Marktführer in der Medizintechnik diskutieren Open Data beim World Patient Safety, Science & Technology Summit

Medizintechnikunternehmen verpflichten sich, Daten auszutauschen, die das Leben von Patienten retten können

Joe Kiani, Founder and Chairman of the Patient Safety Movement Foundation, discusses the importance of open data and interoperability of medical devices. (Photo: Business Wire)

LONDON--()--Das Segment der Medizintechnik ist ein Multimilliarden-Dollar-Markt, in dem die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen lange Zeit als Schlüssel zur Marktführerschaft gesehen wurde. Joe Kiani, Vorstandsvorsitzender und CEO des Medizintechnikunternehmens Masimo, schafft es dennoch, der Patientensicherheit zuliebe harte Konkurrenten an einen Tisch zu bringen.

Als entschiedener Verfechter der Patientensicherheit gründete Kiani die Patient Safety Movement Foundation, um vermeidbare Todesfälle, die in Krankenhäusern tagtäglich durch vermeidbare medizinische Fehler passieren, einzudämmen. Das Ziel sind null vermeidbare Todesfälle bis 2020.

Einer der Wege, ein derart ehrgeiziges Ziel zu erreichen, erklärt Kiani, sei ein Konzept namens „Interoperabilität“. Dies möchte er mit der Nutzung offener Daten zur Schaffung eines „Patient Data Super Highway“ erreichen.

„Über allem steht, dass es richtig ist, dies zu tun“, meint Kiani. „Menschen sterben, weil Daten nicht ausgetauscht werden – Algorithmen, die Ärzte warnen und ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen können, werden nicht verwendet, weil Daten aus medizinischen Geräten und elektronischen Krankenakten von den Herstellern stets abgeschirmt worden sind.“

Seit dem ersten Patient Safety Science & Technology Summit im Januar 2013 hat Kiani Hunderte führender Ärzte, Leiter von Krankenhäusern, Vorstandsvorsitzende von Medizintechnikunternehmen sowie Vertreter von Behörden und Patienten aus aller Welt getroffen, um zu besprechen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um dem Ziel der Stiftung, vermeidbare Todesfälle in Krankenhäusern zu eliminieren, näher zu kommen.

Die erste Herausforderung besteht darin, konkurrierende MedTech-Unternehmen wie Philips, Medtronic, Masimo und GE in Bezug auf Interoperabilität zur Zusammenarbeit zu bewegen. Die Lösung besteht darin, durch Open-Data-Verpflichtungen Daten zu sammeln, die von verschiedenen medizinischen Geräten erfasst werden. Der Datenaustausch ist der Schlüssel, natürlich in Verbindung mit dem Schutz der Patientendaten, für den aber stets mit Patientensicherheit gezahlt werden muss. Die Daten stehen bereit, und jedes Unternehmen kann Wege entwickeln, „Interoperabilität und damit einhergehend prädiktive Algorithmen und Entscheidungshilfen“ vom Konzept in die Realität zu übertragen.

Was im Jahre 2013 begann, als neun Unternehmen die „Open-Data“-Verpflichtung unterschrieben haben, ist mittlerweile eine Bewegung aus fast 100 Firmen geworden, darunter die Riesen GE, IBM Watson, Medtronic und Philips, die die Verpflichtung unterschrieben haben. In diesem Jahr leitet der Medtronic-CEO Omar Ishrak die Healthcare Technology-Diskussionsrunde des 6. Annual World Patient Safety, Science & Technology Summit in London. Dies ist ein klares Signal dafür, dass mehr und mehr Unternehmen sich der Notwendigkeit der Interoperabilität zur Eliminierung vermeidbarer Todesfälle in Krankenhäusern bewusst werden.

„Das macht den World Patient Safety, Science and Technology Summit in diesem Jahr so interessant“, sagt Kiani. „Wir werden es schaffen, Branchenführer, Innovatoren und sogar Konkurrenten im Namen der Patientensicherheit an einem Tisch zu versammeln.“

„Null vermeidbare Todesfälle in Krankenhäusern bis 2020 ist ein Ziel, für das es sich lohnt, zu kooperieren“, ist Kiani überzeugt. „Dieser Gipfel vereint Expertise, Technologie und die Fähigkeit, Aktionspläne zu erstellen und zu implementieren, die Leben retten können.“

Die Diskussionsteilnehmer der 6. Annual World Patient Healthcare Technology Leadership sind:

  • Moderator Omar Ishrak, Vorstandsvorsitzender und CEO von Medtronic – Früher Präsident und CEO von General Electric Healthcare Systems, einem GE-Geschäftsbereich mit 12 Milliarden Dollar Umsatz. Er ist Co-Direktor der Health and Healthcare-Community des World Economic Forum und sitzt für die globale Technologiemarke Intel im Vorstand.
  • Matt Darling, Mitgründer von SmartWard – Mr. Darlings vielfältiger Hintergrund umfasst Hard- und Softwarelösungen für Netzsicherheit, sicherheitskritische Systeme und Verteidigung.
  • Frans van Houten, CEO, Royal Philips – Mr. van Houten steht darüber hinaus als Vorsitzender dem Board of Management und den Executive Committees vor. Seine Fachkenntnis bei Innovation und Unternehmenstransformation hat bei Philips zu besseren Ergebnissen durch gezielte Veräußerungen und die Übernahme von ergänzenden Gesundheitstechnologieunternehmen geführt. Dazu gehören Volcano, Marktführer für bildgeführte Behandlungen, sowie das Analytik-Unternehmen Wellcentive, beide aus den USA.
  • Anders Wold, Präsident und CEO von GE Healthcare Clinical Care Solutions – Mr. Wold kam durch die Übernahme von Diasonics/Vingmed Ultrasound, einem norwegischen Technologie-Start-up, zu GE. Er sieht auf 32 Erfahrung im Ultraschall-Geschäft zurück, darunter Produktmanagement, Vertrieb und Marketing in seiner Zeit in Singapur, Paris und Norwegen. Er führte Global Ultrasound von 2009 bis Juli 2016 und entwickelte es zum weltweiten Branchenführer.
  • Dr. Charles Murphy, Leiter der Patientensicherheit bei Inova Heart and Vascular Institute – Dr. Murphy steht als Intensivmediziner und ärztlicher Direktor am Cardiovascular ICU von Inova weiterhin im direkten Kontakt mit Patienten. Er war zuvor als Stellv. Leiter der Patientensicherheit für das Duke Health System tätig.

Bitte besuchen Sie die Webseite der Patient Safety Movement Foundation, um weitere Informationen zu erhalten. Medienvertreter können einen Presseausweis beantragen, indem sie http://bit.ly/2mCeyay aufrufen oder sich an Tanya Lyon wenden – Tel. (949) 351-2858 oder E-Mail tanya.lyon@patientsafetymovement.org.

Über die Patient Safety Movement Foundation:

Mehr als 200.000 Patienten in den USA und mehr als drei Millionen Patienten weltweit sterben jedes Jahr an vermeidbaren Ursachen. Die Patient Safety Movement Foundation (PSMF) wurde mit Unterstützung der Masimo Foundation for Ethics, Innovation and Competition in Healthcare gegründet, um die Anzahl von vermeidbaren Todesfällen bis 2020 auf null zu reduzieren (0X2020). Die Verbesserung der Patientensicherheit erfordert gemeinschaftliche Bemühungen aller Interessenvertreter: Patienten, Gesundheitsdienstleister, medizintechnische Unternehmen, Regierungsbehörden, Arbeitgeber und private Kostenträger. Die PSMF arbeitet mit allen Interessenvertretern zusammen, um mit umsetzbaren Lösungen auf Probleme zu reagieren. Die Stiftung richtet außerdem den Weltgipfel zu Patientensicherheit, Wissenschaft und Technologie aus, bei dem führende Experten aus aller Welt für anregende Diskussionen und neue Ideen zusammenkommen, um den gegenwärtigen Stand der Dinge zu hinterfragen. Durch die Präsentation spezifischer und hochwirksamer Lösungen zur Bewältigung von Herausforderungen bei der Patientensicherheit, der sogenannten „Actionable Patient Safety Solutions“ (umsetzbare Lösungen für die Patientensicherheit), werden medizintechnische Unternehmen aufgefordert, Daten miteinander zu teilen, wofür ihre Produkte gekauft werden. Krankenhäuser werden angehalten, sich zu einer Einführung von „Actionable Patient Safety Solutions“ zu verpflichten. Damit wird die Patient Safety Movement Foundation in ihrem Ziel von null vermeidbaren Todesfällen bis 2020 unterstützt. Mehr dazu: http://patientsafetymovement.org/.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Patient Safety Movement Foundation
Tanya Lyon, 949-351-2858
tanya.lyon@patientsafetymovement.org

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