Wissenschaftsprojekt „Aus einer anderen Welt“ als Hauptbeitrag auf der High Performance Computing Conference SC17 in Denver

DENVER, Colorado (USA)--()--Professor Philip Diamond, Director-General des internationalen Projekts Square Kilometer Array (SKA), tritt als Hauptredner auf der SC17 auf, der internationalen Konferenz für Hochleistungsinformatik, Networking, Speicherung und Analyse in Denver vom 12. bis 17. November.

SKA ist eine internationale Kooperation mit dem Ziel, das größte Radioteleskop der Welt zu bauen, das unser Wissen über das Weltall für immer verändern wird.

Professor Diamond und Dr. Rosie Bolton, SKA Regional Centre Project Scientist, nehmen SC17-Teilnehmer mit um den Globus und in die tiefsten Tiefen des bekannten Universums, während sie die internationale Partnerschaft von SKA beschreiben, die den gesamten Himmel studieren und in größerem Detail als je zuvor aufzeichnen wird.

Nach Abschluss wird das SKA-Teleskop an vorderster Front der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen, von Erkenntnissen über das Herausbilden der ersten Sterne und Galaxien nach dem Urknall bis hin zum Verstehen der Entwicklung des Universums und der Natur der mysteriösen Kraft, die als dunkle Energie bekannt ist.

Als Director-General des SKA hat Prof. Diamond die globalen Unternehmungen koordiniert, 12 internationale Ingenieurkonsorten zu gründen und zu verwalten sowie mehr als 100 Unternehmen und Forschungsinstitute und mehr als 600 Experten aus 20 Ländern zusammenzubringen, um das SKA zu entwerfen.

„Das SKA ist eines der ambitioniertesten Wissenschaftsprojekte unserer Zeit“, sagte Bernd Mohr, SC17 Conference Chair des Jülich Supercomputing Centre. „Die visuell eindrucksvolle und informationsreiche Präsentation von Professor Diamond und Dr. Bolton fesselt das Publikum mit der Vorstellung einer der größten wissenschaftlichen Unternehmungen der Geschichte, darunter das größte wissenschaftliche Instrument der Welt: ein globales Wissenschaftsprojekt von noch nie dagewesener Größe und ein Musterbeispiel für das HPC-Networking auf unserer Konferenz.“

Tausende von Antennen, auf zwei Kontinente verteilt, werden Petabytes, das sind Billiarden von Bytes, und schließlich Exabytes (ein Exabyte entspricht einer Trillion Bytes) an Daten generieren, was das SKA zu einem begehrten Projekt im Zeitalter von Big Data und Extreme-Scale Computing macht.

Dank seiner einzigartigen Fähigkeit, kleinere und undeutlichere Objekte im Himmel wahrzunehmen, als andere Radioteleskope, wird es das SKA Astronomen ermöglichen, Entdeckungen in so vielfältigen Bereichen wie der Entstehung von erdähnlichen Planeten, der Wahrnehmung von Verzerrungen im Raum-Zeit-Gefüge unserer Galaxis, dem Ursprung kosmischer Magnetfelder und dem Verständnis von Entstehung und Wachstum der schwarzen Löcher zu machen.

„Einige dieser Innovationen werden, genauso wie WLAN und das World Wide Web vor ihnen, die Gesellschaft durchdringen und in anderen Bereichen Anwendung finden“, sagte Diamond. „Zum Beispiel könnten Ableger in Bereichen, die mit den Informatiktätigkeiten von SKA in Verbindung stehen, andere energieeffiziente Systeme bereichern, die große Mengen von Daten in entlegenen Gebieten aus geographisch verstreuten Quellen verarbeiten müssen.“

SKA Regional Centre Project Scientist Dr. Bolton sucht nach Wegen, Hunderte Petabytes von Datenprodukten pro Jahr an Tausende von Wissenschaftlern überall auf der Welt zu verteilen, sowie nach den Best Practices auf Grundlage dessen, wie die wissenschaftliche Gemeinschaft mit diesen Daten interagiert.

Das SKA fördert bereits die Technologieentwicklung in Kooperation mit der Industrie, als Testlager der entstehenden Technologien für den potenziellen Markteinsatz in der Zukunft. Potenzielle Innovationsbereiche umfassen Techniken der Datenverwaltung; Datengewinnung und -analyse; und Bildgebung von Algorithmen, Fernvisualisierung und Mustervergleich, die allesamt Auswirkungen auf Bereiche wie Medizin, Transport und Sicherheit haben können. Das Projekt widmet sich außerdem Outreach, Bildung und Schulung in Entwicklungsländern.

Professor Philip Diamond
Professor Philip Diamond ist der Director-General des SKA (Square Kilometre Array). Diese Position wurde ihm im Oktober 2012 verliehen. Außerdem ist er verantwortlich für die Zusammenstellung der Teams und schlussendlich für den Aufbau des SKA. Zu den vielen Forschungsinteressen von Professor Diamond zählen die Entstehung und das Sterben von Sternen, galaktische und außergalaktische Supernovae sowie Gasplatten, die um super-massenreiche schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien rotieren. Er hat mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten in der Astronomie veröffentlicht.

Dr. Rosie Bolton
Dr. Bolton fungiert als SKA Regional Centre Project Scientist sowie als Project Scientist für das internationale Ingenieurkonsortium, das die High Performance Computer entwickelt, die etwa 300 Petabytes an Daten pro Jahr in wissenschaftlichen Datenprodukten für das SKA generieren. Dr. Bolton versucht außerdem herauszufinden, wie sich solche Datenprodukte an die Nutzergruppe aus Tausenden von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt verteilen lassen und wie diese Gruppe mit den Daten interagieren wird.

Über SC17
SC17 ist eine hochrangige internationale Konferenz, auf der präsentiert wird, wie die vielen Arten von Hochleistungsinformatik, Networking, Speicherung und Analyse zu Fortschritten in der wissenschaftlichen Entdeckung, Forschung, Bildung und im Handel führen. Das jährliche Event, das von der ACM (Association for Computing Machinery) und der IEEE Computer Society gesponsert wird, versammelt HPC-Fach- und Lehrkräfte aus der ganzen Welt, die an seinem technischen Komplettausbildungsprogramm, den Workshops und Tutorials teilnehmen oder den herausragenden Ausstellungsbereich, die Präsentationen und Möglichkeiten zum eigenhändigen Lernen wahrnehmen wollen.

Für weitere Informationen zum SKA besuchen Sie: http://skatelescope.org/

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SC17
Brian Ban
773-454-7423

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