Das Expertenpanel Global ROSacea COnsensus (ROSCO) fordert neuen Ansatz für Diagnose und Behandlung der Rosazea, um Ergebnisse für Patienten zu verbessern

  • Fachliche Einblicke zeigen Notwendigkeit eines Wechsels im aktuellen Rosazeamanagement zu einem symptomorientierten Ansatz und bieten neue Orientierung als Katalysator für Veränderungen
  • Consensus-Panelexperten teilen die Vision, dass Rosazeapatienten entsprechend ihrer konkreten Anzeichen und Symptome (so genannte Phänotypen) behandelt werden, was zu einer individualisierten Rosazeatherapie führt
  • ROSCO-Rosazeaalgorithmus skizziert neuen Ansatz für eine angemessene, individualisierte Behandlung

LONDON--()--Internationale Empfehlungen, die darauf abzielen, bei der geltenden Klassifizierung, Diagnose und Behandlung der Rosazea statt nach Subtypen nach dem Phänotyp basierend auf Anzeichen und Symptomen der Rosazea vorzugehen, wurden im British Journal of Dermatology1,2 veröffentlicht. Diese Empfehlungen betreffen die Notwendigkeit, die Ergebnisse für Rosazeapatienten durch eine bessere Erkennung und individuelle Behandlung der Anzeichen und Symptome, welche die einzelnen Patienten am meisten stören, zu verbessern.

Rosazea, eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die auch die Augen betreffen kann, wird traditionell basierend auf vier Subtypen diagnostiziert und behandelt, je nach angewendeter regionaler Klassifizierung. Dies ist dem potenziellen Spektrum der Anzeichen und Symptome (oder „Phänotypen“) der einzelnen Patienten bislang jedoch nicht adäquat gerecht geworden, bei denen mehr als ein Subtyp vorliegen kann oder eine Progression oder Meliorisierung zwischen den Subtypen möglich ist.3

ROSCO Panel Co-Chair Dr. Jerry Tan, Adjunct Professor of Internal Medicine and Dermatology, University of Western Ontario, Kanada, kommentierte: „Angesichts der Überschneidung der Rosazeamerkmale unter den Subtypen und der Tatsache, dass keine Einzelbehandlung alle Rosazeamerkmale komplett abdeckt, könnte der aktuelle Ansatz der Diagnose und Behandlung der Rosazea nach Subtyp ein individualisiertes Patientenmanagement behindern. Ein neuer Ansatz ist erforderlich, damit wir jedem einzelnen Rosazeapatienten besser helfen können, eine angemessene Behandlung gemäß seiner Anzeichen und Symptome zu erhalten.“

Die im British Journal of Dermatology veröffentlichten ROSCO-Empfehlungen bewerten die aktuellen Ansätze zur Diagnose und Behandlung der Rosazea neu und streben an, die Ergebnisse für die Patienten zu verbessern. Das internationale Expertenpanel empfiehlt einen Ansatz zur Diagnose und Klassifizierung der Rosazea basierend auf den vorliegenden Merkmalen, um das individualisierte Rosazeamanagement zu optimieren und die Ärzte in die Lage zu versetzen, einen eher anzeichen-/symptomorientierten Ansatz zu verfolgen, um auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen.

„Das Expertenpanel hat im Rahmen der ROSCO-Empfehlungen einen positiven Schritt unternommen, um einen anzeichen-/symptomorientierten Behandlungsalgorithmus zu entwickeln. Dieser wird die Ärzte und Patienten dabei unterstützen, auf die Erkrankungsmerkmale besser einzugehen, die für die einzelnen Patienten am lästigsten sind. Zudem wird er dazu beitragen, dass wir als Ärzte die richtige Kombinationstherapie für unsere Patienten verschreiben“, sagte ROSCO Panel Co-Chair Professor Dr. Martin Schaller, Hautklinik, Universitätsklinikum Tübingen.

Das Panel bezog klinische Erfahrungen und Nachweise aus der systematischen Übersichtsarbeit 2015 von Cochrane „Interventions for rosacea“ ein, um einen Konsens bezüglich des empfohlenen Behandlungsansatzes zu Anzeichen und Symptomen der Rosazea zu schaffen.4 ROSCO-Panelmitglied und Erstautorin der Cochrane Review 2015, Dr. Esther J. van Zuuren, Dermatologin, Leiden University Medical Centre (Niederlande), sagte: „Während sich das Rosazeamanagement-Umfeld weiterentwickelt hat, kann die gängige, auf Subtypen basierende Sichtweise der Erkrankung den Fortschritt behindern, indem die Art und Weise der Abwägung der Behandlungsoptionen eingeschränkt wird. Diese neuen ROSCO-Empfehlungen sollten dazu beitragen, die künftige Therapieentwicklung positiv zu beeinflussen und das Leben der Menschen mit Rosazea durch einen symptomorientierten Ansatz schließlich zu verbessern.“

Hinweise für Redaktionen

Über das Global ROSacea Consensus (ROSCO) Panel

Dem Global ROSacea COnsensus (ROSCO) Panel gehörten 17 Dermatologen aus Afrika, Asien, Europa, Nordamerika und Südamerika sowie drei Ophthalmologen aus Europa und Nordamerika an. Die Panelmitglieder erzielten Konsens zu entscheidenden Aspekten der Rosazeadiagnose und -behandlung im Rahmen eines modifizierten Delphi-Ansatzes (elektronische Befragungen und persönliche Treffen), bei dem über einzelne Aussagen abgestimmt wurde: stimme überhaupt nicht zu, stimme nicht zu, stimme zu oder stimme voll und ganz zu (Konsens definiert als ≥7 5% stimme zu/stimme voll und ganz zu). Aussagen, bei denen in der elektronischen Befragung kein Konsens hergestellt wurde, wurden in Form einer nominalen Gruppendiskussion bei dem Treffen verfeinert und erneut abgestimmt. Alle Abstimmungen wurden elektronisch durchgeführt und waren verblindet.

Galderma finanzierte das Projekt, war jedoch an der Abstimmung, Diskussion oder Verarbeitung der Daten nicht beteiligt.

Über das British Journal of Dermatology

Die Fachzeitschrift wird von Wiley im Namen der British Association of Dermatologists, dem Berufsverband der praktizierenden Dermatologen Großbritanniens, veröffentlicht. Die Organisation verfolgt das Ziel, die Behandlung und das Verständnis von Hauterkrankungen kontinuierlich zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter www.bad.org.uk

Wiley ist das internationale wissenschaftliche, technische, medizinische und akademische Verlagsgeschäft von John Wiley & Sons, das über Stärken in jedem wichtigen Wissenschafts- und Fachbereich verfügt und Partnerschaften mit zahlreichen weltweit führenden Gesellschaften unterhält. Weitere Informationen finden Sie unter www.wiley.com.

Quellenangaben

        1.  

Tan J, et al. Updating the diagnosis, classification and assessment of rosacea: Recommendations from the global ROSacea Consensus (ROSCO) panel. Br J Dermatol. 2016 Oct 8. doi: 10.1111/bjd.15122. [Epub ahead of print].

2.

Schaller M, et al. Rosacea treatment update: Recommendations from the global ROSacea Consensus (ROSCO) panel. Br J Dermatol. 2016 Nov 12. doi: 10.1111/bjd.15173. [Epub ahead of print].

3.

Tan J, et al. An observational cross-sectional survey of rosacea: clinical associations and progression between subtypes. Br J Dermatol. (2013) 169, pp555–562.

4.

van Zuuren EJ, Fedorowicz Z, Carter B, van der Linden MM, Charland L. Interventions for rosacea. Cochrane Database Syst Rev. 2015 Apr 28; (4):CD003262. Epub 2015 Apr 28.

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Für ROSacea COnsensus:
Mary Barrington-Ward, +44-7768-486188
mary.barrington-ward@ogilvy.com

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