GSMA empfiehlt niedrigere Spektrumpreise in Bangladesch im Interesse erschwinglicher Mobilbreitbandnetzwerke

Höhere staatliche Gebühren behindern Mobilfunkbetreiber bei der Einführung neuer Dienstleistungen

DHAKA, Bangladesch--()--Die GSMA meldete heute Bedenken hinsichtlich der von der Regierung von Bangladesch geplanten Erhebung höherer Gebühren für 4G-Lizenzen an, die vor der nächsten Runde von Spektrumversteigerungen angekündigt wurden. Diese Maßnahme würde den Zielen der Initiative „Digitales Bangladesch“ erhebliche Hindernisse in den Weg legen und sich negativ auf die Zukunft mobiler Breitbanddienste in Bangladesch auswirken.

Nach Ansicht der GSMA bestehe vielmehr die Notwendigkeit, die Gebührenlast zu verringern, um die Bereitstellung erschwinglicher Voice- und Datendienste für die Bevölkerung von Bangladesch zu erleichtern. Mobilnetzbetreiber müssen bereits mehrere Steuern und Gebühren entrichten, die das Wachstum beeinträchtigen1.

„Neuen Forschungsergebnissen zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen hohen Spektrumpreisen und Mobilfunkdiensten von niedriger Qualität. Kurz gesagt, Mobilnetzbetreiber haben dann weniger Betriebskapital für neue Netzwerke und Dienstleistungen übrig“, erklärte Brett Tarnutzer, Head of Spectrum, GSMA. „Wenn Bangladesch seine digitalen Ziele erreichen will, sind vernünftige Spektrumpreise von großer Bedeutung. Betreiber sollten in der Lage sein, ihre Ressourcen zum Aufbau von Netzwerken für hochwertige Mobildienstleistungen zu nutzen.“

Der höchste Wert des Spektrums wird realisiert, wenn es mit Mobilfunktechnologie und Geräten zur Bereitstellung sozialer und wirtschaftlicher Möglichkeiten für alle Bürger und Bürgerinnen des Landes genutzt wird. Allein im Jahr 2015 trug die Mobilfunkbranche 6,2 Prozent zum BSP von Bangladesch bei2.

„Der Vorschlag, inkrementelle Gebühren zusätzlich zu den bereits hohen bestehenden Gebühren zu erheben, birgt die Gefahr, dass Betreiber vom Erwerb des dringend benötigten Spektrums abgehalten werden. Indien, Ghana, Mosambik und Senegal sind Beispiele für Länder, wo 4G-Spektrum in jüngster Vergangenheit unverkauft blieb“, so Tarnutzer weiter. „Und das wäre nicht nur für die Mobilfunkbranche von Bangladesch extrem schädlich, sondern auch für die Wirtschaft des Landes insgesamt, denn es würde den Einwohnern und Firmen in Indien die Ausschöpfung des vollen Potenzials von hochwertigen Mobilfunkdiensten vorenthalten.“

Angesichts des hohen Niveaus an Investitionen in Infrastruktur und Technologiedienste, zu denen Betreiber sich bereits verpflichtet haben, rät die GSMA der Regierung dringend, den Lizenzpreisvorschlag für 4G-Spektrum nochmals zu überdenken, um den Gegebenheiten des lokalen Marktes und den Zielen der Regierung gerecht zu werden. Dies sei von wesentlicher Bedeutung, um die weiteren Investitionen und die Infrastrukturentwicklung zu erleichtern, die für das Ziel des digitalen Bangladeschs erforderlich sind.

-ENDE-

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Unternehmenswebseite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 „Effective Spectrum Pricing: Supporting better quality and more affordable mobile services“, GSMA-Bericht, Februar 2017 (URL: http://www.gsma.com/spectrum/wp-content/uploads/2017/02/Effective-Spectrum-Pricing-Full-Web.pdf)

2 „Economic Impact: Bangladesh Mobile Industry", GSMA-Bericht, Januar 2017 (URL: http://www.gsma.com/spectrum/wp-content/uploads/2017/01/Economic-Impact-Bangladesh-Mobile-Industry.pdf)

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Für die GSMA
Ben Evetts
+65 6825 8016
BEvetts@webershandwick.com
oder
Sophie Waterfield
+44 77 7945 9923
Sophie.Waterfield@webershandwick.com
oder
GSMA Press Office
pressoffice@gsma.com

Contacts

Für die GSMA
Ben Evetts
+65 6825 8016
BEvetts@webershandwick.com
oder
Sophie Waterfield
+44 77 7945 9923
Sophie.Waterfield@webershandwick.com
oder
GSMA Press Office
pressoffice@gsma.com