Asana-Bericht zur Anatomie der Arbeit 2022: Arbeit rund um die Arbeit reduziert Unternehmensagilität

Fast 1 von 4 Wissensarbeitern fühlten sich 4 Mal im vergangenen Jahr nahe einem Burnout.

Mitarbeiter verschwenden jedes Jahr 6 Arbeitswochen mit einer Kombination aus doppelter Arbeit und unnötigen Meetings.

Mehr als zwei Jahre Pandemie haben die Nutzung der Arbeitszeit dramatisch verändert. Dank der verbesserten Konzentration im Homeoffice widmen die Mitarbeiter 33 % ihrer Arbeitszeit qualifizierter Arbeit, was einem Anstieg von 27 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zeit, die für strategische Fragen aufgewendet wird, macht jedoch weniger als 10 % des Arbeitstages aus. (Photo: Business Wire)

SAN FRANCISCO--()--Asana, Inc. (NYSE: ASAN)(LTSE: ASAN), eine führende Work-Management-Plattform für Teams, hat heute den jährlichen Bericht zur Anatomie der Arbeit, veröffentlicht – eine umfassende Analyse darüber, wie Menschen ihre Arbeitszeit nutzen. Obwohl hybride und ortsunabhängige Arbeitsformen den Arbeitnehmern mehr Flexibilität bieten, verbringen sie immer noch den größten Teil ihres Tages (58 %) mit der Koordination ihrer Arbeit und nicht mit den qualifizierten, strategischen Aufgaben, für die sie eingestellt wurden.

Mehr als zwei Jahre Pandemie haben die Nutzung der Arbeitszeit dramatisch verändert. Dank der verbesserten Konzentration im Homeoffice widmen die Mitarbeiter 33 % ihrer Arbeitszeit qualifizierter Arbeit, was einem Anstieg von 27 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zeit, die für strategische Fragen aufgewendet wird, macht jedoch weniger als 10 % des Arbeitstages aus. Das ist ein erstaunlicher Rückgang von 36 % gegenüber dem Vorjahr und zeigt, wie schwierig es für Unternehmen ist, verteilte Teams auf den gleichen Stand zu bringen, um für die Zukunft zu planen.

Angesichts dieser Aufwärts- und Abwärtstrends verwundert es nicht, dass Arbeitnehmer inzwischen eine veränderte Vorstellung davon haben, wie und wo sie ihren Tag am besten verbringen. Im Idealfall wünschen sich Wissensarbeiter eine annähernd gleiche Aufteilung der Zeit, die sie pro Woche im Büro (19 Stunden) und zu Hause (20 Stunden) verbringen. Mehr denn je wird das Büro für kollaborative Aktivitäten wie Onboarding, Einzelgespräche mit dem Vorgesetzten und Strategiesitzungen bevorzugt, während das Zuhause der bevorzugte Ort für qualifizierte Arbeit ist.

Für den Bericht zur Anatomie der Arbeit 2022 hat Global Web Index (GWI) im Auftrag von Asana 10.624 Wissensarbeiter aus Australien, Deutschland, Frankreich, Japan, Singapur, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten nach ihrem Verhalten und ihren Einstellungen befragt, um herauszufinden, was im neuen Zeitalter der Unternehmensagilität funktioniert – und was nicht.

Vorwärts (und zurück) in die Zukunft der Arbeit

Heute sind die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwommener denn je. Unabhängig davon, ob sich Unternehmen für ein hybrides, ortsunabhängiges oder ein Präsenzmodell entscheiden, stellen mangelnde Klarheit und immer mehr digitale Ablenkungen Arbeitnehmer auf der ganzen Welt vor große Herausforderungen.

15 % der Arbeitnehmer verpassen zwar weniger Fristen als noch im letzten Jahr (26 %), aber es fällt ihnen schwer, Prioritäten zu setzen und klare Grenzen zu ziehen. Zum Beispiel verschwenden Arbeitnehmer jedes Jahr 6 Arbeitswochen mit einer Kombination aus doppelter Arbeit und unnötigen Meetings. 37 % der Befragten (und ganze 53 % aus der Generation Z) geben an, dass sie keine klare Start- oder Endzeit für ihren Arbeitstag haben. Daher müssen einheitliche Richtlinien und Prozesse eingeführt werden, um das Zusammenarbeiten sowohl ortsunabhängig als auch vor Ort besser zu bewältigen. Weitere globale Erkenntnisse:

  • Am meisten beschäftigen sich Manager jeden Tag mit der Koordination der Arbeit (62 %), gefolgt von der Chefetage (60 %).
    • Mit dem Wachstum eines Unternehmens wächst auch die Arbeit rund um die Arbeit. Mitarbeiter in mittleren und großen Unternehmen verbringen 59 % ihres Tages damit. Das sind 5 % mehr Zeit als in kleinen Unternehmen.
  • Eine zu große Anzahl von Meetings (24 %) und die Ungewissheit darüber, welche Prioritäten zu setzen sind (22 %), führen zu verpassten Fristen.
  • Insgesamt nutzen Wissensarbeiter etwas weniger Apps pro Tag (9) als im Vorjahr (10), aber sie fühlen sich immer noch von ihnen überfordert. Im Vergleich zum Vorjahr:
    • Verbringen 42 % mehr Zeit mit E-Mails
    • Verbringen 40 % mehr Zeit mit Videoanrufen
    • Betreiben 52 % Multitasking während virtueller Meetings
    • Haben 56 % das Gefühl, dass sie sofort auf Benachrichtigungen reagieren müssen
  • Obwohl fast die Hälfte der Arbeitnehmer (47 %) findet, dass man sich zu Hause besser konzentrieren kann, fühlen sich 41 % bei ortsunabhängiger Arbeit stärker isoliert.

Die Arbeit rund um die Arbeit und die nicht enden wollenden Anfragen und Benachrichtigungen machen Burnout zu einer ständigen Herausforderung für Arbeitnehmer weltweit. Während sich die Quote der Burnout-Symptome insgesamt leicht verbessert hat – sie ging von 71 % auf 63 % zurück – ist das Problem unter jüngeren Arbeitnehmern allgegenwärtig: 84 % der Generation Z berichten über Burnout-Symptome im vergangenen Jahr. Und angesichts der Tatsache, dass fast einer von vier Angestellten sich mindestens viermal nahe einem Burnout fühlte, 42 % gleichzeitig von Burnout-Symptomen und dem Imposter-Syndrom betroffen waren, und 40 % Burnout-Symptome für einen unvermeidlichen Teil des Erfolgs halten, müssen Unternehmen mehr tun, um klare Grenzen zu setzen und das Wohlbefinden der Mitarbeiter stärker in den Vordergrund zu stellen.

Die beispiellosen Umwälzungen durch die Pandemie haben unser Leben grundlegend verändert. Dazu gehört auch, dass wir unsere Arbeit und unser Verhältnis zur Arbeit neu überdenken“, erklärte Anne Raimondi, Chief Operating Officer von Asana. „Auf dem Weg ins neue Zeitalter der agilen Arbeit ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Teams durch ein klares Ziel und ein Gefühl der gemeinsam erreichten Leistung miteinander zu verbinden, damit sich die Mitarbeiter gesehen, gehört und geschätzt fühlen. Auf diese Weise können wir Burnout und Engpässe der letzten zwei Jahre hinter uns lassen und einen neuen Weg in die Zukunft der Arbeit einschlagen.“

Trotz der Anpassungsmaßnahmen, die Unternehmen seit dem Ausbruch der Pandemie vorgenommen haben, verdeutlichen die Ergebnisse der Umfrage die großen Unterschiede, aber auch die Chancen, Arbeit weltweit neu zu definieren:

  • Australische Wissensarbeiter sind am ehesten der Meinung, dass eine bessere Betreuung und Schulungen Burnout-Symptome und das Imposter-Syndrome lindern könnten – 45 % leiden unter beidem gleichzeitig.
  • Obwohl französische Arbeitnehmer die meiste Zeit im Büro verbringen (27 Stunden), verpassen sie auch die meisten Fristen pro Woche (25 %).
  • In Deutschland wird am wenigsten Zeit für die Arbeit rund um die Arbeit aufgewendet (53 %), aber die Zeit für Strategie hat sich von 14 % im Vorjahr auf 7 % halbiert.
  • Japanische Wissensarbeiter verbringen im Vergleich zu anderen Märkten am wenigsten Zeit in unnötigen Meetings (2 Stunden pro Woche).
  • Singapur verbringt die meiste Zeit mit Arbeit rund um die Arbeit (69 %) – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, entgegen dem globalen Trend.
  • Britische Wissensarbeiter verbringen die wenigste Zeit pro Woche im Büro (18 Stunden) und versäumen die wenigsten Fristen.
  • Angestellte in den USA fühlten sich im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,3 Mal nahe einem Burnout – der höchste Wert weltweit.

Das neue Zeitalter des flexiblen Arbeitsplatzes

Heute haben Unternehmen eine einmalige Gelegenheit, über die Herausforderungen der Vergangenheit und der Zukunft nachzudenken, während sie weiter an einem flexiblen Arbeitsplatz arbeiten.

Einer von fünf Angestellten sagt, dass Ressourcen für die psychische Gesundheit sowie Klarheit über die Unternehmensziele die Auswirkungen von Burnout und dem Imposter-Syndrom mildern würden. Außerdem geben die Mitarbeiter an, dass sie 5,4 Stunden pro Woche einsparen könnten, wenn die Prozesse verbessert würden – das entspricht 6 Arbeitswochen (257 Stunden) pro Jahr.

Im Jahr 2022 und auch darüber hinaus müssen Führungskräfte ständig die Bedürfnisse ihrer Belegschaft und die Stimmung in ihrem Team überprüfen“, so Dr. Sahar Yousef, kognitive Neurowissenschaftlerin an der UC Berkeley. „Im neuen Zeitalter der Agilität werden die Unternehmen erfolgreich sein, die sich ständig weiterentwickeln und infolgedessen bessere Arbeitskräfte anziehen und halten können – weil sie zuhören und sich entsprechend anpassen. Unternehmen, die das nicht tun, bleiben auf der Strecke.“

Den Asana-Bericht zur Anatomie der Arbeit 2022 und weitere Informationen zu den Ergebnissen können Sie hier herunterladen: https://asana.com/de/resources/anatomy-of-work

Über Asana

Asana unterstützt Teams bei der Koordinierung ihrer gesamten Arbeit – von kleinen Projekten bis hin zu strategischen Vorhaben. Das Unternehmen Asana mit Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien, hat in 190 Ländern mehr als 119.000 zahlende Kunden sowie Millionen von Kunden, die das kostenlose Abo nutzen. Internationale Kunden wie Amazon, Affirm, Japan Airlines und Sky vertrauen auf Asana bei der Planung ihrer Unternehmensziele, der Bewältigung der digitalen Transformation sowie ihren Produkteinführungen und Marketingkampagnen. Mehr Informationen finden Sie auf: www.asana.com/de.

Forschungsmethodik

Im Oktober 2021 hat GWI im Auftrag von Asana eine quantitative Studie durchgeführt, um zu verstehen, wie Menschen ihre Arbeitszeit verbringen. Asana und Global Web Index haben den Fragebogen gemeinsam ausgearbeitet und 10.624 Wissensarbeiter aus Australien, Deutschland, Frankreich, Japan, Singapur, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten nach ihrem Verhalten und ihren Einstellungen befragt.

Contacts

Leah Wiedenmann
press@asana.com

Release Summary

Asana hat heute den jährlichen Bericht zur Anatomie der Arbeit veröffentlicht, eine umfassende Analyse darüber, wie Menschen ihre Arbeitszeit nutzen.

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Leah Wiedenmann
press@asana.com