GSMA und W20: Handlungsaufruf zur Überwindung der digitalen Kluft zwischen den Geschlechtern vor dem G20-Gipfel

In neuen Empfehlungen werden die G20-Mitgliedstaaten zur Förderung der digitalen Inklusion von Frauen aufgefordert

LONDON--()--Im Rahmen ihrer Funktion in der Gruppe W20 (Women 20)1 hat die GSMA eine Reihe von Empfehlungen zur Förderung der digitalen Inklusion von Frauen unterstützt, die den G20-Mitgliedstaaten noch in diesem Jahr vorgelegt werden sollen. Die GSMA ist Topic Chair für das Thema „Digitale Inklusion“ in der W20, welche die G20 in Fragen der Gleichstellung der Geschlechter und der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen berät, und unterstützt damit die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), insbesondere SDG 5 (Geschlechtergleichheit).

„Die GSMA hat das Privileg, die W20-Empfehlungen mitzugestalten, die den G20-Staaten einen umsetzbaren Fahrplan zur Förderung einer weltweiten Gleichstellungspolitik bieten“, sagte Mats Granryd, Director General der GSMA. „Diese Empfehlungen unterstreichen die Bedeutung der Überwindung der digitalen Kluft zwischen den Geschlechtern, indem Zugangs- und Nutzungsbarrieren beseitigt und Maßnahmen zur Förderung der digitalen Inklusion von Frauen gefördert werden. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz gewährleisten wird, dass Frauen und Mädchen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung unserer künftigen digitalen Ökonomien spielen.“

„Die Gewährleistung der digitalen Inklusion von Frauen bringt ihnen und ihren Gemeinden und Ökonomien erhebliche Vorteile“, ergänzte Susana Balbo, Vorsitzende der W20.

Bei einem Runden Tisch der W20 in Paris in der vergangenen Woche moderierte die GSMA die Debatte der W20-Delegierten zur Festlegung der Empfehlungen für die digitale Inklusion. Die vier vereinbarten Empfehlungen enthalten folgende Aufforderungen an die G20-Mitgliedsstaaten:

1) Erhebung, Verfolgung und Analyse von Daten über den Zugang und die Nutzung von digitalen Technologien sowie über die Präsenz von Frauen in Kursen, Karrieren und Führungspositionen auf dem STEM-Gebiet,

2) Entwicklung ganzheitlicher Maßnahmen, die sich auf die Hindernisse für Frauen in Bezug auf den Zugang und die Nutzung digitaler Technologien konzentrieren, einschließlich Zugänglichkeit, Erschwinglichkeit, Sicherheit, digitale Fähigkeiten und Verfügbarkeit relevanter Inhalte und Dienste,

3) Förderung von Initiativen, die eine gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Mädchen an STEM-Studien und digital-intensiver Arbeit fördern, um sicherzustellen, dass Frauen an der Gestaltung, Entwicklung und Beherrschung digitaler Technologien sowie Unternehmerinnen im digitalen Sektor beteiligt werden und eine führende Rolle spielen,

4) Sicherstellen, dass alle Analysen zur Zukunft der Arbeit, darunter Bedarf an Bildung und neuen Fähigkeiten, mit Blick auf das Geschlechterverhältnis, sozialen Schutz und Arbeitsplatzqualität durchgeführt werden.

Diese Empfehlungen fließen in die Vorlagen für den G20-Gipfel 2018 in Argentinien ein, der vom 30. November bis 1. Dezember 2018 in Buenos Aires stattfindet. Dort werden die G20-Regierungen aufgefordert, zu jedem Thema konkrete Verpflichtungen einzugehen.

Mobilfunkbranche unterstützt digitale Inklusion von Frauen
Die GSMA setzt sich für eine verstärkte digitale und finanzielle Inklusion von Frauen ein und trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die Menschen in vielen Teilen der Welt in erster Linie über den Mobilfunk einen Zugang zum Internet erhalten. Jedoch ist der jüngsten Untersuchung der GSMA zufolge2 bei Frauen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen die Wahrscheinlichkeit um 26 Prozent geringer als bei Männern, das mobile Internet zu nutzen.

Im Rahmen der „Connected Women“-Initiative der GSMA haben 36 Mobilfunkbetreiber in Afrika, Asien und Lateinamerika 51 offizielle Selbstverpflichtungen abgegeben, die geschlechtsspezifische Kluft in ihrem Kundenstamm für mobiles Geld oder mobiles Internet zu verringern, um die digitale und finanzielle Inklusion von Frauen zu beschleunigen. Bislang haben das Programm Connected Women und die kooperierenden Mobilfunkbetreiber mehr als 22 Millionen Frauen mit Diensten versorgt, die das Leben verbessern.

Neben dem Programm Connected Women und ihrer W20-Teilnahme unterstützt die GSMA zudem die Bemühungen zur Beschleunigung der digitalen und finanziellen Inklusion von Frauen durch ihre Teilnahme an der W20, die Initiative EQUALS, das Programm Connected Women der GSMA, Women4Tech, die Initiative WeCare in Lateinamerika und die Kampagne #BetterFuture.

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Über die GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.
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1 Die W20 ist eine von sieben unabhängigen Engagementgruppen, die sich aus zivilgesellschaftlichen Organisationen aus den G20-Mitgliedsstaaten zusammensetzen. Die Engagementgruppen treffen sich parallel zu den G20 und sorgen dafür, dass die Position der Zivilgesellschaft in wichtigen Fragen von den Staats- und Regierungschefs der G20 berücksichtigt wird. Weitere Informationen finden Sie unter http://w20argentina.com

2 https://www.gsma.com/mobilefordevelopment/programmes/connected-women/the-mobile-gender-gap-report-2018

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