Die GSMA erweitert ihre Initiative „Big Data for Social Good“ und gibt den erfolgreichen Abschluss erster Tests bekannt

Weitere Mobilfunkanbieter unterstützen jetzt die neue Phase des Big-Data-Programms

BARCELONA, Spanien--()--Die GSMA hat bei den ersten Tests im Rahmen der Initiative „Big Data for Social Good“ (Big Data für das Gemeinwohl), die derzeit von Bharti Airtel, Telefónica und Telenor umgesetzt wird, erhebliche Fortschritte erzielt und ein Modell für zukünftige Implementierungen geschaffen, bei denen das Potenzial der von Mobilfunkanbietern erfassten Big Data zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) genutzt wird. Darüber hinaus teilte die GSMA heute auf dem Mobile World Congress mit, dass in der neuen Phase, deren Fokus auf der Katastrophenvorsorge liegt und die im Laufe des vergangenen Jahres vorbereitet wurde, sechs weitere Anbieter – KDDI, MegaFon, NTT DOCOMO, SoftBank, Telefónica und Turkcell – an der Initiative mitwirken.

Die GSMA-Initiative „Big Data for Social Good“ wurde im Februar 2017 ins Leben gerufen und wird derzeit von 20 Mobilfunkanbietern1 in 124 Märkten auf der ganzen Welt unterstützt. Die Initiative ermöglichte es den Betreibern, einen ganzheitlichen Rahmen für die Analyse der Daten zu schaffen, die in ihren Netzen erfasst werden, um öffentliche Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen bei der Bewältigung von Epidemien, Natur- und Umweltkatastrophen zu unterstützen.

„In den vergangenen zwölf Monaten hat Big Data for Social Good bei Branchenanbietern und UN-Sonderorganisationen viel bewegt“, erklärte Mats Granryd, Director General bei der GSMA. „Wir haben den Betreibern umfassende Richtlinien für bewährte Praktiken bei Big-Data-Implementierungen zur Verfügung gestellt. Der Ansatz wurde mittels realistischer Tests rund um den Globus validiert und stützt sich auf Daten aus dem gesamten Ökosystem, die von einem Beratungsausschuss bereitgestellt wurden.“

„Wir dehnen die Initiative jetzt auf den Bereich der Katastrophenvorsorge aus, wo wir Big Data nutzen können, um die Auswirkungen von Katastrophen auf gefährdete Bevölkerungsteile zu verstehen und zu reduzieren und um entsprechende Vorbereitungen treffen zu können.“

Die Initiative „Big Data for Social Good“ wird von einem Beratungsausschuss unterstützt, der aus globalen Einrichtungen und Partnern besteht, darunter Data 2X, DIAL, GPSDD, Be He@lthy Be Mobile, OCHA, UN Global Pulse, UNDP, UNHCR, UNICEF, WFP und seit kurzem auch die Weltbank.

Erste Tests belegen Potenzial von Big Data

Big Data for Social Good wird derzeit von Bharti Airtel in Indien, von Telefónica in Brasilien und von der Telenor Group in Bangladesch, Myanmar und Thailand getestet. Bei diesen Tests erfassen die Anbieter anonymisierte, aggregierte Mobildaten in einem einheitlichen Ausgabeformat. Der Datenschutz wird dabei anhand eines vereinbarten Verhaltenskodex gewährleistet. Die Daten werden daraufhin mit zahlreichen anderen Datentypen kombiniert, um Behörden und Nichtregierungsorganisationen wichtige Einblicke zu gewähren.

In Indien arbeiten Bharti Airtel und die GSMA mit Be He@lthy, Be Mobile (einer gemeinsamen Initiative der Weltgesundheitsorganisation und der Internationalen Fernmeldeunion) zusammen, um herauszufinden, ob mobile Daten nützliche Erkenntnisse für nationale Gesundheitssysteme liefern. Es wird untersucht, wie mittels Bevölkerungszahl und Bewegungsmustern die Planung verbessert werden kann, um Tuberkulose – eine der häufigsten Todesursachen in Indien – einzudämmen. In dem Test liefern Mobildaten detaillierte, aktuelle Einblicke in das Verhalten von 280 Millionen Menschen. Keine andere Datenquelle bietet eine vergleichbare Kombination von Quantität und Granularität. Es werden potenzielle Gefahrenregionen mit einem erhöhten Tuberkuloserisiko ermittelt, was gezielte Interventionen wie Impf- und Tabakentwöhnungsprogramme, Sensibilisierungskampagnen und die Schaffung mobiler Kliniken möglich macht.

In São Paulo, der größten Stadt Brasiliens, werden Big Data von Telefónica Brazil zur Überwachung der Luftverschmutzung sowie zur Verbesserung des Verkehrsmanagements und der Umweltplanung genutzt. Anhand von Mobilitätsdaten ist es möglich, Verschmutzungsprobleme bis zu zwei Tage im Voraus vorherzusagen, was es der Stadt erlaubt, die öffentliche Gesundheit zu schützen, darunter durch Umleitung des Verkehrs oder indem gefährdete Bevölkerungsgruppen wie z. B. Menschen mit Atemwegserkrankungen informiert werden, wo eine hohe Belastung herrscht. Die in dem Test verwendeten Mobilitätsdaten sind detaillierter und umfassender als die Daten, die mit herkömmlichen fest installierten Luftqualitäts- und Verkehrssensoren, deren Implementierung sehr kostenaufwändig ist, erfasst werden.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Harvard T.H. Chan School of Public Health bei der Bekämpfung des Dengue-Fiebers in Pakistan, gehen Telenor, Harvard und MORU (Mahidol Oxford Tropical Medicine Research Unit, Bangkok) gegen die multiresistente Malaria vor, die derzeit in Asien auf dem Vormarsch ist. Im Jahr 2017 wurden Studien zur Verbreitung der multiresistenten Malaria in einem aus drei benachbarten Nationen (Thailand, Bangladesch und Myanmar) bestehenden Gebiet vorbereitet.

Erweiterung der Initiative auf die Katastrophenvorsorge

Die Ergebnisse der bisherigen Tests zusammen mit den Programmen der einzelnen Mobilfunkanbieter bilden die Grundlage für die nächste große Welle von Implementierungen im Rahmen der Initiative „Big Data for Social Good“ 2018, wobei der Fokus diesmal auf der Katastrophenvorsorge in Ländern wie Chile, Kolumbien, Japan, Russland und Türkei liegen wird.

In häufig von Naturkatastrophen betroffenen Gebieten können Mobilfunkanbieter beinahe in Echtzeit auf Standort- und Nutzungsinformationen zugreifen, was Hilfsorganisationen in die Lage versetzt, gefährdete Zonen zu ermitteln und Ressourcen effizient einzusetzen. In Japan z. B. arbeiten Mobilfunkanbieter mit der Regierungsbehörde für Katastrophenmanagement, damit Rettungsteams zügig reagieren und im Katastrophenfall umgehend Ressourcen bereitstellen können. In Lateinamerika entwickelt Telefónica in Partnerschaft mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen bessere Möglichkeiten zur Ermittlung der Regionen und Bevölkerungsteile, die am stärksten durch Naturkatastrophen infolge des Klimawandels gefährdet sind, um die Behörden bei der Erstellung entsprechender Präventionspläne zu unterstützen.

„Die Nutzung der von Mobilfunkanbietern erfassten Big Data in der Katastrophenvorsorge ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Branche zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung beiträgt“, fügte Granryd hinzu. Die bisherige Arbeit zeigt, dass die Betreiber anhand der Kombination von Mobilitätsdaten und anderen Datenquellen ein Geschäftsmodell schaffen können, das die Entscheidungsfindung und die Planung von Behörden und Nichtregierungsorganisationen mit Blick auf eine Vielfalt von Anwendungsfällen unterstützt.“

Von Anbietern im Rahmen der Initiative durchgeführte Tests werden auf dem Mobile World Congress in der GSMA Innovation City in Halle 4 an Stand 4A30, 4A5 und 4A15 im Fira Gran Via demonstriert.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen sind auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Die GSMA-Initiative Big Data for Social Good wird von folgenden 20 Anbietergruppen unterstützt: Bharti Airtel, Deutsche Telekom, Hutchison, KDDI, KT Corporation, Megafon, Millicom, MTS, NTT DOCOMO, INC., Orange, Safaricom, SK Telecom, SoftBank, Telefónica, Telenet, Telenor, Telia, Turkcell, Vodafone und Zain.

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