Patient Safety Movement beglückwünscht Agentur für Forschung und Qualität im Gesundheitswesen und MedStar Health zur Entwicklung des Toolkits CANDOR

IRVINE, Kalifornien (USA)--()--Die Patient Safety Movement Foundation (PSMF) empfiehlt, dass Gesundheitsorganisationen weltweit das Online-Toolkit für Kommunikation und optimale Lösung (CANDOR; Communication and Optimal Resolution) einsetzen, das von der Agency for Healthcare Research and Quality (Agentur für Forschung und Qualität im Gesundheitswesen) (AHRQ) veröffentlicht wurde. AHRQ hat MedStar mit der Entwicklung und dem Testen des Toolkits für das CANDOR-Programm beauftragt. Das Online-Toolkit kann Organisationen dabei helfen, eine Sicherheitskultur zu schaffen, die ausgerichtet ist auf: Unternehmensverantwortlichkeit, Versorgung des Patienten, der Familie und der Pflegeperson, eingehende Untersuchung und Analyse, faire Lösung im Schadensfall und Lernen aus jedem Schadensfall.

MedStar Health, das größte Gesundheitssystem in der mittelatlantischen Region ist seit 2013 als engagiertes Mitglied im Patient Safety Movement aktiv. MedStar wurde aufgrund seiner systemweiten Verpflichtung, null vermeidbare Schadensfälle zu erreichen, mit der Entwicklung und dem Testen des Toolkits für das CANDOR-Programm beauftragt. MedStar ist ein Beispiel für ein Gesundheitssystem, das Transparenz begrüßt und Praktiken einführt, sofort mit den Patienten und Familien zu kommunizieren, wenn schwerwiegende unerwartete Ergebnisse auftreten. Neben MedStar wurde der CANDOR-Prozess auch bei Christiana Care in Delaware und Dignity Health in Kalifornien umgesetzt und erprobt.

Der CANDOR-Prozess ging aus einem Sieben-Pfeiler-Programm hervor, das darauf abzielt sowohl vermeidbare Schadensfälle im Gesundheitswesen als auch medizinische Schadensersatzansprüche zu reduzieren. Es wurde ebenfalls mit Unterstützung eines Demonstrationszuschusses der AHRQ 2010 an der Universität Illinois in Chicago entwickelt und ist Bestandteil der Verpflichtung der Obama-Regierung. Das Online-Toolkit CANDOR bietet einen Rahmen zur Beurteilung der Einsatzreife, Einholung der Unterstützung von wichtigen Stakeholdern, darunter Haftpflichtversicherer und Beschleunigung von unterstützenden, zeitkritischen Antworten bei unerwarteten Schadensfällen, die Patienten betreffen.

Das Toolkit steht Krankenhäusern und Führungskräften im Gesundheitswesen kostenlos zur Verfügung. Krankenhäuser, die CANDOR umgesetzt haben, berichten von besseren Ergebnissen in Bezug auf die Patientensicherheit, besseren Zufriedenheitsbewertungen der Patienten, weil die Patienten und Familien am gesamten CANDOR-Prozess mitwirken, und eine Senkung der medizinischen Schadensersatzforderungen. Krankenhäuser, die am Demonstrationszuschuss der AHRQ von 2010 beteiligt waren, zeigen folgende Ergebnisse auf:

  • 40-prozentiger Rückgang von vermeidbaren medizinischen Schadensfällen
  • 40-prozentiger Rückgang der Anzahl der Klagen auf Behandlungsfehler
  • 80-prozentiger Rückgang der getätigten eigenen Rücklagen (von 40 Millionen Dollar auf 8 Millionen Dollar)
  • 80-prozentiger Rückgang der Zeit bis zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten
  • 20-prozentiger Rückgang der mit Defensivmedizin assoziierten Dienstleistungen

„Die Patient Safety Movement Foundation hat die Bedeutung dieser Arbeit von Anfang an erkannt und wir sind für deren anhaltende Mitwirkung bei der Aufklärung der Gesundheitsorganisationen über den Nutzen von CANDOR dankbar. Ein transparenter und offener Umgang mit unbeabsichtigten Schadensfällen bei Patienten ist nicht nur der richtige Ansatz, sondern es ist auch für unsere Fähigkeit entscheidend, daraus zu lernen und unsere Versorgungssysteme und -prozesse zu verbessern“, sagte Dr. med. David Mayer, Vice President bei MedStar für Qualität und Sicherheit. „Seit der Umsetzung der CANDOR-Grundsätze durch MedStar Health als Schlüsselkomponente ihres Gesundheitsprogramms sind die schwerwiegenden Sicherheitsereignisse im Gesundheitssystem um die Hälfte gesunken. Trotz dieses signifikanten Fortschritts wird sich MedStar Health nicht zufrieden geben, bis null vermeidbare Schadensfälle erreicht sein werden.“

„Wir sind dankbar für und stolz auf die Arbeit von Dr. Mayer und MedStar Health in Zusammenarbeit mit der Agentur für Forschung und Qualität im Gesundheitswesen“, meinte Joe Kiani, Gründer der Patient Safety Movement Foundation. „Leider ist es so, dass in vielen Gesundheitseinrichtungen eine Mauer des Schweigens entsteht, wenn ein Patient im Rahmen seiner Gesundheitsversorgung Schaden erleidet. Durch die Förderung einer Kultur der offenen Kommunikation, Empathie und Transparenz helfen die CANDOR-Prozesse nicht nur den Patienten und ihren Familien, diese Tragödie zu bewältigen, sondern letztendlich führt dies zu weniger vermeidbaren Todesfällen durch die Offenlegung und Berichterstattung darüber, wie es zu diesen Todesfällen kommt. CANDOR ist ein unverzichtbarer Schritt auf unserem Weg zum Ziel null vermeidbare Todesfälle bis 2020.“

Über die Patient Safety Movement Foundation

Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 3.000.000 Menschen in Krankenhäusern – darunter 200.000 in den USA – an Ursachen, die vermeidbar gewesen wären. Die Patient Safety Movement Foundation wurde mit Unterstützung der Masimo Foundation for Ethics, Innovation and Competition in Healthcare gegründet, um die Anzahl vermeidbarer Todesfälle bis 2020 in den USA auf 0 zu reduzieren (0X2020) und auch weltweit eine dramatische Reduzierung solcher Fälle zu verwirklichen. Eine Verbesserung der Patientensicherheit erfordert gemeinschaftliche Bemühungen aller Interessenvertreter, unter anderem von Patienten, Gesundheitsdienstleistern, Medizintechnologieunternehmen, Regierungen, Arbeitgebern und privaten Kostenträgern. Die Patient Safety Movement Foundation arbeitet mit allen Interessenvertretern zusammen, um die Probleme und Lösungen von Patientensicherheit anzusprechen. Die Stiftung veranstaltet darüber hinaus den jährlichen World Patient Safety, Science and Technology Summit. Im Rahmen des Summits werden spezifische, hochwirksame und umsetzbare Lösungen dazu präsentiert, wie die Herausforderungen der Patientensicherheit bewältigt werden können, wie Medizintechnologieunternehmen dazu angehalten werden können, Daten darüber zugänglich zu machen, wofür ihre Produkte gekauft werden, und wie Krankenhäuser aufgefordert werden können, sich für die Implementierung umsetzbarer Lösungen für die Patientensicherheit einzusetzen. Besuchen Sie www.patientsafetymovement.org.

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Contacts

Patient Safety Movement Foundation
Irene Paigah
(858) 859-7001
irene@paigah.com

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