JPND-Ausschreibung in Höhe von 30 Mio.Euro für multinationales Forschungsprojekt über patientenbezogene Medizin für neurodegenerative Erkrankungen

Die Initiative EU Joint Programme – Neurodegenerative Disease Research (JPND) – hat eine gemeinschaftliche, grenzübergreifende Ausschreibung für ein multinationales Forschungsprojekt zur Bekämpfung neurodegenerativer Erkrankungen initiiert.

PARIS--()--Neurodegenerative Erkrankungen sind auch heute noch kaum heilbar und führen zur Invalidität. Sie sind durch unterschiedliche Ursachen, Mechanismen und klinische Verläufe geprägt und erfordern Behandlungsmethoden, die diese Eigenheiten berücksichtigen. Die Entschlüsselung dieser Variabilität ist eine der größten Herausforderungen in der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen. Hochtechnologiemedizin, unterstützt durch hochgradig personalisierte Konzepte für das Wohl der Patienten, bietet einen Lösungsansatz dafür.

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission lädt die JPND-Initiative Forschungsteams ein, Vorschläge für ehrgeizige, innovative und multidisziplinäre gemeinschaftliche Forschungsprojekte einzureichen, um den Verlauf dieser Erkrankungen durch die Entwicklung von Konzepten für Hochtechnologiemedizin zu beeinflussen.

Die JPND-Initiative hat die Hochtechnologiemedizin als Schwerpunkt gewählt, da sie auf spezifische Elemente abzielt, die für die Pathologie eines bestimmten Patienten zu einem bestimmten Zeitpunkt verantwortlich ist. Hierbei handelt es sich um einen neuartigen Ansatz zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten, der die individuelle Variabilität in Genen, biologische/molekulare Eigenschaften im Kontext von Umwelt- und Lifestyle-Faktoren betrachtet.

Professor Philippe Amouyel, University of Lille (Frankreich) und Vorsitzender des JPND Management Board, kommentierte:
„In den vergangenen zehn Jahren haben Forscher nach und nach die hohe Komplexität und große Vielfalt von neurdegenerativen Erkrankungen aufgedeckt. Wir müssen jetzt dieses immense Wissen vervollständigen und nutzen, um gezielte Ansätze für eine effektivere Bekämpfung des drastischen Verlaufs dieser Erkrankungen zu entwickeln.“

Professor Thomas Gasser, Universität Tübingen (Deutschland) und Vorsitzender des JPND Scientific Advisory Board, erklärte:
„Fortschritte in der Hochtechnologiemedizin sind ein einmaliger Weg, innovative Konzepte zur Verhinderung, Eindämmung und Heilung von neurodegenerativen Erkrankungen zu entwickeln. Mit dieser Initiative wollen wir das erforderliche Know-how in Europa und weltweit bündeln, um die Herausforderungen in diesem Forschungsbereich zu meistern.“

Professor Amouyel ergänzte: „In diesem Sinne haben die an der JPND-Initiative beteiligten Länder in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Hochtechnologiemedizin als einen wichtigsten Aspekt im Hinblick auf die globale Herausforderung der neurodegenerativen Erkrankungen identifiziert.“

Die für diese Ausschreibung eingereichten Vorschläge müssen Hochtechnologiemedizin als Schwerpunkt in einem oder mehreren der folgenden Forschungsbereiche behandeln:

  • Diagnose (z. B. Biomarker, Bildgebungsdaten, ‚-omik‘-Ansätze, Big Data-Analysen)
  • Prävention (z. B. Biomarker für die Untersuchung neuartiger Behandlungsmethoden und Eingriffe, Co-Morbiditäten, digitale Technologien, Schichtung innerhalb von Kohortenerhebungen und klinische Studien)
  • Pflege (z. B. Verbesserung der Sozial- und Gesundheitssysteme, molekulares Profiling, Tomografie, Lifestyle-Daten)

Außerdem müssen sich die Vorschläge auf eine oder mehrere der folgenden neurodegenerativen Erkrankungen beziehen: Alzheimer- und andere degenerative Erkrankungen, Morbus Parkinson und damit im Zusammenhang stehende Erkrankungen, Prionenerkrankungen, Erkrankungen des Motorneurons, Hungtington, spinozerebelläre Ataxie und spinale Muskelatrophie.

Erstvorschläge müssen spätestens am 12. März 2019 um 15:00 Uhr CET

eingereicht werden. Um weitere Informationen über die Ausschreibung zu erhalten, klicken Sie hier.

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Karin YEO
+33 7 8227 2887
karin.yeo@jpnd.eu
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