Jüngster Bericht der GSMA unterstreicht Erfolg von „Mobile Money“ angesichts von mehr als 690 Millionen Konten weltweit

Im Jahr 2017 verarbeitete die Mobile-Money-Branche 1 Milliarde US-Dollar täglich und erzielte direkte Erlöse in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar

BARCELONA--()--Die GSMA präsentierte heute ihren siebten „State of the Industry Report on Mobile Money“, der eine aktuelle Momentaufnahme der Mobile-Money-Landschaft bietet und die Auswirkungen einer stärkeren finanziellen Inklusion auf das Leben, die Volkswirtschaften und auf Innovationen hervorhebt. Der Bericht bietet das einzige umfassende Bild über Mobile Money rund um den Globus. Heute sind mehr als 690 Millionen Mobile-Money-Konten in über 90 Ländern registriert. Mobile-Money ist in vielen Schwellenländern mittlerweile die führende Bezahlplattform für die digitale Wirtschaft. Der Bericht zeigt auf, dass die Mobile-Money-Branche im Jahr 2017 Transaktionen in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar pro Tag verarbeitet und damit direkte Erlöse in Höhe von mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar erzielt hat.

„Die nachhaltigen Entwicklungsziele gibt es nun seit bald drei Jahren, und die mobile Technologie erweist sich als unerlässliches Tool für die Umsetzung dieser weltweiten Zielsetzungen – dank verbesserter Netzanbindung und innovativen Serviceangeboten, die integrativere Gemeinschaften ermöglichen“, so Mats Granryd, Generaldirektor der GSMA. „Mobiles Geld ist hierbei nach wie vor ein entscheidender Faktor. Es trägt zu 13 der 17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung bei und gewährt Zugang zu elementaren Leistungen wie Gesundheit und Bildung. Es bietet Frauen Beschäftigungsmöglichkeiten und trägt zur Bekämpfung der Armut bei, bietet es doch – oft erstmalig – Finanzdienstleistungen, die die Lebensqualität steigern.“

Neue Trends

Der Bericht weist auf eine Reihe neuer Trends im Mobile-Money-Bereich im Jahr 2017 hin. Dazu zählen u. a. das beschleunigte Wachstum der Bank-to-Wallet-Interoperabilität, die steigende Akzeptanz von Smartphones, die starke Verbreitung von Unternehmen der Finanztechnologiebranche, die Digitalisierung neuer Wirtschaftssektoren und erneute Anstrengungen von Unternehmen und Regierungen, um die am stärksten gefährdeten und unterversorgten Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind seit langem das Epizentrum des mobilen Geldes, und das Wachstum in dieser Region hält unvermindert an. Doch mit der zunehmenden Reife der Branche hat mobiles Geld auch in anderen Teilen der Welt an Zugkraft gewonnen. 2017 wurde das Branchenwachstum erstmalig von anderen Regionen als Afrika angeführt. Mit einem Wachstum von 47 Prozent im Jahresvergleich war Südasien die Region mit dem schnellsten Wachstum, was die Zahl der angemeldeten Konten betrifft. Mittlerweile kommen auf diese Region 34 Prozent aller angemeldeten Konten weltweit.

Mobile Money erreicht beträchtliche Größenordnung

Ein ständiger Anstieg aktiver Kunden, Transaktionen und direkter Erlöse sind Zeichen dafür, dass sich das mobile Geld zu einer nachhaltigen Branche weiterentwickelt und einen wichtigen Wachstumsfaktor in neuen Märkten darstellt, insbesondere durch die Formalisierung von Zahlungen, höhere Transparenz und das Anwachsen des Bruttoinlandsprodukts. Mobile-Payment-Systeme sind mittlerweile in über 90 Ländern verfügbar, darunter in drei Viertel der Niedrigeinkommensländer. Damit hat sich diese Technologie zur führenden Zahlungsplattform für eine digitale Wirtschaft in vielen Schwellenländern entwickelt.

Die Untersuchung zeigt außerdem:

  • Der starke Anstieg von Neukundenanmeldungen im Jahr 2017 führte zur Registrierung von 136 Millionen neuen Konten. Damit gibt es mittlerweile insgesamt 690 Millionen Mobile-Money-Konten. Dies entspricht einem Anstieg um 25 Prozent seit 2016.
  • Bei einer wachsenden Zahl von Mobile-Money-Diensten steigt der Anteil der Kunden, die den Dienst regelmäßig nutzen, auf über 50 Prozent, insbesondere bei Anbietern mit einem starken Vertriebsnetz. Dies ermöglicht eine Regulierung und eine stärkere Konzentration auf ein kontenbasiertes Geschäftsmodell.
  • Immer mehr Gelder gelangen in digitaler Form in das Mobile-Money-System und verlassen es auch in digitaler Form. Massenauszahlungen, die Bezahlung von Rechnungen und Bank-to-Wallet-Transaktionen waren die wichtigsten Faktoren. 2017 waren etwa 25 Prozent der eintreffenden Gelder digital, im Vergleich zu etwa 12 Prozent im Jahr 2012.
  • Viele erfolgreiche Anbieter senken die Nettokosten des Vermittlernetzwerks – die Kosten für den Betrieb eines Vermittlernetzwerks können sich auf mehr als 50 Prozent der Gesamteinnahmen belaufen. Somit kann dieser Trend die Investitionsanreize erheblich beeinflussen.

Überlegungen für die Zukunft

Eine aufstrebende Finanztechnologiebranche positioniert sich als bevorzugte Anlaufstelle für neue digitale Dienste. Dennoch wird eine Reihe herkömmlicher Tools auch weiterhin ihren Stellenwert behalten. Durch das Fortbestehen der Bargeldwirtschaft in den Schwellenländern werden komplexe Vertriebsnetze als Schnittstelle zum realen Leben für digitale Dienste auch in Zukunft enorm wichtig sein. In einer Wirtschaft, die stark auf Vertrauen setzt, werden vertraute Marken und das Wissen um den lokalen Kontext auch weiterhin eine entscheidende Rolle spielen, um auch die Menschen außerhalb des formalen Systems zu erreichen. Politik und Gesetzgebung kommt bei der Schaffung von Anreizen und der Festlegung nationaler Zielsetzungen entscheidende Bedeutung zu. Da die Regulierungsbehörden schwerpunktmäßig mit Fragen zum Datenschutz, zu Geschäftsmodellen und anderen Fragen befasst sind, muss das politische Fernziel einer stärkeren Inklusion im Vordergrund stehen. Anbieter, die in der Lage sind, diesen Prozess effizient mitzugestalten und zu unterstützen, werden größere Erfolgschancen haben.

Granryd ergänzt: „In einer zunehmend turbulenten Welt ist mobiles Geld auch ein Rettungsring, der digitale Geldtransfers für humanitäre Hilfe und erschwingliche Auslandsüberweisungen ermöglicht und Flüchtlingen sichere und bequeme Möglichkeiten bietet, dringende Bedürfnisse zu befriedigen. Außerdem werden wir uns auch in Zukunft darauf konzentrieren, die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Zugang zu Finanzdienstleistungen durch Programme wie die ,Connected Women Commitment Initiative‘ zu verringern.“

Den „State of the Industry Report on Mobile Money“ 2018 sowie weitere Informationen zum Mobile Money Programme der GSMA finden Sie unter: www.gsma.com/mobilemoney.

-ENDE-

Hinweis für Redakteure:

Der „State of the Industry Report on Mobile Money“ beruht auf den Ergebnissen der jährlichen Umfrage „Global Adoption Survey of Mobile Financial Services“ der GSMA sowie auf Daten des „Mobile Money Deployment Tracker“ der GSMA. Er liefert Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit mobiler Geldtransaktionen, die aus der Zusammenarbeit der GSMA mit der Branche stammen.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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