Teva wendet sich mit Brief an das Board von Mylan

Bereitschaft zum Dialog mit Mylan-Board und Abschluss der Transaktion bekräftigt

JERUSALEM--()--Teva Pharmaceutical Industries Ltd. (NYSE und TASE: TEVA) gab heute bekannt, dass es einen Brief an Robert J. Coury, Executive Chairman des Board of Directors von Mylan N.V. (NASDAQ: MYL) geschickt hat. Nachfolgend der ungekürzte Brief:

         

29. April 2015

         
 
Robert J. Coury Robert J. Coury
Executive Chairman c/o Mylan Inc.
Mylan N.V. Robert J. Coury Global Center
Albany Gate, Darkes Lane 1000 Mylan Blvd.
Potters Bar, Herts Canonsburg, PA 15317, USA
EN6 1AG, Großbritannien
 

Sehr geehrter Herr Coury,

angesichts des konstruktiven Tenors unseres Treffens am vergangenen Freitag und des nachfolgende Dialogs ist es enttäuschend, dass Ihr Brief vom 27. April 27 einen ganz anderen Ton anschlägt. Ihr Brief zeichnet ein stark verzerrtes Bild von Teva und ignoriert dessen reiche Tradition, einzigartige Kultur, branchenführenden Errungenschaften und Beiträge zum Wohl von Patienten und Gesundheitssystemen in aller Welt. Auch der Umstand, dass Teva im Laufe der Jahre einen bedeutenden langfristigen Wert für seine Aktionäre geschaffen hat, findet in Ihrem Brief keine Erwähnung.

Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere jeweiligen Aktionäre Beschmutzungen, falsche Darstellungen, das Wiederaufwärmen alter Geschichten und das selektive Darbieten von Fakten nicht gutheißen und auch keinen Nutzen daraus ziehen. Deshalb möchten wir den Dialog zu der großen Wertschöpfungschance zurückführen, die ein Zusammenschluss von Teva und Mylan für die Aktionäre und andere Interessenvertreter unserer beiden Unternehmen bedeutet. Mein Schwerpunkt liegt nach wie vor darauf, dem großen Einsatz von Teva für einen baldmöglichen Abschluss Nachdruck zu verleihen. In diesem Sinne sind wir bereit, einen konstruktiven Dialog mit dem Board of Directors von Mylan aufzunehmen. Parallel dazu bemühen wir uns weiterhin um die erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen und den Erweiterung unseres bis heute sehr positiven Austauschs mit den Aktionären von Mylan und Teva.

Mit diesem Ziel vor Augen möchte ich an dieser Stelle kurz auf einige Punkte eingehen, die Sie in Ihrem Brief angesprochen haben, um für eine Klärung der Angelegenheiten zu sorgen und künftigen Missverständnissen vorzubeugen.

Der Vorschlag von Teva ist für Mylan und dessen Zukunftsaussichten äußerst wertvoll

Unser Angebot von Barmitteln und Aktien in Höhe von 82,00 US-Dollar je Aktie impliziert einen Eigenkapitalwert für Mylan von insgesamt ca. 43 Milliarden US-Dollar. Dies bedeutet für Ihre Aktionäre einem Aufschlag von 48,3 % auf den unbeeinflussten Aktienkurs von Mylan am 10. März 2015, dem letzten Handelstag, bevor in breiten Kreisen Spekulationen über eine Transaktion zwischen Teva und Mylan aufkamen. Diese Ansicht bezüglich des unbeeinflussten Preises von Mylan und des in unserem Angebot enthaltenen Aufschlags wurde von Perrigo, einem Unternehmen mit einer unabhängigen und ausgesprochen relevanten Perspektive auf den Wert von Mylan, wiederholt geteilt. Uns ist auch aufgefallen, dass Sie bereit sind, eine beträchtlichen Anteil der Eigentumsrechte am Eigenkapital von Mylan an die Aktionäre von Perrigo abzutreten, und das weit unter unserem erstklassigen Angebot oder gar dem von Ihnen vorgebrachten Minimumpreis für die Aufnahme von Gesprächen mit uns liegt. Ihr heutiges, aufgestocktes Angebot für Perrigo, mit dem sie eine Transaktion verfolgen, die bereits aus finanzieller und anderer Sicht infrage gestellt wurde, bedeutet für Ihre Aktionäre einen noch größeren Rückgang des wirtschaftlichen Werts.

Legt man die Marktpreise, Schätzungen von Wall-Street-Studien und ein breites Spektrum von anerkannten Bewertungsmethoden zugrunde, so stellt unser Angebot von 82,00 US-Dollar je Aktie einen äußerst attraktiven, sofortigen Wert für die Aktionäre von Mylan dar. Im Gegensatz zu Ihrer Einschätzung unseres Angebots als „wert- und wachstumszerstörend“, ist man allgemein der Meinung, dass ein Zusammenschluss unserer Unternehmen zu einer bedeutenden Wertschöpfung führen würde, die sich aus den mit dieser Transaktion zu realisierenden beachtlichen Synergien und dem guten strategischen Fit der Unternehmen ergibt und in deren Genuss letztlich die Aktionäre kämen.

Unser Angebot, das den Aktionäre einen so bedeutenden Bonus bringen würde, einfach in Bausch und Bogen abzulehnen, lässt sich nicht mit den Verantwortlichkeiten und Pflichten Ihres Board of Directors gegenüber den Aktionären von Mylan vereinbaren.

Kartellrecht steht dem Abschluss nicht im Weg

In Ihrem Brief stellen Sie die kartellrechtlichen Implikationen der Transaktion in einer Weise dar, die den Umfang und zeitlichen Charakter der aufsichtsrechtlichen Hürden, die für einen Zusammenschluss von Teva und Mylan zu überwinden wären, deutlich überbewertet. Wie bereits erwähnt, geht Teva davon aus, dass die aufsichtsrechtlichen Prüfungen einer Übernahme von Mylan 2015 abgeschlossen werden könnten. Darüber hinaus ist Teva davon überzeugt, dass es dasselbe 7-monatige Zeitfenster einhalten kann, das Mylan in seinem Angebot für Perrigo gesteckt hat. Zu diesem Zweck hat Teva bereits eine dem Zusammenschluss vorangehende Benachrichtigung (Pre-Merger Notification) gemäß dem Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act aus dem Jahre 1976 (HSR) eingereicht und ebenso den der Benachrichtigung vorausgehenden Prozess bei der Europäischen Kommission begonnen.

Teva kann eine Erfolgsgeschichte zeitgerechter Freigaben in ähnlichen Situationen vorweisen. Bei unserer Übernahme von IVAX, Barr und Cephalon stimmten wir notwendigen Veräußerungen und anderen Abhilfemaßnahmen schnell zu und konnten einen Abschluss in weniger als sechs Monaten herbeiführen.

Wir sind außerdem davon überzeugt, dass sich mögliche Veräusserungen bewältigen liessen. Bei den meisten Arzneimitteln von Mylan gibt es keine Überlappung mit den Produkten von Teva. Hinzu kommt, dass die sich überlappenden Medikamente zum größten Teil von einer Reihe von Mitbewerbern angeboten werden, so dass sie keine kartellrechtlichen Probleme aufwerfen sollten. Teva ist bereit, die für eine Freigabe erforderlichen Veräußerungen zu tätigen und sucht aktiv nach möglichen Veräußerungen und potenziellen Käufern für solche Vermögenswerte. Betrachtet man das weitere Umfeld, so wird deutlich, dass nach einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen immer noch über ein Dutzend bedeutender Anbieter von verschreibungspflichtigen Generika auf dem Markt vertreten wären, und das angesichts eines Kundenstamms, dessen Konsolidierung weiter voranschreitet und dessen Einfluss zunimmt.

Außerdem stehen nur sehr wenige der sowohl von Mylan als auch Teva angebotenen Präparate auf der „Arzneimittelmangel“-Liste der US-Gesundheitsbehörde FDA. Und selbst bei den sich überlappenden Produkten erwarten wir keine regulatorische Schwierigkeiten von größerer Bedeutung angesichts der Dosisunterschiede zwischen den verschiedenen Darreichungsformen und/oder der Zahl der existierenden weiteren Anbieter.

Zusammenfassend sei hier festgehalten, dass Teva die erforderlichen regulatorischen Freigaben nicht als ein bedeutsames Hindernis für eine Transaktion mit Mylan erachtet. Wir erwarten, dass die vorgeschlagene Transaktion bis zum Ende des Jahres 2015 abgeschlossen sein kann. Wir sind bereit, mit Ihnen und Ihren Beratern Gespräche aufzunehmen, in denen wir unsere Lösungen erörtern und Klarheit hinsichtlich Ihrer Fragen zu diesem Thema schaffen könnten.

Teva und Mylan passen in Sachen Unternehmenskultur und Strategie gut zueinander

Es ist rätselhaft, warum Sie In Ihrem Brief wiederholt betonen, dass unsere Unternehmenskulturen nicht zueinander passen.

Teva blickt auf eine Unternehmensgeschichte von über 100 Jahren zurück und ist allgemein für seine führende Rolle als weltweiter Pionier anerkannt, der buchstäblich den Generikamarkt in den USA geschaffen und dieses Modell in andere Märkte eingeführt hat. Damit hat Teva für Patienten und Gesundheitssysteme in aller Welt bedeutende Vorteile geschaffen. Wir stehen mit unserer einzigartigen Unternehmenskultur und unserem speziellen Geschäftsmodell, das solide Ressourcen in den Bereichen Generika und Spezialpharmaka zusammenbringt, weiterhin an vorderster Front der Entwicklung in unserer Branche. Wir haben die Branchenstandards gesetzt, an denen sich andere orientieren. Führerschaft, Innovation, Unternehmergeist und bescheidenes Verhalten bestimmen unser Wesen. Wir werden diese weiterhin dazu einsetzen, die Zukunft der Branche zu gestalten. Dies hat zu einer Gesamtrendite für unsere Aktionäre (TSR)1 von über 1.600 Prozent im Laufe der letzten zwanzig Jahre geführt. Das ist deutlich mehr als das Dreifache des S&P 500-Index und unterstreicht die langfristige Wertschöpfung, für die Teva seit seiner Gründung steht.

Wir beschäftigen 43.000 Mitarbeiter und sind in 100 Märkten aktiv. Teva verfügt über mehr als 60 Produktionsstätten in aller Welt, darunter sechs Standorte mit Tausenden von engagierten Mitarbeitern in Indien. Seit Jahrzehnten sind wir in den Niederlanden stark vertreten. Dort befinden sich unser europäischer Hauptsitz und der Hauptsitz unseres Spezialpharmaka-Geschäft, an denen fast 1.000 Mitarbeitern in Management-, FuE- und Produktionspositionen tätig sind. Wir sind stolz auf unsere Aufstellung als globales Unternehmen mit historischen Wurzeln in Israel.

Wir können außerdem große Erfahrungen in der aus betrieblicher, geographischer und kultureller Sicht erfolgreichen Integration großer, weltweit aktiver und verschiedenartiger Unternehmen vorweisen. Unser Führungsteam begegnet der Firmentradition eines übernommenen Unternehmens mit Respekt und setzt seinen Schwerpunkt auf den Erhalt der Hauptstärken, -kompetenzen und -mitarbeiter. Wir wissen den Wert und die Bedeutung der Tradition von Mylan zu schätzen und beabsichtigen diese zu erhalten. Im Laufe der Jahre haben wir Mylan und seine Mitarbeiter bei vielen Gelegenheiten kennengelernt und sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Mitarbeiter von Mylan und Teva als grundsätzliche Gemeinsamkeit das leidenschaftliche Engagement für die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten durch Bereitstellung einer möglichst breiten Palette an erschwinglichen, hochwertigen Arzneimitteln für Menschen in aller Welt verbindet.

Wir sind fest entschlossen, das sich aus dieser Transaktion ergebene Wertpotenzial vollumfänglich zu nutzen, indem wir die besten Mitarbeiter beider Unternehmen für ein deutlich stärkeres, aus dem Zusammenschluss hervorgehendes Unternehmen einsetzen. Teva ist leistungsorientiert, fair und entschlossen, die besten Mitarbeiter und besten Werte in beiden Unternehmen herauszufinden.

Ebenso ist der strategische Fit einfach überzeugend. Die vorgeschlagene Fusion von Teva und Mylan steht ganz in Einklang mit unserer unmissverständlich zum Ausdruck gebrachten Strategie, sowohl unser Generika- als auch unser Spezialpharmaka-Geschäft voranzubringen. Aus dem geplanten Zusammenschluss entstünde ein branchenführendes Unternehmen, das gut positioniert wäre, unter Nutzung seiner beträchtlichen Generika- und Spezialpharmaka-Ressourcen den Generikabereich weltweit neu zu gestalten und ein einzigartiges und differenziertes Geschäftsmodell zu schaffen. Bei dieser Transaktion geht es nicht um Größe um der Größe willen, sondern um den beispiellosen strategischen und finanziellen Fit der beiden Unternehmen zum Nutzen der Aktionäre.

Die Fähigkeiten der beiden Unternehmen in Hinblick auf Produktportfolios, komplexe Technologien und Marketing ergänzen sich extrem gut. Ein Zusammenschluss steigert unsere Effizienz und ermöglicht uns, erheblichen Wert zu schaffen, in neue Märkte vorzudringen und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Die Möglichkeiten für beträchtliche realisierbare Kostensynergien und Steuerersparnisse werden auf rund 2 Mrd. US-Dollar jährlich geschätzt und voraussichtlich bis zum dritten Jahrestag des Abschlusses der Transaktion erzielt. Außerdem wird der Zusammenschluss das daraus entstehende Unternehmen in die Lage versetzen, als weltweit führender Anbieter erschwingliche und zugänglichere Arzneimittel für mehr Menschen rund um den Globus bereitzustellen und damit einen positiven Einfluss auf die von uns versorgten Patienten und Gemeinden auszuüben.

Bewährtes Führungsteam schafft Wert für alle Stakeholder

Unser Board of Directors und unser Managementteam sind vollständig aufeinander abgestimmt und befürworten einhellig diese Transaktion.

Unser Führungsteam, angefangen bei unseren Führungskräften bis hin zu den Mitarbeitern, die leitenden Positionen im Geschäfts-, Betriebs- und wissenschaftlichen Bereich innehaben, zählt zu den besten in der Branche und genießt großes Ansehen. Es ist ein wirklich globales Team, sehr vielgestaltig und äußerst erfahren in Sachen Generika und Spezialpharmaka sowie in weiteren relevanten Branchen. Wir sind ein Unternehmen, das sich firmenweit auf allen Ebenen der Kostenkontrolle und Mäßigung verschrieben hat. Das prägt auch unseren Ansatz bei der Entlohnung von Führungskräften und den an diese gezahlten Nebenleistungen, der Mäßigung und eine Bezahlung nach erbrachter Leistung oben an stellt. Dies zeigt, dass wir den Interessen aller Stakeholder treu sind, nicht nur denen einiger weniger Auserwählter.

Teva hat in jüngster Zeit gezeigt, dass es den Ansichten seiner Stakeholder in Sachen Geschäftsstrategie und Corporate Governance große Beachtung schenkt. Dies hat zu einschneidenden und schnellen Veränderungen hinsichtlich der Zusammensetzung unseres Board of Directors geführt. Unter der Leitung unseres neuen Chairman of the Board, Professor Yitzhak Peterburg, erfuhr das Board of Directors von Teva eine wesentliche Neugestaltung. Erfahrene Branchenteilnehmer wurden ins Board als wirklich unabhängige Directors aufgenommen und die Vielgestaltigkeit, globale Perspektive und der Umfang des weltweit erworbenen Erfahrungsschatzes seiner Mitglieder nahm zu. Das Board von Teva Board bringt ein gemeinsames Bekenntnis zu unserem Unternehmen, unserer Strategie und unseren Aktionären sowie eine äußerst kooperative Arbeitsbeziehung mit dem Managementteam ein.

Wie alle Unternehmen - auch das Ihrige – hatten wir in der Vergangenheit Vorfälle, die für negative Schlagzeilen sorgten. Unser aktuelles Führungsteam hat sich diesen Herausforderungen auf ganzer Linie gestellt und Teva neu gestaltet. Unser Unternehmen ist jetzt stärker als je zuvor. Weder in Ihrem noch in unserem Fall wird das Aufwärmen von Vorfällen aus der Vergangenheit in Bezug auf Unternehmen und Personen unserer gemeinsamen Arbeit gerecht, die den Ruf der Generikabranche und ihrer hochwertigen Produkte verbessert hat. Und es ist auch nicht im Interesse Ihres und unseres Unternehmens an einem Punkt, an dem wir diese aktuelle und seltene Chance für künftiges Wachstum und Wortschöpfung als zusammengeschlossenes, neues Unternehmen prüfen.

Teva ist für den Erhalt seiner führenden Position, Wachstumsimpulse und eine anhaltend überdurchschnittliche Ertragslage gut positioniert

Als ich 2014 CEO wurde, versprach ich, dass es zunächst darum gehen werde, unsere weltweit führende Stellung in der Generikabranche zu stärken und dabei gleichzeitig die Rentabilität zu verbessern, für organisches Wachstum zu sorgen und das Versprechen unserer Spezialpharmaka-Pipeline einzulösen. Dass wir dies erfolgreich umgesetzt haben, zeigen unsere starken Ergebnisse für 2014.

Unsere 2014 erzielten Ergebnisse warten mit einem hohen Finanzertrag in unserem branchenführenden Generikageschäft bei beachtlicher Rentabilitätszunahme und mehreren Produkteinführungen auf. Diese führten zu zusätzlichen Nettoeinahmen von 1,0 Mrd. US-Dollar und für 2015 erwarten wir sogar noch bessere Ergebnisse.

Neben unserem soliden Generika-Geschäft sind in unserer Spezialpharmaka-Pipeline die Weichen für die Bereitstellung eines beträchtlichen Werts für unsere Aktionäre und Patienten sowie für eine Diversifizierung der künftigen Einnahmen von Teva gestellt. In unserer Pipeline finden sich aktuell 20 Produkte, die ein spätes Entwicklungsstadium erreicht haben. Wir werden voraussichtlich im Jahr 2019 einen Betrag von 4,5 Mrd. US-Dollar an zusätzlichen jährlichen risikobereinigten Einnahmen aus der Einführung von neuen Spezialpharmaka (ohne COPAXONE®) verbuchen. Mit den Einführungen wurde 2014 begonnen und die Vorbereitungen für weitere Einführungen im Jahr 2015 und danach laufen plangemäß. In jüngster Zeit haben wir unsere Pipeline mit der im Jahr 2014 erfolgten Übernahme von Labrys erweitert. Wir sind überzeugt, dass diese Akquisition Teva als führenden Anbieter von Arzneimitteln für chronische und anfallartige Migräne positioniert, einem Bereich, in dem ein großer ungedeckter Bedarf besteht. Die Medikamente werden voraussichtlich ab 2019 Patienten zur Verfügung stehen. In März 2015 gaben wir auch eine Übereinkunft zur Übernahme von Auspex bekannt, die voraussichtlich 2019 die Umsatzerlöse von Teva um 800 Mio. US-Dollar steigern und unser Lizenzgeschäft mit Schwerpunkt ZNS-Medikamente durch Erweiterung um ein Portfolio innovativer Arzneimittel für Bewegungsstörungen stärken wird. Wir werden weiterhin den Lebenszyklus unseres COPAXONE®-Geschäfts verwalten. Dazu gehören die erfolgreiche Einführung von COPAXONE® 40mg in den USA, die bereits eine Konversionsrate von 67 Prozent erzielt hat und damit den Bedarf und die Nachfrage von Patienten hinsichtlich dieses verbesserten Produktangebots klar erkennen lässt, sowie weitere bevorstehende Einführungen in verschiedenen EU-Ländern und anderswo.

Teva wird durch die Kombination aus guten Wachstumsaussichten für sein Generika-Geschäft, seinen laufenden Kostenoptimierungsprogrammen und seiner Spezialpharmaka-Pipeline für starkes Wachstum sorgen, mit dem der erwartete Rückgang bei einigen seiner in die Reifephase eingetreten Spezialpharma-Geschäfte ausgeglichen wird.

Teva kann außerdem eine Erfolgsgeschichte bei der Realisierung von Kosteneinsparungen und operativen Verbesserungen vorweisen. Wir senkten 2014 die Nettokosten um 600 Mio. US-Dollar und sind auf dem besten Weg, 2015 und 2016 Einsparungen bei den Nettokosten in Höhe von 500 Mio. bzw. 250 Mio. US-Dollar zu realisieren. Insgesamt werden dabei die wiederkehrenden Nettokosten um über 1,35 Mrd. US-Dollar gesenkt.

Der Markt hat diese Erfolge wahrgenommen. Die Ein- und Dreijahres-Gesamtrendite für die Aktionäre (TSR) von Teva, die sich aus Kursgewinn und ordentlicher Dividende zusammensetzt, beläuft sich auf 27 bzw. 44 Prozent. Beachtenswert ist, dass seit dem 8. Januar 2014, dem Tag der Bekanntgabe meiner Ernennung zum CEO und Beginn der Umsetzung unserer aktuellen Strategie, die TSR von Teva 53 Prozent erreicht hat und damit die 18 Prozent des S&P 500-Index und die 29 Prozent des S&P 500 – Pharmaceuticals Index während dieses Zeitraums klar übertraf.

Weitere Schritte

Ich bin ganz Ihrer Meinung, dass es besser gewesen wäre, diese Transaktion im Rahmen eines privaten Gesprächs zu erörtern. Sie haben mir allerdings keine andere Wahl als die Veröffentlichung unseres Vorschlags gelassen, nachdem Sie öffentlich ein mögliches Angebot zurückwiesen, bevor es überhaupt gemacht wurde. Diese präventive Zurückweisung, Ihre Bekanntgabe eines festen Angebots für Perrigo noch vor einer Antwort Ihres Board of Directors auf den Vorschlag von Teva und der Tonfall Ihres Briefs an mich lassen sich nur schwer mit der ordentlichen Ausführung von Treuhandpflichten in einem rechtlichen und geschäftlichen Rahmen vereinbaren.

Wir verfolgen diese Transaktion mit uneingeschränktem Engagement und sind davon überzeugt, dass der beste nächste Schritt die Aufnahme eines konstruktiven, ehrlichen Dialogs zwischen unseren beiden Teams ist. Wir bitten Sie, im besten Interesse Ihrer Aktionäre zu handeln und produktive Verhandlungen mit uns aufzunehmen.

Wie wir bereits bei unserem Treffen am vergangen Freitag geäußert haben, sind wir bereit, Ihrem Board of Directors einen Überblick über Teva vorzulegen und alle Fragen Ihres Boards zu beantworten.

Auf jeden Fall hoffen wir, dass das Board of Directors von Mylan sich baldmöglichst für die Aufnahme eines konstruktiven Dialogs mit uns entscheidet, um eine Übereinkunft hinsichtlich eines Zusammenschlusses unserer beider Unternehmen zu erreichen, der eine beispiellose Wertschöpfungschance und viele weitere Vorteile für die Aktionäre, Kunden, Patienten und Mitarbeiter unserer beider Unternehmen bietet. So lautet die Botschaft, die wir von immer mehr Aktionären von Teva und Mylan erhalten.

          Hochachtungsvoll
 
/s/ Erez Vigodman
 
Erez Vigodman
President und CEO
 

Wie Teva bereits am 21. April 2015 mitteilte, hat das Unternehmen ein Übernahmeangebot für Mylan zum Preis von 82,00 US-Dollar je Mylan-Aktie vorgelegt. Dieser Preis soll zu etwa 50 Prozent in bar und zu 50 Prozent in Aktien entrichtet werden. Dem Teva-Angebot für Mylan liegt ein Eigenkapitalwert von rund 43 Mrd. US-Dollar zugrunde.

Die Transaktion unterliegt keinerlei finanzieller Bedingung und bedarf keiner Zustimmung durch die Aktionäre von Teva. Das Angebot von Teva ist nur gültig, wenn Mylan von dem Abschluss seiner geplanten Übernahme von Perrigo bzw. anderen alternativen Transaktionen absieht.

Barclays and Greenhill & Co. fungieren als Finanzberater von Teva. Kirkland & Ellis LLP und Tulchinsky Stern Marciano Cohen Levitski & Co treten als Rechtsberater von Teva auf, in den Niederlanden übernehmen diese Rolle De Brauw Blackstone Westbroek und Loyens & Loeff N.V.

Über Teva

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. (NYSE und TASE: TEVA) ist ein führendes, weltweit tätiges Pharmaunternehmen, das jeden Tag hochwertige, patientenorientierte Gesundheitslösungen für Millionen von Menschen bereitstellt. Teva mit Hauptsitz in Israel ist der weltweit größte Generikahersteller und setzt sein Portfolio von mehr als 1000 Molekülen dazu ein, ein breites Spektrum generischer Produkte in fast jedem Therapiebereich herzustellen. Mit Blick auf Spezialpharmaka hat Teva eine weltweit führende Position als Anbieter innovativer Arzneimittel für Erkrankungen des zentralen Nervensystems, einschließlich Schmerzzustände, inne und besitzt ein starkes Portfolio von Atemwegsprodukten. Teva nutzt seine Ressourcen in den Bereichen Generika und Spezialpharmaka in seiner globalen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, um neue Möglichkeiten zu schaffen, durch die Kombination von Arzneimittelentwicklungs-Know-how mit Geräten, Dienstleistungen und Technologien nicht erfüllte Patientenbedürfnisse abzudecken. Der Nettoumsatz von Teva im Jahr 2014 belief sich auf 20,3 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tevapharm.com.

Safe-Harbor-Erklärung über zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995, die auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Erwartungen des Managements beruhen und unterliegen einer Reihe von Annahmen, bekannte und unbekannte Risiken und Unwägbarkeiten, die sich im Laufe der Zeit verändern und bewirken können, dass künftige Geschäftsergebnisse, Leistungen oder Erfolge erheblich von den Erwartungen abweichen, die diesen zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegen. Diese Annahmen, bekannte und unbekannte Risiken und Unwägbarkeiten beinhalten die Faktoren, die in unserem Jahresbericht auf Form 20-F für das Jahr bis zum 31. Dezember 2014 und in unseren anderen Einreichungen bei der US Securities and Exchange Commission („SEC“) aufgeführt sind, sowie die Faktoren in Zusammenhang mit Mylan, die in den regelmäßigen Einreichungen von Mylan bei der SEC genannt und hiermit durch Referenz eingeschlossen sind. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern wie „erwarten“, „vermuten“, „glauben“, „beabsichtigen“, „schätzen“, „werden“, „können“, „planen“, „würde“, „sollte“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Sämtliche Aussagen in dieser Pressemitteilung, die sich nicht auf historische Tatsachen beziehen, darunter Aussagen zur geplanten Übernahme von Mylan, der Finanzierung der geplanten Transaktion, die erwartete zukünftige Wertentwicklung (einschließlich der erwarteten Ertragslage und der Finanzprognose) und die künftige Finanzlage, Betriebsergebnisse, Strategien und Pläne des zusammengeschlossenen Unternehmens. Zu den wichtigsten Faktoren, die bewirken können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen oder Erfolge wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen, gehören unter anderem: das Endergebnis einer möglichen Transaktion zwischen Teva und Mylan, einschließlich der Möglichkeit, dass keine Transaktion zwischen Teva und Mylan oder eine Transaktion unter anderen Bedingungen erfolgt; die Auswirkungen des Zusammenschlusses von Teva und Mylan, einschließlich der künftigen Finanzlage, der Betriebsergebnisse, Strategien und Pläne des neuen Unternehmens; Unwägbarkeiten in Bezug auf den Zeitpunkt der Transaktion; die Möglichkeit, dass die erwarteten Vorteile der Transaktion und der Integration unserer Geschäftsabläufe mit Mylan (einschließlich der erwarteten Synergien) nicht in vollem Umfang von uns realisiert werden können oder deren Realisierung zu einem späteren Zeitpunkt als erwartet eintritt; nachteilige Auswirkungen auf den Marktpreis der Teva- oder Mylan-Aktien, einschließlich negativer Auswirkungen dieser Pressemitteilung oder des Vollzugs der möglichen Transaktion; die Fähigkeit, aufsichtsrechtliche Zulassungen zu den vorgesehenen oder erwarteten Bedingungen zu erhalten und die sonstigen Bedingungen des Angebots zu erfüllen, darunter die erforderliche rechtzeitige Zustimmung der Aktionäre; unsere und Mylans Fähigkeit, alle Vereinbarungen bezüglich unserer oder deren laufenden oder künftigen Anleihen und Kreditlinien zu erfüllen, die bei einer Verletzung zu Zahlungsausfällen bei sonstigen Verpflichtungen infolge von Cross-Default-Bestimmungen führen könnte; unsere und Mylans Risiken durch Währungsschwankungen und Beschränkungen sowie Kreditrisiken; die Auswirkungen von Reformen im Gesundheitswesen sowie pharmazeutische Preisgestaltung und Erstattungspraxis; Unwägbarkeiten in Bezug auf die Rechts- und Verwaltungswege für die Registrierung und Zulassung von Biotechnologie-basierten Medikamenten; die Auswirkungen des Wettbewerbs durch andere Marktteilnehmer; negative Auswirkungen von politischer oder wirtschaftlicher Instabilität, Korruption, Kriegshandlungen oder Terrorakten auf unsere oder Mylans weltweite Geschäftsentwicklung; sonstige Risiken, Unwägbarkeiten und andere Faktoren, die in unserem Jahresbericht auf Form 20-F für das Jahr bis zum 31. Dezember 2014 und in unseren sonstigen, bei der SEC eingereichten Unterlagen genannt werden, sowie die Risiken, Unwägbarkeiten und sonstige Faktoren, die in den von Mylan bei der SEC eingereichten Berichten und Unterlagen detailliert werden. Alle zukunftsgerichteten Aussagen von uns oder einer anderen von uns beauftragten Person unterliegen ausdrücklich diesen Warnhinweisen. Zukunftsgerichtete Aussagen sollten nicht als verlässliche Informationen behandelt werden. Diese zukunftsgerichteten Aussagen gelten nur für das Datum der vorliegenden Pressemitteilung. Wir sind nicht dazu verpflichtet, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, sei es aufgrund von neuen Informationen, zukünftigen Ereignissen oder aus anderen Gründen.

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Die vorliegende Mitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder ein Angebot zum Kauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Verkauf von Wertpapieren dar. Sie bezieht sich auf das von Teva unterbreitete Angebot bezüglich eines Unternehmenszusammenschlusses mit Mylan. Zur Unterstützung dieses Angebots und vorbehaltlich weiterer Entwicklungen reichen Teva und Mylan gegebenenfalls eine oder mehrere Aktionärsinformationen, Registrierungsanträge oder sonstige Unterlagen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) ein. Diese Mitteilung dient nicht als Ersatz für Aktionärsinformationen, Registrierungsanträge, Prospekte oder sonstige Unterlagen, die Teva und/oder Mylan gegebenenfalls in Verbindung mit der geplanten Transaktion bei der SEC eingereicht haben oder einreichen werden. Es werden keine Wertpapiere angeboten, außer anhand eines Prospekts gemäß den Anforderungen von Abschnitt 10 des US-amerikanischen Securities Act aus dem Jahr 1933 in der jeweils gültigen Fassung. INVESTOREN UND WERTPAPIERINHABERN WIRD NAHEGELEGT, DIE AKTIONÄRSINFORMATION(EN), DEN REGISTRIERUNGSANTRAG, DEN PROSPEKT UND SONSTIGE UNTERLAGEN, DIE GEGEBENENFALLS BEI DER SEC EINGEREICHT WERDEN, SORGFÄLTIG DURCHZULESEN, SOFERN UND SOBALD DIESE VERFÜGBAR SIND, DA DIESE WICHTIGE INFORMATIONEN ÜBER DIE GEPLANTE TRANSAKTION ENTHALTEN. Sämtliche definitiven Aktionärsinformationen (sofern und sobald verfügbar) werden an die Aktionäre versendet. Investoren und Wertpapierinhaber erhalten eine kostenlose Kopie der vorliegenden Mitteilung, der Aktionärsinformationen, des Registrierungsantrags, des Prospekts und sonstiger Unterlagen (sofern und sobald jeweils verfügbar), die Teva bei der SEC eingereicht hat, über die Website der SEC unter http://www.sec.gov.

1 Alle TSR-Daten von Factset; unter Annahme der Wiederanlage der erhaltenen Dividenden

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Contacts
Investoren
USA
Kevin C. Mannix
215-591-8912
Ran Meir
215-591-3033
oder
D.F. King & Co., Inc.
Jordan Kovler / Tom Germinario
212- 269-5550
oder
Israel
Tomer Amitai
972 (3) 926-7656
oder
Medien
Teva USA
Denise Bradley
215-591-8974
oder
USA
Joele Frank, Wilkinson Brimmer Katcher
Joele Frank / Tim Lynch / Meaghan Repko
212-355-4449
oder
Teva Israel
Iris Beck Codner
972 (3) 926-7687
oder
Niederlande
Citigate First Financial
Uneke Dekkers / Petra Jager / Suzanne Bakker
+ 31 20 575 40 10

Contacts

Contacts
Investoren
USA
Kevin C. Mannix
215-591-8912
Ran Meir
215-591-3033
oder
D.F. King & Co., Inc.
Jordan Kovler / Tom Germinario
212- 269-5550
oder
Israel
Tomer Amitai
972 (3) 926-7656
oder
Medien
Teva USA
Denise Bradley
215-591-8974
oder
USA
Joele Frank, Wilkinson Brimmer Katcher
Joele Frank / Tim Lynch / Meaghan Repko
212-355-4449
oder
Teva Israel
Iris Beck Codner
972 (3) 926-7687
oder
Niederlande
Citigate First Financial
Uneke Dekkers / Petra Jager / Suzanne Bakker
+ 31 20 575 40 10