländern basierend auf KI-Investition (Bewertung öffentlicher, privater und verfahrensbezogener Investitionen in KI), -Innovation (Erfassung von technologischen Durchbrüchen, die auf eine größere zukünftige KI-Kapazität hindeuten) und -Implementierung (die Verfügbarkeit der Infrastruktur, Institutionen und Systeme, die zur Nutzung von KI erforderlich sind) bewertet.

Während die meisten Analysen der weltweiten KI-Entwicklung nationalen Bezug haben, soll mit diesem Bericht herausgefunden werden, welche Metropolen wirklich das Wachstum des Sektors vorantreiben. Die Erkenntnisse basieren auf dem globalen KI-Index von The Observer, der den KI-Einfluss auf nationaler Ebene sieben Jahre lang nachverfolgt hat.

ERKENNTNIS 1: Paris beansprucht Europas KI-Krone

Nach der Analyse wurde Paris insgesamt zu Europas führender KI-Stadt ernannt. Es erreichte weltweit den fünften Platz hinter San Francisco, New York, Seoul und Beijing, womit London auf Platz sechs gedrängt wird.

Im Hinblick auf KI-Investition ist die französische Hautstadt die drittbeste Stadt der Welt und wird nur von San Francisco und New York übertroffen. Ein Beispiel für diese Dynamik ist Mistral AI, der KI-Liebling mit Sitz in Paris, der 2025 eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1,7 Mrd. Euro abgeschlossen hat, bei einer Unternehmensbewertung von rund 12 Mrd. Euro. Damit ist es Europas wertvollstes KI-Unternehmen.

Dieser Schwung bei privaten Kapitalinvestitionen erfährt starke staatliche Unterstützung: Präsident Macron hat beim Paris AI Action Summit im Februar 2025 109 Mrd. Euro an KI-Investitionen verspochen, und die Investmentbank Bpifrance hat etwa 10 Mrd. Euro für den Ausbau des KI-Ökosystems Frankreichs bereitgestellt, unter anderem durch direkte Beteiligungen an Mistral.

Obwohl London bei KI-Implementierung und -Innovation vor Paris liegt, konnte es Europas Krone nicht beanspruchen und landete im allgemeinen Ranking auf Platz sechs. Paris liegt aber nur knapp vorn: London erhielt lediglich 0,2 Punkte weniger als die französische Hauptstadt. Paris ist zudem die einzige französische Stadt in der Liste, während vier Städte aus dem Vereinigten Königreich dabei sind, nämlich London, Oxford, Cambridge und Edinburgh.

London beherbergt mehr als 6.500 KI-Unternehmen, darunter die Einhörner Nscale, ElevenLabs, DeepMind und Wayve. Diese umfangreichen Möglichkeiten ziehen Talente an: Stellenanzeigen in London, in denen KI-Kompetenzen angegeben werden, haben sich in den letzten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Die für den KI-Index von The Observer zuständige Forscherin Hannah Schuller sagte:

„Paris führt zwar das Ranking für Europa an, aber nur sehr knapp. Paris und London sind fast gleichauf. Die beiden Hauptstädte haben jedoch sehr unterschiedliche Profile: London liegt bei Innovation und Implementierung vorn, ist jedoch allgemein in Sachen Investition schwächer. London liegt im Hinblick auf die Stärke seines kommerzielle Ökosystems und seiner Institutionen weltweit auf Platz drei, während Paris bei öffentlicher Investition führt und für seine Open-Source-Modelle hoch eingestuft wird. Paris erhält eine starke staatliche Unterstützung, um die Welt bei offenen Modellen anführen zu können, wobei es insbesondere den europäischen Markt im Visier hat – eine Alternative zur Dominanz der geschlossenen US-amerikanischen kommerziellen Modelle.“

ERKENNTNIS 2: Europa drängt auf Top-Positionen in einem Markt, der von US-amerikanischen und asiatischen Kraftzentren angeführt wird

Europa dominiert den KI-Städte-Index nach Volumen, da es 40 % der Städte beherbergt, die einen Platz im allgemeinen Ranking haben. Größe ist jedoch nicht gleich Führung: nur London und Paris schaffen es in die globalen Top-Ten, in einem Markt, in dem die führenden Positionen von technologischen Zentren in den USA sowie Ost- und Südostasien belegt sind.

San Francisco, New York, Seoul und Beijing führen die Liste an, Shenzhen, Shanghai, Tokio und Singapur sind ebenfalls unter den zehn Besten. Seoul sticht als leistungsstarke Stadt außerhalb den USA hervor, die in puncto KI-Implementierung weltweit den ersten Platz belegt, was durch starke staatlich geleitete Initiativen zur Förderung des KI-Wachstums begünstigt wird.

Die allgemeine Stärke von Ostasien erstreckt sich jedoch nicht auf das Kapital. Die US-Städte sind beim Anziehen von Investitionen weiterhin dominant: drei der fünf besten Städte in puncto Kapital – San Francisco, New York und San Jose – befinden sich in den Vereinigten Staaten. Paris kommt an dritter Stelle, Abu Dhabi und Dubai schaffen es ebenfalls in die Top-Ten dieser Kategorie.

Patricia Clarke, technische Redakteurin von The Observer, sagte:

„Das ist das erste Mal, dass jemand die sich stetig erweiternde Reichweite von KI über die nationale Ebene hinaus verfolgt hat.“

„Es überrascht nicht, dass San Francisco seinen Ruf als Hauptstadt der Technologie und Innovation verteidigt. Europas Geschichte hat jedoch mehr Nuancen. Paris hat auf Grundlage staatlicher Investitionen und dem französischen KI-Champion Mistral Impulse erhalten, während Londons Stärke im Ausmaß seines kommerziellen Ökosystems liegt. Keine der beiden Städte ist bis jetzt an die ostasiatischen Zentren herangekommen, die das Tempo der Implementierung vorgeben, doch zusammen zeigen sie, dass Europa in diesem Wettrennen kein passiver Zuschauer ist.“

„Dieser Index verdeutlicht, dass sich die Verteilung der KI auf die Städte verändert. Einige der wichtigsten KI-Entscheidungen werden vielleicht nicht in Washington oder Beijing getroffen, vielleicht nicht einmal in Paris oder London, sondern in Seoul, Shenzhen und anderen aufstrebenden Zentren.“

Den vollständigen KI-Städte-Index finden Sie unter diesem Link.

Über The Observer

The Observer ist die älteste Sonntagszeitung der Welt. Sie wurde 1791 gegründet, im April 2025 durch Tortoise Media von Guardian Media Group erworben und operiert heute unter Chefredakteur James Harding als unabhängiger Titel, bei dem das historische Druckerbe mit dem Ansatz des entschleunigten Journalismus von Tortoise kombiniert wird.

Methodologie

Der KI-Städte-Index setzt sich aus 50 Indikatoren zusammen, die aus quantitativen Quellen und qualitativer Feldforschung stammen, und deckt 57 Städte weltweit ab. Das Design, die Methodologie und die Auswahl der Indikatoren erarbeitete das für den KI-Index zuständige Team von The Observer unter umfassender Absprache mit Experten, darunter einem Beratungsgremium mit technischen Experten und Sachverständigen.

Der Index hat die gleiche zugrundeliegende Konzeption der KI-Kapazität wie der globale KI-Index, bietet jedoch einen differenzierteren Blick auf die KI-Kapazität in Ländern. Wir definieren die KI-Kapazität einer Stadt als ihre demonstrierte Fähigkeit, künstliche Intelligenz zu begründen, aufzubauen, zu finanzieren und zu absorbieren.

Der Index soll jährlich wiederholt und verbessert werden.

Die 50 Indikatoren des KI-Städte-Index wurden aus folgenden Gründen gewählt:

  • Beträchtliche Beziehung und Beitrag zu wichtigen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz
  • Nutzung jederzeit öffentlich zugänglicher Informationen
  • Nutzung aktueller Datenquellen

Unsere Indikatoren sind nach assoziativen Themen um drei Hauptsäulen gruppiert:

  • Implementierung: Erfassung der Verfügbarkeit von Institutionen, Systemen und Fachkräften, die zur Operationalisierung von KI in Unternehmen, Regierung, Bildung und Gemeinschaften benötigt werden. Diese Säule umfasst die untergeordneten Säulen für Infrastruktur und Betriebsumgebung.
  • Innovation: Erfassung von technologischen Durchbrüchen, die auf eine größere zukünftige KI-Kapazität hindeuten. Diese Säule umfasst die untergeordneten Säulen für Forschung, Entwicklung und kommerzielles Ökosystem.
  • Investition: Finanzielle und verfahrensbezogene Investitionen in KI. Diese Säule ist in die Säulen für öffentliche und private Investition unterteilt.

Die vollständige Methodologie ist hier verfügbar.

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