Weltbank-Gruppe und GSMA geben Partnerschaft zur Nutzung von IoT-Big Data für die Entwicklung bekannt

BARCELONA, Spanien--()--Der Präsident der Weltbank-Gruppe Jim Yong Kim gab heute bekannt, dass die Institution Partnerschaften mit der GSMA und Mobilfunkbetreibern in aller Welt eingehen wird, um mithilfe von Big Data aus dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) der extremen Armut ein Ende zu setzen und neue Triebfedern des Wirtschaftswachstums zu identifizieren.

Die Initiative, die auf dem Mobile World Congress 2018 der GSMA in Barcelona verkündet wurde, wird neue Erkenntnisse aus den von Mobilfunknetzbetreibern über IoT-Geräte gesammelten anonymisierten Daten sowie aus Aggregatdaten aus der Smartphone-Nutzung gewinnen. Sie wird darüber hinaus Branchenführer, Entwicklungspartner und Regierungen zur Zusammenarbeit aufrufen, um einerseits ein starkes förderliches Umfeld für IoT zu schaffen, aber gleichzeitig den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Es handelt sich dabei um die erste umfassende Initiative zwischen der Mobilfunkindustrie und einer bedeutenden multilateralen Entwicklungsbank und wird von der GSMA begründet, die fast 800 Mobilfunknetzbetreiber und mehr als 300 Unternehmen aus dem weiteren Umfeld der Mobilfunkbranche umfasst.

Die Ausweitung von Mobilfunknetzwerken hat eine globale Infrastruktur geschaffen, die enorme Menge an Daten hervorbringt, die für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von unschätzbarem Wert sind. Es gibt in Entwicklungsländern mehr als 3,8 Milliarden individuelle Mobilfunkteilnehmer; in diesen Märkten haben mehr Menschen Zugang zu einem Handy als zu sauberem Wasser oder Elektrizität. GSMA Intelligence schätzt, dass es im Jahre 2025 weltweit 25 Milliarden Verbindungen mit dem Internet der Dinge geben wird, die für alles von Ernteüberwachung in Echtzeit bis hin zu Leckagen-Erkennungssystemen sorgen werden. Ihr rasant steigender Einsatz in Entwicklungsländern kann eine Fülle von Erkenntnissen für die Entwicklungsarbeit hervorbringen.

„Die Mobilfunkbranche sorgt für die Anbindung, die für diese Länder unerlässlich ist, um neue Motoren des Wirtschaftswachstums zu erschließen, dafür zu sorgen, dass die globale Marktwirtschaft allen nutzt und den wachsenden Ansprüchen und Hoffnungen der Welt gerecht zu werden‟, sagte Jim Yong Kim, der Präsident der Weltbank-Gruppe. „Im Rahmen dieser Initiative werden wir mit der Mobilfunkbranche zusammenarbeiten, um IoT, Big Data und andere neue Technologien zur Bewältigung der größten Herausforderungen der Menschheit heranzuziehen.‟

„Diese neue Initiative mit der Weltbank-Gruppe wird die von uns aufgebauten Mobilfunknetze und angebotenen Dienste nutzen, um einige der dringlichsten Herausforderungen anzugehen, denen sich unsere Welt heute gegenübersieht‟, sagte Mats Granryd, Generaldirektor der GSMA. „Mit IoT und Big Data können wir Erkenntnisse erlangen, die über eine Bandbreite von Anwendungen von der Landwirtschaft bis zum Umweltschutz und darüber hinaus genutzt werden können. Wir freuen uns sehr, zusammen mit der Weltbank an dieser kritische Initiative zu arbeiten und möchten unsere Betreibermitglieder in aller Welt dazu auffordern, sich diesem Vorhaben anzuschliessen.‟

Die Initiative fordert Mobilfunkbetreiber dazu auf, im Rahmen bestehender IoT-Dienste oder neuer Pilotprojekte und Partnerschaften erfasste Daten dazu zu nutzen, Erkenntnisse und Analysen zu gewinnen, die zur Gestaltung und Verbesserung von Projekten verwendet werden können. Dies hat das Potenzial, die Ergebnisse der Entwicklungsprojekte der Weltbank-Gruppe zu verbessern, die im letzten Geschäftsjahr ca. 62 Milliarden US-Dollar für neue Projekte in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen bereitgestellt hat. Auch Betreiber und Regierungen werden von der verstärkten Nutzung von Big Data für die Entwicklung profitieren, da dies zu einer Verbesserung die Dienstleistungsbereitstellung, der Erstellung neuer Indikatoren und Statistiken sowie zu einem Anstieg der Lebensqualität der Teilnehmer und Bürger allgemein führen kann.

Die Weltbank-Gruppe kann bereits erfolgreiche Beispiele für die Anwendung von aus dem Mobilfunk stammenden IoT und Big Data auf Projekte vorweisen. In Indien können Nutzer mithilfe von tragbaren IoT-Datenerfassungssensoren in Form eines Armreifs automatisch die Schadstoffemissionen ihrer Herde überwachen und die so gewonnenen Daten helfen, die Umstellung auf sauberere Kochöfen voranzutreiben.

Des Weiteren wird die Weltbank-Gruppe auch dem GSMA-Beirat Big Data for Social Good beitreten. Die GSMA ist ein entschiedener Unterstützer von Entwicklungsinitiativen rund um Mobilfunknetze und ist einer der ursprünglichen Partner der von der Weltbank geleiteten Digital Development Partnership – DDP.

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Über die Weltbank-Gruppe

Die Weltbank-Gruppe spielt eine entscheidende Rolle in den weltweiten Bemühungen extremer Armut ein Ende zu setzen und den gemeinsamen Wohlstand zu steigern. Sie besteht aus fünf Institutionen: der Weltbank, einschließlich der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) und der Internationalen Entwicklungsorganisation (IDA); der Internationalen Finanz-Corporation (IFC); der Multilateralen Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) und dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID). In Kooperation bieten diese Institutionen in mehr als 100 Ländern Finanzierung, Beratung und andere Lösungen an, die Ländern bei der Bewältigung der dringlichsten Entwicklungsherausforderungen unterstützen. Erfahren Sie mehr über die Arbeit der Weltbank zur digitalen Entwicklung: http://www.worldbank.org/en/topic/digitaldevelopment

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen von fast 800 Mobilfunkbetreibern in aller Welt mit mehr als 300 Unternehmen aus dem weiteren Umfeld der Mobilfunkbranche, einschließlich Herstellern von Mobiltelefonen und Geräten, Softwareunternehmen, Zubehörlieferanten und Internetunternehmen sowie Organisationen aus angrenzenden Wirtschaftsbereichen. Die GSMA organisiert auch branchenführende Veranstaltungen wie Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzserie Mobile 360. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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mazeredo@worldbank.org,
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