Fachleute fordern neue Strategien zur Behandlung von Diabetes bei adipösen Patienten

Neue Untersuchung hebt die Rolle der Chirurgie bei der Bekämpfung von Typ-2-Diabetes hervor

NORDERSTEDT, Deutschland--()--Ethicon, der Geschäftsbereich für medizinische Produkte von Johnson & Johnson, geht mit Engagement voran, um die Belastung durch Adipositas für Patienten und Gesundheitssysteme rund um den Globus durch Erweiterung des Zugangs zu Therapien und die Verdeutlichung der Bedeutung von Behandlungen zu lösen.

Als überzeugte Befürworter einer evidenzbasierten Medizin, begrüßt Ethicon die Veröffentlichung einer neuen Untersuchung, die nahe legt, dass die Chirurgie eine bedeutende Rolle bei der Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes spielen könnte. Neue Richtlinien1, die in DiabetesCare veröffentlicht wurden und auf einer Podiumspräsentation auf den letzten alljährlich stattfindenden wissenschaftlichen Sitzungen der American Diabetes Association (ADA) vorgestellt wurden, halten fest, dass die metabolische Chirurgie zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Patienten mit Adipositas (BMI >30 kg/m2 oder > 27,5 bei Patienten asiatischer Abstammung) in Betracht gezogen werden sollte, wenn die Hyperglykämie durch den Lebensstil und eine optimale Therapie nicht ausreichend kontrolliert wird. Die Richtlinien werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von 45 Gesellschaften weltweit (30 medizinische und 15 chirurgische Organisationen) unterstützt, darunter der International Diabetes Federation, der American Diabetes Association und Diabetes UK.

Die Richtlinien werden von mechanistischen und klinischen Nachweisen unterstützt, darunter elf randomisierten klinischen Studien. Als weitere Untermauerung dieser Schlussfolgerungen unterstreichen die endgültigen, fünfjähren Follow-up-Daten aus der klinischen Studie STAMPEDE2 (Surgical Treatment and Medications Potentially Eradicate Diabetes Efficiently) die Rolle der Chirurgie bei der Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes. Die Erkenntnisse, die auf dem European Obesity Summit (EOS) in Göteborg in diesem Monat erörtert wurden, zeigen, dass die günstige Wirkung der bariatrischen Chirurgie auf die Blutzuckerkontrolle bei leicht und moderat adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes bis zu fünf Jahre lang anhalten kann. Darüber hinaus konnten Patienten nach einer bariatrischen Chirurgie ihren Typ-2-Diabetes im Laufe der Zeit besser kontrollieren, als mit einer Intensivtherapie allein.

Dr. Francesco Rubino, Professor für Chirurgie und Chair of Metabolic and Bariatric Surgery, King’s College London, sagte auf dem Symposium: „Während die Prävention von Diabetes weiterhin sehr wichtig ist, sollten Patienten mit einer solchen Erkrankung Zugang zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten haben; es gibt nun einen Nachweis dafür, dass eine Operation die beste Option für einige Personen mit Typ-2-Diabetes sein kann.“ Er fuhr fort: „Die Richtlinien des DSS-II sind wirklich bahnbrechend, da sie erstmals die Chirurgie als Standard-Behandlungsoption für Diabetes etablieren. Dieses Fazit wird von 45 Organisationen weltweit unterstützt, ein in medizinischen Kreisen bis dahin noch nie gekannter Konsens.“

Das Symposium setzte einen weiteren Fokus auf einen gemeinsam mit der Economist Intelligence Unit (EIU) erarbeiteten Bericht3, der die aktuellen Ansätze zur Adipositaspolitik auf EU- und nationaler Ebene untersucht hat und Schwächen bei den derzeitigen Anstrengungen in Europa aufzeigt.

„Es ist eine ganzheitlichere und kosteneffizientere Strategie zur Bekämpfung von Adipositas erforderlich“, sagte Silvia De Dominicis, Ethicon Franchise VP EMEA. „Es ist jetzt wichtig, dass die Mitgliedstaaten Europas gemeinsam erkennen, dass adipöse Menschen als Patienten behandelt werden sollten. Wir hoffen, dass diese jüngste Untersuchung dabei hilft, in einen kritischen Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu treten, um die Zukunft des Adipositas-Managements gestalten zu können. Es ist an der Zeit zu handeln.“

Adipositas und Stoffwechselkrankheiten haben ein pandemisches Ausmaß erreicht, da fast 30 Prozent der Weltbevölkerung, 2,1 Milliarden Menschen, übergewichtig oder adipös sind4. Gleichzeitig mit dem Anstieg der Adipositasraten, sind auch die Raten für Typ-2-Diabetes gestiegen und 25 bis 27 Prozent der adipösen Menschen haben ebenfalls Typ-2-Diabetes5. Es wird nun davon ausgegangen, dass in Europa 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung adipös sind6 , was zudem erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hat, da jährliche Gesundheitskosten von mehr als 33 Milliarden Euro auf Adipositas zurückzuführen sind.7

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Hinweise für Redaktionen

Über Ethicon: Von der Entwicklung des ersten Nahtmaterials bis hin zur Revolutionierung der Chirurgie mit minimal-invasiven Verfahren, leistet Ethicon* seit mehr als 60 Jahren einen erhebliche Beitrag zur Chirurgie. Unser kontinuierlicher Einsatz zur Gestaltung der Zukunft der Chirurgie basiert auf unserem Engagement, zur Bewältigung der weltweit drängendsten Gesundheitsprobleme beizutragen und das Leben von noch mehr Menschen zu verbessern und zu retten. Durch die chirurgischen Technologien und Lösungen von Ethicon wie Nahtmaterialien, Stapler, Energiegeräte, Trokare und Hämostate und unseren Einsatz bei der Behandlung schwerer Erkrankungen wie Adipositas und Krebs in der ganzen Welt, stellen wir Innovationen bereit, die lebensverändernde Auswirkungen haben. Weitere Informationen finden Sie unter www.ethicon.com und folgen Sie uns auf Twitter @Ethicon.

* Ethicon vertritt die Produkte und Dienstleistungen von Johnson & Johnson Medical Limited, Ethicon Endo-Surgery (Europe) GmbH und einigen Tochtergesellschaften.

Quellenangaben:

1. Rubino F, et al. Metabolic Surgery in the Treatment Algorithm for Type 2 Diabetes: A Joint Statement by International Diabetes Organizations. Diabetes Care Juni 2016;39:861–877

2. Bariatric Surgery Still Tops Meds for Glycemic Control at 5 Years: STAMPEDE. Medscape. 14. April 2016

3. Economist Intelligence Unit. 2015. Confronting Obesity in Europe: Taking action to change the default setting. Verfügbar unter http://www.eiu.com/industry/article/733713257/white-paper---confronting-obesity-in-europe/2015-11-26

4. Dobbs, R., Sawers, C., Thompson, F., Manyika, J., Woetzel, J., Child, P., McKenna, S., Spatharou, A. (2014, November 1). How the world could better fight obesity. Verfügbar unter http://www.mckinsey.com/insights/economic_studies/how_the_world_could_better_fight_obesity.

5. Bays HE, Chapman RH, Grandy S. The relationship of body mass index to diabetes mellitus, hypertension and dyslipidaemia: comparison of data from two national surveys. International Journal of Clinical Practice,61(5), 737–747. 2007. http://doi.org/10.1111/j.1742-1241.2007.01336.x

6. World Health Organization Health Topics. http://www.euro.who.int/en/health-topics/noncommunicable-diseases/obesity/data-and-statistics, abgerufen 5/10/2016

7. Fry J, Finley W. The prevalence and costs of obesity in the EU. Proceedings of the Nutrition Society. 2005;64:359-362

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