83 % der chinesischen Verbraucher nutzen Quick Commerce und gewähren damit einen Blick auf die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels
83 % der chinesischen Verbraucher nutzen Quick Commerce und gewähren damit einen Blick auf die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels
Aus einem Bericht von NIQ geht hervor, dass ultraschnelle Lieferungen in Teilen Asiens bereits zur Norm geworden sind, doch das rasante Wachstum dieses Vertriebskanals führt nicht automatisch zu hohen Erträgen für die Marken.
CHICAGO--(BUSINESS WIRE)--Der nächste bedeutende Wandel im Einzelhandel vollzieht sich möglicherweise nicht in den Regalen. Er findet im täglichen Einkaufskorb statt, wo Schnelligkeit, Bequemlichkeit und ergänzende Einkäufe das Kaufverhalten der Verbraucher nachhaltig verändern. Laut NIQ (NYSE: NIQ), einem führenden Anbieter von Verbraucheranalysen, entwickelt sich Quick Commerce zu einem zentralen Wachstumsmotor im Lebensmittelhandel.
Der globale Bericht von NIQ mit dem Titel The Commerce Revolution: Where East Meets West (Die Handelsrevolution: Wo Ost und West aufeinandertreffen) legt dar, dass ultraschnelle Lieferungen in Teilen Asiens bereits zur Norm geworden sind und damit einen Vorgeschmack darauf geben, wie sich der Handel weltweit voraussichtlich weiterentwickeln wird.
Die offensichtlichsten Anzeichen für diesen Wandel lassen sich in China und Indien beobachten, wo die Verbreitung von Quick Commerce 83 % bzw. 82 % erreicht hat und damit den weltweiten Durchschnitt von 48 % bei weitem übertrifft. Zum Vergleich: In Europa liegt die Verbreitung bei 34 % und in Nordamerika bei lediglich 3 %, was die unterschiedlichen Reifegrade der Märkte sowie die wachsende Kluft bei den Verbrauchererwartungen hinsichtlich Geschwindigkeit und Komfort verdeutlicht.
Die wichtigsten Signale
- Quick Commerce ist in China bereits Mainstream: 83 % der befragten Verbraucher nutzen diesen Vertriebskanal und der Markt wird in diesem Jahr voraussichtlich die Marke von einer Billion Yuan überschreiten.
- Fulfillment in großem Maßstab: China hat im Jahr 2025 199 Milliarden Pakete abgewickelt, was einem Anstieg von nahezu 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und deutlich macht, welche Infrastruktur hinter der schnellen Zustellung steht.
- Indien ist ein wichtiger Wachstumsmotor: Der Quick Commerce verzeichnete in Q4 2025 ein Wachstum von 68 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, gestützt durch ein Dark-Store-Netzwerk, das voraussichtlich mehr als 5.000 Standorte mit bis zu 1.800 Transaktionen pro Filiale und Tag umfassen wird.
- Lebensmittel-Aufträge nehmen zu: In Indien geht Quick Commerce über den Kauf von Zusatzartikeln hinaus und entwickelt sich hin zu volleren Warenkörben, wobei die Zahl der Wiederholungskäufe steigt und die Bestellmengen zunehmen.
- Wachstum des Vertriebskanals ≠ Markenleistung: Im Social Commerce, in den Marken durchschnittlich 27,4 % ihrer Ausgaben investieren, geben 58 % nach wie vor an, einen ROI von unter 1 US-Dollar zu erzielen — was die Kluft zwischen Marktpräsenz und Rentabilität verdeutlicht.
Die Daten sprechen für einen grundlegenden Wandel: Der Handel entwickelt sich nicht mehr in Silos. Produktsuche, Transaktion und Auftragsabwicklung verschmelzen zu einem einzigen, integrierten System, das zunehmend von KI, Plattformen und den Echtzeit-Bedürfnissen der Verbraucher geprägt wird.
„China und Indien machen deutlich, was geschieht, wenn Komfort nicht mehr ein Alleinstellungsmerkmal, sondern eine Selbstverständlichkeit ist. Für Marken stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie Quick Commerce nutzen sollen, sondern wie sie dies gewinnbringend umsetzen können. Das Wachstum beschleunigt sich, doch nachhaltiger Wert entsteht erst durch das Verständnis dafür, welche Verbraucherbedürfnisse wirklich durch sofortige Verfügbarkeit profitieren“, so Emilie Darolles, President Western Europe, NielsenIQ.
Die Kernaussage des Berichts ist eindeutig: Der Handel entwickelt sich nicht mehr in isolierten Kanälen. Er konvergiert zu einem einzigen System, in dem Produktentdeckung, Transaktion und Auftragsabwicklung Hand in Hand gehen. Für Hersteller und Einzelhändler wird die nächste Wachstumswelle nicht durch die Hinzufügung weiterer Kanäle entstehen, sondern durch die Orchestrierung des Systems — wobei Sortiment, Preisgestaltung, Sichtbarkeit und Auftragsabwicklung auf das tatsächliche Einkaufsverhalten der Verbraucher abgestimmt werden müssen.
Über den Bericht
The Commerce Revolution: Where East Meets West analysiert, wie östliche und westliche Handelsmodelle in den Bereichen Live-Commerce, Social Commerce, Quick Commerce, Retail-Media-Netzwerke und dem aufkommenden Agentic Commerce zusammenwachsen. Die Analyse basiert auf Daten aus NIQ Consumer Outlook, Retail Pulse, Digital Purchases und Omnisales sowie auf Drittanbieterquellen wie McKinsey, Morgan Stanley und Adobe.
Über NIQ
NielsenIQ (NYSE: NIQ) ist ein führendes Unternehmen im Bereich Verbraucherforschung, das das umfassendste und fundierteste Verständnis des Kaufverhaltens von Verbrauchern bietet und neue Wege zum Wachstum aufzeigt. Durch die Kombination eines einzigartigen globalen Datensatzes und detaillierter Verbraucher- und Einzelhandelsmessungen mit jahrzehntelanger Expertise in der KI-Modellierung entwickelt NIQ Entscheidungssysteme, die Unternehmen dabei helfen, komplexe Daten in z ielgerichtete Maßnahmen umzusetzen. Die globale Reichweite von NIQ erstreckt sich über mehr als 90 Länder und deckt rund 82 % der Weltbevölkerung sowie mehr als 7,4 Billionen US-Dollar an weltweiten Konsumausgaben ab. Mithilfe von Cloud-basierten Plattformen, fortschrittlichen Analysen und KI-gestützten Erkenntnissen bietet NIQ The Full View™ — und hilft Marken und Einzelhändlern zu verstehen, was Verbraucher kaufen, warum sie es kaufen und welche nächsten Schritte sie daraus ableiten sollten. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.niq.com.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Pressemitteilung bezüglich des NIQ-Berichts The Commerce Revolution: Where East Meets West sowie zu Trends im Bereich Quick Commerce und damit verbundenen Vertriebskanälen enthält zukunftsgerichtete Aussagen hinsichtlich des erwarteten Verbraucherverhaltens, der Marktakzeptanz und des Marktwachstums, der Entwicklung der Vertriebskanäle, der Fulfillment-Kapazitäten sowie möglicher Auswirkungen auf Marken und Einzelhändler. Diese Aussagen geben die aktuellen Erwartungen, Schätzungen und Prognosen wieder, die auf verfügbaren Daten, historischen Entwicklungen, Informationen Dritter und Annahmen beruhen, die sich als unrichtig erweisen können. Begriffe wie „deutet darauf hin“, „erwartet“, „antizipiert“, „prognostiziert“, „wahrscheinlich“, „könnte“ und ähnliche Ausdrücke dienen dazu, zukunftsgerichtete Aussagen zu kennzeichnen. Diese Aussagen sind nicht als Garantie für zukünftige Ergebnisse zu verstehen und unterliegen naturgemäßen Unsicherheiten, darunter Veränderungen der Verbraucherpräferenzen, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des technologischen Fortschritts sowie der Wettbewerbsdynamik. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in diesen Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Ergebnissen abweichen. Wir bemühen uns zwar, unsere Erkenntnisse auf zuverlässige Daten und fundierte Methoden zu stützen, übernehmen jedoch keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, sofern dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.
Hinweise an die Herausgeber
Die Zahlen in dieser Pressemitteilung stammen aus dem Bericht The Commerce Revolution: Where East Meets West von NielsenIQ und umfassen sowohl proprietäre Daten von NIQ als auch im Bericht zitierte Marktzahlen von Drittanbietern. Die Zahlen zur Marktdurchdringung von Quick Commerce, die Akzeptanz dieses Vertriebskanals bei den Verbrauchern sowie die Nutzung nach Produktkategorien basieren auf Daten aus den Berichten NIQ Consumer Outlook, Retail Pulse und Digital Purchases. Die Zahlen zum Marktumfang und zum Paketvolumen für China, einschließlich der Marktschätzung von über einer Billion Yuan und 199 Milliarden Paketen im Jahr 2025, sind in dem Bericht unter Berufung auf Marktquellen (Adobe, Morgan Stanley, Joybuy) aufgeführt. Die Zahlen zu den Ausgaben im Social Commerce und zum ROI basieren auf den im Bericht zitierten Social-Media-Normen von NIQ.
Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die wichtigste Erkenntnis?
Quick Commerce ist in Teilen Asiens längst kein neues Verhalten mehr. In China liegt die Verbraucherpenetration mittlerweile bei 83 % und das Marktvolumen wird voraussichtlich noch in diesem Jahr die Marke von einer Billion Yuan überschreiten.
Warum ist das für Marken und Einzelhändler von Bedeutung?
Weil Quick Commerce die Art und Weise verändert, wie Verbraucher ihre täglichen Einkäufe erledigen — insbesondere Ergänzungs- und Lebensmitteleinkäufe — und Marken dazu zwingt, Sortiment, Verfügbarkeit und Auftragsabwicklung im Hinblick auf tatsächliche Konsumanlässe neu zu überdenken.
Ist dies einfach nur eine weitere Handelsgeschichte über „Wachstum um jeden Preis“?
Nein. Der Bericht belegt, dass die Größe eines Vertriebskanals keine Garantie für solide Renditen bietet. Bereits heute entfallen 27,4 % der durchschnittlichen Markenausgaben auf Social Commerce, dennoch erzielen 58 % der Marken nach wie vor einen ROI von weniger als 1 US-Dollar.
Was sollten Marken jetzt tun?
Sie sollten Produkte, Werbeaktionen und Fulfillment-Strategien unter Berücksichtigung spezifischer Verbraucherbedürfnisse und lokaler Logistikbedingungen entwickeln und zugleich prüfen, in welchen Bereichen Quick Commerce einen Mehrwert schafft, anstatt lediglich Ausgaben zwischen den Kanälen zu verlagern.
NIQ-ALLGEMEIN
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