IPE Institut für Politikevaluation: Rechercheergebnisse über die Prävalenz des Rauchens in Australien nach neutraler Verpackung

SAARBRÜCKEN, Deutschland--()--Gestern haben zwei Forscher des IPE Instituts für Politikevaluation Saarland & des Fachbereichs Wirtschaft der Universität Saarland sowie von der Universität Zürich einen Bericht über die Ergebnisse einer Recherche mit dem Titel „Die (möglichen) Auswirkungen von neutraler Verpackung auf die Prävalenz des Rauchens in Australien: Eine Trendanalyse” veröffentlicht, die von Philip Morris International in Auftrag gegeben worden war.

Die Experten haben eine statistische Trendanalyse über die Prävalenz des Rauchens unter Australiern ab 14 Jahren zwischen Januar 2001 und Dezember 2013 durchgeführt. Es sollte festgestellt werden, ob sich eine neutrale Verpackung in den 13 Monaten von Dezember 2012 bis Dezember 2013 auf das Rauchen auswirkt.

Mit dem Einsatz von standardisierten Techniken, insbesondere mit einer statistischen Signifikanz von 5 %, die dem Standard in der angewandten Forschung entspricht, konnten die Experten keine diesbezüglichen Auswirkungen auf das Rauchverhalten feststellen. Erst als sie ihre Analysen derart strukturierten, dass potenzielle Auswirkungen speziell im Rahmen einer statistischen Signifikanz von lediglich 10 % gefördert wurden, konnten Hinweise festgestellt werden. „Ein sehr kurzzeitiger Effekt nach neutraler Verpackung auf die Prävalenz des Rauchens wurde gefunden, allerdings lediglich im Dezember 2012 (danach ist das Rauchverhalten statistisch gesehen von der vorhergehenden Tendenz nicht zu unterscheiden).”

Die Forscher nutzten bei der Durchführung ihrer Analysen Daten, die von Roy Morgan Research, einer bekannten australischen Recherchefirma, erhoben und erworben werden können. In der Vergangenheit haben sich staatliche Gesundheitsexperten und andere Forscher auf die gleichen Daten gestützt.

Prof. Dr. Ashok Kaul, der führende Autor des Berichts, erklärte:

Mit Hilfe standardisierter Analysetechniken, die von anderen Forschern einfach kopiert werden können, haben wir in keinem Monat solide Belege für neutrale Verpackungseffekte gefunden.

Erst mit dem Einsatz von statistischen Techniken, die zugunsten von neutralen Verpackungseffekten fungierten, konnten wir schwache Hinweise auf einen Einmaleffekt hinsichtlich des Rauchverhaltens im Dezember 2012 feststellen, wonach die Prävalenz statistisch gesehen von der vorhergehenden Tendenz nicht zu unterscheiden ist.

Basierend auf unserer Analyse könnte man höchstens auf einen Effekt in Bezug auf die gesamte australische Bevölkerung im Dezember 2012 schließen, der allerdings nicht länger als einen Monat anhielt. Seit Januar 2013 konnten nicht einmal mit äußerst leistungsstarken statistischen Techniken Unterschiede zu den vorherigen Tendenzen festgestellt werden.

Der vollständige Bericht wurde auf der Website der Universität Zürich im Fachbereich Wirtschaft bei den Working Papers veröffentlicht: http://www.econ.uzh.ch/static/workingpapers.php.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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Prof. Dr. Ashok Kaul
Saarbrücken
IPE Institut für Politikevaluation GmbH
Telefon: +49 611 1470820
E-Mail: info@ipe-saarland.de

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