The Geneva Association: Wie wird Risikomodellierung die Zukunft des Risikotransfers prägen? Weltweite Experten ebnen den Weg

ZÜRICH--()--Die führende internationale Denkfabrik, The Geneva Association, begrüßt führende internationale Experten zur Erörterung und Prüfung der Frage „Wie wird Risikomodellierung die Zukunft des Risikotransfers prägen?“ Dieses wissenschaftliche Seminar wird gemeinsam mit der SCOR Foundation organisiert und am 9. März 2017 am Hauptsitz von SCOR in Paris stattfinden. Es wird die Informationsgrundlage für einen bahnbrechenden Untersuchungsbericht des Forschungsprogramms „Extreme Events and Climate Risk“ (Extremereignisse und Klimarisiko) der The Geneva Association bilden, der im Juni 2017 veröffentlicht wird.

In den letzten dreieinhalb Jahrzehnten war ein allgemeiner Trend steigender wirtschaftlicher Verluste im Zusammenhang mit Extremereignissen festzustellen. Dieser ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter eine erhöhte Konzentration von Menschen und Wirtschaftsgütern in gefährdeten Gebieten wie Küstenregionen, eine mangelhafte Entwicklungsplanung und damit verbundene Verhaltensweisen, hoch entwickelte, jedoch anfällige globale Produktionsprozesse und die zunehmende Schwere und Häufigkeit von extremen Wetterereignissen, die mit dem Klimawandel verbunden sind.

Eine Risikoanalyse bildet die Grundlage für informierte Entscheidungen, die das Verständnis der Eigenschaften von Risiken erhöhen, die Risiko-Preisgestaltung unterstützen und Kosten und Nutzen der verschiedenen Risikobewältigungsstrategien evaluieren. Von Mitte der 1980er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre hat eine Reihe großer Naturkatastrophen in Nordamerika und Europa zu außergewöhnlich hohen Verlusten und resultierend daraus zu Insolvenzen und/oder Konkursen im Versicherungssektor geführt, sodass eine konsequentere und quantifizierbarere Herangehensweise an die Beurteilung und Übernahme von Risiken erforderlich war.

Die Entwicklung und Nutzung von Risikomodellen für Katastrophen (Cat-Modelle) in den letzten 25 Jahren hat den Ansatz der (Rück)-Versicherungsbranche in Bezug auf Preisgestaltung, Zeichnung und Verwaltung ihrer komplexen Risikoportfolios revolutioniert. Über den Versicherungssektor hinaus hat auch die internationale Entwicklungsgemeinschaft diese Modelle übernommen, um Regierungen dabei zu unterstützen, das Risiko besser zu verstehen und risikobasierte Entscheidungen zu treffen und so dabei geholfen, Entscheidungen im Bereich des Katastrophen- und Klimarisikomanagements zu verbessern.

Das Seminar bringt führende internationale Experten aus der (Rück)-Versicherungsbranche, Risikomodellierungsfachwelt sowie von internationalen Organisationen, internationalen Gebern, Regierungen und der Wissenschaft zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Möglichkeiten für eine intensivere Zusammenarbeit und Partnerschaften zu prüfen. Das Programm wird folgende entscheidende Fragestellungen untersuchen:

(i) Verbesserung aktueller Cat-Modelle – aufbauend auf Erkenntnissen aus der Entwicklung und Nutzung in den letzten 25 Jahren,

(ii) Erarbeitung effektiver Wege zur Erweiterung von Werkzeugen für die Risikoinformation und die Cat-Risikomodellierung, um Entscheidungen des öffentlichen Sektors zu unterstützen, und

(iii) Nutzung der jüngsten wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen für zukunftsgerichtete Risikomodelle der neuen Generation.

Dr. Maryam Golnaraghi, Director des Extreme Events and Climate Risks Research Programme, The Geneva Association, sagte: „Als eine der obersten Prioritäten versammelt The Geneva Association eine Gruppe verschiedener führender Experten der Branche, der Cat-Modellierung und aus unterschiedlichen Bereichen von Wissenschaft und Technologie, um zu untersuchen, wie die Risikomodellierung die Zukunft des Risikotransfers in der ganzen Welt prägen kann. Wir untersuchen grundsätzlich nicht nur Chancen zur Verbesserung der aktuellen Cat-Modellierungsansätze, sondern auch Möglichkeiten zur Nutzung wissenschaftlicher und technologischer Fortschritte in Bereichen wie Umweltüberwachung, Klimabeobachtung und –prognose, Ingenieurwesen, Big Data und künstlicher Intelligenz für die Entwicklung von systembasierten Risikomodellen der neuen Generation, die den Risikotransfer erneuern können.“

Anna Maria D’Hulster, Secretary General, The Geneva Association, sagte: „Die Versicherungsbranche verfügt über fundierte Risikokenntnisse und arbeitet an der Spitze von Risikobewertung, Risiko-Preisgestaltung und Risikotransfer. Öffentlich-private Partnerschaften könnten sehr hilfreich dabei sein, den öffentlichen Sektor dabei zu unterstützen, risikoinformierte Präventivmaßnahmen und Risikotransferprogramme zu entwickeln, die Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen beim Umgang mit ihren Risiken helfen.“

ENDE

Hinweise für Redaktionen

The Geneva Association ist die führende internationale Denkfabrik der Versicherungsbranche für strategisch wichtige Fragestellungen rund um Versicherungen und Risikomanagement. Es ist eine einzigartige Plattform für den Dialog zwischen führenden Akteuren der Versicherungsbranche und maßgeblichen Entscheidungsträgern auf internationaler und nationaler Ebene, um die wichtige soziale und wirtschaftliche Rolle der Versicherungsbranche sichtbar zu machen.

The Geneva Association identifiziert fundamentale Trends und strategische Themen, bei denen Versicherungen eine bedeutende Rolle spielen oder die den Versicherungssektor beeinflussen. Durch die Entwicklung von Forschungsprogrammen, regelmäßige Publikationen und die Veranstaltung internationaler Treffen dient The Geneva Association als Katalysator für Fortschritte beim Verständnis von Risiko- bzw. Versicherungsfragen und agiert als Erzeuger und Multiplikator von Informationen.

Gemäß den Statuen der The Geneva Association sind maximal 90 Vorstände der weltweit führenden Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen als Mitglieder vertreten. Sie organisiert internationale Expertennetzwerke und leitet Diskussionsplattformen für Führungskräfte und Spezialisten der Versicherungsbranche sowie Entscheidungsträger, Aufsichtsbehörden und multilaterale Organisationen.

Die 1973 gegründete The Geneva Association mit Sitz in Zürich (Schweiz), offiziell die „International Association for the Study of Insurance Economics“, ist eine gemeinnützige Organisation, die durch ihre Mitglieder finanziert wird.

www.genevaassociation.org

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

The Geneva Association
Isabel Barratt
Communications Manager
+41 44 200 49 96
isabel_barratt@genevaassociation.org

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