Wissenschaftliche Studie stellt enge Verknüpfung zwischen Nachrichtenverbreitung und Vorteilen am Kapitalmarkt fest

CHICAGO--()--In einer wissenschaftlichen Studie der University of Chicago Booth School of Business wurde eine enge Beziehung zwischen der Anzahl verbreiteter Unternehmensmeldungen und damit zusammenhängenden Vorteilen am Kapitalmarkt festgestellt.

Der Doktorand Eugene Soltes arbeitete bei der Erstellung seiner Studie eng mit der Business School zusammen. Zur Vorbereitung interviewte er Chefredakteure und Vorstandsmitglieder führender Wirtschaftsmedien und Nachrichtendiensten, darunter The Wall Street Journal, Thomson Reuters, Dow Jones Newswires und Business Wire. Mit Schwerpunkt auf die Jahre 2001 bis 2006 analysierte Soltes 9,3 Millionen Artikel. Diese Anzahl entspricht den Untersuchungsparametern zuvor erstellter Arbeiten.

"Nach meinen Ergebnissen führt eine häufigere Nachrichtenverbreitung zu niedrigeren Spannen, höherem Aktienumsatz und einer geringeren idiosynkratischen Volatilität" fasst Soltes zusammen. "Letztlich lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass auch die Art der Verbreitung wichtig ist."

Soltes' Ergebnisse bestätigen somit frühere Studien, nach denen eine häufigere Verbreitung von Unternehmensmeldungen eine verbesserte Liquidität zur Folge hatte.

"Durch eine häufige Nachrichtenverbreitung können mehr neue Anleger gewonnen werden, denen das Unternehmen bisher nicht bekannt war" stellt Soltes fest. "Je breiter Unternehmensinformationen gestreut werden, desto mehr Anleger werden auf diese Informationen aufmerksam. Demzufolge kann die Hypothese aufgestellt werden, dass eine häufigere Verbreitung von Unternehmensnachrichten die Informationsasymmetrie verringert."

Soltan zitiert abschließend aus einer früheren Studie: "Eine Senkung der Handelskosten durch häufige Nachrichtenverbreitung kann also zu niedrigeren Kapitalkosten beitragen."

Soltes ist Doktorand an der Booth School of Business der University of Chicago. Zu seinen wissenschaftlichen Interessensgebieten zählen Finanzmedien und strategische Publizität. Vor Beginn seines Studiums an der University of Chicago erwarb Eugene einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften sowie einen Master in Statistik an der Harvard University. Die Finanzierung dieser Studie übernahmen die Booth School of Business und die Charles T. Horngren Fellowship.

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