Gilead gibt Ergebnisse aus Studien zu auf Sofosbuvir basierenden Arzneimittelregimes bei chronischen Hepatitis-C-Patienten mit den Genotypen 2–5 bekannt

-- Bedeutende Heilungsraten bei einer Reihe von Genotypen festgestellt --

The International Liver Congress 2015

WIEN, Österreich--()--Das Unternehmen Gilead Sciences Inc. (NASDAQ: GILD) hat heute die Ergebnisse aus zwei Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit der zu Forschungszwecken eingesetzten und auf Sofosbuvir basierenden Arzneimittelregimes bei Patienten bekannt gegeben, die chronisch mit Hepatitis-C-Viren (HCV) der Genotypen 2, 3, 4 und 5 infiziert sind. BOSON-Studie zu Sovaldi® (Sofosbuvir 400 mg) in Kombination mit Ribavirin (RBV) oder mit pegyliertem Interferon Interferon (PEG)/RBV ergab hohe Heilungsraten bei allen Patienten mit den Genotypen 2 und 3. Unabhängig davon belegten die Ergebnisse einer Phase-2-Studie die Sicherheit und Wirksamkeit von Harvoni® (Ledipasvir 90 mg/Sofosbuvir 400 mg) bei Patienten, die mit den Genotypen 4 oder 5 infiziert waren. Diese Daten werden auf Vorträgen bei der 50. Jahresversammlung (The International Liver Congress™ 2015) der EASL (European Association for the Study of the Liver) in der österreichischen Hauptstadt Wien vorgestellt werden.

Sowohl Sovaldi als auch Harvoni sind in den USA für die Behandlung chronischer HCV-Infektionen zugelassen. Sovaldi wird in Kombination mit anderen Wirkstoffen verwendet, und seine Wirksamkeit konnte bei Patienten mit den Genotypen 1–4 nachgewiesen werden; Harvoni ist bei Patienten mit Hepatitis des Genotyps 1 indiziert.

BOSON (Studie GS-US-334-0153, #LB05), eine randomisierte Phase-3-Studie an 592 Probanden, bewertete die Sicherheit und Wirksamkeit von Sovaldi plus RBV über einen Zeitraum von 16 beziehungsweise 24 Wochen im Vergleich zu einer 12-wöchigen Therapie mit Sovaldi plus PEG/RBV bei neu behandelten oder behandlungserfahrenen Patienten des Genotyps 3 mit und ohne Zirrhose und behandlungserfahrenen Patienten des Genotyps 2 mit Zirrhose. 37 Prozent der Studienteilnehmer litten an Zirrhose.

In Bezug auf ein dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende (SVR12) wurde der höchste Prozentsatz von den Patienten mit Genotyp 3 erreicht, denen über 12 Wochen Sovaldi plus PEG/RBV verabreicht wurde (93 Prozent, n = 168/181), verglichen mit den Probanden, denen Sovaldi mit RBV 24 Wochen (84 Prozent, n = 153/182) beziehungsweise 16 Wochen (71 Prozent, n = 128/181) verabreicht wurde. Die behandlungserfahrenen Patienten des Genotyps 3 mit Zirrhose, die Sovaldi plus PEG/RBV erhielten, wiesen SVR12-Raten von 86 Prozent (30/35) auf.

Bei den Teilnehmern mit Genotyp 2 ergaben sich außerdem für alle Behandlungsarme hohe SVR12-Raten. Bei den Patienten, denen Sovaldi plus PEG/RBV verabreicht wurde, lag die SVR12-Rate jeweils bei 94 Prozent (15/16) und 100 Prozent (17/17), wohingegen bei den Teilnehmern, die während 24 und 16 Wochen Sovaldi plus RBV erhielten, sich eine Rate von 87 Prozent (13/15) ergab.

Sovaldi plus PEG/RBV und Sovaldi plus RBV waren gut verträglich. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse bei der Studie waren Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Übelkeit. Insgesamt brachen sechs Patienten (ein Prozent) die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen ab, von denen einer mit Sovaldi plus PEG/RBV behandelt worden war.

„Es bleibt weiterhin schwierig, ein virologisches Ansprechen bei dem Genotyp 3 zu erzielen, einem der weltweit am häufigsten auftretenden Genotypen, der in Europa und Asien am weitesten verbreitet ist”, sagte Dr. Graham R. Foster, FRCP, Professor für Hepatologie, The Liver Unit, Queen Mary's University of London, Barts Health, London, Großbritannien. „Dieser Ergebnisse sind überzeugend, da sie die höchsten Heilungsraten darstellen, die bislang bei an Zirrhose leidenden, behandlungserfahrenen Patienten mit dem Genotyp 3 bei einer klinischen Phase-3-Studie festgestellt wurden.”

In einer gesonderten Open-Label-Phase-2-Studie zu Harvoni, die in Frankreich durchgeführt wurde (Studie GS-US-337-1119, O056), ergaben sich hohe SVR-Raten sowohl bei neu behandelten wie auch bei behandlungserfahrenen Patienten mit chronischer HCV mit den Genotypen 4 oder 5, von denen 50 Prozent an Zirrhose litten.

93 Prozent der Patienten mit dem Genotyp 4 (41/44) und 95 Prozent der Patienten mit dem Genotyp 5 (39/41) erreichten SVR12. Die Ansprechrate war bei den neu behandelten und den behandlungserfahrenen Patienten ähnlich, unabhängig vom Vorhandensein einer Zirrhose.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (bei mehr als zehn Prozent der Patienten) waren Asthenie, Kopfschmerzen und Ermüdung. Die meisten Ereignisse waren von mildem bis mittlerem Schweregrad und führten in keinem Fall zu einem Abbruch der Teilnahme. Es traten keine klinischen Laborbefunde der Stufen 3 oder 4 auf.

„Die HCV-Genotypen 4 und 5 treten seltener auf als andere Genotypen und sind daher seit jeher nicht genau untersucht worden”, sagte Dr. Dr. Armand Abergel, Abteilung für Hepatologie und Gastroenterologie am Centre Hospitalier Universitaire-Estaing in der Université d'Auvergne im französischen Clermont-Ferrand. „Diese Daten ermöglichen den wichtigen Nachweis, dass das ausschließlich orale, Ribavirin-freie Harvoni-Regime bei vielen Patienten mit den Genotypen 4 oder 5 unabhängig von ihrer Behandlungserfahrung sicher und wirksam ist.”

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Harvoni und Sovaldi wurde für die oben beschriebenen Prüfzwecke nicht nachgewiesen.

Wichtige Sicherheitsinformationen zu Sovaldi

Kontraindikationen

Die Behandlung mit Sovaldi in Kombination mit Ribavirin oder Peginterferon alpha plus Ribavirin ist wegen des mit Ribavirin in Verbindung gebrachten Risikos von fötalen Fehlbildungen und Todesfällen bei schwangeren und gebärfähigen Frauen sowie bei Männern, deren Partnerinnen schwanger sind, kontraindiziert (nicht anwendbar). Die Kontraindikationen für Peginterferon alpha und Ribavirin gelten auch für die Kombinationsbehandlung mit Sovaldi. Eine Liste der jeweiligen Kontraindikationen findet sich in den Verschreibungsinformationen zu Peginterferon alpha und Ribavirin.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Ernsthafte symptomatische Bradykardie bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron und einem weiteren direkt wirkenden antiviralen HCV-Medikament (Direct Acting Antiviral, DAA): Aufgrund des Risikos einer symptomatischen Bradykardie wird die Verwendung von Amiodaron zusammen mit Sovaldi in Kombination mit einem weiteren DAA nicht empfohlen, insbesondere bei Patienten, die auch Betablocker einnehmen oder außerdem unter Komorbiditäten des Herzens und/oder Lebererkrankungen im fortgeschrittenen Stadium leiden. Bei Patienten, für die es keine realistischen Optionen für eine Alternativbehandlung gibt, wird eine Überwachung der Herzfunktion empfohlen. Patienten sollten sich sofort einer medizinischen Untersuchung unterziehen, wenn sie Anzeichen oder Symptome einer Bradykardie feststellen.

Schwangerschaft: Anwendung mit Ribavirin oder Peginterferon alpha und Ribavirin: Mit der Ribavirin-Therapie sollte nur begonnen werden, wenn unmittelbar vor Therapiebeginn ein Bericht über einen negativen Schwangerschaftstest vorliegt. Patientinnen im gebärfähigen Alter und ihre Partner müssen während bis mindestens sechs Monate nach Abschluss der Behandlung zwei Formen von nicht hormoneller Empfängnisverhütung anwenden. Während dieser Zeit muss monatlich ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Siehe Verschreibungsinformationen für Ribavirin.

Verwendung mit potenten P-gp-Induktoren: Rifampin und Johanniskraut sollten nicht zusammen mit Sovaldi verwendet werden, da sie die Plasmakonzentration von Sofosbuvir deutlich senken können, wodurch dessen therapeutische Wirkung gemindert wird.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 20 Prozent, alle Schweregrade):

Bei Kombinationstherapie mit Sovaldi + Peginterferon alpha + Ribavirin: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und Anämie.

Bei Kombinationstherapie mit Sovaldi + Ribavirin: Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Medikamentöse Wechselwirkungen

Zusätzlich zu Rifampin und Johanniskraut wird die gleichzeitige Verabreichung von Sovaldi auch mit Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifabutin, Rifapentin und Tipranavir/Ritonavir nicht empfohlen. Es wird davon ausgegangen, dass eine derartige gleichzeitige Einnahme die Konzentration von Sofosbuvir senkt und dadurch die therapeutische Wirkung mindert.

Wichtige Sicherheitsinformationen zu Harvoni

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Risiko ernsthafter symptomatischer Bradykardie bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron: Die Verwendung von Amiodaron zusammen mit Harvoni wird aufgrund des Risikos symptomatischer Bradykardie nicht empfohlen, insbesondere bei Patienten, die auch Betablocker einnehmen oder außerdem unter Komorbiditäten des Herzens und/oder Lebererkrankungen im fortgeschrittenen Stadium leiden. Bei Patienten, für die es keine realistischen Optionen für eine Alternativbehandlung gibt, wird eine Überwachung der Herzfunktion empfohlen. Patienten sollten sich sofort einer medizinischen Untersuchung unterziehen, wenn sie Anzeichen oder Symptome einer Bradykardie feststellen.

Risiko eines reduzierten therapeutischen Effekts von Harvoni aufgrund von P-gp-Induktoren: Die Verwendung von Rifampin und Johanniskraut zusammen mit Harvoni wird nicht empfohlen, denn diese Arzneimittel können die Plasmakonzentration von Ledipasvir und Sofosbuvir erheblich senken.

Weitere nicht empfohlene Produkte: Die Anwendung von anderen Produkten, die Sofosbuvir (Sovaldi) enthalten, ist zusammen mit Harvoni nicht empfohlen.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 10 Prozent, alle Grade) waren Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Medikamentöse Wechselwirkungen

Zusätzlich zu Rifampin und Johanniskraut wird die gleichzeitige Verabreichung von Harvoni auch mit Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifabutin, Rifapentin und Tipranavir/Ritonavir nicht empfohlen. Es wird davon ausgegangen, dass eine derartige gleichzeitige Einnahme die Konzentration von Ledipasvir und Sofosbuvir senkt und dadurch die therapeutische Wirkung von Harvoni mindert.

Die gleichzeitige Gabe von Harvoni und Simeprevir wird aufgrund erhöhter Konzentrationen von Ledipasvir und Simeprevir nicht empfohlen. Ferner wird die gleichzeitige Gabe von Rosuvastatin oder von Koformulierungen von Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilfumarat aufgrund erhöhter Konzentrationen von Rosuvastatin bzw. Tenofovir nicht empfohlen.

Weitere Informationen zu potenziell signifikanten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, einschließlich klinischer Anmerkungen, finden sich in den vollständigen Verschreibungsinformationen zu Harvoni.

Über Gilead

Gilead Sciences ist ein Biopharmaunternehmen, das innovative Arzneimittel für medizinische Bereiche erforscht, entwickelt und vermarktet, in denen ungedeckter Bedarf besteht. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Versorgung lebensbedrohlich erkrankter Patienten zu verbessern. Gilead ist in über 30 Ländern weltweit tätig und hat seinen Hauptsitz in Foster City im US-Bundesstaat Kalifornien.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995, die Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren unterliegen, darunter Risiken im Zusammenhang mit der Möglichkeit ungünstiger Ergebnisse bei weiteren klinischen Studien zu Sovaldi und Harvoni für verschiedene Patientenpopulationen, darunter diejenigen mit 2, 3, 4 und 5 HCV. Diese Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren könnten dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse wesentlich von den im Rahmen der zukunftsgerichteten Aussagen in Aussicht gestellten Resultaten abweichen. Die Leser werden darauf hingewiesen, sich nicht auf diese zukunftsgerichteten Aussagen zu verlassen. Einzelheiten zu diesen und weiteren Risiken sind im Jahresbericht von Gilead auf Formblatt 10-K für das am 31. Dezember 2014 zu Ende gegangene Jahr enthalten, der bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht wurde. Alle zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf Informationen, die Gilead gegenwärtig vorliegen, und das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung solcher zukunftsgerichteter Aussagen.

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Sovaldi und Harvoni für die USA stehen unter www.gilead.com zur Verfügung.

Sovaldi und Harvoni sind eingetragene Marken von Gilead Sciences, Inc., oder seinen verbundenen Unternehmen.

Weitere Informationen zu Gilead Sciences erhalten Sie auf der Website des Unternehmens unter www.gilead.com, folgen Sie Gilead auf Twitter (@GileadSciences) oder wenden Sie sich an die Gilead-Abteilung für öffentliche Angelegenheiten (Public Affairs) unter +1-800-GILEAD-5 oder +1-650-574-3000.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Gilead Sciences, Inc.
Sung Lee, +1-650-524-7792 (Anleger)
Nathan Kaiser, +1-650-522-1853 (Medien)
Michele Rest, +1-650-577-6935 (Medien)

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