REVLIMID® und VIDAZA® Kombinationstherapie erzielt bei fast 30 Prozent der nicht vorbehandelten älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie ein komplettes Ansprechen

ABSTRACT # 3575

BOUDRY, Schweiz--()--Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) gab heute bekannt, dass die Ergebnisse einer Studie zur Prüfung der Kombinationstherapie von REVLIMID (Lenalidomid) und VIDAZA (Azacitidin) bei über 60-jährigen Patienten mit nicht vorbehandelter akuter myeloischer Leukämie (AML) auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Hämatologie-Gesellschaft in Atlanta (Georgia/USA) präsentiert wurden.

In der von Forschern eingeleiteten Phase-II-Studie erhielten die Probanden an den Tagen 1 bis 7 je 75mg/m2/Tag Azacitidin, gefolgt von 50 mg/Tag Lenalidomid an den Tagen 8 bis 28 von 42-tägigen Behandlungszyklen. Die Therapie wurde so lange fortgesetzt, bis die Krankheit weiter fortschritt, bis unannehmbare nachteilige Ereignisse auftraten oder bis 12 Zyklen abgeschlossen waren.

Insgesamt nahmen 42 Patienten an der Studie teil. Die Gesamtansprechrate lag bei 41 Prozent, wobei 28 Prozent der Probanden ein komplettes Ansprechen (CR/CRi) erzielten. Der mittlere Zeitraum bis zum CR und CRi betrug 12 bzw. 6 Wochen. Die mittlere Ansprechdauer (CR/CRi/PR) lag bei 28 Wochen (Bereich von 6 bis über 104 Wochen). Die mittlere Gesamtüberlebensdauer aller Studienprobanden lag bei 20 Wochen (Bereich von 1 bis >121 Wochen) bzw. 69 Wochen (Bereich von 10 bis >121 Wochen) bei den Patienten, die auf die Therapie ansprachen. Außerdem lag die mittlere Gesamtüberlebensdauer bei ansprechenden Patienten höher als bei nicht ansprechenden Patienten (69 vs. 15 Wochen p<0,01).

Die häufigsten nachteiligen Ereignisse waren Magen-Darm-Störungen 1. oder 2. Grades. Es trat jeweils ein Fall von Fieber, Sepsis, Hypoaträmie, Pneumonitis und SIRS-Syndrom 3. Grades auf.

Derzeit läuft eine dreiarmige Phase-II-Studie mit älteren AML-Patienten, um die Azacitidin-Monotherapie, Azacitidin gefolgt von Lenalidomid (50 mg) und Lenalidomid-Monotherapie zu prüfen.

Die Daten stammen aus einer Forschungsstudie. REVLIMID® plus VIDAZA® ist nicht für die Therapierung von akuter myeloischer Leukämie zugelassen.

Über REVLIMID®

REVLIMID ist in Kombination mit Dexamethason in fast 70 Ländern in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, Nahost und Asien zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die sich mindestens einer Vorbehandlung unterzogen haben. In Australien und Neuseeland ist der Wirkstoff in Verbindung mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten zugelassen, bei denen die Krankheit nach einer Vorbehandlung fortgeschritten ist.

In den USA, Kanada, der Schweiz, Australien, Neuseeland und mehreren lateinamerikanischen Ländern sowie Malaysia und Israel ist REVLIMID außerdem zur Behandlung von transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 zugelassen, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzliche zytogenetische Anomalien einhergeht. In einer Reihe weiterer Länder werden Anträge auf Marktzulassung derzeit geprüft.

Im Rahmen seiner bahnbrechenden Entwicklungsarbeit schafft Celgene seit 1998 Umgebungen, in denen Patienten in Sicherheit von seinen krankheitsverändernden Behandlungsmitteln profitieren können. Dadurch hatten Hunderttausende von Patienten auf der gesamten Welt Zugang zu den klinischen Vorteilen unserer Arzneimittel über unsere ergebnisbasierten Risikomanagementinitiativen wie S.T.E.P.S®, RevAssist® und RevMate®, welche die Grundlage unseres Engagements für Patientensicherheit bilden.

Regulatorische Informationen zur Verwendung von Revlimid in den USA

REVLIMID® (Lenalidomid) ist in Kombination mit Dexamethason bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom (MM) indiziert, die sich mindestens einer Vorbehandlung unterzogen haben.

REVLIMID® (Lenalidomid) ist außerdem bei Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 indiziert, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzlichen zytogenetischen Anomalien einhergeht.

Wichtige Sicherheitsinformationen

 

WARNUNG: GEFÄHRDUNG UNGEBORENER, HÄMATOLOGISCHE TOXIZITÄT und TIEFE VENENTHROMBOSE UND LUNGENEMBOLIE

 

Während der Schwangerschaft darf REVLIMID nicht eingenommen werden. Lenalidomid, ein Thalidomid-Analogpräparat, rief in einer mit Affen durchgeführten Entwicklungsstudie Missbildungen der Extremitäten hervor. Thalidomid ist als fruchtschädigend (teratogen) beim Menschen bekannt und verursacht schwere lebensbedrohliche Missbildungen bei Ungeborenen. Wird Lenalidomid während der Schwangerschaft eingenommen, kann es zu Missbildungen oder zum Tode des ungeborenen Kindes führen. Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind vor Beginn der REVLIMID-Therapie zwei Schwangerschaftstests mit negativem Ergebnis durchzuführen. Schwangerschaftsfähige Frauen müssen während und bis vier Wochen nach Abschluss der REVLIMID-Therapie zwei Empfängnisverhütungsmethoden anwenden oder kontinuierliche heterosexuelle Enthaltsamkeit üben. Um den Kontakt von Ungeborenen mit Lenalidomid zu vermeiden, ist REVLIMID nur im Rahmen eines eingeschränkten Verteilungsprogramms namens „RevAssist“®erhältlich.

 

Informationen über das RevAssist-Programm erhalten Sie unter www.REVLIMID.com oder telefonisch unter der (in den USA) gebührenfreien Rufnummer des Herstellers: 1-888-423-5436.

HÄMATOLOGISCHE TOXIZITÄT (NEUTROPENIE UND THROMBOZYTOPENIE)

REVLIMID kann signifikante Neutropenie und Thrombozytopenie verursachen. Bei 80 Prozent der MDS-Patienten mit 5q-Deletion musste in der Hauptstudie eine Verzögerung/Verringerung der Dosis vorgenommen werden. Bei 34 Prozent der Patienten musste die Dosis ein zweites Mal verzögert bzw. verringert werden. Bei 80 Prozent der Studienprobanden wurde eine hämatologische Toxizität 3. oder 4. Grades beobachtet. Bei Patienten unter Therapie für 5q-Del-MDS ist das Blutbild in den ersten 8 Therapiewochen wöchentlich, danach mindestens monatlich zu überwachen. Bei diesen Patienten kann eine Unterbrechung und/oder Verringerung der Dosis notwendig sein. Die Patienten benötigen unter Umständen zusätzliche Blutprodukte und/oder Wachstumsfaktoren. (Siehe „DOSIERUNG und VERABREICHUNG“).

 

TIEFE VENENTHROMBOSE UND LUNGENEMBOLIE

Dieses Arzneimittel zeigte ein deutlich erhöhtes Risiko von tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie (LE) bei Patienten mit multiplem Myelom, die mit REVLIMID und Dexamethason therapiert wurden. Patienten und Ärzten wird deshalb angeraten, auf die Anzeichen und Symptome von Thromboembolien zu achten. Patienten sind anzuweisen, sich beim Auftreten von Symptomen wie Atemlosigkeit, Schmerzen in der Brust oder Anschwellen von Armen oder Beinen in ärztliche Behandlung zu begeben. Es ist nicht bekannt, ob eine zusammen mit REVLIMID verordnete prophylaktische koagulations- oder plättchenhemmende Therapie das Risiko venenthromboembolischer Ereignisse verringern kann. Die Entscheidung für prophylaktische Maßnahmen ist nach eingehender Prüfung der zugrunde liegenden Risikofaktoren der einzelnen Patienten zu treffen.

 

KONTRAINDIKATIONEN:

Schwangerschaftskategorie X:

  • Bei schwangeren und schwangerschaftsfähigen Frauen ist Lenalidomid kontraindiziert. Frauen im gebärfähigen Alter können mit Lenalidomid behandelt werden, sofern angemessene Empfängnisverhütung angewandt wird.

Allergische Reaktionen:

  • REVLIMID ist bei Patienten kontraindiziert, die eine Überempfindlichkeit (z. B. Angioödem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) gegen Lenalidomid gezeigt haben.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN:

Risiken für Ungeborene:

  • Bei der Verabreichung an schwangere Frauen kann REV das ungeborene Kind schädigen.
  • REVLIMID ist ein Analogpräparat von Thalidomid. Thalidomid ist als fruchtschädigend (teratogen) beim Menschen bekannt und verursacht lebensbedrohliche Missbildungen bei Ungeborenen. Eine Studie der embryofötalen Entwicklung bei nicht-menschlichen Primaten zeigte, dass Lenalidomid bei den Jungtieren weiblicher Affen, denen das Arzneimittel während der Tragzeit verabreicht wurde, Missbildungen verursachte, die den Missbildungen entsprachen, die beim Menschen nach der Einnahme von Thalidomid während der Schwangerschaft beobachtet wurden. Wird REVLIMID während der Schwangerschaft eingenommen, kann es zu Missbildungen oder zum Tode des ungeborenen Kindes führen.
  • Frauen im gebärfähigen Alter ist bei Einnahme von REVLIMID von einer Schwangerschaft abzuraten. Mindestens 4 Wochen vor Beginn der REVLIMID-Therapie, während der Therapie und etwaiger Therapieunterbrechungen sowie für mindestens 4 Wochen nach Absetzen der REVLIMID-Therapie müssen schwangerschaftsfähige Patientinnen zwei wirksame Empfängnisverhütungsmethoden anwenden.
  • Männliche Patienten: Klinischen Daten zufolge wurde Lenalidomid im menschlichen Sperma nachgewiesen. Männliche Patienten, die REVLIMID einnehmen, sollten darum kein Sperma spenden und außerdem bei jedem Sexualkontakt mit Frauen im gebärfähigen Alter stets ein Latex-Kondom benutzen, selbst wenn sie sich einer erfolgreichen Vasektomie unterzogen haben.

Reproduktionsrisiko und spezielle Verschreibungsbedingungen (RevAssist-Programm):

  • Aufgrund dieser potenziellen Toxizität und zur Verhinderung von Geburtsschäden durch Kontakt von Ungeborenen mit REVLIMID gelten für das Arzneimittel Vertriebsbeschränkungen. In den USA wird dieses Programm als „RevAssist“ bezeichnet. Das Produkt darf nur von registrierten Ärzten verschrieben und von registrierten Apothekern ausgegeben werden, und zwar nur an registrierte Patienten, die alle Kriterien des RevAssist-Programms erfüllen.

Hämatologische Toxizität — Multiples Myelom:

  • REVLIMID kann signifikante Neutropenie und Thrombozytopenie verursachen.
  • Bei Patienten, die REVLIMID für MM einnehmen, ist das Blutbild in den ersten 12 Wochen zweiwöchentlich, danach monatlich zu überwachen.
  • In den gemeinsam ausgewerteten MM-Studien trat hämatologische Toxizität 3. und 4. Grades bei Patienten, die mit der Kombination von REVLIMID und Dexamethason behandelt wurden, häufiger auf als bei Patienten, die nur Dexamethason erhielten.
  • Bei diesen Patienten kann eine Unterbrechung und/oder Verringerung der Dosis notwendig sein.

Tiefe Venenthrombose und Lungenembolie:

  • Venöse thromboembolische Ereignisse (in erster Linie tiefe Venenthrombose und Lungenembolie) sind bei MM-Patienten, die mit der Lenalidomid-Kombinationstherapie, und bei MDS-Patienten, die mit Lenalidomid-Monotherapie behandelt wurden, aufgetreten.

Allergische Reaktionen:

  • Es wurden Angioödeme und schwere dermatologische Reaktionen berichtet, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Lyell-Syndrom (toxische, epidermale Nekrolyse, TEN). Diese Reaktionen können tödlichen Ausgang nehmen. Patienten mit einer Vorgeschichte von Hautausschlägen 4. Grades in Verbindung mit Thalidomidtherapie sollten REVLIMID nicht einnehmen. Bei Hautausschlägen 2. bis 3. Grades ist die Unterbrechung oder das Absetzen von REVLIMID in Betracht zu ziehen. Bei Angioödem (Quincke-Ödem), Hautausschlägen 4. Grades, exfoliativer Dermatitis, bullösen Hautausschlägen oder bei Verdacht auf SJS oder TEN ist REVLIMID abzusetzen und nach derartigen Reaktionen nicht wieder aufzunehmen.
  • REVLIMID-Kapseln enthalten Laktose (Milchzucker). Bei laktose-intoleranten Patienten ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis der REVLIMID-Therapie sorgfältig abzuwägen.

Tumorlyse-Syndrom:

  • Im Verlauf der Lenalidomid-Therapie wurden Fälle des Tumorlyse-Syndroms mit tödlichem Ausgang berichtet. Das Risiko des Tumorlyse-Syndroms besteht insbesondere bei Patienten mit einer hohen Tumorbelastung vor der Therapie. Diese Patienten sind engmaschig zu überwachen, und es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

„Tumor-Flare“-Reaktion:

  • Ein Aufflammen von Tumorsymptomen (Tumor-Flare) trat während der experimentellen Nutzung der Lenalidomid-Therapie für chronische lymphatische Leukämie (CLL) und Lymphom auf. Diese Reaktion ist durch schmerzhafte Lymphknotenschwellung, niedriges Fieber, Schmerzen und Hautausschlag gekennzeichnet. Von einer Behandlung von CLL oder Lymphom mit Lenalidomid außerhalb einer gut überwachten klinischen Studie wird abgeraten.

Hepatotoxizität:

  • Bei mit Lenalidomid behandelten Patienten wurden Fälle transienter Laboranomalitäten der Leberwerte (vorwiegend Transaminasen) berichtet. Die Lenalidomidtherapie ist in diesen Fällen abzusetzen und nach Rückgang der Leberwerte auf die Basislinienwerte wieder aufzunehmen. Bei einigen Patienten wurde eine erfolgreiche Neuaufnahme ohne wiederholt erhöhte Leberwerte beobachtet.

Primäre Zweitmalignitäten

  • Mit Lenalidomid behandelte MM-Patienten, einschließlich Probanden, die mit Melphalan und Stammzellentransplantation behandelt wurden, wiesen in Studien eine höhere Inzidenz primärer Zweitmalignitäten auf, insbesondere akute myeloische Leukämie (AML) und Hodgkin-Lymphom, im Vergleich zu Patienten in den Kontrollarmen, die sich einer ähnlichen Therapie, jedoch ohne Lenalidomid, unterzogen. Patienten sind auf das Entstehen von Zweitmalignitäten zu überwachen. Des Weiteren sind sowohl die potenziellen Vorteile der Lenalidomidtherapie als auch das Risiko der Entwicklung von Zweitmalignitäten abzuwägen, wenn eine Lenalidomidtherapie in Betracht gezogen wird.

ARZNEIMITTELWECHSELWIRKUNGEN:

  • Die regelmäßige Überwachung der Digoxinplasmawerte in Übereinstimmung mit der ärztlichen Einschätzung und einer normgerechten klinischen Praxis ist bei Patienten im Laufe der REVLIMID-Therapie zu empfehlen.
  • Es ist nicht bekannt, ob eine Wechselwirkung zwischen Dexamethason und Warfarin stattfindet. Die PT- und INR-Werte von MM-Patienten, die gleichzeitig Warfarin einnehmen, sind engmaschig zu überwachen.
  • Erythropoetische Wirkstoffe und sonstige Wirkstoffe, die das Thromboserisiko erhöhen können, wie etwa östrogenhaltige Therapien, sind bei MM-Patienten, die Lenalidomid mit Dexamethason erhalten, mit Vorsicht anzuwenden.

ANWENDUNG IN SPEZIELLEN PATIENTENPOPULATIONEN:

Während der Stillzeit:

  • Es ist nicht bekannt, ob REVLIMID über die Muttermilch ausgeschieden wird.
  • Aufgrund möglicher nachteiliger Reaktionen bei Säuglingen ist entweder das Abstillen oder das Absetzen des Arzneimittels in Betracht zu ziehen, wobei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter zu berücksichtigen ist.

Ältere Patienten:

  • Da bei älteren Patienten eine schwächere Nierenfunktion wahrscheinlicher ist, sollte die Dosierung mit Vorsicht festgelegt werden. Die Nierenfunktion ist zu überwachen.

Nierenfunktionsstörung:

  • Da REVLIMID hauptsächlich unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, werden Anpassungen der REVLIMID-Anfangsdosis empfohlen, um eine geeignete Arzneimittelmenge bei Patienten mit moderater (CLcr 30-60 ml/Min) oder schwerer (CLcr < 30 ml/Min) Nierenfunktionsstörung und bei Dialyse-Patienten sicherzustellen.

NACHTEILIGE REAKTIONEN:

Multiples Myelom

  • In der REVLIMID/Dexamethason-Behandlungsgruppe wurde bei 269 Patienten (76 %) mindestens eine Dosisunterbrechung mit oder ohne Dosisverringerung von REVLIMID vorgenommen im Vergleich zu 199 (57 %) der Placebo/Dexamethason-Behandlungsgruppe.
  • Bei den Patienten, bei denen die Dosis mit oder ohne Dosisverringerung einmal unterbrochen wurde, 76 % (269/353) vs. 57 % (199/350), erfolgte bei 50 Prozent der REVLIMID/Dexamethason-Behandlungsgruppe mindestens eine weitere Dosisunterbrechung mit oder ohne Dosisverringerung, verglichen mit 21 Prozent in der Placebo/Dexamethason-Behandlungsgruppe.
  • Die meisten nachteiligen Ereignisse und nachteiligen Ereignisse 3. oder 4. Grades traten bei MM-Patienten, die die Kombination von REVLIMID/Dexamethason erhielten, häufiger auf als in der Placebo/Dexamethason-Gruppe.
  • Neutropenie 3. oder 4. Grades trat bei 33,4 Prozent gegenüber 3,4 Prozent der Probanden auf; 2,3 Prozent gegenüber 0 Prozent erlitten eine fieberhafte Neutropenie 3. oder 4. Grades.
  • Tiefe Venenthrombose (TVT) wurde als schwerwiegende nachteilige Arzneimittelreaktion (7,4 %) oder Reaktion 3. und 4. Grades (8,2 %) berichtet im Vergleich zu 3,1 und 3,4 Prozent. Abbrüche aufgrund von TVT wurden in beiden Gruppen etwa gleich häufig beobachtet.
  • Lungenembolie (PE) wurde als schwerwiegende nachteilige Arzneimittelreaktion (3,7 %) oder Reaktion 3. und 4. Grades (4,0 %) berichtet im Vergleich zu 0,9 und 0,9 Prozent. PE-bedingte Abbrüche wurden in beiden Gruppen etwa gleich häufig beobachtet.
  • Nachteilige Reaktionen, die bei ≥ 15 Prozent der MM-Patienten berichtet wurden (REVLIMID/Dexamethason vs. Dexamethason/Placebo): Müdigkeit (44 % vs. 42 %), Neutropenie (42 % vs. 6 %), Verstopfung (41 % vs. 21 %), Durchfall (39 % vs. 27 %), Muskelkrämpfe (33 % vs. 21 %), Anämie (31 % vs. 24 %), Fieber (28 % vs. 23 %), peripheres Ödem (26 % vs. 21 %), Übelkeit (26 % vs. 21 %), Rückenschmerzen (26 % vs. 19 %), Infektionen der oberen Atemwege (25 % vs. 16 %), Dyspnoe (24 % vs. 17 %), Schwindel (23 % vs. 17 %), Thrombozytopenie (22 % vs. 11 %), Hautausschlag (21 % vs. 9 %), Zittern (21 % vs. 7 %), Gewichtsverlust (20 % vs. 15 %), Nasopharyngitis (18 % vs. 9 %), Sehstörungen (17 % vs. 11 %), Anorexie (16 % vs. 10 %) und Geschmacksstörungen (15 % vs. 10 %).

Myelodysplastische Syndrome

  • Thrombozytopenie (61,5 %; 91/148) und Neutropenie (58,8 %; 87/148) waren die am häufigsten berichteten nachteiligen Ereignisse, die bei den Probanden mit Del-5q-MDS beobachtet wurden.
  • Nachteilige Ereignisse 3. und 4. Grades, die bei ≥ 5 Prozent der Del-5q-MDS-Patienten beobachtet wurden, waren Neutropenie (53 %), Thrombozytopenie (50 %), Pneumonie (7 %), Hautausschläge (7 %), Anämie (6 %), Leukopenie (5 %), Müdigkeit (5 %), Dyspnoe (5 %) und Rückenschmerzen (5 %).
  • Weitere nachteilige Reaktionen bei ≥ 15 Prozent der Del-5q-MDS-Patienten (REVLIMID): Durchfall (49 %), Juckreiz (42 %), Ausschläge (36 %), Müdigkeit (31 %), Verstopfung (24 %), Übelkeit (24 %), Nasopharyngitis (23 %), Gelenkschmerzen (22 %), Fieber (21 %), Rückenschmerzen (21 %), peripheres Ödem (20 %), Husten (20 %), Schwindel (20 %), Kopfschmerzen (20 %), Muskelkrämpfe (18 %), Dyspnoe (17 %), Pharyngitis (16 %), Nasenbluten (15 %), Asthenie (15 %), Infektionen der oberen Atemwege (15 %).

DOSIERUNG UND VERABREICHUNG:

  • Die Therapie wird auf der Basis von klinischen und Laborergebnissen beibehalten bzw. modifiziert. Dosierungsmodifikationen werden zur Bewältigung von Neutropenie oder Thrombozytopenie 3. oder 4. Grades oder anderer Toxizitäten 3. oder 4. Grades empfohlen, die nach ärztlicher Einschätzung im Zusammenhang mit REVLIMID stehen.
  • Beim Auftreten anderer Toxizitäten 3. oder 4. Grades, die nach ärztlicher Einschätzung im Zusammenhang mit REVLIMID stehen, ist die Therapie abzusetzen und nach dem Abklingen der Toxizität auf Grad 2 oder weniger mit der nächstniedrigeren Dosierungsmenge wieder aufzunehmen.

Bitte beachten Sie die ausführlichen Verschreibungsinformationen, einschließlich gerahmte WARNHINWEISE, KONTRAINDIKATIONEN, WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN und NACHTEILIGE REAKTIONEN.

WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE

Über VIDAZA®

Im Dezember 2008 wurde VIDAZA von der Europäischen Kommission als erstes und einziges Arzneimittel zugelassen, für das eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungsmethoden bei Patienten mit Intermediate-2- und Hochrisiko-MDS und AML (20 bis 30 % Blasten) nachgewiesen wurde. Zuvor hatte auch die US-Arzneimittelbehörde FDA 2008 diese Verlängerung des Gesamtüberlebens in ihre zugelassene VIDAZA-Indikation für die Behandlung aller fünf französischen, amerikanischen und britischen (FAB) MDS-Subtypen einbezogen, zu denen sowohl Niedrig- als auch Hochrisiko-Patienten gehören. Diese Subtypen umfassen refraktäre Anämie (RA), refraktäre Anämie mit Ringsideroblasten (RARS), falls diese von einer Neutropenie oder Thrombozytopenie begleitet wird bzw. Transfusionen erfordert, refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss (RAEB), refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss in Transformation (RAEB-T) und chronische myelomonozytäre Leukämie (CMML). Das neuere WHO-Klassifizierungssystem zählt RAEB-T-Patienten zur AML-Kategorie. VIDAZA hat in mehreren Märkten den Orphan-Drug-Status eines Arzneimittels für seltene Krankheiten erhalten, darunter in der EU, den USA und Japan.

VIDAZA® (Azacitidin zur Injektion) ist für die Behandlung von Patienten mit den folgenden französisch-amerikanisch-britischen (FAB) myelodysplastischen Syndrom-Subtypen indiziert: refraktäre Anämie (RA) oder refraktäre Anämie mit Ringsideroblasten (RARS) (falls diese von einer Neutropenie oder Thrombozytopenie begleitet wird bzw. Transfusionen erfordert), refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss (RAEB), refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss in Transformation (RAEB-T) und chronische myelomonozytäre Leukämie (CMMoL).

WICHTIGE SICHERHEITSINFORMATIONEN

KONTRAINDIKATIONEN:

  • Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Azacitidin oder Mannitol und bei Patienten mit fortgeschrittenen malignen Lebertumoren ist VIDAZA kontraindiziert.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN:

Anämie, Neutropenie und Thrombozytopenie:

  • Da die VIDAZA-Therapie mit Anämie, Neutropenie und Thrombozytopenie in Verbindung gebracht wird, ist das Blutbild nach Bedarf auf das Ansprechen und auf etwaige Toxizität zu überwachen, jedoch mindestens vor Beginn jedes Dosierungszyklus zu erstellen.

Schwere vorbestehende Leberfunktionsstörung

  • Da Azacitidin bei Patienten mit einer vorbestehenden schweren Leberfunktionsstörung potenziell hepatotoxisch wirkt, ist das Arzneimittel bei Patienten mit Lebererkrankung mit Vorsicht anzuwenden.

Nierenfunktionsstörung:

  • Da Azacitidin und seine Metaboliten im Wesentlichen über die Nieren ausgeschieden werden, besteht auch bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung möglicherweise ein erhöhtes Risiko einer toxischen Reaktion auf das Arzneimittel. Da bei älteren Patienten eine schwächere Nierenfunktion wahrscheinlicher ist, sollte die Nierenfunktion gegebenenfalls überwacht werden.

Anwendung in der Schwangerschaft:

  • VIDAZA kann den Fötus schädigen, wenn es von schwangeren Frauen eingenommen wird. Frauen im gebärfähigen Alter sind auf die potenziellen Gefahren für das ungeborene Kind hinzuweisen. Männern ist bei der Einnahme von VIDAZA vom Zeugen eines Kindes abzuraten.

ANWENDUNG IN SPEZIELLEN PATIENTENPOPULATIONEN:

Während der Stillzeit:

  • Während der Stillzeit ist entweder das Abstillen oder das Absetzen des Arzneimittels anzuraten, wobei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter in Betracht zu ziehen ist.

NACHTEILIGE REAKTIONEN:

  • In den Studien 1 und 2 waren die häufigsten nachteiligen Ereignisse bei subkutaner Verabreichung Übelkeit (70,5 %), Anämie (69,5 %), Thrombozytopenie (65,5 %), Erbrechen (54,1 %), Fieber (51,8 %), Leukopenie (48,2 %), Durchfall (36,4 %), Erythem an der Einstichstelle (35,0 %), Verstopfung (33,6 %), Neutropenie (32,3 %) und Ecchymose (30,5 %). Weitere nachteilige Reaktionen waren unter anderen Schwindel (18,6 %), Schmerzen in der Brust (16,4 %), fieberhafte Neutropenie (16,4 %), Myalgie (15,9 %), Reaktionen an der Einstichstelle (13,6 %) und Unwohlsein (10,9 %). In Studie 3 gehörten zu den häufigsten nachteiligen Reaktionen bei intravenöser Verabreichung auch Petechie (45,8 %), Schwäche (35,4 %), Muskelsteife (35,4 %) und Hypokalämie (31,3 %).
  • In Studie 4 gehörten zu den häufigsten nachteiligen Ereignissen Thrombozytopenie (69,7 %), Neutropenie (65,7 %), Anämie (51,4 %), Verstopfung (50,3 %), Übelkeit (48,0 %), Erythem an der Einstichstelle (42,9 %) und Fieber (30,3 %). Die häufigsten nachteiligen Reaktionen 3. und 4. Grades waren Neutropenie (61,1 %), Thrombozytopenie (58,3 %), Leukopenie (14,9 %), Anämie (13,7 %) und fieberhafte Neutropenie (12,6 %).

Bitte beachten Sie die ausführlichen Verschreibungsinformationen, einschließlich KONTRAINDIKATIONEN, WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN und NACHTEILIGE REAKTIONEN.

Über die akute myeloische Leukämie

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine Krebserkrankung der myeloischen Blutzellen, die im Krankheitsverlauf eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) häufig entarten. Bei der AML kommt es zu einer Vermehrung und Ansammlung der entarteten Zellen im Knochenmark, die die normale Blutzellenproduktion auf allen Ebenen hemmen (multilineare Dysplasie). In der Regel wurde AML bisher mit einer hochdosierten Chemotherapie behandelt, die von der Mehrheit der betroffenen Patienten - d. h. ältere Menschen - jedoch sehr schlecht vertragen wird. Da heilende Maßnahmen für sie somit nicht in Frage kommen, werden viele dieser Patienten möglicherweise gar nicht behandelt und haben daher nur eine kurze Lebenserwartung von einigen Wochen bis Monaten.

Über Celgene International Sàrl

Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry im Schweizer Kanton Neuenburg ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und internationaler Hauptsitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey und ist ein integriertes, weltweit tätiges Biopharmazieunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.celgene.com.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, bei denen es sich im Allgemeinen um Aussagen handelt, die keine historischen Fakten darstellen. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern, wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist überzeugt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Die zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung und geben nur den Stand der Dinge mit Datum dieser Pressemitteilung wieder. Wir übernehmen keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen aufgrund von neuen Informationen oder zukünftigen Ereignissen, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Zukunftsbezogene Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, von denen die meisten schwer vorhersehbar sind und i. d. R. nicht unserer Kontrolle unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsbezogenen Aussagen implizierten Ergebnissen abweichen, infolge der Auswirkungen einer Reihe von Faktoren, von denen viele in unserem Jahresbericht auf Formblatt 10-K und in unseren anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Berichten ausführlich beschrieben sind.

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