GSMA: IT-Branche einigt sich auf bahnbrechenden, wissenschaftlich fundierten Weg zur Nettoemissionsfreiheit

ITU, GeSI, GSMA und SBTi legen im Einklang mit dem Pariser Übereinkommen wissenschaftlich fundierten Weg fest

LONDON--()--Die IT-Branche wagt heute mit der Veröffentlichung des ersten wissenschaftlich fundierten Wegs zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (GHG-Emissionen) im Telekommunikationssektor in Sachen Klimaschutz einen beispiellosen Schritt nach vorne. Dieser Schritt ist Teil der GSMA-Selbstverpflichtung in Richtung Netto-CO2-Emissionsfreiheit bis 2050.

Das neue Science-Based Target (SBT, wissenschaftlich fundiertes Ziel) ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von ITU, GeSI, der GSMA und SBTi, bei der ein sektorspezifischer zugeschnittener Weg zur Kohlendioxidreduzierung entwickelt wurde, mit dem IT-Unternehmen sich im Einklang mit den neuesten Erkenntnissen der Klimaforschung Ziele setzen können. Es enthält Emissionsreduktionswege für Mobil-, Festnetz- und Datenzentrumsbetreiber, mithilfe derer sie das ehrgeizige Pariser Abkommen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C einhalten können, damit die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels deutlich reduziert werden.

Neunundzwanzig Betreibergruppen, die 30 Prozent der globalen Mobilverbindungen darstellen, haben sich bereits den SBT verschrieben. Dazu zählen America Movil, AT&T, BT, Bharti Airtel, Deutsche Telekom, Elisa, Far Eastone, KPN, Magyar Telekom, NTT DOCOMO, Orange, Proximus, Reliance Jio Infocomm, Safaricom, Singtel, SK Telecom, STC, Swisscom, T Mobile USA, Taiwan Mobile, TDC, Tele2, Telefónica, Telekom Austria, Telenor, Telia, Telstra, Verizon und Vodafone.

Dank der heute herausgegebenen Empfehlungen können sich diesen noch zahlreiche weitere Betreiber anschließen.

„Die bahnbrechende, heute getroffene Vereinbarung unterstreicht die dringenden, beispiellosen Maßnahmen, die die IT-Branche im Hinblick auf den Klimanotstand ergreift“, so Mats Granryd, Director General, GSMA. „Die Mobilfunkbranche zählt zu den ersten großen Sektoren weltweit, die sich selbst ein SBT zur Emissionsreduzierung gesetzt haben. Unsere Branche spielt auch in der Zukunft der globalen Wirtschaft eine tragende Rolle und hat deshalb besondere Verantwortung, eine Netto-Null-Wirtschaft zu erreichen. Eine dekarbonisierte Welt ist ganz klar auch eine digitale Welt, deshalb müssen wir hier ein Beispiel abgeben und Verantwortung für positive Klimaaktionen übernehmen.“

Die GSMA gibt heute außerdem ein Klima-Toolkit mit Unternehmensrichtlinien zum Setzen wissenschaftlich fundierter Ziele für Betreiber heraus. Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.gsma.com/betterfuture/climate-action-toolkit

Weniger Emissionen dank erneuerbarer Energie

Im SBT sind Möglichkeiten zur Emissionssenkung im Laufe eines Jahrzehnts (2020-2030) für jeden Untersektor der IT enthalten. Beispielsweise müssen Mobilfunkbetreiber laut den SBT in diesem Zeitraum die Emissionen um mindestens 45 Prozent senken. Für die kombinierten Emissionen aus Scope 1 und 2 ist ein Ziel zu setzen und es wurden außerdem Richtlinien für Scope-3-Emissionen erarbeitet1.

Ein Großteil der Reduzierung in diesem Zeitraum erfolgt mittels Umstellung auf erneuerbare, kohlendioxidarme Elektrizität; daneben sollen sich die Betreiber um eine höhere Energieeffizienz bemühen. Der stark vom Standort des Betreibers abhängende Zugang zu erneuerbaren Energiequellen hat somit einen entscheidenden Einfluss darauf, ob dies gelingen kann.

Der SBT-Weg für den IT-Sektor wurde in diesem Monat von der Science-Based Target Initiative (SBTi) geprüft und genehmigt. Sie finden alle Details im offiziellen ITU-Standard: GHG emissions trajectories for the ICT sector compatible with the UNFCCC Paris Agreement (Ref.: Recommendation ITU L.1470).

Mobilfunkindustrie übernimmt in Sachen Klimaschutz eine Führungsrolle

Die heutige Ankündigung ist Teil der Klimaschutz-Roadmap der GSMA für die Mobilfunkbranche, die bereits dazu führte, dass verschiedene Betreiber mithilfe des international anerkannten CDP-Global-Disclosure-Systems ihre Auswirkungen auf das Klima, ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen veröffentlichten.2

Die GSMA arbeitet mit den teilnehmenden Betreibern und der internationalen Community, Klimaexperten und anderen Organisationen am Fortschritt der Branche, Best Practices, Veröffentlichungen und Zielsetzungen. Diese Anstrengungen erfolgen im Rahmen der Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der UN, insbesondere SDG Nr. 13 zum Klimaschutz.

Die Branche will außerdem Innovationen der Mobiltechnologie in Bereichen wie Big Data und IoT vorantreiben, mit denen sich energieeffiziente und umwelttechnisch kluge Lösungen in verschiedenen Sektoren wie Transport, Herstellung, Landwirtschaft, Bauwesen und Energie umsetzen lassen. In einem aktuellen Bericht von GSMA und Carbon Trust wurde berechnet, dass dank der Nutzung mobiler Technologien 2018 die Emission von ca. 2.135 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden konnte3. Diese eingesparten Emissionen betrugen ca. das Zehnfache der globalen CO2-Emission der gesamten Mobilbranche selbst.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint über 750 Netzbetreiber sowie über 350 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert außerdem branchenführende MWC-Events, die jährlich in Barcelona, Los Angeles und Shanghai stattfinden, sowie regionale Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebseite der GSMA unter: www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA

1 https://www.epa.gov/greeningepa/greenhouse-gases-epa

2 https://www.gsma.com/newsroom/press-release/worlds-leading-mobile-operators-to-disclose-climate-impacts-as-part-of-new-gsma-led-climate-action-roadmap/

3 https://www.gsma.com/newsroom/press-release/mobile-technologies-enabling-huge-carbon-reductions-in-response-to-climate-emergency/

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Für die GSMA:
GSMA Press Office
Caitlin Gosai
cgosai@webershandwick.com

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