Dimension Data und Cisco bringen Technologie zur Wilderei-Bekämpfung nach Afrika

Die Ausweitung folgt auf ein erfolgreiches Pilotprojekt in Südafrika, bei dem die Wildereivorfälle bei Nashörnern um 96 Prozent reduziert werden konnten

Organisierte Kriminalität bei Elfenbein (Photo: Dimension Data)

LONDON und JOHANNESBURG--()--Die globalen Technologieunternehmen Dimension Data und Cisco verkündeten heute die Ausweitung ihres Programms Connected Conservation zur Bekämpfung der Wilderei in Sambia, Kenia und Mosambik. Ziel des Programms ist es, Nashörner zu schützen und gegen den Abschuss zahlreicher afrikanischer Savannenelefanten durch Wilderer zu kämpfen. Diese Maßnahme folgt auf ein erfolgreiches Pilotprojekt, bei dem die beiden Unternehmen in einem privaten Wildschutzgebiet in der Nähe des weltberühmten Kruger-Nationalparks in Südafrika die Technologie installierten.

Seitdem die Connected-Conservation-Technologien in dem privaten Wildschutzgebiet im November 2015 zum Einsatz kommen, konnten die Fälle von Nashornwilderei um 96 Prozent reduziert werden. 2017 fiel in dem Wildschutzgebiet sogar kein einziges Nashorn Wilderern zum Opfer.

Täglich betreten Hunderte von Lieferanten und Auftragnehmern sowie Mitarbeiter, Sicherheitspersonal und Touristen Wildschutzgebiete und Naturparks weltweit und verlassen diese wieder. Die menschlichen Aktivitäten in diesen geschützten Gebieten werden oft nicht überwacht, weil sich die Wildschutzgebiete an sehr abgelegenen Orten befinden und lediglich einfachste IT-Infrastruktur und Zugangskontrollen, manuelle Sicherheitsprozesse und sehr begrenzte Kommunikationsoptionen aufweisen.

„Viele Organisationen versuchen, Tiere mittels verschiedener reaktiver Maßnahmen zu schützen, z. B. dem Entfernen von Hörnern oder Stoßzähnen oder dem Einsetzen von Sensoren im Horn und unter der Hautschicht“, erläuterte Bruce Watson, Dimension Data Group Executive. „Das Problem bei solchen Maßnahmen ist aber, dass das Tier bis zum Eintreffen der Ranger oft bereits getötet und das Horn bzw. die Stoßzähne abgesägt wurden.“

„Beim Connected-Conservation-Modell soll die Technologie dagegen die Tiere proaktiv vor Wilderern schützen. Die Tiere selbst bleiben unberührt und können sich weiterhin frei bewegen, während sie durch eine mehrschichtige Kombination aus ausgefeilter Technologie, Menschen und technischen Hilfsmitteln geschützt werden.“

Cisco und Dimension Data haben das Ziel, das Connected-Conservation-Programm auf Südafrika und darüber hinaus auszuweiten und so weitere bedrohte Arten zu schützen, darunter Löwen, Schuppentiere, Elefanten, Tiger in Indien und Asien sowie Haie und Rochen in den Ozeanen. Das nächste Projekt wird bereits in einem bislang geheim gehaltenen Park in Sambia umgesetzt. Darauf werden Gebiete in Kenia und dann Mosambik folgen, wo das Hauptaugenmerk auf dem Schutz von Elefanten liegen wird.

Laut dem Great Elephant Census (GEC) von 2016¹, der ersten panafrikanischen Elefantenzählung, die von Vulcan Inc mit Sitz in Seattle durchgeführt wurde – dem Motor hinter dem Netzwerk von Organisationen und Initiativen des Microsoft-Mitbegründers Paul G. Allen – nahm die Elefantenpopulation in den Savannen Afrikas zwischen 2007 und 2014 um 30 Prozent ab, was einer Zahl von 144.000 Elefanten entspricht. Die aktuelle Rückgangsrate beläuft sich auf acht Prozent pro Jahr und ist in erster Linie auf Wilderei zurückzuführen. In Sambia belief sich die aktuelle Anzahl der Elefanten auf 21.758, bei einer Tötungsrate von 85 Prozent im Siomi Ngwezi-Nationalpark, 3 Prozent für den Rest von Sambia und einer beträchtlichen Abnahme der Elefantenpopluation längs des Sambesi-Flusses.

Die Forschungsarbeiten ergaben auch, dass zwischen 4.000 und 6.000 Wilderer aus Haushalten in den so genannten Game Management Areas (GMA) stammen. Dazu zählen Fischer, die große Gewässer überqueren, um in das Wildschutzgebiet zu gelangen.

Derzeit wird ein Kontrollraum für Sambias Marine-Spezialeinheit gebaut, um Operationen auf dem gesamten Seegebiet und im Park zu überwachen. Eine zweite Schnellboot-Marineeinheit wird die Schutzaktivitäten unterstützen, indem sie die Wilderer abfängt, bevor sie die Tiere erreichen.

Weitere Technologien, die in Sambia eingesetzt werden:

  • an Funkmasten fest angebrachte Wärmekameras als permanente, virtuelle Barriere um den gesamten Park. Die Kameras, die die Ein- und Ausgangstore des Parks überwachen, werden von Facharbeiter im Kontrollraum gesteuert.
  • CCTV-Analytik wird eingesetzt, um virtuelle Stolperschnüre zu schaffen, die automatisch die Bewegung von Fischern und Booten auf dem See überwachen. Im Laufe der Zeit werden Parkmitarbeiter in der Lage sein, die Daten selbstständig zu analysieren und ein Bewegungsmuster zu erstellen sowie Facharbeiter zu alarmieren, wenn nachts Bewegungen an den Barrieren festgestellt werden.
  • Outdoor-WLAN wird ebenfalls an den Funkmasten installiert, sodass die von den Wildhütern und Sicherheitsteams verwendeten Handgeräte und Wärmekameras und deren Daten angezeigt und geteilt werden können. Personal vor Ort wird so in der Lage sein, mit anderen zu kommunizieren, ohne dass die Gespräche von Wilderern abgefangen werden können.

„Wir arbeiten auch mit den sambischen Behörden vor Ort und der Fischereigemeinde zusammen, um ein zentrales digitales Fischerei-Genehmigungssystem zu schaffen, das Personen überwachen wird, die sich als Fischer ausgeben, in Wirklichkeit aber Wilderer sind“, so Watson.

Cisco Senior Vice President und Chief Marketing Officer Karen Walker sagte: „Mehr denn je gibt uns Technologie die Möglichkeit, die Welt zu verändern. Nicht morgen, nicht irgendwann, sondern jetzt. Wir bei Cisco fühlen uns verpflichtet, die Chancen zu nutzen, indem wir die Welt miteinander verbinden und einige der ältesten und am stärksten gefährdeten Tiere durch neueste Technologien schützen.“

„In enger Zusammenarbeit mit Dimension Data etablierten wir ein sicheres, zuverlässiges Netzwerk, das rund um die Uhr in Wildschutzgebieten in Südafrika und anderen Teilen Afrikas eingesetzt wird. Wir sind sehr stolz darauf, an der Ausweitung von Connected Conservation auf ganz Afrika mitzuwirken, um noch mehr bedrohte Arten zu schützen.“

Watson fügte hinzu: „In Partnerschaft mit Cisco besteht unser Ziel darin, alle Arten der Wilderei weltweit durch kontinuierliche technische Innovation auszumerzen und noch mehr bedrohte Arten in noch mehr Ländern zu schützen.“

¹Der Great Elephant Census war eine Kooperation zwischen Vulcan Inc, der Organisation des Microsoft-Mitbegründers Paul G. Allen, und Elephants Without BordersAfrican Parks, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, der Wildlife Conservation Society, Nature Conservancy, der IUCN African Elephant Specialist Group und Save the Elephants

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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Dimension Data Germany
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Tel.: +49 (0) 6171 977-214
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E-Mail: thomas.gambichler@dimensiondata.com

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