Angesichts zunehmender Gefahren durch Naturkatastrophen befürwortet eine Partnerschaft aus den Vereinten Nationen, der Weltbankgruppe und Versicherungsbranche die InsuResilience-Zielsetzung der G7 und billigt das Rahmenwerk ...

NEW YORK--()--Angesichts zunehmender Gefahren durch Naturkatastrophen befürwortet eine Partnerschaft aus den Vereinten Nationen, der Weltbankgruppe und Versicherungsbranche die InsuResilience-Zielsetzung der G7 und billigt das Rahmenwerk für eine widerstandsfähigere Gesellschaft

Das Insurance Development Forum (IDF), eine neue öffentlich-private Partnerschaft zwischen führenden Vertretern der Vereinten Nationen (UN), der Weltbankgruppe und der Versicherungsbranche, gab heute bekannt, dass es Unterstützung für eine versicherungsbasierte Risikomanagementstrategie erhalten habe, mit der die wirtschaftliche Erholung und Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaereignissen und Naturkatastrophen in schadenanfälligen Regionen gefördert werden soll. Das IDF beschloss, einen Beitrag zu leisten, um die InsuResilience-Zielsetzung der G7 zu erreichen, mit der 400 Millionen der schadenanfälligsten Menschen in Entwicklungsländern bis 2020 erhöhten Zugang zu direktem und indirektem Versicherungsschutz gegen die Auswirkungen des Klimawandels und damit verbundener Naturkatastrophen erhalten sollen.

Das IDF wird von einem Lenkungsausschuss unter Vorsitz von Stephen Catlin, Deputy Executive Chair von XL Group Ltd., und Co-Vorsitzenden Joaquim Levy, Managing Director und Chief Financial Officer der Weltbankgruppe, und Helen Clark, Leiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, geleitet. Weitere Mitglieder des Lenkungsausschusses sind Mark Carney, Governor der Bank of England und Chairman des Financial Stability Boards, Dr. Robert Glasser, Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für die Reduzierung von Katastrophenrisiken und Leiter des United Nations Office of Disaster Risk Reduction (UNISDR), sowie 13 CEOs der Versicherungsbranche. Es steht zu erwarten, dass sich weitere Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors im kommenden Jahr ebenfalls engagieren werden.

Der Lenkungsausschuss des IDF trat am Rande der UN-Hauptversammlung zusammen und befürwortete eine versicherungsbasierte Risikomanagementstrategie zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit in schadenanfälligen Regionen, die von Klima- und Katastrophenrisiken bedroht sind, im Einklang mit der UN Agenda 2030. Im Mittelpunkt dieser Strategie nahm der Lenkungsausschuss einen Vorschlag zur Schaffung einer Technical Assistance Facility (TAF) an, in der Ressourcen und Hilfsmittel der öffentlichen und privaten Versicherungsbranche zusammengefasst werden. Diese sollen dazu dienen, Regierungen beim Aufbau öffentlich-privater Partnerschaften zu unterstützen, um die finanziellen Auswirkungen von Klimaereignissen und Naturkatastrophen besser zu handhaben und gleichzeitig die Nutzung von Versicherungsschutz in aufstrebenden Märkten und Entwicklungsländern zu verstärken. Die Arbeit zur Sicherung der zum Start des Programms notwendigen Finanzmittel hat bereits begonnen.

Das IDF leitet auch weitere Arbeitsabläufe mit Schwerpunkt auf dem Ausbau des TAF und damit verbundener Anforderungen zum Erreichen der InsurResilience- und verwandter Zielsetzungen nach jüngsten UN-Vereinbarungen, darunter das Sendai-Rahmenwerk, die Nachhaltigkeitsziele und das Pariser Klima-Übereinkommen. Zu diesen Arbeitsgruppen gehören: die Arbeitsgruppe Risikomodellierung und -Mapping, die Arbeitsgruppe Versicherungsregulierung & Richtlinien für Widerstandsfähigkeit, Versicherung und das humanitäre System, Indikatoren und Entwicklungsmetrik für Widerstandsfähigkeit und Versicherung sowie Versicherungskommunikation. Der Lenkungsausschuss brachte seine tief empfundene Dankbarkeit für die Arbeit der Arbeitsgruppen zum Ausdruck, an der seit der Auflegung des IDF im April 2016 mehr als 200 Fachleute der Branche und Beamte von Organisationen des öffentlichen Sektors teilgenommen haben.

„Angesichts zunehmender Schäden durch Naturkatastrophen ist es unerlässlich, dass Regierungen lernen, die Grundsätze des Risikomanagements in die Planung, Haushaltsplanung und Regierungsprozesse einzubeziehen, um die Bürger besser zu schützen“, erklärte Catlin. „Die Welt sieht zu um zu erfahren, ob diese einzigartige öffentlich-private Partnerschaft Ergebnisse erbringen kann, bei denen die Risikomanagementkompetenzen der Versicherungsbranche zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit genutzt werden, die der Wirtschaft und den Menschen dieser Regionen zugute kommt.“

Helen Clark, IDF Co-Vorsitzende und Leiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), kommentierte: „Für viele Entwicklungsländer mit knappen Ressourcen liegt der Wiederaufbau in vielen Fällen außerhalb ihrer Möglichkeiten. Typischerweise werden nach einer Katastrophe bilaterale, regionale und internationale Partner um Hilfeleistung und finanzielle Unterstützung gebeten. Die erbrachten Leistungen liegen jedoch häufig weit unter den Anforderungen und die Fortschritte werden dann durch einen systemischen Mangel an Finanzmitteln und ständig wiederkehrende Ineffizienzen bei Hilfsinitiativen vor Ort behindert. Versicherung kann ein effizienter, schnell verfügbarer Mechanismus sein, den Wiederaufbau in den von Katastrophen betroffenen schadenanfälligen Ländern und Gemeinschaften nicht nur besser durchzuführen, sondern gleichzeitig die Risiken und die damit verbundenen Kosten langfristig zu reduzieren. Ich erklärte mich bereit, den Co-Vorsitz des IDF zu übernehmen, da ich der Auffassung bin, dass das Forum bei der Bewältigung dieser Herausforderungen einen echten Unterschied machen kann.“

Joaquim Levy, IDF Co-Vorsitzender und Chief Financial Officer der Weltbankgruppe, erklärte: „In vielen aufstrebenden Märkten und Entwicklungsländern fehlt es an einem ausreichend entwickelten Versicherungsmarkt, so dass das Wachstum behindert wird und die negativen Auswirkungen nicht nur in der Geschäftswelt, sondern auch im allgemeinen Leben spürbar sind, insbesondere unter den ärmsten Bevölkerungsschichten. Die fehlenden Versicherungsinstrumente oder breitere Risiko-Pooling- oder Risikominderungsmechanismen zeigen sich auch im öffentlichen Sektor und beeinträchtigen die Fähigkeit der Behörden, auf Naturkatastrophen oder andere Großereignisse zu reagieren. Die Weltbankgruppe wirkt in mehr als 40 Ländern an der Ausarbeitung von Finanzschutzstrategien mit, darunter Reformen in öffentlichen Haushaltsplänen und Finanzinstrumenten sowie in der Entwicklung von Risikominderungsstrategien. Aber es ist noch mehr zu tun und wir können es nicht alleine schaffen. Wir arbeiten mit dem IDF und seinen Partnern zusammen, um unsere Aktivitäten zu erleichtern und Risikomanagementinstrumente zur Bekämpfung von Armut und zur Erhöhung des gemeinsamen Wohlstandes einzusetzen.“

Rowan Douglas, Vorsitzender des IDF Implementation Committee und Leiter der Gruppe Capital Science and Policy Practice bei Willis Towers Watson, sagte dazu: „Wir danken dem Lenkungsausschuss für seine Richtlinien. Wir werden nun zusammen mit Partnern aus der Branche, von Regierungsbehörden, internationalen Institutionen, Nicht-Regierungsorganisationen und aus der Forschung in die nächste Implementierungsphase übergehen. Mein Dank gilt den mehr als 200 Fachleuten und praktischen Helfern, die sich in den vergangenen fünf Monaten unermüdlich für dieses Ziel eingesetzt haben, insbesondere den jeweiligen Co-Vorsitzenden der Arbeitsgruppen, die innerhalb so kurzer Zeit eine bemerkenswerte globale Organisation auf die Beine gestellt haben. Wir alle erkennen hier einen einzigartigen Augenblick und eine Chance, beim Schutz von Menschenleben, Lebensunterhalten und Gemeinschaften einen gewaltigen Schritt vorwärts zu gehen - indem wir die Vorteile der Versicherung über öffentliche, private und gegenseitige und kooperative Sektoren verwirklichen. Wir werden unsere Anstrengungen jetzt bis zu unserem nächsten Meilenstein und den Treffen der Weltbank und dem IWF in Washington DC im nächsten April noch intensivieren.“

Über das Insurance Development Forum

Das Insurance Development Forum (IDF) ist eine beispiellose öffentlich-private Partnerschaft zwischen führenden Vertretern der Vereinten Nationen (UN), der Weltbankgruppe und der Versicherungsbranche. Sein Hauptziel besteht darin, die Schutzlücke zu schließen, die zwischen versicherten Katastrophenschäden und den tatsächlichen wirtschaftlichen Kosten von Katastrophen besteht. Diese Lücke soll durch die Optimierung und Ausweitung des Einsatzes von Versicherungsschutz und der damit verbundenen Risikomanagementkompetenzen geschlossen werden, um Menschen, Gemeinschaften, Firmen und staatliche Institutionen widerstandsfähiger zu machen, insbesondere solche, die gegen Klimawandel, Katastrophen und damit verbundene wirtschaftliche Schocks anfällig sind.

Weitere Informationen erhalten Sie von David.Rylatt@XLCatlin.com oder besuchen Sie http://theidf.org/.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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Für das IDF
David Rylatt
David.Rylatt@XLCatlin.com

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