Bösartiger Tumor oder gutartige Zyste? Wissenschaftler der Women & Infants’/Alpert Medical School befürworten Kombinationstest zur frühzeitigen Bestimmung des Eierstockkrebsrisikos von Frauen sowie zur Entscheidung über präzisere Diagnose ...
TAMPA, Florida, USA--(BUSINESS WIRE)--
Bösartiger Tumor oder gutartige Zyste? Wissenschaftler der Women & Infants’/Alpert Medical School befürworten Kombinationstest zur frühzeitigen Bestimmung des Eierstockkrebsrisikos von Frauen sowie zur Entscheidung über präzisere Diagnose- und Therapiemaßnahmen
Die Ergebnisse einer Studie, die heute auf dem 39. Annual Meeting on Women’s Cancer der Society of Gynecologic Oncology vorgestellt wurden, zeigen vielversprechende Fortschritte bei der Bekämpfung des Eierstockkrebs. Forscher sehen in der Untersuchung von Frauen mit Verdacht auf Eierstockkrebs auf das Vorhandensein einer bestimmten Kombination von Proteinen im Blut, die Biomarker HE4 und CA 125, den Schlüssel zur Vorhersage des Risikos an einer Krebsart zu erkrankt zu sein, die auch als "schleichender Killer" bezeichnet wird. Bis heute existiert keine zufrieden stellende Diagnoseuntersuchung für Eierstockkrebs.
"Bei rund 20 Prozent der Frauen wird im Laufe ihres Lebens eine Zyste oder ein Tumor im Eierstock diagnostiziert, aber nur ein kleiner Anteil dieser Frauen erhält die Diagnose Eierstockkrebs", so der leitende Forscher Dr. med. Richard Moore, Assistenzprofessor an der Warren Alpert Medical School der Brown University, der als gynäkologischer Onkologe am Programm des Women’s Oncology at Women & Infants’ Hospital von Rhode Island teilnimmt. "Die heutigen Methoden zur Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Eierstocktumoren sind unzureichend und daraus ergibt sich das Problem, dass sich Frauen ohne eine präzise Beurteilung ihres Eierstockkrebs-Risikos einem chirurgischen Eingriff unterziehen müssen."
Laut Dr. Moore wird diese Operation bei weniger als der Hälfte aller Patientinnen durch einen gynäkologischen Onkologen ohne spezielle Ausbildung für den Umgang mit Eierstockkrebs vorgenommen. "Unsere Forschung zielt auf das rechtzeitige Erkennen von Patientinnen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Eierstockkrebs erkrankt sind und eine optimale Behandlung durch einen qualifizierten Arzt erhalten müssen."
Derzeit ist CA 125 der einzige verfügbare Bluttest, der für die Vorhersage des Eierstockkrebs-Risikos einer Frau und die Entscheidung über angemessene klinische Behandlungsformen verwendet werden kann. Die Sensibilität des CA-125-Tests erfüllt jedoch nicht die Mindestanforderungen für eine zuverlässige Erkennung von Eierstockkrebs. Die Forschung untersucht daher Alternativen, Eierstockkrebs mithilfe von bestimmten Biomarker-Kombinationen vorauszusagen. Anfang dieses Jahres veröffentlichte Dr. Moore in der Fachpublikation Gynecologic Oncology die Ergebnisse einer Pilotstudie, die neun potenziell geeignete Biomarker und multiple Markerkombinationen auf ihre Fähigkeiten untersucht, Eierstockkrebs zuverlässig vorauszusagen. Im Rahmen dieser Studie zeigte die Kombination von HE4 und CA 125 unter allen untersuchten Markerkombinationen die höchste Sensibilität und Vorhersagegenauigkeit.
In einer prospektiven, multizentrischen Doppelblindstudie untersuchten Dr. Moore und sein Team an 496 Frauen, die Becken- oder Eierstockzysten aufwiesen, ob multiple HE4- und CA-125-Marker in Verbindung mit einem Vorhersagealgorithmus die Existenz von Epithel-Eierstockkrebs noch vor einem chirurgischen Eingriff zuverlässig bewerten können. Die Forschergruppe bestimmte die Konzentration der Biomarker im Blut der teilnehmenden Frauen und verglich die Resultate mit der Biopsie der jeweils vorhandenen Tumore. Die Biomarker-Kombination erwies sich sowohl bei pre- als auch bei postmenopausalen Frauen als zuverlässig und stufte das Krebsrisiko bei 95 Prozent der Patientinnen mit Epithelkrebs als hoch und bei 75 Prozent der Patientinnen mit gutartigen Tumoren als niedrig ein.
"Studien zeigen, dass Frauen mit Eierstockkrebs bessere Behandlungsresultate und Heilungschancen aufweisen, wenn sie durch entsprechend ausgebildete Chirurgen in Institutionen behandelt werden, die auf Patientinnen mit dieser Krebserkrankung spezialisiert sind", sagte Dr. Moore. "Die Verwendung der Kombination von HE4 und CA 125 als Modell zur Bestimmung des Eierstockkrebs-Risikos einer Frau erleichtert den Ärzten die Entscheidung über weitere Behandlungsmaßnahmen und die Überweisung an Fachärzte – des nächstgelegenen Krankenhauses oder einer großen akademischen Einrichtung."
"Die Kombination von HE4 und CA 125 besitzt das Potenzial, den medizinischen Umgang mit Eierstockkrebs in allen Phasen dramatisch zu verändern", sagte Dr. Olle Nilsson, Vizepräsident und Chief Scientific Officer von Fujirebio Diagnostics, den Entwicklern des CA-125-Tests. "Wir hoffen, dass die fortgesetzten Forschungsaktivitäten in naher Zukunft zur Verwendung eines HE4- und CA-125-Tests als Teil eines überzeugenden Diagnostiksystems führen werden."
Fujirebio Diagnostics hat bereits einen manuellen Test für HE4 entwickelt und wird sich der Entwicklung automatisierter Formate des Tests für Fujirebio-Instrumente widmen. Der HE4-Test has das europäische CE-Zeichen erhalten. Das Unternehmen hat bei der zuständigen US-amerikanischen Aufsichtsbehörde einen Zulassungsantrag eingereicht und erwartet die Zulassung gegen Ende dieses Jahres.
Über Fujirebio Diagnostics, Inc.
Fujirebio Diagnostics, Inc. ist ein führendes Diagnostikunternehmen und brachenführend auf dem Gebiet der Biomarkertests. Fujirebio Diagnostics spezialisiert sich auf die klinische Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von in vitro diagnostischen Produkten für die Behandlung menschlicher Erkrankungen mit Hauptaugenmerk auf die Onkologie. Fujirebio Diagnostics ist Teil der Unternehmensgruppe Miraca Holdings Inc. in Japan, und wurde im Juli 2005 gegründet, um Fujirebio Inc., ein führendes in vitro Diagnostikunternehmen, und SRL, Inc., den führenden Anbieter klinischer Laboratortestdienstleistungen in Japan zu vereinen. Fujirebio Diagnostics verfügt über ein weltweites Vertriebsnetzwerk, durch welches Ärzte und Patienten auf die diagnostischen Produkte des Unternehmens zugreifen können. Zu weiteren Information über Fujirebio Diagnostics rufen Sie bitte 610-240-3800 an oder besuchen Sie die Website www.fdi.com.
Über das Women & Infants Hospital
Das Women & Infants Hospital von Rhode Island ist eine Care-New-England-Einrichtung und eine der führenden Spezialkliniken für Frauen und Neugeborene in den USA. Als wichtigste angegliederte Ausbildungseinrichtung der The Warren Alpert Medical School der Brown University für Geburtshilfe, Gynäkologie und Neonatologie ist das Women & Infants Hospital die neuntgrößte Geburtshilfeeinrichtung der USA mit mehr als 9000 Geburten pro Jahr. Im Jahr 2003 wurden die Brown University und das Women & Infants Hospital durch das US- Gesundheitsministerium zum "National Center of Excellence in Women’s Health" ernannt. Das Women & Infants Hospital wurde bereits in den Jahren 2000, 2001 und 2004 durch die Publikation America’s Best Hospitals des U.S. News & World Report zu einer der besten gynäkologischen Spezialkliniken ernannt. Nähere Informationen über Women & Infants stehen auf www.womenandinfants.org zur Verfügung.
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