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Wolters Kluwer Umfrage: Deutsche KMU priorisieren Sicherheit vor Tempo bei der Digitalisierung

Deutsche KMU digitalisieren mit Vorsicht und Zuversicht und kombinieren dabei hohe Cybersicherheit, schnelle KI-Einführung und Resilienz angesichts wirtschaftlicher und personeller Herausforderungen

  • Sicherheit bei der Digitalisierung: 61% der deutschen KMU haben in Cybersicherheit investiert und 90% fühlen sich auf kommende Vorschriften vorbereitet
  • Hybrid-IT dominiert: 51% nutzen hybride Umgebungen, aber 15% bleiben vollständig On-Premise, einer der höchsten Werte in Europa
  • KI ist Mainstream: 81% der deutschen KMU nutzen KI wöchentlich oder täglich
  • Wirtschaftlicher Druck und Fachkräftemangel: 42% nennen steigende Kosten als ihr Hauptanliegen und 45% haben Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu finden.
  • Intelligenteres Outsourcing: 80% der KMU lagern mindestens eine Funktion an einen professionellen Dienstleister aus.

LUDWIGSBURG--(BUSINESS WIRE)--Wolters Kluwer Tax & Accounting hat heute die Ergebnisse seiner ersten Future Ready Business-Studie veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der digitalen Transformation einen Sicherheitsansatz verfolgen. Die Studie zeigt hohe Investitionen in Cybersicherheit, den weit verbreiteten Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) und eine klare Präferenz für den Einsatz hybrider Technologien. Deutsche KMU modernisieren sich in einem angepassten, aber strategischen Tempo, wobei mehr als die Hälfte (51%) mittlerweile hybride IT-Umgebungen betreibt. Auffällig ist, dass 15 % nach wie vor vollständig vor Ort arbeiten, einer der höchsten Werte im europäischen Vergleich, was die seit langem bestehenden Prioritäten hinsichtlich Datensouveränität, Sicherheit und Risikomanagement widerspiegelt.

„Deutsche KMU sind in Europa ein bemerkenswertes Beispiel für eine disziplinierte und sichere digitale Transformation“, sagte Bas Kniphorst, Executive Vice President & Managing Director, Wolters Kluwer Tax & Accounting Europe. „Ihre Präferenz für hybride Architekturen und hohe Investitionen in Cybersicherheit sind eine strategische Entscheidung, die ein starkes Engagement für Kontrolle, Resilienz und langfristige Wertschöpfung widerspiegelt. Mit einer KI-Nutzung, die bereits zu den höchsten in Europa zählt, skaliert Deutschland Technologie auf eine Weise, die sowohl ambitioniert als auch verantwortungsbewusst ist. Diese Studie bestätigt, was wir in der gesamten Region beobachten: Eine sicherheitsorientierte Digitalisierung wird zu einem Wettbewerbsvorteil für die zukunftsorientiertesten KMU Europas.“

Der Bericht „Future Ready Business“ stützt sich auf Erkenntnisse von mehr als 1.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Schweden, Dänemark, Italien und Spanien.

Modernisierung mit Fokus Sicherheit: Deutschlands besonderer Weg

Deutschlands digitaler Weg ist geprägt von Pragmatismus und Risikomanagement. Das vorherrschende hybride Bereitstellungsmodell spiegelt den starken Wunsch nach Skalierbarkeit und Kontrolle wider, wobei KMU KMU zunehmend auf cloudbasierte Tools setzen, während zugleich robuste On‑Premise‑Systeme für sensible Daten und compliance‑intensive Funktionen beibehalten werden.

Cybersicherheit hatte in den letzten drei Jahren höchste Priorität: 61% der KMU investierten in verstärkte Datenschutzmaßnahmen. Diese sicherheitsorientierte Denkweise wird durch ein hohes Maß an Compliance-Vertrauen verstärkt: 90% der KMU geben an, dass sie sich bereit fühlen, die kommenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Zusammen haben diese Faktoren eine starke Grundlage für die Einführung fortschrittlicher Technologien und KI-gestützter Tools geschaffen. Dies wird besonders relevant sein, da die schrittweise Umstellung auf die obligatorische elektronische Rechnungsstellung in Deutschland die Systemkonnektivität und die Datenfreigabe erhöht, um Mehrwertsteuerlücken zu schließen und die Steuerinfrastruktur zu digitalisieren.

KI- Nutzung wird Alltag

Die Untersuchung zeigt, dass 81% der KMU wöchentlich oder täglich KI einsetzen, womit Deutschland zu den fortschrittlichsten KI-Anwendern in Europa zählt. Die Anwendungsfälle konzentrieren sich zunehmend auf praktische Ergebnisse, darunter Analysen, Berichterstellung, Automatisierung, Forschungsunterstützung und Finanzinformationen in Echtzeit.

Fast vier von fünf (78%) KMU planen, ihre KI-Investitionen in den nächsten drei Jahren zu erhöhen, was für das wachsende Vertrauen in die Fähigkeit der KI zur Steigerung der Produktivität spricht.

Steigende Kosten, Fachkräftemangel und intelligentere Betriebsmodelle

Deutsche KMU stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Rund 42 % nennen steigende Kosten als ihr Hauptanliegen. Ebenso bedeutend ist der Fachkräftemangel, von dem 45 % der KMU betroffen sind. Um ihre Produktivität aufrechtzuerhalten, setzen viele Unternehmen auf Technologie, um operative Vorteile wie Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und eine größere Skalierbarkeit zu erzielen.

Gleichzeitig wird gezieltes Outsourcing zu einem wichtigen Hebel für die Widerstandsfähigkeit. Acht von zehn (80%) KMU lagern mindestens eine Funktion an einen professionellen Dienstleister aus, behalten die Kontrolle über Routineaufgaben und verlassen sich bei technischen und compliance-kritischen Aufgaben auf Berater. Häufig ausgelagert werden Funktionen wie Lohn- und Gehaltsabrechnung (40%), Rechtsdienstleistungen (36 %), Buchhaltung (31%) und Rechnungswesen (23%). Diese Vereinbarungen entlasten die internen Teams und fördern langfristige Beratungsbeziehungen, die in einem angespannten Arbeitsmarkt immer wichtiger werden.

„Deutsche KMU sehen die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, realistisch, wissen aber auch ganz genau, was funktioniert. Unternehmen in Deutschland sichern ihre Margen, indem sie Compliance-Aufgaben automatisieren, ihre Cashflow-Prognosen verbessern und KI dort einsetzen, wo sie messbare Erträge bringt, und nicht nur um des Experimentierens willen“, so Stefan Wahle, Vice President & General Manager Region North, Wolters Kluwer Tax & Accounting. „In einem angespannten Arbeitsmarkt helfen die Auslagerung von Spezialaufgaben und Investitionen in sichere, hybride Technologiemodelle dem deutschen Mittelstand, konform, produktiv und widerstandsfähig zu bleiben, ohne die Teams zu überlasten.“

Hinweise für Redakteure

Über den Bericht „Future Ready Business“

Der Bericht „Future Ready Business“ stützt sich auf Erkenntnisse von mehr als 1.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Schweden, Dänemark, Italien und Spanien und untersucht, wie Unternehmen auf wirtschaftliche Schwankungen, regulatorische Veränderungen, Personalengpässe und den digitalen Wandel in Europa reagieren. Alle teilnehmenden Unternehmen hatten weniger als 250 Mitarbeiter.

Über Wolters Kluwer

Wolters Kluwer (EURONEXT: WKL) ist ein weltweit führender Anbieter von Informationslösungen, Software und Dienstleistungen für Fachleute in den Bereichen Gesundheitswesen, Steuern und Rechnungswesen, Finanz- und Unternehmens-Compliance und ESG. Wir unterstützen unsere Kunden täglich bei wichtigen Entscheidungen, indem wir ihnen kompetente Lösungen anbieten, die fundiertes Fachwissen mit Technologie und Dienstleistungen verbinden.

Wolters Kluwer erzielte 2025 einen Jahresumsatz von 6,1 Milliarden Euro. Die Gruppe bedient Kunden in über 180 Ländern, ist in über 40 Ländern tätig und beschäftigt weltweit rund 21.100 Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Alphen aan den Rijn, Niederlande.

Die Aktien von Wolters Kluwer sind an der Euronext Amsterdam (WKL) notiert und in den Indizes AEX, Euro Stoxx 50 und Euronext 100 enthalten. Wolters Kluwer verfügt über ein gesponsertes Level-1-American-Depositary-Receipt-Programm (ADR). Die ADRs werden am außerbörslichen Markt in den USA (WTKWY) gehandelt.

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