Schnellster Supercomputer der Automobilindustrie bei Audi mit ESI Group und HP will Audi die Sicherheitsstandards weiter steigern
PARIS--(BUSINESS WIRE)--Die ESI Group (ESIN FR0004110310) (Paris:ESI), ein innovativer und weltweit führender Anbieter von digitaler Simulationssoftware für Prototypen- und Herstellungsprozesse gab heute bekannt, dass Audi zur weiteren Verbesserung seiner Sicherheitsstandards den schnellsten Computer der Automobilindustrie implementiert hat.
Das neue System ist zur Optimierung der Fahrzeugsicherheit von zentraler Bedeutung und basiert auf der Simulationssoftware PAM-CRASH 2G von ESI Group und der HP Cluster-Plattform 3000BL. Das System mit einer Rechenleistung von 15,36 Teraflops/s wird von Audi für die Verarbeitung von Crash-Simulationsmodellen einsetzt. Mit der Implementierung des Supercomputers steht der führende Hersteller von Premium-Fahrzeugen auf Platz 123 der Top500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt und verfügt über das schnellste System in der Automobilindustrie.
Für die weltumspannende Ein- und Durchführung seiner globalen Fahrzeugsicherheitsprojekte ging Audi eine Partnerschaft mit ESI Group ein, einem Pionier und weltweit führenden Anbieter von numerischer Simulationssoftware. Ausschlaggebend waren für Audi dabei u. a. die konkurrenzlose Recheneffizienz und einfache Anwendung der PAM-CRASH 2G-Software.
Durch das neue System wird die Zuverlässigkeit und Aussagekraft der Simulationen für Crash-Sicherheit und Aufprall weiter verbessert. Mit den erweiterten Software-Möglichkeiten, in Kombination mit der kompakten, schnellen und leistungsstarken HP-Hardware, kann Audi auch hoch detaillierte Simulationsmodelle über Nacht berechnen und so einen effektiven Entwicklungsprozess sicherstellen, der die computergestützte Analyse der Sicherheitselemente seiner Fahrzeuge beinhaltet. Mit den neuesten Hardware- und Softwareinvestitionen hat Audi, bei gleichzeitiger Gewinnsteigerung durch Senkung der Betriebs-, Energie- und Kühlkosten, seine Position als Hersteller der weltweit sichersten Fahrzeuge gefestigt.
„ESI Group bietet seinen Kunden mit großer Beständigkeit industriegerechte Simulations-Durchlaufzeiten, eine höhere Genauigkeit und zunehmend größere Simulationsmodelle. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es Audi, ein gesundes Gleichgewicht zwischen notwendiger Rechnerleistung und einer erhöhten Anzahl an realistisch simulierten Design-Varianten für das gesamte Fahrzeugsortiment zu finden“, so Peter Ullrich, Crash Safety & Impact Product Manager bei ESI Group.
Die einfache Anwendung und neueste Algorithmen der PAM-CRASH 2G-Software ermutigten Audi, die eigenen Ansprüche an die Simulation weiter zu steigern. So werden zum Beispiel bei Airbag-Modellen routinemäßig Fluid-Struktur-Interaktionen (FSI) berücksichtigt, wodurch sich die Wechselwirkungen des Airbags mit Fahrzeugstrukturen und Insassen realistisch simulieren lassen. Außerdem kann auf dem Materialsektor für die Vorhersage der Rissbildung, für die normalerweise Modelle mit hoher Auflösung erforderlich sind, ein Multi-Scale-Ansatz angewendet werden, und so Rechenzeit in der Größenordung von Tagen und entsprechenden Kosten eingespart werden.
Audi entschied sich für HP, einen anerkannten Branchenführer des High Performance Computing (HPC), um damit eine Technologie einzuführen, die verbesserte Zuverlässigkeit, hohe Serverdichte und Rechenleistung bietet. Installiert wurde die Cluster-Plattform 3000BL, ein aus 320 Knoten auf Server-Blades vom Typ ProLiant BL460c mit Cluster Interconnect und InfiniBand bestehendes HPC-System, das die notwendige Rechenleistung und –geschwindigkeit zur Verarbeitung der enormen Datenmengen bietet, die während des Simulationsprozesses erzeugt werden.
Mit der Architektur der HP Bladesystem c-Class und der Energie-Managementlösung HP Dynamic Smart Cooling benötigt der Supercomputer 25 Prozent weniger Aufstellfläche und 25 Prozent weniger Energie als eine herkömmliche Rack-basierende Konfiguration. Zusätzlich bietet die Blade-Konfiguration problemlose Hardwarewartung, Leitungs- und Systemverwaltung und verfügt über eine herausragende Skalierbarkeit.
„Die HPC-Lösung hilft Audi dabei, bessere und sicherere Fahrzeuge zu entwickeln bei gleichzeitiger Reduktion von Energieverbrauch und –kosten“, so Paul Perez, Vice President, High Performance Computing, HP. „HP verfügt über langjährige Erfahrung und Expertise, um Kunden der Automobilbranche mit Hochleistungsrechentechnik auszustatten und so Innovationen zu fördern.“
Über ESI Group
ESI Group (ESIN FR0004110310) ist ein Pionier und weltweit führender Entwickler und Lieferant von Softwarelösungen zur digitalen Simulation von Prozessen zur Prototypenherstellung und industrieller Fertigungsverfahren.
ESI Group hat eine umfassende Suite branchenorientierter Anwendungen entwickelt, die unter Berücksichtigung der physikalischen Materialeigenschaften das Verhalten von Produkten realistisch simulieren. Herstellungsverfahren können so in Übereinstimmung mit den gewünschten Eigenschaften zur Anwendungsreife gebracht und Einflüsse des Umfeldes auf die Nutzung untersucht werden.
Das Angebot der ESI Group stellt eine einzigartige Lösung zur interdisziplinären Zusammenarbeit dar. In einer offenen, virtuellen Konstruktionsumgebung, bekannt als ,,Virtual Try-Out Space", wird es ermöglicht, virtuelle Prototypen kontinuierlich und in enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen zu verbessern. Die Notwendigkeit echter Prototypen bei der Produktentwicklung lässt sich so weitgehend eliminieren, so dass auch komplexe Produktanforderungen in Entwicklung und Fertigungsvorbereitung wesentlich effektiver, schneller und kostengünstiger umsetzt werden können.
Das Unternehmen beschäftigt mehr als 700 hoch spezialisierte Fachkräfte und ist weltweit in mehr als 30 Ländern aktiv. Die ESI Group ist auf der Eurolist Compartment C der Euronext Paris notiert. Um weitere Informationen zu erhalten, besuchen Sie bitte www.esi-group.com.
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