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Europas erstes autonomes Rennen mit fünf Fahrzeugen: A2RL setzt neuen internationalen Maßstab

  • Das Team Kinetiz aus den VAE gewinnt beim ACI Racing Weekend auf dem legendären Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari in Imola das erste A2RL-Rennen außerhalb Abu Dhabis
  • Rennen HIER ansehen

IMOLA, Italien--(BUSINESS WIRE)--Am 5. September 2026 trug die Abu Dhabi Autonomous Racing League (A2RL) beim ACI Racing Weekend auf dem Imola Circuit das erste autonome Rennen mit mehreren Fahrzeugen in Europa aus. Kinetiz (VAE) entschied das erste internationale Rennen der Liga für sich und absolvierte 12 Runden auf einer der technisch anspruchsvollsten Rennstrecken im internationalen Motorsport.

A2RL wird von ASPIRE organisiert, dem für Grand Challenges zuständigen Bereich des Advanced Technology Research Council (ATRC) von Abu Dhabi. Unter strategischer Aufsicht des Smart and Autonomous Systems Council (SASC) bringt die Rennserie zentrale Akteure des Ökosystems für autonome Mobilität in Abu Dhabi zusammen. A2RL hat sich von einem öffentlichen Testfeld für KI unter extremen Rennbedingungen zu einer wettbewerbsorientierten Rennserie entwickelt. Nach zwei Saisons auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi feierte die Liga in Imola ihre internationale Premiere. Damit machte A2RL einen weiteren Schritt auf dem Weg zu ihrem Ziel, die weltweit erste internationale Meisterschaft für vollautonome Rennwagen zu werden.

Fünf vollautonome Rennwagen gingen an den Start. Kinetiz (VAE) gewann vor Constructor Racing (Deutschland), PoliMOVE (Italien), Unimore (Italien) und dem A2RL-Meister der Jahre 2024 und 2025, TUM (Deutschland). Alle Teams setzten identische EAV-25-Hardware ein. Die Leistungsunterschiede lagen damit allein in der Software – von Wahrnehmung und Planung über die Steuerung bis hin zu Entscheidungen in Echtzeit.

Für den zweimaligen A2RL-Meister TUM riss die Siegesserie bereits in der Einführungsrunde. Ein technisches Problem zwang das Fahrzeug noch vor dem fliegenden Start zurück in die Boxengasse.

Die schnellste Runde fuhr Pole-Setter und Rennführer Unimore in 1:40 Minuten. Kurz darauf zwang ein technisches Problem das Fahrzeug zum Stillstand. PoliMOVE lag von Beginn an weniger als eine Sekunde hinter dem Führenden und erreichte mit 252,3 km/h die höchste Geschwindigkeit des Rennens. Als Unimore plötzlich stark verlangsamte, konnte PoliMOVE nicht mehr ausweichen und kollidierte mit dessen Heck. Für beide Teams war das Rennen damit beendet. Kinetiz übernahm anschließend die Führung und verteidigte sie bis zur Zielflagge.

S.E. Faisal al Bannai, Generalsekretär des Advanced Technology Research Council, erklärt: „A2RL steht beispielhaft für Abu Dhabis Ansatz bei Spitzentechnologien: Wir setzen uns ehrgeizige Ziele, bringen die besten Köpfe zusammen und schaffen die Voraussetzungen für schnelleren Fortschritt. In Imola wurde dieser Ansatz unter realen Rennbedingungen auf die Probe gestellt, als fünf autonome Fahrzeuge mit der Ungewissheit und dem Druck eines echten Rennens umgehen mussten. Der Sieg von Kinetiz ist ein bedeutender Erfolg für die VAE. Noch wichtiger sind jedoch die Erkenntnisse, die das Rennen über Zuverlässigkeit, Robustheit und Entscheidungen in Echtzeit geliefert hat. Sie werden dazu beitragen, autonome Systeme weit über den Rennsport hinaus weiterzuentwickeln.“

Stephane Timpano, CEO von ASPIRE, kommentiert: „Glückwunsch an das Team Kinetiz aus den VAE zu diesem verdienten Sieg. Imola hat die Anforderungen noch einmal erhöht: Die autonomen Systeme mussten in einer völlig neuen Umgebung Rad an Rad gegeneinander antreten. Dabei entstanden wertvolle Daten, die die nächste Phase der Forschung und Entwicklung beschleunigen. Die Ergebnisse von Imola liefern uns einen neuen Maßstab dafür, wie leistungsfähig und anpassungsfähig diese Systeme unter Druck sind.“

Autonomes Rennfahren im Härtetest

Mit Höhenunterschieden, engen Ideallinien, begrenzten Auslaufzonen und schwierigen Überholpassagen stellte Imola die autonomen Systeme vor hohe Anforderungen. Sie mussten Grip, Verkehr, Positionierung und Überholmanöver auch unter dauerhaftem Druck beherrschen. Die KI reagierte dabei fortlaufend auf die anderen Fahrzeuge und entschied je nach Rennverlauf, wann sie angreifen, verteidigen oder ihre geplante Fahrlinie anpassen musste.

Omar Hanif Alqassim, Teamchef von Kinetiz, sagt: „Für uns bei Kinetiz ist es ein besonderer Moment, das erste internationale A2RL-Rennen zu gewinnen und dabei die VAE auf internationaler Bühne zu vertreten. Das Team hat konzentriert auf diesen Erfolg hingearbeitet. Dass sich dieser Einsatz nun mit einem Sieg auszahlt, macht ihn umso bedeutender. ASPIRE hat das Rennen hervorragend organisiert und eine starke Plattform geschaffen, auf der die VAE ihre Fortschritte bei autonomen Technologien präsentieren können. Wir sind stolz, diesen Sieg in die VAE zu holen und dazu beizutragen, die Ambitionen und Fähigkeiten unseres Landes international sichtbar zu machen.“

Der Weg nach Imola

Vor dem Rennen stand den Teams nur eine neuntägige Testphase auf der Strecke zur Verfügung. Dabei mussten sie sich auf wechselnde Bedingungen einstellen, darunter Regen und zeitweise sogar Hagel. Dank des neu installierten Regenpakets konnten alle fünf Teams testen und zusammen 38 Runden absolvieren.

Als Ergänzung zu den Streckentests kehrte in dieser Saison der A2RL Sim Sprint zurück. Mithilfe hochpräziser digitaler Zwillinge von Yas Marina, dem A2RL Autodrome, Suzuka und Imola konnten die Teams ihren Code weiter optimieren sowie ihre Algorithmen entwickeln und validieren.

Alessandro Tucci, Executive Director des House of Grand Challenges bei ASPIRE, erklärt: „Die Leistung der Teams im Rennen ist das Ergebnis einer klar definierten Entwicklungsstrategie, die auf mehr als 5.000 Stunden Simulationstests und Rennen im Jahr 2025 basiert. Das Rennen in Imola war ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung von A2RL. Wir sind stolz auf die Ergebnisse der Teams und der gesamten A2RL-Organisation. Wenn wir diese intensive Vorbereitung auf einer Rennstrecke wie Imola in Erfolg umsetzen, steigern wir das Wettbewerbsniveau von A2RL kontinuierlich.“

Wie es mit A2RL weitergeht

Das nächste A2RL-Rennen findet wieder auf dem Yas Marina Circuit statt. Seit dem Start der Rennserie im Jahr 2024 ist die Strecke die Heimat von A2RL und bleibt ein wichtiger Bezugspunkt für die weitere Entwicklung der Rennserie.

Die Erkenntnisse aus Imola fließen nun in das Forschungs- und Entwicklungsprogramm in Abu Dhabi ein. Tests auf Rennstrecken mit deutlich unterschiedlichen Layouts und Renncharakteristika ermöglichen eine fundiertere Beurteilung der Anpassungsfähigkeit autonomer Systeme. Gleichzeitig setzt A2RL seine Rolle als öffentliches Testfeld für autonome Technologien fort und stärkt Abu Dhabis Position als Hub für angewandte KI und Innovationen im Bereich autonomer Systeme.

Die Rennserie 2026 wird von SteerAI unterstützt. Zu den führenden Partnern zählen AD Ports und du Infra, zu den offiziellen Partnern AWS, Abu Dhabi Mobility und Abu Dhabi Gaming. HP und Castore sind offizielle Unterstützer, PACETEQ und Live in Five technische Partner.

Rennen ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=VSdCF_yR3L4

*Quelle: AETOSWire

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