Augenverletzungen auf Moskauer Event weisen der International Laser Display Association zufolge auf einen missbräuchlichen Einsatz von Pulslasern hin
ORLANDO, USA--(BUSINESS WIRE)--Nach Einschätzung der International Laser Display Association (ILDA) wurde ein für die Überkopf-Verwendung entwickelter Pulslaser bei einer Veranstaltung am 5. Juli in der Nähe von Moskau in einer verantwortungslosen Weise auf eine Menschenmenge gerichtet. Wie russische Medien berichteten, erlitten etwa 30 Besucher des Aquamarine 4 Open Air Festival durch diesen Vorfall Verletzungen an den Augen.
"Der Videoaufzeichnung nach zu urteilen wurde der Pulslaser in einer vollkommen unzulässigen Form eingesetzt", sagte Patrick Murphy, Leitender Direktor der ILDA. "Diese Bilder haben uns schockiert – jedem kompetenten Laseranwender sollte klar sein, dass ein Pulslaser niemals direkt auf das Publikum gerichtet werden darf. Unser Mitgefühl gilt denen, die durch diese Verantwortungslosigkeit verletzt wurden. Jüngste Pressemeldungen lassen vermuten, dass keine ernsten oder bleibenden Verletzungen entstanden sind, wie zunächst berichtet wurde. Der Zwischenfall hätte sich dennoch niemals ereignen dürfen."
Pulslaser werden am häufigsten für medizinische und industrielle Anwendungen eingesetzt. Obwohl der Strahl dem Auge konstant erscheint, wird er tatsächlich aus kurzen, schnellen und energiereichen Lichtpulsen gebildet. Jeder einzelne der Lichtpulse, die nur 250 Milliardstel einer Sekunden lang sind, liefert rund hundertmal mehr Energie als ein Dauerstrichlaser. Im Unterhaltungssektor werden Laser seit mehr als 40 Jahren eingesetzt. In dieser Zeitspanne wurden lediglich zwei weitere Vorfälle wie der Moskauer gemeldet, bei beiden spielte ein grober Missbrauch von Pulslasern die entscheidende Rolle.
"Die Sicherheitsbilanz von ILDA und unserer Branche ist ausgezeichnet", sagte Murphy. "Wir haben nur ein ILDA-Mitglied in Russland, und dieses Unternehmen war in keiner Weise an der Aquamarine-Show beteiligt."
Um die Öffentlichkeit von der Unbedenklichkeit professionell konzipierter Shows zu überzeugen, wird die ILDA zusätzliche Vorkehrungen treffen, die die Sicherheit weiter verbessern werden. Als einer dieser Schritte wird die ILDA ihre 150 Mitglieder in 34 Ländern auffordern, ihre Kenntnisse und ihre Verpflichtung zur Laser-Sicherheit zu bestätigen. Jedes Mitglied wird mit seiner Unterschrift die Kenntnisnahme der ILDA-Sicherheitsrichtlinien bestätigen sowie dass Pulslaser nicht für Audience-Scanning eingesetzt werden. Darüber hinaus stellt ILDA Sicherheitsinformationen für Laserkünstler und alle Interessierten auf ihrer Website zu Verfügung.
Auf der ILDA-Website finden sich weitere Informationen über den Aquamarine-Vorfall und Laser-Sicherheit allgemein.
Die Internetadresse lautet: http://www.laserist.org/2008-07_Russian-incident.htm.
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