Der Cercle des Economistes spricht sich in seiner Abschlusserklärung für einen friedlicheren Dialog in der Welt aus

AIX-EN-PROVENCE, France--()--Nach drei Tagen voller engagierter Debatten mit 250 Teilnehmern aus 33 Ländern sind die 18. Rencontres Économiques in Aix-en-Provence mit der Abschlusserklärung des « Cercle des économistes « zu Ende gegangen.

Der Cercle weist darauf hin, dass die weltwirtschaftlichen Beziehungen seit einigen Monaten unter einem schlechten Stern stehen. Die Erklärungen dafür sind oft zu einfach. Wie immer spielt uns die Geschichte ihre Streiche, und das, was wie ewig wirkt ist nur eine kurze Phase unseres Weges. Es ist zu vielen Metamorphosen in der Welt gekommen, doch das ist nicht neu: Sie sind das Ergebnis des Wandels der Technologien, der Wanderungsströme, des Identitätsverständnisses und der Geostrategie. Neu ist dagegen, dass sich die Metamorphosen gegenseitig verstärken und zu einem totalen Bruch in der Weltgeschichte führen. Daraus resultiert der Abschied von einer Regierungsführung im Weltmaßstab, die uns bisher die Lösung unserer Konflikte ermöglicht hatte.

Der Cercle des économistes ist sich dieser Gefahren bewusst und schlägt daher Folgendes vor:

  • Eine Multilaterale Allianz zu gründen, die Europa mit jenen Ländern verbindet, die einen Dialog im Weltmaßstab aufrechterhalten wollen. Die Welthandelsorganisation (WTO) sollte durch Reformen einfacher und effektiver werden, besonders das Schlichtungsorgan Streitbeilegungsgremium. Die volle Teilnahme der Schwellenländer sollte dabei gesichert sein.
  • Europa ist neu zu bauen mit jenen Ländern, die seine fundamentalen Werte teilen und seine wirtschaftliche und soziale Grundlage erhalten wollen, selbst wenn dafür die bestehenden Organisationen in Frage gestellt werden. Dabei sollten die Hilfen für die Verlierer der Globalisierung besondere Beachtung finden. Die europäische Wettbewerbspolitik ist zu verstärken und anzupassen, besonders im Technologiesektor.
  • Europa braucht auch eine echte Strategie für die Asylbewerber. Dafür sollten Aufnahmezentren vor allem in Europa, aber auch in Afrika eingerichtet werden. Die afrikanischen Zentren sollten von Europa und Afrika gemeinsam verwaltet werden. Zudem muss massiv in die Integration der Einwanderer in den Arbeitsmarkt investiert werden. Jene europäischen Unternehmen, die dazu bereit sind, sollten sich auf gemeinsame Asylverfahren einigen.
  • Wir brauchen auch einen europäisch-afrikanischen Zehnjahresplan für die Infrastruktur. Damit sollte besonders die Finanzierung der Wasser- und Energieversorgung sowie der Ausbildung gesichert werden. Der Plan sollte auch dafür sorgen, dass Afrika über angemessene Strukturen zur Steuerung der Finanzmittel verfügt. Gleichzeitig muss die afrikanische Landwirtschaft mit den Mitteln der Handelspolitik geschützt werden.
  • Frankreich braucht mehr soziale Kohäsion. Diese kann durch eine Politik der sozialen Durchmischung und mehr soziale Mobilität erreicht werden. Die Anstrengungen dafür müssen in der Schule und in den Unternehmen erbracht werden. Die französische „prime d’activité » sollte aufrechterhalten und auf eine breitere Basis gestellt werden.

Der Cercle des économistes befürwortet zudem die Verallgemeinerung der Gewinnbeteiligung in den Unternehmen. Dies ermöglicht es, den Kapitalismus in Europa unter sozialen Aspekten zu erneuern.

Le Cercle des Economistes
Der 1992 in Paris gegründete Think Tank Le Cercle des Economistes vereint 30 Ökonomen, die sich auf verschiedenste Wirtschaftsgebiete spezialisiert haben. Sein Ziel ist es, durch Publikationen und Veranstaltungen wie das Treffen Les Rencontres Économiques in Aix-en-Provence, Singapur, Dakar und Casablanca eine öffentliche Debatte anzuregen.

Les Rencontres Economiques in Aix-en-Provence
Das 2001 von dem Think Tank Le Cercle des Economistes gegründete Treffen Les Rencontres Économiques in Aix-en-Provence hat sich zu einem einzigartigen Treffpunkt für den Gedankenaustausch über aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen in Frankreich, Europa und der ganzen Welt entwickelt. In diesem Jahr fand das Treffen vom 6. bis 8. Juli 2018 unter dem Motto "Die Metamorphosen der Welt" statt.

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