Im neuem GSMA-Bericht werden Risiken der Umsetzung von offenen Großhandelsnetzwerken betont

Das Großhandelsnetzwerkmodell muss seine Versprechen noch erfüllen, während der Netzwerkwettbewerb eine klare Erfolgsbilanz für nachhaltiges Wachstum und nie zuvor dagewesene Innovationen zieht

LONDON--()--Die GSMA kündigte heute die Ergebnisse eines neuen Berichts an, „Wholesale Open Access Networks” (WOAN - Offene Großhandelsnetzwerke), in dem die Leistung des offenen Großhandelsnetzwerkmodells (auch als „single wholesale network" oder SWN bekannt) in fünf Märkten weltweit untersucht wird: Kenia, Mexiko, Russland, Ruanda und Südafrika. In diesem Bericht, der an eine Studie von 2014 anknüpft, die den potenziellen wirtschaftlichen Fall für die Umsetzung des Großhandelsnetzwerkmodells beurteilte, wurde festgestellt, dass in den untersuchten Ländern nur ein Netzwerk ausgerollt war, wobei alle anderen Märkte unter einem langsamen Fortschritt und verspäteten und/oder abgebrochenen Einführungen litten.

„Politische Entscheidungsträger in Ländern, die ein offenes Großhandelsnetzwerk für 4G-Dienste erwägen, glauben, sie könnten eine größere Netzabdeckung gegenüber Modellen erreichen, die auf dem Netzwerkwettbewerb beruhen. Die heute veröffentlichte Studie zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist", sagte John Giusti, Chief Regulatory Officer, GSMA. „Wir haben herausgefunden, dass der Netzwerkwettbewerb zu einer schnelleren und weitreichenderen Netzabdeckung führt, und die Beispiele, die in dem Bericht aufgeführt sind, geben kaum Hinweise darauf, dass ein SWN/WOAN dies erreichen würde."

Jahrzehntelang haben politische Entscheidungsträger eine wettbewerbsfähige Netzwerkstruktur bevorzugt und die Lizenzvergabe für die Netznutzung auf eine begrenzte Anzahl von konkurrierenden mobilen Netzwerkbetreibern beschränkt, die normalerweise in privater Hand waren. Dieser Ansatz hat zu einem nie zuvor dagewesenen Wachstum und zu Innovationen im Bereich der mobilen Dienste geführt. Die Industrie hat bereits mehr als 5 Milliarden Menschen weltweit verbunden, einschließlich 3,8 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern, wobei Zugang zu Werkzeugen und Anwendungen geboten wurde, die eine große Palette von sozioökonomischen Herausforderungen angehen.

Um die Netzabdeckung auszubauen, suchen mobile Anbieter bereits nach Möglichkeiten, den Wettbewerb durch eine Zusammenarbeit bei Infrastrukturinvestitionen auszugleichen, indem sie freiwillig Infrastruktur-Aufteilungsvereinbarungen eingehen. Sie probieren auch neue Geschäftsmodelle mit Dritten aus, um die Kosten und Risiken von Investitionen in ländlichen und abgelegenen Regionen zu teilen. Die Vorteile des Netzwerkwettbewerbs gehen weit über die Abdeckung hinaus. Die Innovation ist eine treibende Kraft des Gebrauchswerts auf nationaler Ebene. Dieser ergibt sich, wenn es einen Wettbewerb unter Netzwerken gibt sowie bei der Dienstleistungserbringung und der Markteinführung von Geräten.

„Wir sind besorgt, dass eine Entscheidung für Großhandelsnetzwerke Verbrauchern schaden wird, so wie in der Vergangenheit gezeigt wurde, dass Netzwerkmonopole normalerweise zu hohen Preisen und niedrigen Investitionen in die Infrastruktur führen", fügte Giusti hinzu. „Vor diesem Hintergrund rufen wir Regierungen auf, die erwägen, ein SWN oder WOAN umzusetzen, stattdessen die Fähigkeiten von mobilen Betreibern zu stärken, um Infrastruktur-Aufteilungsvereinbarungen auf einer freiwilligen Basis einzugehen, und zu überlegen, wie sie marktfreundliche Frequenzvergabeverfahren anwenden können, um die Abdeckung zu maximieren, indem angemessene Frequenzlizenzbedingungen geschaffen werden, um mobile Dienste auf unterversorgte Bereiche auszuweiten."

Für weitere Informationen, einschließlich der Marktfallstudien und Empfehlungen für politische Entscheidungsträger, laden Sie den GSMA-Bericht „Wholesale Open Network Access: Case Studies” hier herunter: https://www.gsma.com/spectrum/woan-report/.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Unternehmenswebseite der GSMA auf www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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