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Gemeinsame branchenübergreifende Erklärung: Die Mitverwertung in der Zementindustrie sollte für eine globale nachhaltige Abfallwirtschaft in größerem Umfang genutzt werden

LONDON--(BUSINESS WIRE)--Führende Branchenverbände haben heute eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie den wesentlichen und positiven Beitrag hervorheben, den die Zementindustrie zur Bewältigung der dringenden globalen Herausforderung nicht recycelbarer und nicht wiederverwendbarer Abfälle leisten kann: Die Global Cement and Concrete Association (GCCA), die European Composites Industry Association (EuCIA), die International Solid Waste Association – Africa, die Mission Possible Partnership sowie der Global Waste-to-Energy Research and Technology Council (WtERT®) fordern eine stärkere politische Unterstützung, um das große Potenzial der Mitverwertung in der Zementindustrie als sichere, effektive und nachhaltige globale Lösung für die Entsorgung von Abfällen vollständig zu erschließen.

Die Mitverwertung ermöglicht die energetische Verwertung ebenso wie auch das Recycling von Material. Bei diesem Verfahren werden fossile Brennstoffe zum Beheizen von Zementöfen durch Abfall ersetzt, während die verbleibende Asche gleichzeitig in den Baustoff selbst recycelt wird, sodass eine abfallfreie Lösung entsteht. Dieser integrierte Prozess maximiert den ökologischen Wert der Abfallbehandlung und senkt den Bedarf an neuer Entsorgungsinfrastruktur. Die Mitverwertung konzentriert sich auf Abfallströme, die nicht recycelt werden können oder kontaminiert sind, und ergänzt somit das Recycling. Die Mitverwertung schließt die Lücke zwischen Deponierung und Recycling.

Die Mitverwertung ist weltweit, von Europa über Indien bis hin zu Lateinamerika und Nordamerika, als umweltverträgliche Entsorgungsmethode anerkannt. Dabei kommen strenge regulatorische Rahmenbedingungen und technische Richtlinien zur Anwendung, um die hohen Standards in Bezug auf Sicherheit, Emissionskontrolle und Transparenz zu gewährleisten.

Thomas Guillot, Geschäftsführer der GCCA, sagte: „Die Mitverwertung in der Zementindustrie ist eine sichere, effektive und zirkuläre Lösung für die Abfallentsorgung – eine Win-Win-Situation für die Umwelt und die lokalen Gemeinden. Trotz ihrer nachgewiesenen Vorteile hängt eine breitere Einführung der Mitverarbeitung jedoch von wirksamen regulatorischen Rahmenbedingungen und einer unterstützenden öffentlichen Politik ab.

Manche Zementwerke ersetzen bereits mehr als 90 % der Brennstoffe durch Mitverbrennung von Abfällen, während in vielen Teilen der Welt noch gar keine Verfahren etabliert sind. Deshalb erneuern wir gemeinsam mit anderen Organisationen unsere Bemühungen und fordern Anerkennung und Unterstützung für die positive Rolle und das Potenzial unserer Branche.“

Die gemeinsame Erklärung ruft internationale Institutionen sowie nationale, regionale und kommunale Regierungen auf:

  • die Mitverwertung in den Rahmenbedingungen der Abfallpolitik als eine nachhaltige Lösung der Abfallbewirtschaftung anzuerkennen, die sowohl Energiegewinnung als auch Materialrecycling ermöglicht;
  • Anreize für die Abfallsammlung, -sortierung und -vorbehandlung auf kommunaler Ebene zu schaffen, um konsistente, hochwertige Abfallströme zu gewährleisten, und um das Recycling von wiederverwertbaren Materialien sowie die Mitverwertung von nicht wiederverwertbaren Materialien zu fördern;
  • eine effizientes Verfahren für die Umweltschutz-Genehmigung in Kraft zu setzen, damit Zementwerke Zugang zu geeigneten Abfällen erhalten;
  • den durch Mitverwertung effektiv recycelten Materialanteil (Asche) auf die nationalen Recyclingziele anzurechnen;
  • finanzielle Anreize zu schaffen, um die ökologischen Vorteile der Mitverwertung von Abfällen in Zementöfen anzuerkennen und gleiche Wettbewerbsbedingungen mit anderen Entsorgungs- und Energieoptionen zu schaffen;
  • öffentlich-private Partnerschaften zu fördern, um Risiken zu teilen und die langfristige Rentabilität von Projekten zu unterstützen;
  • den Wissenstransfer und die Angleichung der Richtlinien zwischen den Regionen zu fördern.

Eine wachsende globale Herausforderung

Die durch menschliche und industrielle Aktivitäten verursachten Abfälle werden auf jährlich 11,2 Milliarden Tonnen geschätzt. Die Zersetzung organischer Feststoffabfälle trägt zu etwa 5 % zu den globalen Treibhausgasemissionen bei, Kunststoffe verursachen Mikroplastikverschmutzung und das Auslaugen gefährlicher Stoffe. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen könnten sich die unkontrollierten städtischen Feststoffabfälle bis 2050 auf 1,6 Milliarden Tonnen verdoppeln, wenn die derzeitigen Praktiken fortgesetzt werden. Diese Entwicklung wird den Klimawandel, die Verschmutzung der Meere durch Plastik und die schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit weltweit weiter verschärfen.

Thomas Guillot fügte hinzu: Abfallaufkommen und Misswirtschaft setzen Gemeinden, Ökosysteme und das globale Klima zunehmend unter Druck. Wenn Abfall auf Straßen gekippt, offen verbrannt oder in Flüsse und Meere geleitet wird, verursacht dies schwere Umweltschäden und birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Sogar in Regionen mit Abfallentsorgungssystemen landen weiterhin große Mengen an Abfall auf Deponien, wo biologischer und chemischer Abbau den Boden kontaminieren und Methan freisetzen, ein Treibhausgas, das deutlich stärker ist als Kohlendioxid.

Abfall sinnvoll nutzen

Die Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung sind der Ansicht, dass die Mitverwertung eine praktische, skalierbare und nachhaltige Maßnahme zur Bewältigung der weltweiten Abfallproblematik darstellt. Mit der richtigen politischen Unterstützung kann dies dazu beitragen, dass Abfälle nicht mehr unverantwortlich entsorgt und auf Deponien vergraben werden, dass der Verbrauch fossiler Brennstoffe in der Zementindustrie reduziert wird und dass Abfälle zu guter Letzt in eine wertvolle Ressource für die Gesellschaft transformiert werden.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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