Die RCS-Messaging-Initiative von GSMA startet nach der Netzzusammenschaltung mehrerer Netzbetreiber aus aller Welt durch

Führende Netzbetreiber schalten RCS-Netze auf 17 Märkten in aller Welt zusammen; RCS gewinnt mit monatlich über 159 Millionen Benutzern an Dynamik

LONDON--()--Die GSMA meldete heute, dass die Mobilfunkbetreiber América Móvil, Rogers Communications und Sprint ihre Netze auf dem amerikanischen Doppelkontinent zusammengeschaltet haben. Währenddessen haben die Deutsche Telekom, die Telenor Group, Telia Company und die Vodafone Group in Europa so genannte „Interconnects“ in Betrieb genommen, über die die Mobilfunkkunden in diesen Regionen in 22 Netzen und 17 Ländern auf innovative RCS-Dienste (Rich Communications Services) zugreifen können1. Mit dem modernisierten Serviceangebot profitieren die Nutzer von erweiterten Messagingdiensten wie beispielsweise Chats, Gruppenchats, gemeinsamer Dateinutzung und vielen weiteren Diensten.

Die Zusammenschaltung wurde anfänglich mithilfe des Jibe RCS Hub von Google realisiert. In Deutschland erfolgte sie über einen direkten Interconnect zwischen Vodafone und Deutsche Telekom. Parallel dazu arbeiten führende Anbieter wie Bell Canada, China Mobile, Deutsche Telekom und T-Mobile USA sowie die Unternehmen Samsung und Syniverse an einer gemeinsamen Initiative zur Beschleunigung des offenen Ökosystems von RCS Interconnection Hubs. Bemühungen wie diese Initiative zur Förderung eines zusammengeschalteten RCS-Ökosystems werden auch von AT&T und Swisscom unterstützt. Interconnection Hubs werden für die schnelle Akzeptanz von RCS seitens der Benutzer eine entscheidende Rolle spielen.

„Innerhalb eines Jahres haben wir die gesamte Branche auf ein einheitliches interoperables Profil ausgerichtet. Dies führte dazu, dass zahlreiche Netzbetreiber RCS-Dienste eingeführt haben und die Zahl der Benutzer von Monat zu Monat rasch anwuchs. Jetzt sehen wir, wie die Netzbetreiber RCS weiter unterstützen, indem sie ihre Netze zusammenschalten, sodass sie mit einem Schlag alle erreichbar sind. Dadurch wird sich die Zahl der Kontakte, mit denen die Mobilfunkkunden per RCS-Messaging kommunizieren können, schlagartig vervielfachen“, so Alex Sinclair, Chief Technology Officer von GSMA. „Wir nähern uns auch mit großen Schritten dem Bereich RCS-Messaging für Unternehmen an. Dabei handelt es sich um einen ganz neuen Bereich, der Markenunternehmen die Möglichkeit bietet, mit ihren Kunden auf noch interaktivere Weise direkt in Kontakt zu treten. Dies ist eine spannende Zeit für die globale RCS-Community, und wir freuen uns auf weitere Markteinführungen und Zusammenschaltungen in naher Zukunft.“

Es ist zu erwarten, dass die Zusammenschaltung weiterer Netzbetreiber und Hub-Provider folgen wird und die Zahl der Netzzusammenschaltungen bis Ende März 2018 auf über 140 ansteigen wird. Mit mehr als 159 Millionen aktiven Nutzern monatlich wächst die Dynamik von RCS weltweit. Das Potenzial für weiteres Wachstum ist beträchtlich: GSMA Intelligence schätzt, dass bis zum 4. Quartal 2018 350 Millionen Menschen RCS-Dienste nutzen werden.

„Mit der zunehmenden Verbreitung von Advanced Messaging (RCS) auf der ganzen Welt wird die Zusammenschaltung der Netzbetreiber, die den Dienst bereits lanciert haben, zu einem wichtigen Erfolgskriterium“, so Dr. Petja Heimbach von der Deutschen Telekom und Vorsitzender der IP Comms Group der GSMA. „Mit einer Reihe von Interconnect-Hubs, die ihrerseits auch zusammengeschaltet sind, lässt sich die Einrichtung globaler RCS-Interconnects auf die effizienteste Weise beschleunigen. Wir hoffen, dass in der zweiten Jahreshälfte 2018 die ersten kommerziell nutzbaren Angebote auf den Markt kommen.“

Das „Universal Profile for Advanced Messaging“ der GSMA

Das Universal Profile (UP) der GSMA bietet netzwerk- und geräteübergreifend einen offenen, einheitlichen und globalen Messaging-Dienst. Es vereinfacht die Interoperabilität und ermöglicht es OEMs und Betriebssystemanbietern, die Skalierbarkeit zu erreichen und den Verbrauchern unabhängig vom Gerät oder Netzwerk ein umfassenderes, einheitlicheres Messaging anzubieten. Das UP wird derzeit weltweit von über 70 führenden Netzbetreibern, Zulieferern und Betriebssystemanbietern gestützt. Globe Telecom mit Sitz auf den Philippinen ist einer der ersten Netzbetreiber, der in diesem Monat in der Region Asien-Pazifik RCS auf den Markt gebracht hat.

UP 2.0 stellt einen weiteren Upgrade des Service dar. Diese Version erlaubt das A2P-RCS-Messaging für Unternehmen (Application-to-Person) und RCS-fähige Chatbots sowie weitere Funktionen im Zusammenhang mit ausdrucksstarkem Messaging. Erstmalig bietet es „Conversational Commerce“. Damit können Benutzer über die Plattform mit Markenunternehmen kommunizieren. Dies ist ein bedeutsamer Schritt: In Verbindung mit der Interoperabilität der Netz ermöglicht es Netzbetreibern, ein einheitliches, ansprechendes Messaging anzubieten. Weitere Informationen über das RCS Universal Profile finden Sie unter der folgenden Adresse. Dort können Sie auch die Spezifikationen des Universal Profile 2.0 herunterladen: www.gsma.com/futurenetworks/ip-services/universal-profile/.

Das GSMA-Programm „Future Networks“ auf dem MWC 2018

Im Rahmen des GSMA-Programms „Future Networks“ werden auf dem MWC 2018 zahlreiche Seminare zu 5G und „Messaging as a Platform“ (MaaP) veranstaltet. Im Rahmen der Seminare werden in der GSMA Innovation City in Halle 4 auch verschiedene interaktive Vorführungen stattfinden. Weitere Informationen zu diesen Aktivitäten finden Sie unter www.gsma.com/futurenetworks/events-and-webinars/new-mobile-world-congress-2018-barcelona/.

Hinweise für Redakteure

   

1.

In Europa: Albanien (VF, DT), Deutschland (VF), Griechenland (VF, DT), Großbritannien (VF), Irland (VF), Italien (VF), Norwegen (Telenor, Telia), Portugal (VF), Rumänien (VF, DT), Slowakei (DT), Spanien (VF), Schweden (Telia), Tschechien (VF), Türkei (VF) und Ungarn (VF). Auf dem amerikanischen Kontinent: Kanada (Rogers), USA (Sprint), Mexiko (América Móvil)
 

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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