GSMA: Russische Mobilfunkbetreiber werden die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten beim 5G-Ausbau anführen

GUS-Region wird mehreren Milliarden in Mobilfunknetze der nächsten Generation investieren; bis 2025 wird es voraussichtlich 54 Millionen 5G-Anschlüsse geben

MOSKAU--()--Russland wird die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)1 in die Kommerzialisierung von 5G-Diensten führen und bis 2025 werden in allen anderen Märkten der Region 5G-Netze eingeführt sein, so der Bericht Mobile Economy: Russia & CIS 2019 der GSMA, der heute auf der Veranstaltung Mobile 360 Series – Eurasia in Moskau präsentiert wurde. In der GUS-Region wird es bis 2025 rund 54 Millionen 5G-Anschlüsse geben - eine Adoptionsrate von 13 Prozent. Die Betreiber werden zwischen 2019 und 2025 voraussichtlich 39 Milliarden Dollar in mobile Infrastrukturen investieren und mehr als 70 Prozent werden 5G-spezifisch sein.

„5G-Netze könnten die digitale Wirtschaft für Unternehmen und Bürger gleichermaßen transformieren und unser jüngster Bericht macht deutlich, wie sich Russland und die GUS-Region auf den Eintritt in diese spannende neue Ära vorbereiten“, sagte Mats Granryd, Director General der GSMA. „Um jedoch das enorme Potenzial von 5G zur Förderung des sozioökonomischen Wachstums auszuschöpfen, müssen Regionalregierungen und Regulierungsbehörden Maßnahmen wie den Frequenzzugang ergreifen, die ausländische Investitionen sowie die Entwicklung der Mobilfunkindustrie fördern.“

4G-Netze wachsen, Nutzerzuwachs verlangsamt sich

Ende 2018 gab es in der GUS-Region 235 Millionen eindeutige („Unique“) Mobilfunkteilnehmer. Dabei entfielen auf Russland, die Ukraine und Usbekistan insgesamt 80 Prozent. Die Region weist eine hohe eindeutige Teilnehmerpenetrationsrate von 81 Prozent auf, wobei sich insbesondere Russland dem Sättigungspunkt nähert. Der künftige Zuwachs wird bis 2025 auf weniger als 9 Millionen neue eindeutige Teilnehmer in der GUS begrenzt bleiben. Allerdings verzeichnet die Region auch eine beschleunigte Umstellung auf mobiles Breitband aufgrund einer gestiegenen Nachfrage nach datenintensiven Diensten und höheren Geschwindigkeiten. Bis 2021 wird 4G als Mobilfunktechnologie in der Region führend sein, auf die 2025 mehr als zwei Drittel der gesamten Anschlüsse entfallen werden.

Politische Maßnahmen zur Unterstützung der digitalen Wirtschaft

Der Bericht verdeutlicht, wie die Bereitstellung von 5G-Konnektivität die Kapitalintensität für die Betreiber erhöhen wird, während die derzeitige Ungewissheit hinsichtlich des Frequenzzugangs ein potenzielles Hindernis für die Wertschöpfung in der digitalen Wirtschaft darstellen könnte. 5G-Netze haben das Potenzial, verschiedene innovative Lösungen für Unternehmen und Verbraucher zu fördern; die Politik sollte jedoch auch die Leistungsfähigkeit von 5G nutzen, um das Wachstum und die Transformation traditioneller Industriezweige voranzutreiben. Der Rechtsrahmen sollte die Entwicklung der Mobilfunkbranche in einem Umfeld fördern, das Investitionen begünstigt. Dies sollte durch einen umfassenden nationalen 5G-Entwicklungsplan unterstützt werden.

Mobilfunk leistet Beitrag zu Wirtschaft und Beschäftigung

2018 trug die Mobilfunkbranche 101 Milliarden Dollar bzw. 4,7 Prozent des BIP zur regionalen Wirtschaft der GUS bei, wobei bis 2023 ein Anstieg auf 122 Milliarden Dollar (5,1 Prozent des BIP) erwartet wird. Im Jahr 2018 bot die Branche insgesamt 620.000 Arbeitsplätze durch direkte Beschäftigung und indirekt durch Aktivitäten in der Gesamtwirtschaft. Darüber hinaus leistete sie 2018 einen Beitrag von 12 Milliarden Dollar im Wege der allgemeinen Besteuerung. In den nächsten 15 Jahren werden 5G-bezogene Technologien voraussichtlich 34 Milliarden Dollar zur regionalen Wirtschaft beisteuern.

Regionale Innovation gefördert durch mobile Anbindung

Der Bericht verdeutlicht zudem, dass Betreiber ihr Geschäft über die herkömmliche Kommunikation hinaus in Bereiche wie das Internet der Dinge (IoT) ausweiten könnten, in denen intelligente Haushalte und intelligente Gebäude bis 2025 zwei wichtige Wachstumsmärkte sein werden. Die Mobilfunkindustrie ergründet und implementiert zudem Anwendungen mit künstlicher Intelligenz (KI) und Blockchain-Technologien und investiert höhere Mittel in das Start-up-Ökosystem zum eigenen Schutz vor Disruption und zur Diversifizierung des Umsatzanteils.

Der neue Bericht The Mobile Economy Russia & CIS 2019 wurde von GSMA Intelligence verfasst. Den vollständigen Bericht sowie entsprechende Infografiken finden Sie unter: https://www.gsma.com/r/mobileeconomy/russia-cis/

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Hinweise für Redaktionen

  1. Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) besteht aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, der Ukraine und Usbekistan.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint über 750 Netzbetreiber sowie rund 400 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert außerdem die branchenführenden MWC-Events, die jährlich in Barcelona, Los Angeles und Shanghai stattfinden, sowie regionale Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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