25 Jahre DIZG – Jahresbericht zum Jubiläum erschienen

Jubiläumsausgabe bietet spannende Einblicke in eine erfolgreiche Berliner Unternehmensgeschichte

BERLIN--()--Das gemeinnützige Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) hat soeben seinen Jahresbericht 2018 veröffentlicht. Diesmal geht es um mehr als eine Jahresrückschau: Das DIZG feiert sein 25-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsausgabe blickt daher auch auf die wichtigsten Meilensteine seit 1993 zurück – als das Institut mit dem ehrgeizigen Ziel gegründet wurde, Patienten, die durch Unfall, Krankheit oder Fehlbildungen einen Gewebedefekt erlitten haben und dringend eines Gewebetransplantates bedürfen, umfassend zu helfen.

„Ein 25-jähriges Jubiläum ist der richtige Zeitpunkt, einmal in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen, inwieweit wir diese Ziele erreichen konnten“, sagt DIZG Geschäftsführer Jürgen Ehlers. Die Jubiläumsausgabe trage diesem Anliegen Rechnung und sei – neben den Zahlen, Daten und Fakten zur aktuellen Entwicklung – auch als Blick auf eine erfolgreiche Berliner Unternehmensgeschichte zu verstehen.

1993 in Berlin mit einer Handvoll Mitarbeitern von Ärzten und Wissenschaftlern der Berliner Humboldt-Universität und den Universitäten Leipzig und Erlangen-Nürnberg ins Leben gerufen, hat sich das DIZG heute zu einem der größten Versorger Deutschlands auf dem Gebiet allogener Gewebetransplantate entwickelt. Rund 400.000 sterile allogene Gewebetransplantate hat das gemeinnützige Institut, das keine kommerziellen Interessen verfolgt, seitdem hergestellt. Dazu zählen lebende Haut für Schwerbrandverletzte sowie Gewebetransplantate, die für die Unfallchirurgie, onkologische Chirurgie, Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie, Hand- und Fußchirurgie, Viszeralchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, endoprothetische Chirurgie und die Ophthalmologie benötigt werden. Sämtliche Transplantate des DIZG sind nach § 21 des deutschen Arzneimittelgesetzes (AMG) zugelassen – und bieten so ein besonders hohes Maß an Qualität und Sicherheit.

Ein Leben mit humaner Dermis gerettet

Um zu verdeutlichen, was ein Gewebetransplantat im Einzelfall bedeutet, stellt die Jubiläumsausgabe die beeindruckende Geschichte von Laura vor. Die junge Frau befand sich aufgrund schwerster Verbrennungen in einer lebensbedrohlichen Situation und hätte, wie sie selbst sagt, ohne die Transplantate sicherlich nicht überlebt.

„Unser Antrieb liegt in Einzelschicksalen wie dem von Laura. Gleichwohl wissen wir, dass wir ohne das großzügige Geschenk der Gewebespende und allen, die daran mitwirken, weder dieser noch Tausenden anderen Patienten helfen können“, betont Jürgen Ehlers mit Blick auf die wachsende Bereitschaft zur Gewebespende. So gingen im Berichtsjahr 2017 insgesamt 8.091 Einzelgewebe beim DIZG ein, die noch im selben Jahr für die Prozessierung freigegeben werden konnten. Damit sind die Zahlen im Vergleich zu 2016 weiter gestiegen.

Stetige Forschung, technische Weiterentwicklungen und Kooperationen mit klinischen Partnern haben dazu beigetragen, dass aktuell in den Reinräumen des DIZG rund 350 verschiedene humane Transplantate für die unterschiedlichsten chirurgischen Anforderungen hergestellt werden und jedes Jahr rund 40.000 Patienten die Chance auf eine raschere Genesung und mehr Lebensqualität erhalten.

Immer mehr Patientengruppen profitieren

Sogar ungeborene Kinder profitieren heute von den Transplantaten des DIZG. Kinder- und Neurochirurgen in Deutschland und der Schweiz nutzen die humane azelluläre Dermis epiflex®, beispielsweise bei pränatalen Operationen, um eine Spina bifida aperta – einen offenen Rücken – zu verschließen. „Vor 25 Jahren hätten wir uns das noch nicht vorstellen können“, sagt Ehlers. „Es zeigt, dass wir unser ursprünglich gestecktes Ziel fest im Blick haben.“

Künftig will das DIZG noch mehr Patientengruppen helfen und neue Transplantatformen für die Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und die Rekonstruktion komplexer Hautwunden bereitstellen. Aus diesem Grund ist ein Neubau von Reinraum-Produktionsflächen am heutigen Standort notwendig. Die Grundsteinlegung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Mittelfristig wird dies Patienten mit infizierten oder heilungsgestörten Knochendefekten zugutekommen sowie auch Menschen, die aufgrund chronischer Wunden von einer Amputation bedroht sind.

Über das DIZG

Das Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) ist ein gemeinnütziger Hersteller von allogenen Gewebetransplantaten und autologen Zellkulturen. Ziel ist, aus dem Geschenk der Spender möglichst vielen Menschen mit schwersten Gewebedefekten eine verbesserte Perspektive auf Heilung zu bieten. Deshalb fördert das 1993 in Berlin gegründete Institut die Gewebespende, betreibt Forschung und entwickelt die Transplantatvielfalt ständig weiter. Mittlerweile profitieren rund 40.000 Patienten mit schweren Gewebedefekten von rund 350 verschiedenen Transplantatarten aus den Reinräumen des DIZG.

Mehr Infos unter www.dizg.de

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Pressekontakt
DIZG Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gemeinnützige GmbH
Jürgen Ehlers
Tel. +49 30 65 76 31 98

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