Neuer Bericht der GSMA verzeichnet zunehmende Verbreitung von mobilem Breitband und Smartphones im Nahen Osten und Nordafrika

Mobilfunk hilft beim Ausbau innovativer neuer Dienstleistungen, Anschluss bislang nicht vernetzter Menschen und Schaffung von Arbeitsplätzen in der vielfältigen Region

DUBAI, Vereinigte Arabische Emirate--()--Während in der vielfältigen MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) derzeit 41 Prozent der Mobilfunkverbindungen auf mobiles Breitbrand entfallen, werden es bis 2020 61 Prozent sein, so ein neuer Bericht der GSMA, der heute auf der Konferenz GSMA Mobile 360 Series – Middle East in Dubai veröffentlicht wurde. Die neue Studie „The Mobile Economy – Middle East and North Africa 2016“ hebt hervor, dass es zurzeit 339 Millionen „Unique Users“, also absolut eindeutige Mobilfunkkunden (zweites Quartal 2016) auf den 25 Märkten der Region gibt1, eine Zahl, die bis 2020 voraussichtlich auf 385 Millionen steigen wird2. Die Zahl der Smartphone-Anschlüsse3 hat sich in den letzten drei Jahren ebenfalls mehr als verdoppelt und im zweiten Quartal 2016 263 Millionen (42 Prozent der gesamten Anschlüsse) erreicht und wird bis 2020 voraussichtlich 467 Millionen betragen. Die Verfügbarkeit mobiler Breitbandnetze hat die Smartphoneverbreitung gesteigert und trägt dazu bei, die digitale Kluft zu überbrücken und neue Mobilfunkdienste einzuführen.

„Investitionen von Betreibern in Mobilfunktechnologie spielen eine bedeutende Rolle im Nahen Osten und Nordafrika. Sie helfen beim Anschluss bislang nicht vernetzter Menschen in weniger entwickelten Märkten und der Einführung innovative neuer Dienstleistungen wie dem Internet der Dinge und intelligenten Städten in weiter entwickelten Ländern“, sagte Mats Granryd, Director General, GSMA. „Wir fordern die Regierungen jedoch auf, weiterhin in Mobilfunkinfrastruktur zu investieren und sicherzustellen, dass ausreichende Frequenzen zur Verfügung stehen, um die Nachfrage zu erfüllen, und eine Politik zu verfolgen, welche die Verbreitung von Mobilfunkdiensten vorantreibt. Die Regierungen sollten den Bürgern zudem einen erschwinglichen Internetzugang zur Verfügung stellen, der zur Förderung des Wirtschaftswachstums beiträgt.“

Mobilfunkbranche leistet Beiträge zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Staatskasse

2015 hat die Mobilfunkbranche mehr als 150 Milliarden US-Dollar (vier Prozent des BIP der Region) zur regionalen Wirtschaft beigetragen, was sich Prognosen zufolge bis 2020 voraussichtlich auf fast 200 Milliarden US-Dollar steigern wird. Die Mobilfunkbranche hat die lokale Wirtschaft 2015 zudem mit mehr als einer Million Arbeitsplätze unterstützt, darunter Arbeitskräfte, die direkt in der Branche beschäftigt sind, sowie Arbeitsplätze, die durch die von diesem Sektor angeregten Wirtschaftstätigkeit entstehen. Der Mobilfunksektor hat den Staatskassen zudem über allgemeine Steuern einen Betrag von 15 Milliarden US-Dollar zugeführt.

Eine vielfältige regionale Landschaft

Bei der Marktreife der einzelnen Länder sind große Unterschiede zu verzeichnen. So haben in einigen Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) wie Bahrain, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) 77 Prozent der Bevölkerung einen Mobiltelefonanschluss, während der Prozentsatz der Teilnehmer in einigen afrikanisch-arabischen Märkten wie den Komoren, Dschibuti und Somalia weniger als 30 Prozent beträgt. Der Bericht hebt hervor, dass sich die Kundenwachstumsraten in den nächsten Jahren verlangsamen werden, da sich die weiter entwickelten Märkte dem Sättigungspunkt nähern und die weniger entwickelten Märkte unter politischer und wirtschaftlicher Instabilität leiden. Bis 2020 wird der Versorgungsgrad der Bevölkerung in der Region voraussichtlich nur 63 Prozent erreichen und damit unter dem weltweiten Durchschnitt von 73 Prozent liegen.

Bewältigung sozialer Herausforderungen durch Mobilfunk

Der Bericht unterstreicht die Rolle der Mobilfunktechnologie, die eine zentrale Rolle bei der Bewältigung einer Reihe sozialer Herausforderungen in Bereichen wie nicht registrierte Bevölkerungsgruppen, digitale Kluft, finanzielle Inklusion und Katastrophenschutz in den weniger entwickelten Ländern der Region spielt. Die Verbreitung des mobilen Internets wächst rasch. 200 Millionen oder 36 Prozent der MENA-Bevölkerung griffen Mitte 2016 über den Mobilfunk auf das Internet zu und bis 2020 werden voraussichtlich weitere 87 Millionen über einen Anschluss verfügen. In einigen Entwicklungsländern wie manchen afrikanisch-arabischen Staaten verwenden jedoch durchschnittlich mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kein mobiles Internet.

In einer Region, in der mehr als 120 Million Menschen keinen amtlichen Ausweis haben, hilft der Mobilfunk, die Herausforderung nicht registrierter Bevölkerungsgruppen zu bewältigen und ermöglicht die Geburtenregistrierung, insbesondere in ländlichen Gebieten. Die Zunahme der digitalen Inklusion hilft überdies bei der Verbesserung des Zugangs zu Finanzdienstleistungen und einem wirksamen Vorgehen gegen Katastrophen und humanitäre Krisen. So werden zurzeit beispielsweise auf zehn Märkten 20 mobile Gelddienste angeboten, die effizientes und bequemes Bezahlen und internationalen Geldtransfer ermöglichen, insbesondere für die 60 Prozent der Bevölkerung dieser Region, die keinen Zugang zu formalen Finanzdienstleistungen haben.

Mobilfunk fördert innovative Dienstleistungen in der Region

Auch der Ausbau von 4G-Netzen kommt gut voran. Bislang sind in 17 Ländern 40 LTE-Netze eingeführt worden. Dadurch konnte sich der Mobilfunk als Plattform für neue, innovative digitale Dienstleistungen in weiter entwickelten Märkte etablieren, wobei viele technische Unternehmer das mobile Ökosystem nutzen, um neue mobilfunkbasierte Lösungen einzuführen, die auf lokale Interessen und Kulturen ausgerichtet sind. Einige Länder der Region wie Ägypten, Katar, die Türkei und die VAE führen moderne Serviceleistungen wie das Internet der Dinge, intelligente Städte und digitale Identität ein. Inzwischen werden Länder wie Jordanien und die VAE zunehmend als Start-up- und digitale Innovationsschmieden betrachtet.

Den vollständigen Bericht sowie entsprechende Infografiken finden Sie unter: http://www.gsma.com/mobileeconomy/MENA

https://gsmaintelligence.com/research/?file=32d5692c4262f23d553bd62959665308&download

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1. Die 25 Märkte, die dem Nahen Osten und Nordafrika zugerechnet werden, sind Algerien, Bahrain, die Komoren, Dschibuti, Ägypten, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, der Libanon, Libyen, Mauretanien, Marokko, Oman, Palästina, Katar, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tunesien, Türkei, VAE und Jemen.

2. Die Gesamtanzahl der Mobilfunkanschlüsse (aktive SIM-Karten, ausgenommen M2M) in der Region MENA betrug 618 Millionen im Jahr 2015 und wird bis 2020 voraussichtlich auf 722 Millionen steigen.

3. Ein Smartphone-Anschluss ist definiert als eine SIM-Karte, die in einem Smartphone-Gerät registriert und genutzt wird. Er stellt nicht die Anzahl der verkauften oder ausgelieferten Smartphones dar.

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