Celgene erhält positive Beurteilung des CHMP zur Erweiterung von REVLIMID® (Lenalidomid) für die durchgehende Behandlung von Patienten mit neu diagnostiziertem, multiplen Myelom, bei denen eine Transplantation nicht möglich ist

BOUDRY, Schweiz--()--Celgene International Sàrl, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Celgene Corporation (NASDAQ: CELG), hat heute bekanntgegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine positive Stellungnahme für die durchgehende, orale Behandlung mit REVLIMID bei erwachsenen Patienten, die an einem bislang unbehandelten multiplen Myelom leiden und die für eine Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, verabschiedet hat.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel überprüft die Anträge aller 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sowie von Norwegen, Liechtenstein und Island. Es wird erwartet, dass die Europäische Kommission, die normalerweise den Empfehlungen des CHMP folgt, in etwa zwei Monaten eine finale Entscheidung trifft. Wenn die Genehmigung erteilt wird, werden detaillierte Anweisungen für die Verwendung des Produkts in der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC) beschrieben, die im überarbeiteten Europäischen Öffentlichen Beurteilungsbericht (EPAR) veröffentlicht wird.

Das multiple Myelom ist eine chronische und lebensbedrohliche Blutkrebserkrankung, die sich durch Tumorproliferation und Unterdrückung des Immunsystems auszeichnet.1 Es handelt sich um eine seltene aber tödliche Erkrankung: 2012 wurde das multiple Myelom in Europa bei 38.900 Menschen neu diagnostiziert. Im gleichen Jahr verstarben 24.300 Menschen an der Erkrankung.2 Im Mittel wird das multiple Myelom im Alter zwischen 65 und 74 Jahren diagnostiziert.3 Viele der neu diagnostizierten Patienten sind für aggressive Behandlungsmethoden, wie z. B. hochdosierte Chemotherapie mit Stammzelltransplantation, nicht geeignet.4 Zurzeit gibt es keine Behandlungsmethode, die zur dauerhaften Behandlung von Patienten mit neu diagnostiziertem, multiplen Myelom zugelassen ist und das langfristige Management der Erkrankung unterstützt.5

„Wenn wir bei der ersten Diagnosestellung eine Therapie empfehlen, zielen wir darauf ab, die Erkrankung so lange wie möglich unter Kontrolle zu halten“, so Professor Thierry Facon, Services des Maladies du Sang, Hôpital Claude Huriez und CHRU Lille in Frankreich. „Die positive Beurteilung von REVLIMID für die durchgehende Behandlung von erwachsenen Patienten mit bislang unbehandeltem, multiplen Myelom, welche nicht für eine Transplantation geeignet sind, ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer neuen Therapie welche den Patienten längere Zeit ohne Fortschreiten der Erkrankung erlaubt.“

Die erwartete Entscheidung der Europäischen Kommission ist der jüngste Meilenstein für das europäische Paradeprodukt von Celgene sowie für den fortwährenden Schwerpunkt auf der Entwicklung innovativer Medikamente für seltene hämatologische Erkrankungen. REVLIMID ist in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiplem Myelom indiziert, die zuvor bereits mindestens eine Therapie erhalten haben. REVLIMID ist außerdem bei Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 indiziert, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie einhergeht, wenn andere Therapiemethoden unzureichend oder unangemessen sind.

Tuomo Pätsi, President von Celgene in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, stellte fest: „Die Meinung des Ausschusses für Humanarzneimittel spiegelt die bedeutende Rolle wider, die Therapien wie REVLIMID bei der Behandlung seltener hämatologischer Krebserkrankungen, wozu auch das multiple Myelom gehört, übernehmen. Innovative Arzneimittel tragen entscheidend zur Verbesserung der Behandlungserfolge bei. Ungeachtet der enormen Fortschritte in den vergangenen 10 Jahren jedoch bleibt das Myelom bei der großen Mehrheit der Patienten unheilbar, aus diesem Grund sind neue Therapien erforderlich. Bei Celgene investieren wir nach wie vor über ein Drittel unserer Einnahmen wieder in die Forschung und Entwicklung, um neue Behandlungsmethoden für diese Patienten zu finden. Wir hoffen, dass tödliche Erkrankungen, wie das multiple Myelom, eines Tages zu kontrollierbaren, chronischen Erkrankungen werden.“

Die Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel hinsichtlich neu diagnostizierter multipler Myelome beruhte auf den Ergebnissen zweier ausschlaggebender Studien: MM-015 und MM-020 (auch bekannt als FIRST). Die Ergebnisser dieser Studien wurden bereits veröffentlicht.

  • Die FIRST-Studie, MM-020,6 war die grösste, randomisierte Phase III Studie mit 1.623 Patienten mit neu diagnostiziertem, multiplen Myelom, die für eine Stammzelltransplantation nicht geeignet waren. Die Studie verglich Lenalidomid-Dexamethason (Rd) verabreicht in 28-Tage Zyklen bis zum Fortschreiten der Erkrankung mit Rd-Verabreichung für 72 Wochen (18 Zyklen) und Melaphalan-Prednisone-Thalidomid (MPT) für 72 Wochen.
  • MM-0157 war eine Phase III Studie mit 459 Patienten in der die Einleitung mit Melphalan–Prednison–Lenalidomid und eine anschließende Lenalidomid-Erhaltungstherapie (MPR-R) mit Melphalan-Prednison-Lenalidomid (MPR) oder Melphalan-Prednison (MP) und anschließender Placebobehandlung von Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom über dem Alter von 65 Jahren verglichen wurde.

REVLIMID ist zurzeit in keinem Land für die Behandlung von neu diagnostiziertem, multiplen Myelom indiziert.

Über REVLIMID®

REVLIMID in Kombination mit Dexamethason ist in fast 70 Ländern in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, Nahost und Asien zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die sich mindestens einer Vorbehandlung unterzogen haben. In Australien und Neuseeland ist der Wirkstoff in Verbindung mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten zugelassen, bei denen die Krankheit nach einer Vorbehandlung fortgeschritten ist.

In den USA, Kanada, der Schweiz, Australien, Neuseeland und verschiedenen lateinamerikanischen Ländern sowie in Malaysia und Israel ist REVLIMID auch zur Behandlung von Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 zugelassen, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzliche zytogenetische Anomalien einhergeht. In Europa ist das Medikament zur Behandlung von Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 zugelassen, das mit einer isolierten zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie einhergeht, wenn andere Therapieoptionen nicht ausreichen oder versagen.

Darüber hinaus ist REVLIMID ist in den USA zur Behandlung von Patienten mit Mantelzell-Lymphom (MCL) zugelassen, deren Krankheit nach zwei Vorbehandlungen, von denen eine Bortezomib beinhaltete, rezidiviert oder fortgeschritten ist. In der Schweiz ist REVLIMID für die Behandlung von Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem MCL nach vorheriger Therapie, die Bortezomib und eine Chemotherapie/Rituximab enthielt, indiziert.

Regulatorische Informationen zur Verwendung von REVLIMID® in den USA

REVLIMID (Lenalidomid) ist in Kombination mit Dexamethason bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom (MM) indiziert, die sich mindestens einer Vorbehandlung unterzogen haben.

REVLIMID (Lenalidomid) ist außerdem bei Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 indiziert, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzliche zytogenetische Anomalien einhergeht.

REVLIMID (Lenalidomid) ist für die Behandlung von Patienten mit Mantellzelllymphom (MCL), deren Krankheit nach zwei vorangegangenen Therapien, wovon eine Bortezomib beinhaltete, rezidiviert oder fortgeschritten ist, indiziert.

REVLIMID ist nicht indiziert und nicht empfohlen für die Behandlung von Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) ausserhalb von kontrollierten, klinischen Studien.

Wichtige Sicherheitsinformationen

WARNUNG: EMBRYOFÖTALE TOXIZITÄT, HÄMATOLOGISCHE TOXIZITÄT und VENÖSE und ARTERIELLE THROMBOEMBOLIEN

EMBRYOFÖTALE TOXIZITÄT

  • Lenalidomid, ein Thalidomid-Analogpräparat, rief in einer mit Affen durchgeführten Entwicklungsstudie Missbildungen der Extremitäten hervor, ähnlich den bekannten, durch Thalidomid verursachten Geburtsdefekten bei Menschen. Wird Lenalidomid während der Schwangerschaft eingenommen, kann es zu Missbildungen oder zum Tode des ungeborenen Kindes führen.
  • Eine Schwangerschaft muss vor Beginn der Behandlung ausgeschlossen werden. Während der Behandlung muss eine Schwangerschaft durch zwei zuverlässige Verhütungsmethoden verhindert werden.

REVLIMID ist nur im Rahmen eines eingeschränkten Vertriebsprogramms namens „REVLIMID REMS™ “ (das frühere „RevAssist®”- Programm) erhältlich.

HÄMATOLOGISCHE TOXIZITÄT

REVLIMID kann signifikante Neutropenie und Thrombozytopenie verursachen.

  • Bei MDS-Patienten mit 5q-Deletion sollte das Blutbild in den ersten acht Therapiewochen wöchentlich, danach mindestens einmal monatlich kontrolliert werden.

VENÖSE UND ARTIERELLE THROMBOEMBOLIEN

  • Dieses Arzneimittel zeigte ein deutlich erhöhtes Risiko von tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie (LE) sowie von mykardialen Infarkten und Schlaganfällen bei Patienten mit multiplem Myelom, die REVLIMID in Verbindung mit Dexamethason erhielten. Thromboseprophylaxe wird empfohlen.

KONTRAINDIKATIONEN

Schwangerschaft:

  • REVLIMID kann bei Verabreichung während der Schwangerschaft den Fötus schädigen. Bei schwangeren Frauen ist Lenalidomid kontraindiziert. Falls das Arzneimittel während der Schwangerschaft verabreicht wird oder wenn die Patientin im Verlauf einer Behandlung mit REVLIMID schwanger wird, ist die Patientin über die potenziellen Gefahren für den Fötus zu informieren.

Allergische Reaktionen:

  • REVLIMID ist kontraindiziert bei Patienten, bei denen eine Überempfindlichkeit gegen Lenalidomid aufgetreten ist (z.B. Angioödem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

Embryofötale Toxizität:

  • REVLIMID ist ein Analogpräparat von Thalidomid. Thalidomid ist als fruchtschädigend (teratogen) beim Menschen bekannt und verursacht lebensbedrohliche Missbildungen bei Ungeborenen oder sogar den Tod. Eine Studie der embryofötalen Entwicklung an Primaten zeigte, dass Lenalidomid bei den Jungtieren weiblicher Affen, denen das Arzneimittel während der Tragzeit verabreicht wurde, Missbildungen verursachte, die den Missbildungen entsprachen, die beim Menschen nach der Einnahme von Thalidomid während der Schwangerschaft beobachtet wurden.
  • Frauen im gebärfähigen Alter: Frauen im gebärfähigen Alter müssen mindestens vier Wochen vor Beginn einer Therapie mit REVLIMID, während der Therapie, bei Therapieunterbrechungen und für mindestens vier Wochen nach Abschluss der Therapie eine Schwangerschaft vermeiden. Sie müssen heterosexuellen Sexualkontakt strikt vermeiden oder zwei wirksame Schwangerschaftsverhütungsmethoden bereits vier Wochen vor Beginn einer Behandlung mit REVLIMID, während der Therapie, bei Therapieunterbrechungen und für einen Zeitraum von vier Wochen nach Abschluss einer REVLIMID-Therapie anwenden. Sie müssen vor Beginn der Therapie zusätzlich zwei negative Schwangerschaftstests vorlegen.
  • Männliche Patienten: Lenalidomid konnte im Sperma von Patienten, die das Arzneimittel einnehmen, nachgewiesen werden. Daher müssen Männer, die REVLIMID einnehmen oder das Arzneimittel vor weniger als 28 Tagen abgesetzt haben, bei jedem Sexualkontakt mit Frauen im gebärfähigen Alter stets ein synthetisches oder Latex-Kondom benutzen, selbst wenn sie sich einer erfolgreichen Vasektomie unterzogen haben. Männliche Patienten, die mit REVLIMID behandelt werden, dürfen kein Sperma spenden.
  • Blutspenden: Patienten dürfen im Verlauf einer Behandlung mit REVLIMID und für einen Zeitraum von einem Monat nach Abschluss einer Therapie kein Blut spenden, da das Blut auf eine schwangere Frau übertragen werden kann, deren Fötus nicht mit REVLIMID in Kontakt kommen darf.

PROGRAMM REVLIMID REMS®

Aufgrund der potenziellen embryofötalen Toxizität ist REVLIMID ausschließlich über ein eingeschränktes Programm im Rahmen einer Strategie zur Risikoevaluierung und -minderung (Risk Evaluation and Mitigation Strategy, REMS) erhältlich, dem sogenannten REVLIMID-REMS-Programm (davor „RevAssist®”-Programm). Verschreibende Ärzte und Apotheker müssen für das Programm zertifiziert sein und die Patienten müssen eine Einverständniserklärung unterzeichnen und die Anforderungen vollständig erfüllen. Weitere Informationen über das Programm REVLIMID REMS erhalten Sie unter www.celgeneriskmanagement.com oder unter der Telefonnummer 1-888-423-5436.

Hämatologische Toxizität: REVLIMID kann signifikante Neutropenie und Thrombozytopenie verursachen. Multiples Myelom: Bei Patienten, die REVLIMID zur Behandlung des multiplen Myeloms einnehmen, sollte das komplette Blutbild in den ersten zwölf Wochen vierzehntäglich, danach monatlich überwacht werden. In den gemeinsam betrachteten Studien zum multiplen Myelom traten hämatologische Toxizitäten 3. und 4. Grades bei Patienten, die mit REVLIMID und Dexamethason in Kombination behandelt wurden, häufiger auf als bei Patienten, die nur Dexamethason erhielten. Mantelzell-Lymphom: Bei Patienten, die REVLIMID zur Behandlung von MCL einnehmen, sollte das komplette Blutbild während des ersten Zyklus (28 Tage) wöchentlich, während der Zyklen 2-4 vierzehntäglich und danach monatlich überwacht werden. 43% der Patienten berichteten über Grad 3 bis 4 Neutropenie in den MCL-Studien. Grad 3 und 4 Thrombocytopenie wurde in 28% der Patienten beobachtet. Bei diesen Patienten kann eine Unterbrechung und/oder Verringerung der Dosis notwendig sein.

Venenthromboembolische Ereignisse: Venenthromboembolische Ereignisse (in erster Linie tiefe Venenthrombosen und Lungenembolie) traten bei Patienten auf, bei denen ein multiples Myelom mit einer Lenalidomid-Kombinationstherapie oder ein myelodysplastisches Syndrom (MDS) oder MCL mit Lenalidomid als Monotherapie behandelt wurde. Es ist nicht bekannt ob prophylaktische Antikoagulationstherapie oder Antiplättchentherapie verschrieben zusammen mit REVLIMID das Potenzial für venöse Thromboembolismen reduziert.

Erhöhte Mortalität bei Patienten mit CLL: In klinischen Studien mit Erstlinienbehandlung von Patienten mit CLL, führte Monotherapie mit REVLIMID zu einem erhöhten Sterberisiko im Vergleich zu Chlorambucil-Monotherapie. Laut einer vorläufigen Analye gab es 34 Todesfälle bei 210 Patienten im REVLIMID Behandlungsarm, verglichen mit 18 Todesfällen bei 211 Patienten im Chlorambucil Behandlungsarm, der Risikoquotient für Überleben war 1,92 [95% Konfidenzintervall: 1,08-3.41] konsistent mit einem um 92% erhöhten Sterberisiko. Schwerwiegende kardiovaskuläre Nebenwirkungen, einschliesslich Vorhofflimmern, Myokardinfarkt und Herzversagen ereigneten sich öfter im REVLIMID Behandlungsarm. REVLIMID ist nicht indiziert and nicht empfohlen für die Verwednung bei CLL ausserhalb kontrollierter, klinischer Studien.

Sekundäre Primärtumore: MM-Patienten, die im Rahmen von Studien Lenalidomid sowie Melphalan und Stammzelltransplantationen erhielten, wiesen ein vermehrtes Auftreten sekundärer Primärtumore auf, insbesondere akute myeloische Leukämie (AML) und Hodgkin-Lymphom, verglichen mit ähnlich behandelten Patienten in den Kontrollarmen, die kein Lenalidomid erhielten. Patienten sind auf die Entwicklung sekundärer Krebserkrankungen zu überwachen. Berücksichtigen Sie sowohl den potenziellen Nutzen von Lenalidomid als auch das Risiko sekundärer Primärtumore, wenn Sie eine Behandlung mit Lenalidomid in Betracht ziehen.

Hepatotoxizität: Fälle von Leberversagen, unter anderem mit fatalem Ausgang, wurden bei Patienten, die mit Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason behandelt wurden, gemeldet. Der Mechanismus der Medikations-induzierten Lebertoxizität ist unbekannt. Vorangegangene virale Lebererkrankungen, erhöhte Basiswerte von Leberenzymen sowie gleichzeitig verabreichte Medikamente können Risikofaktoren darstellen. Die Leberenzyme sollten regelmässig überwacht werden. Bei Ansteigen der Leberenzyme sollte die Behandlung mit REVLIMID so lange unterbrochen werden bis die Werte auf das Niveau der Ausgangswerte zurückgekehrt sind. Dann kann eine Wiederaufnahme der Therapie mit reduzierter Dosis in Betracht gezogen werden.

Allergische Reaktionen: Es wurde von Angioödemen und schweren dermatologischen Reaktionen berichtet, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Lyell-Syndrom (toxische epidermale Nekrolyse, TEN). Diese Ereignisse können tödlich verlaufen. Patienten mit einer Vorgeschichte von Hautausschlägen 4. Grades in Verbindung mit einer Thalidomidtherapie sollten REVLIMID nicht einnehmen. Bei Hautausschlägen 2. bis 3. Grades ist die Unterbrechung oder das Absetzen von REVLIMID in Betracht zu ziehen. Bei Angioödem, Hautausschlägen 4. Grades, exfoliativer Dermatitis, bullösen Hautausschlägen oder bei Verdacht auf SJS oder TEN ist REVLIMID abzusetzen und nach derartigen Reaktionen nicht wieder aufzunehmen. REVLIMID-Kapseln enthalten Laktose. Bei Patienten mit Laktoseintoleranz sollten deshalb Risiken und Nutzen einer REVLIMID-Behandlung abgewogen werden.

Tumorlyse-Syndrom: Im Verlauf der Lenalidomid-Therapie wurden Fälle des Tumorlyse-Syndroms mit tödlichem Ausgang berichtet. Das Risiko des Tumorlyse-Syndroms besteht insbesondere bei Patienten mit einer hohen Tumorbelastung vor der Therapie. Diese Patienten sind streng zu überwachen, und es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

„Tumor-Flare“-Reaktion (TFR): Ein Aufflammen von Tumorsymptomen (Tumor-Flare) wurde während der experimentellen Verwendung von Lenalidomid zur Behandlung von chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und Lymphomen beobachtet. Typische Reaktionen waren geschwollene und schmerzempfindliche Lymphknoten, niedriges Fieber, Schmerzen und Ausschläge. Die Behandlung von CLL oder Lymphomen mit Lenalidomid außerhalb einer sorgfältig überwachten klinischen Studie wird nicht empfohlen.

Eine sorgfältige Überwachung und Untersuchung auf eine Tumor-Flare-Reaktion (TFR) wird empfohlen. Ein Tumor-Flare kann ein Fortschreiten der Erkrankung (Progress, PD) vortäuschen. Bei Patienten mit TFR Grad 3 oder 4 ist die Behandlung mit Lenalidomid auszusetzen, bis sich die TFR auf ≤ Grad 1 zurückgebildet hat. In der MCL-Studie kam es bei etwa 10% der Patienten zu einer TFR; alle Fälle wurden als Schweregrad 1 oder 2 eingestuft. Alle Ereignisse traten in Zyklus 1 auf und bei ein Patient entwickelte erneut eine TFR im Zyklus 11. Bei Patienten mit TFR Grad 1 und 2 kann die Behandlung mit Lenalidomid im Ermessen des Arztes ohne Unterbruch oder Modifikation fortgesetzt werden. Patienten mit TFR Grad 1 und 2 könne auch mit Kortikosteroiden, nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) und/oder narkotischen Analgetika therapiert werden. Patienten mit Grad 3 oder 4 TFR können zum Management der Symptome gemäss der Richtlinien für Grad 1 und 2 TFR behandelt werden.

NEBENWIRKUNGEN

Multiples Myelom

  • In der REVLIMID-/Dexamethason-Behandlungsgruppe wurde bei 269 Patienten (76 %) mindestens eine Dosisunterbrechung mit oder ohne Dosisverringerung von REVLIMID vorgenommen, im Vergleich zu 199 (57 %) der Placebo-/Dexamethason-Behandlungsgruppe.
  • Von den Patienten, bei denen die Dosis mit oder ohne Dosisverringerung einmal unterbrochen wurde, 76 % (269/353) vs. 57 % (199/350), erfolgte bei 50 % der REVLIMID/Dexamethason- Behandlungsgruppe mindestens eine weitere Dosisunterbrechung mit oder ohne Dosisverringerung, verglichen mit 21 % in der Placebo/Dexamethason-Behandlungsgruppe.
  • Die meisten Nebenwirkungen und Nebenwirkungen 3. oder 4. Grades traten bei MM-Patienten, die die Kombination von REVLIMID/Dexamethason erhielten, häufiger auf als in der Placebo/Dexamethason-Gruppe.
  • Neutropenie 3. bzw. 4. Grades traten im Vergleich zwischen der REVLIMID/Dexamethason- Gruppe und der Placebo/Dexamethason-Gruppe bei 33,4 % vs. 3,4 % auf und febrile Neutropenie 3. bzw. 4. Grades trat bei 2,3 % vs. 0 % auf.
  • Das Auftreten tiefer Venenthrombose (TVT) wurde als schwere Arzneimittelnebenwirkung (7,4%) oder als Grad 3 bzw. 4 (8,2 %) in der REVLIMID/Dexamethason-Behandlungsgruppe beobachtet, im Vergleich zu 3,1 % und 3,4 % in der Placebo/Dexamethason-Behandlungsgruppe. In den Behandlungsgruppen kam es mit vergleichbarer Häufigkeit zu Einnahmeabbrüchen aufgrund von TVT.
  • Das Auftreten von Lungenembolie (LE) wurde als schwere Arzneimittelnebenwirkung (3,7 %) oder Grad 3 bzw. 4 (4,0 %) in der REVLIMID/Dexamethason-Behandlungsgruppe beobachtet, im Vergleich zu 0,9 % und 0,9 % in der Placebo/DexamethasonBehandlungsgruppe. In den Behandlungsgruppen kam es mit vergleichbarer Häufigkeit zu Einnahmeabbrüchen aufgrund von LE.
  • Nebenwirkungen, die bei mindestens 15 % der MM-Patienten beobachtet wurden (REVLIMID/Dexamethason vs. Dexamethason/Placebo): Müdigkeit (44 % vs. 42 %), Neutropenie (42 % vs. 6 %), Verstopfung (41% vs. 21 %), Diarrhö (39 % vs. 27 %), Muskelkrämpfe (33 % vs. 21 %), Anämie (31 % vs. 24 %), Fieber (28 % vs. 23 %), peripheres Ödem (26 % vs. 21 %), Übelkeit (26 % vs. 21 %), Rückenschmerzen (26 % vs. 19 %), Infektionen der oberen Atemwege (25 % vs. 16 %), Atemnot (24 % vs. 17 %), Schwindelgefühl (23 % vs. 17 %), Thrombozytopenie (22 % vs. 11 %), Ausschlag (21 % vs. 9 %), Zittern (21 % vs. 7 %), Gewichtsverlust (20 % vs. 15 %), Nasenrachenraumentzündung (18 % vs. 9 %), verschwommene Sicht (17 % vs. 11 %), Appetitlosigkeit (16 % vs. 10 %) und Geschmacksstörung (15 % vs. 10 %).

Myelodysplastische Syndrome

  • Thrombozytopenie (61,5 %; 91/148) und Neutropenie (58,8 %; 87/148) waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die bei den MDS-Patienten mit 5q-Deletion beobachtet wurden.
  • Nebenwirkungen 3. und 4. Grades, die bei mindestens 5 % der MDS-Patienten mit 5q-Deletion beobachtet wurden, waren: Neutropenie (53 %), Thrombozytopenie (50 %), Lungenentzündung (7 %), Ausschlag (7%), Anämie (6 %), Leukozytopenie (5 %), Müdigkeit (5 %), Dyspnoe, (5 %) und Rückenschmerzen (5 %).
  • Weitere Nebenwirkungen, die bei mindestens 15 % der MDS-Patienten mit 5q-Deletion (REVLIMID) auftraten: Diarrhö (49 %), Pruritus (42 %), Ausschlag (36 %), Müdigkeit (31 %), Verstopfung (24 %), Übelkeit (24 %), Rhinopharyngitis (23 %), Gelenkschmerzen (22 %), Pyrexie (21 %), Rückenschmerzen (21 %), peripheres Ödem (20 %), Husten (20 %), Schwindelgefühl (20 %), Kopfschmerzen (20 %), Muskelkrämpfe (18 %), Dyspnoe (17 %), Pharyngitis (16 %), Nasenbluten (15 %), Asthenie (15 %) und Infektionen der oberen Atemwege (15 %).

Mantelzell-Lymphom

  • Unerwünschte Ereignisse 3. und 4. Grades wurden bei ≥5% der Patienten berichtet die mit REVLIMID in der MCL-Studie behandelt wurden (N=134); diese inkludierten Neutropenie (43%), Thrombocytopenie (28%), Anämie (11%), Pneumonie (9%), Leukopenie (7%), Müdigkeit (7%), Diarrhoe (6%), Dyspnoe (6%) und febrile Neutropenie (6%).
  • Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden in in ≥2% der Patienten die mit REVLIMID Monotherapie behandelt wurden beobachtet; diese inkludierten chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Clostridium difficile Kolitis, Sepsis, Basalzell-Karzinom und supraventrikuläre Tachykardie.
  • Unerwünschte Ereignisse wurden für in ≥15% der Patienten berichted, die in der MCL-Studie mit REVLIMID behandelt wurden; diese inkludierten Neutropenie (49%), Thrombozytopenie (36%), Müdigkeit (34%), Anämie (31%), Diarrhoe (31%), Übelkeit (30%), Husten (28%), Fieber (23%), Ausschlag (22%), Dyspnoe (18%), Pruritus (17%), periphäres Ödem (16%), Obstipation (16%) und Leukopenie (15%).
  • Unerwünschte Ereignisse bei Patienten die in der MCL-Studie mit REVLIMID behandelt wurden, führten zu mindestens einer Dosisunterbrechung bei 76 (57%) Patienten, zu mindestens einer Dosisreduktion bei 51 (38%) Patienten und Abbruch der Behandlung bei 26 (19%) Patienten.

WECHSELWIRKUNGEN

Die regelmäßige Überwachung der Digoxinplasmawerte, im Einklang mit der klinischen Urteilsbildung und auf der Grundlage der standardmäßigen klinischen Praxis zur Behandlung von Patienten, die dieses Medikament erhalten, wird während der Verabreichung von REVLIMID empfohlen. Es ist nicht bekannt, ob es eine Wechselwirkung zwischen Dexamethason und Warfarin gibt. Die PT- und INR- Werte gleichzeitig mit Warfarin behandelter MM-Patienten sind streng zu überwachen. Erythropoetische Wirkstoffe oder andere Mittel, die u.U. das Thromboserisiko erhöhen, wie z.B. östrogenhaltige Medikamente, sind bei MM-Patienten, die Lenalidomid in Verbindung mit Dexamethason erhalten, mit Vorsicht zu verwenden

ANWENDUNG BEI BESTIMMTEN PATIENTENGRUPPEN

Schwangerschaft: Bei Eintritt einer Schwangerschaft im Verlauf einer Behandlung ist die Medikation sofort zu unterbrechen. In diesen Fällen sind die Patientinnen an einen auf dem Gebiet der Reproduktionstoxizität erfahrenen Facharzt für Geburtshilfe/Gynäkologie zu überweisen, um eine genauere Untersuchung durchzuführen und die Patientin zu beraten. Bei Verdacht auf fetalen Kontakt mit REVLIMID muss die FDA über das MedWatch Programm unter der Telefonnummer 1-800-332-1088 und die Celgene Corporation unter der Nummer 1-888-423-5436 benachrichtigt werden.

Stillende Mütter: Es ist nicht bekannt, ob REVLIMID über die Muttermilch ausgeschieden wird. Da viele Medikamente über die Muttermilch ausgeschieden werden und aufgrund möglicher nachteiliger Auswirkungen auf Säuglinge ist entweder das Absetzen des Arzneimittels oder das Abstillen in Betracht zu ziehen, wobei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter zu berücksichtigen ist.

Kinder und Jugendliche: Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen im Alter von weniger als 18 Jahren sind nicht belegt.

Ältere Patienten: Da die Nierenfunktion bei älteren Patienten eher abnimmt, ist die Dosierung bei diesen sehr sorgsam zu wählen. Eine Überwachung der Nierenfunktion wird angeraten.

Nierenfunktionsstörung: Da REVLIMID hauptsächlich unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, werden Anpassungen der REVLIMID-Anfangsdosis empfohlen, um eine geeignete Arzneimittelmenge bei Patienten mit moderater (ClKr 30-60 ml/min) oder schwerer Nierenfunktionsstörung (ClKr < 30 ml/min) und bei Dialyse-Patienten sicherzustellen.

Bitte beachten Sie die ausführlichen Verschreibungsinformationen, einschließlich besonderer WARNHINWEISE, KONTRAINDIKATIONEN, WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN und NEBENWIRKUNGEN.

Über Celgene

Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry im Schweizer Kanton Neuchâtel ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und internationaler Hauptsitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey und ist ein integriertes, weltweit tätiges Biopharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.celgene.com. Folgen Sie Celgene auf Twitter @Celgene und auf Pinterest und LinkedIn.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, bei denen es sich im Allgemeinen um Aussagen handelt, die keine historischen Fakten darstellen. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist überzeugt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Die zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung und geben nur den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder. Wir unterliegen keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen aufgrund von neuen Informationen oder zukünftigen Ereignissen, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Zukunftsbezogene Aussagen unterliegen Risiken und Unwägbarkeiten, von denen die meisten schwer vorhersehbar sind und in der Regel nicht unserer Kontrolle unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsbezogenen Aussagen implizierten Ergebnissen abweichen. Dies ist auf die Auswirkungen einer Reihe von Faktoren zurückzuführen, von denen viele in unserem Jahresbericht auf Formblatt 10-K und in unseren anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Berichten ausführlich beschrieben sind.

Alle registrierten Handelsmarken sind Eigentum der Celgene Corporation.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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Literatur

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