Immunocore stellt positive Phase-I-Daten zu IMCgp100 auf der Jahrestagung 2016 der ASCO vor

  • Vollständige Daten aus der First-In-Human-Studie zu IMCgp100 bei metastasiertem Melanom präsentiert, bei der 84 Patienten behandelt wurden
  • Prolongierte Reaktionen sowohl bei uvealem als auch beim kutanen Melanom beobachtet
  • IMCgp100 zeigte ein günstiges Sicherheitsprofil bei beherrschbarer immunvermittelter Toxizität
  • Die vorgestellten Daten unterstützen die Entwicklung im Bereich des uvealen und kutanen Melanoms

OXFORD, England--()--Immunocore, ein weltweit führendes Biotechnologieunternehmen, das neuartige, auf T-Zellen-Rezeptoren (TCR) basierende biologische Medikamente zur Behandlung von Krebs-, Infektions- und Autoimmunerkrankungen entwickelt, meldete heute, dass positive Daten aus der klinischen First-in-Human-Studie der Phase I mit dem fortgeschrittenen ImmTAC (Immune mobilising monoclonal TCRs Against Cancer, immunmobilisierender mTCR gegen Krebs), IMCgp100, in einer Diskussionsrunde mit Posterpräsentation auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) am 5. Juni 2016 vorgestellt wurden.

IMCgp100 ist ein bi-spezifisches First-in-Class-Biologikum, das als T-Zellen-Redirector bezeichnet wird. Dieses ImmTAC bindet mit pikomolarer Affinität an ein mit einem Melanom verbundenes Target, gp100; sobald es daran gebunden ist, leitet IMCgp100 alle T-Zellen um, darunter nicht karzinogene spezifische T-Zellen, um die Krebszellen abzutöten.

In einer Präsentation mit dem Titel: „Safety, Pharmacokinetics and Efficacy of IMCgp100, a First-in-Class Soluble TCR Anti-CD3 Bispecific T Cell Redirector With Solid Tumour Activity: Results From the FIH Study in Melanoma“ präsentierte Mark Middleton MD, Professor of Experimental Cancer Medicine an der Universität Oxford und leitender Studienarzt der Studie, Daten aus der First-in-Human-Studie mit IMCgp100 bei metastasiertem Melanom, bei der insgesamt 84 Patienten behandelt wurden.

IMCgp100 zeigte in der Studie ein günstiges Sicherheitsprofil bei der festgelegten empfohlenen Dosis für die Phase II, wobei sowohl beim uvealen als auch beim kutanen Melanom prolongierte Reaktionen beobachtet wurden. Zudem wurden Tumorschrumpfungen bei Patienten mit einer besonders schlechten Prognose und bei Patienten mit checkpointresistenter Erkrankung festgestellt. Einige immunvermittelte Toxizitäten wurden überwiegend bei einigen der ersten Dosen beobachtet; diese waren beherrschbar. Einige Tage nach Verabreichung der ersten Dosis an Patienten mit kutanem und uvealem Melanom drangen die T-Zellen rasch in die Tumore ein und gleichzeitig fand eine Immunaktivierung statt.

Mark Middleton, Leitender Studienarzt, kommentierte: „Dies sind vielversprechende Daten. Wir erkennen, wie wir das Arzneimittel sicher verabreichen und wir erleben prolongierte Reaktionen beim uvealen und kutanen Melanom. Zudem ist es sehr ermutigend festzustellen, dass die Tumore bei Patienten mit einem hohen LDH-Wert und/oder Lebertumorlast schrumpfen. Diese spannenden Daten sprechen stark für die Weiterentwicklung von IMCgp100 zur Behandlung von Patienten mit uvealem und kutanem Melanom.“

Dr. Christina Coughlin, Chief Medical Officer von Immunocore, ergänzte: „Wir sind erfreut, dass die Daten stark dafür sprechen, den Ausbau des IMCgp100-Programms mit Phase-II-Studien zum kutanen und uvealen Melanom fortzusetzen und wir freuen uns, dass unser fortgeschrittenes Programm weitere klinische Entwicklungsphasen durchlaufen wird.“

Im Januar 2016 erteilte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) dem Arzneimittel IMCgp100 zudem den Orphan-Drug-Status zur Behandlung des uvealen Melanoms. Darüber hinaus hat Immunocore mit IMCgp100 am Adaptive-Pathway-Pilotprogramm der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) teilgenommen. Anfang des Jahres begann Immunocore eine klinische Phase-I-Studie mit IMCgp100 an Patienten mit uvealem Melanom und eine Phase-Ib/II-Kombinationsstudie mit den Checkpoint-Inhibitoren Durvalumab und Tremelimumab von MedImmune.

- ENDE –

Hinweise für Redaktionen

Über Immunocore

Immunocore ist eines der weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen und bietet eine hoch innovative Immunonkologie-Plattformtechnologie namens ImmTACs an. ImmTACs sind eine neuartige Klasse biologischer Medikamente, die auf der proprietären T-Zellen-Rezeptortechnologie (TCR) basieren, die das Potenzial zur Behandlung von Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf wie Krebs, Infektions- und Autoimmunerkrankungen haben. Immunocore bietet, basierend auf jahrzehntelanger Forschung und weltweit führender wissenschaftlicher Innovation bei der Entdeckung von HLA-Zielen und der T-Zellen-Rezeptortechnologie, eine Pipeline von allein und in Partnerschaft mit anderen entwickelten ImmTAC-Programmen mit robusten klinischen Daten, die durch Branchenpartnerschaften mit weltweit führenden Pharmaunternehmen validiert werden. Immunocore entwickelt Programme mithilfe seiner TCR-basierten Plattform als mögliche Therapie für HIV und weitere Infektionserkrankungen, ImmTAVs. Immunocore hat das Ziel, seine Plattform über viele verschiedene Indikationen hinweg zu nutzen und zu einem weltweit anerkannten Biotechnologie-Unternehmen und weltweiten Marktführer in seinem Forschungsgebiet zu werden.

Die weltweit führende Forschungsarbeit und die starke IP-Position von Immunocore haben durch die Zusammenarbeit bei Entdeckungen und die Partnerschaft mit Lilly zur gemeinsamen Entdeckung und Entwicklung die Aufmerksamkeit bedeutender Pharmaunternehmen wie Genentech, GlaxoSmithKline, MedImmune, dem Biologika-Bereich von AstraZeneca, erregt. Das Unternehmen ist zudem Kooperationen mit MedImmune und Lilly für Kombinationsstudien zu seinem führenden Programm IMCgp100 bei Melanom eingegangen. Immunocore entstand 2008 als eine Ausgründung der Universität Oxford und hat seinen Sitz weiterhin in der Nähe von Oxford sowie US-Niederlassungen in der Nähe von Philadelphia. Immunocore beschäftigt mehr als 220 Mitarbeiter. Zu den derzeitigen Investoren von Immunocore zählen renommierte, führende internationale Institute wie Woodford Investment Management, Malin Corporation, Eli Lilly and Company, RTW Investments, Fidelity Management & Research Company sowie Privataktionäre. Weitere Informationen finden Sie unter www.immunocore.com

Über ImmTACs

Die proprietäre Technologie von Immunocore konzentriert sich auf kleine Proteinmoleküle namens ImmTACs (Immune mobilising mTCR Against Cancer, immunmobilisierender mTCR gegen Krebs), die dem Immunsystem ermöglichen, von Krebs befallene Zellen zu erkennen und abzutöten. ImmTACs von Immunocore sind eine neue Medikamentenklasse mit äußerst hoher Affinität für intrazelluläre Krebsziele und sind synthetische, lösliche T-Zellen-Rezeptoren (T-Cell-Receptors, TCRs), die erkrankte Zellen erkennen, die krankheitsspezifische Ziele enthalten. Die ImmTACs ermöglichen zirkulierenden T-Zellen die selektive Identifizierung und Abtötung erkrankter Zellen. Die ImmTAC-Plattform ist aufgrund ihrer hohen Spezifizität und ihres hohen Potenzials einzigartig und lässt sich auf eine breite Palette von intrazellulären Zielen und Erkrankungsindikationen anwenden. ImmTACs können auf bis zu neun Mal so viele Ziele zugreifen wie typische antikörperbasierte Therapien wie beispielsweise monoklonale Antikörper.

TCRs erkennen erkrankte Zellen auf natürliche Weise. Der globale Wettbewerbsvorteil von Immunocore liegt in der Fähigkeit der Entwicklung hoch affiner TCRs und deren Verknüpfung mit einem Antikörperfragment begründet, welches eine sehr starke und spezifische T-Zellen-Reaktion auslöst, um Krebszellen zu erkennen und abzutöten. Der am weitesten fortgeschrittene ImmTAC, IMCgp100, befindet sich derzeit in klinischen Phase-I/IIA-Studien zur Behandlung von Melanom im Spätstadium. Immunocore weist eine wachsende interne Pipeline von ImmTACs auf, die viele verschiedene Krebsarten ansprechen. Außerdem hat das Unternehmen eine große Datenbank intrazellulärer Krebsziele entwickelt.

Die TCR-basierte Plattform kann einen signifikant größeren Bereich von Erkrankungsindikationen identifizieren, als auf derzeit vorhandene Immunonkologie-Wirkstoffe ansprechen, und kombiniert eine sehr hohe Wirksamkeit, vielversprechende Sicherheit und geringe Kosten.

Über das uveale Melanom

Das Melanom nimmt seinen Ausgang von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) in der Haut, im Auge und in den Schleimhäuten. Ein Melanom tritt am häufigsten in der Haut auf, ein okuläres Melanom entsteht jedoch aus den Pigmentzellen im Auge. Als Hauptursache des Melanoms wird die Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung angesehen, die zu einer DNA-Schädigung führt. Das Melanom ist die tödlichste Form aller Hautkrebserkrankungen. 2012 waren weltweit 232.000 Personen von einem Melanom betroffen und es führte zu 55.000 Todesfällen. Das uveale Melanom (UM) ist eine seltene Melanomform, mit einer Inzidenz, die von 5,3 bis 10,9 Fällen pro Million reicht (Singh 2003). Trotz der niedrigen Inzidenzrate (die rund 3 % der Melanomfälle repräsentiert; rund 4.000 Fälle pro Jahr), ist UM das häufigste primäre intraokulare Malignom des Auges bei Erwachsenen in 85 % der Fälle (Patel 2011, Maio 2013). Für das fortgeschrittene uveale Melanom gibt es zurzeit keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.

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Consilium Strategic Communications
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