Arthur D. Little prognostiziert, dass die vorgeschlagene Änderung der EU-Gasrichtlinie ihre Ziele nicht erreichen wird

LONDON--()--Arthur D. Little (ADL) veröffentlichte heute eine Analyse der Auswirkungen der aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur Ausweitung der Bestimmungen der dritten Gasrichtlinie auf Pipelines aus Drittländern, die Gas in die EU liefern. Der Bericht “Analysis of the Proposed Gas Directive Amendment” kommt zu dem Schluss, dass die Vorschläge die Ziele der Kommission zur Verbesserung des Wettbewerbs und der Versorgungssicherheit voraussichtlich nicht erfüllen werden.

Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass der EU-Gasmarkt dank der Liberalisierung allmählich sehr gut zu funktionieren beginnt, obwohl er durch die vollständige Umsetzung der bestehenden Vorschriften durch alle Mitgliedstaaten noch weiter verbessert werden könnte.

Die Änderung wird gemäß des Berichts aus drei wesentlichen Gründen ihre erklärten Ziele vermutlich nicht erreichen können. Erstens wird die Umsetzung des Zugangs Dritter zu Importpipelines keine praktischen Auswirkungen auf die Lieferungen in die EU haben. Zweitens herrscht bereits Transparenz über Gasströme an den EU-Grenzpunkten. Und drittens dürfte die Regulierung der Tarife den Verbrauchern keine Vorteile bringen.

Yvonne Fuller, Principalin in der Energy & Utilities Practice: "Unsere Analyse zeigt, dass der liberalisierte EU-Gasmarkt gut funktioniert. Natürlich gibt es noch Verbesserungsbedarf, aber unser Bericht spiegelt die Meinungen vieler Marktteilnehmer wieder, die der Ansicht sind, dass die vorgeschlagene Änderung unnötig ist und aufgrund höherer administrativer Komplexität und höherer Transporttarife sogar zu höheren Gaspreisen führen könnte. Der Bericht empfiehlt daher eine tiefgehende und gründliche Analyse der Auswirkungen der vorgeschlagenen Änderungen, bevor EU-Rat und EU-Parlament einen Beschluss fassen. "

Der Bericht von ADL enthält auch die möglichen praktischen Auswirkungen der Änderungen. Dazu gehört die potentielle Notwendigkeit komplexer zwischenstaatlicher Abkommen mit Drittländern, die den Wettbewerb zwischen verschiedenen Bezugsquellen verzerren können. Darüber hinaus wird es zu Unsicherheiten hinsichtlich der Bedingungen für Ausnahmeregelungen und der Beteiligung verschiedener Mitgliedstaaten und Lieferländern führen. Da die Änderungen offenbar nur für eine kleine Teilmenge von Pipelines gelten (z. B. solche mit Unterwasserabschnitten), stellt sie einen Wettbewerbsnachteil dar, zumal sie nicht für Einfuhren von verflüssigtem Erdgas (LNG) gilt. Schließlich wird durch den Stopp bestimmter Importprojekte die Versorgungssicherheit beeinträchtigt, da die Zahl der Zugangswege in die EU verringert wird.

Der komplette Bericht steht hier zum kostenfreien Download bereit: http://www.adl.com/reviewgasdirective

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Arthur D. Little
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