Bermuda unterzeichnet Steuerinformationsabkommen mit der Bundesrepublik Deutschland
HAMILTON, Bermuda--(BUSINESS WIRE)--Die Finanzministerin von Bermuda, die Ehrenwerte Paula A. Cox, gab heute bekannt, dass Bermuda ein Steuerinformationsabkommen (Tax Information Exchange Agreement - TIEA) mit der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen habe. Das bilaterale Abkommen, das heute im Rahmen einer Feierlichkeit in der deutschen Botschaft in London unterzeichnet wurde, sieht einen vollständigen Informationsaustausch hinsichtlich krimineller und ziviler Steuerangelegenheiten zwischen beiden Ländern vor.
„Wir begrüßen die Bestätigung Deutschlands, dass Bermuda nicht als Land mit nachteiligen Steuerpraktiken angesehen wird. Wir sind keine Steueroase und sind es auch niemals gewesen.”“
Der deutsche Botschafter, der Ehrenwerte Georg Boomgaarden, war anwesend, um den Vertrag für Deutschland zu unterzeichnen. Für Bermuda ist es das 13. Steuerinformationsabkommen und das Ergebnis jahrelanger Vorbereitungsarbeit und zahlreicher Verhandlungen im Jahr 2008.
Ministerin Cox erklärte, dass Bermuda am 8. Juni 2009 ebenfalls in London sein 12. Steuerinformationsabkommen mit den Niederlanden unterzeichnet habe und somit das erste Land sei, das den Übergang von der grauen auf die weiße OECD-Liste verwirklicht habe.
Voller Stolz sagte die Ministerin, dass im Rahmen des Vertragsabschlusses mit Deutschland ein Schriftwechsel stattgefunden hatte, bei dem sich Deutschland wie folgt äußerte:
„Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland begrüßt den Vertragsabschluss mit der Regierung von Bermuda, der einen bedeutenden Meilenstein in Bezug auf die Zusage darstellt, die im Jahr 2000 gegenüber der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Cooperation and Development – OECD) hinsichtlich Transparenz und Informationsaustausch ausgesprochen wurde. Nach Ansicht der deutschen Regierung zeigt das Abkommen das Engagement Bermudas, für einen effektiven Informationsaustausch bezüglich krimineller und ziviler Steuerangelegenheiten einen hohen Standard zu setzen. Deutschland würdigt zudem die bedeutenden Fortschritte Bermudas bei Verhandlungen über Steuerinformationsabkommen mit anderen Ländern und dass sich Bermuda dem Anspruch verpflichtet hat, mit Transparenz fördernden Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung vorzugehen. Durch den Vertragsabschluss wird Bermuda nicht als Land mit nachteiligen Steuerpraktiken und somit auch nicht als Steueroase betrachtet.”
Ministerin Cox erklärte, Bermuda werde weiterhin auf den enormen Vorteilen, auf der weißen Liste der OECD zu stehen, aufbauen und werde von dieser nicht mehr als Steuerparadies bezeichnet. „Wir begrüßen die Bestätigung Deutschlands, dass Bermuda nicht als Land mit nachteiligen Steuerpraktiken angesehen wird. Wir sind keine Steueroase und sind es auch niemals gewesen.”
Ministerin Cox bedankte sich bei dem deutschen Botschafter, dem Ehrenwerten Georg Boomgaarden, mit den Worten, es sei Ziel von Bermuda, Steuerinformationsabkommen mit allen G7-Ländern und gemeinsam mit anderen wichtigen internationalen Handels- und Geschäftspartnern abzuschließen. „Mit der heutigen Unterzeichnung sind wir unserem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Wir haben nochmals das Engagement Bermudas bekräftigt, die OECD-Initiative insofern zu unterstützen, dass Standards im Hinblick auf Informationsaustausch und Transparenz eingeführt werden. Wir werden weiterhin beharrlich daran arbeiten, die weltweite Zusammenarbeit in Steuerfragen zu vertiefen”, so die Ministerin.
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