Analyse von Post-Progressions-Ergebnissen aus der MM-015-Studie auf der 54. Jahrestagung der American Society of Hematology vorgestellt

ABSTRACT #944

BOUDRY (Schweiz)--()--Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) hat heute die Resultate aus einer Analyse der Post-Progressions-Ergebnisse der MM-015-Studie bekannt gegeben, eine Phase-III-Studie mit kontinuierlich verabreichtem REVLIMID® (Lenalidomid) in Verbindung mit Melphalan und Prednison (MPR-R, n=152) im Vergleich zu einem befristeten Zyklus einer MPR-Behandlung, gefolgt von einem Placebo (n=153) oder von Melphalan und Prednison gefolgt von einem Placebo (MP, n=154) bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom.

Die abschließende Analyse der Studie hatte bereits eine Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) bei den mit MPR-R behandelten Patienten gegenüber den mit MP behandelten Patienten gezeigt (31 Monate gegenüber 13 Monaten; P < 0,001).

Im Rahmen dieser Post-Progressions-Analyse konnten Patienten mit progredientem Krankheitsverlauf an einer offenen Verlängerungsphase der Studie teilnehmen. Sie erhielten Lenalidomid (25 mg an den Tagen 1-21 eines 28-Tage-Zyklus) mit oder ohne Dexamethason (40 mg an den Tagen 1-4, 9-12 und 17-20 eines 28-Tage-Zyklus), oder eine beliebige andere Antimyelom-Therapie außerhalb des Protokolls. Im MP-Arm (82 %; 126/154) und MPR-Arm (77 %; 118/153) erhielt eine höhere Anzahl an Patienten eine Zweitlinientherapie als im MPR-R-Arm (53 %; 81/152). Bei der vorherigen Erhaltungstherapie mit Lenalidomid in der Erstlinienbehandlung schienen keine Rückfälle im Rahmen der Behandlung aufzutreten, da die Zeit von der Zweitlinien- zur Drittlinientherapie für alle Arme ähnlich war: MPR-R, 14 Monate; MPR, 16 Monate; MP, 15 Monate.

Bei Patienten, die im Rahmen der Zweitlinienbehandlung auf Lenalidomid basierende Therapien durchliefen, war die Zeit bis zur Krankheitsprogression länger (MPR-R, 18 Monate; MPR, 23 Monate; MP, 18 Monate) als bei denjenigen, die Bortezomib-basierende Therapien (MPR-R, 14 Monate; MPR 16 Monate; MP, 12 Monate) oder eine beliebige andere Therapie erhielten (MPR-R, 6 Monate; MPR 4 Monate; MP, 6 Monate).

Neu auftretende oder sich verschlimmernde, hämatologische unerwünschte Ereignisse (Grad 3/4), die bei Patienten beobachtet wurden, die als Zweitlinientherapie mit Lenalidomid plus Dexamethason behandelt wurden, waren Neutropenie (MPR-R, 5 %; MPR, 11 %; MP, 24 %), Thrombozytopenie (MPR-R, 14 %; MPR, 8 %; MP, 8 %) und Anämie (MPR-R, 5 %; MPR, 2 %; MP, 8 %). Neu auftretende oder sich verschlimmernde, nicht hämatologische unerwünschte Ereignisse (Grad 3/4), waren Müdigkeit (MPR-R, 10 %; MPR, 2 %; MP, 4 %), tiefe Venenthrombose (MPR-R, 5 %; MPR, 2 %; MP, 3 %) und Infektionen (MPR-R, 5 %; MPR, 0 %; MP, 5 %).

Diese Daten stammen aus einer experimentellen Studie. REVLIMID® ist nicht zur Behandlung von Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom zugelassen.

Über REVLIMID®

REVLIMID ist in Kombination mit Dexamethason in fast 70 Ländern in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, Nahost und Asien zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die sich mindestens einer Vorbehandlung unterzogen haben. In Australien und Neuseeland ist der Wirkstoff in Verbindung mit Dexamethason zur Behandlung von Patienten zugelassen, bei denen die Krankheit nach einer Vorbehandlung fortgeschritten ist.

In den USA, Kanada, der Schweiz, Australien, Neuseeland und mehreren lateinamerikanischen Ländern sowie Malaysia und Israel ist REVLIMID außerdem zur Behandlung von transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 zugelassen, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzliche zytogenetische Anomalien einhergeht. In einer Reihe weiterer Länder werden Anträge auf Marktzulassung derzeit geprüft.

Im Rahmen seiner bahnbrechenden Entwicklungsarbeit schafft Celgene seit 1998 Umgebungen, in denen Patienten in Sicherheit von seinen krankheitsverändernden Behandlungsmitteln profitieren können. Dadurch hatten Hunderttausende von Patienten auf der gesamten Welt Zugang zu den klinischen Vorteilen unserer Arzneimittel über unsere ergebnisbasierten Risikomanagementinitiativen wie S.T.E.P.S®, RevAssist® und RevMate®, welche die Grundlage unseres Engagements für Patientensicherheit bilden.

Regulatorische Informationen zur Verwendung von Revlimid in den USA

REVLIMID® (Lenalidomid) ist in Kombination mit Dexamethason bei der Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom (MM) indiziert, die sich mindestens einer Vorbehandlung unterzogen haben.

REVLIMID® (Lenalidomid) ist außerdem bei Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 indiziert, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzlicher zytogenetischer Anomalien einhergeht.

Wichtige Sicherheitsinformationen

WARNUNG: GEFÄHRDUNG UNGEBORENER, HÄMATOLOGISCHE TOXIZITÄT und TIEFE VENENTHROMBOSE UND LUNGENEMBOLIE

Während der Schwangerschaft darf REVLIMID nicht eingenommen werden. Lenalidomid, ein Thalidomid-Analogpräparat, rief in einer mit Affen durchgeführten Entwicklungsstudie Missbildungen der Extremitäten hervor. Thalidomid ist als fruchtschädigend (teratogen) beim Menschen bekannt und verursacht schwere lebensbedrohliche Missbildungen bei Ungeborenen. Wird Lenalidomid während der Schwangerschaft eingenommen, kann es zu Missbildungen oder zum Tode des ungeborenen Kindes führen. Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind vor Beginn der REVLIMID-Therapie zwei Schwangerschaftstests mit negativem Ergebnis durchzuführen. Schwangerschaftsfähige Frauen müssen während und bis vier Wochen nach Abschluss der REVLIMID-Therapie zwei Schwangerschaftsverhütungsmethoden anwenden oder kontinuierliche heterosexuelle Enthaltsamkeit üben. Um den Kontakt von Ungeborenen mit Lenalidomid zu vermeiden, ist REVLIMID nur im Rahmen eines eingeschränkten Verteilungsprogramms namens „RevAssist®“ erhältlich.

Informationen über das RevAssist-Programm erhalten Sie unter www.REVLIMID.com oder telefonisch unter der (in den USA) gebührenfreien Rufnummer des Herstellers: 1-888-423-5436.

HÄMATOLOGISCHE TOXIZITÄT (NEUTROPENIE UND THROMBOZYTOPENIE)

REVLIMID kann signifikante Neutropenie und Thrombozytopenie verursachen. Bei 80 Prozent der MDS-Patienten mit 5q-Deletion musste in der Hauptstudie eine Verzögerung/Verringerung der Dosis vorgenommen werden. Bei 34 Prozent der Patienten musste die Dosis ein zweites Mal verzögert bzw. verringert werden. Bei 80 Prozent der Studienprobanden wurde eine hämatologische Toxizität 3. oder 4. Grades beobachtet. Bei Patienten unter Therapie für 5q-Del-MDS ist das Blutbild in den ersten 8 Therapiewochen wöchentlich, danach mindestens monatlich zu überwachen. Bei diesen Patienten kann eine Unterbrechung und/oder Verringerung der Dosis notwendig sein. Die Patienten benötigen unter Umständen zusätzliche Blutprodukte und/oder Wachstumsfaktoren. (Siehe „DOSIERUNG und VERABREICHUNG“).

TIEFE VENENTHROMBOSE UND LUNGENEMBOLIE

Dieses Arzneimittel zeigte ein deutlich erhöhtes Risiko von tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie (LE) bei Patienten mit multiplem Myelom, die REVLIMID in Verbindung mit Dexamethason erhielten. Patienten und Ärzten wird deshalb angeraten, auf die Anzeichen und Symptome von Thromboembolien zu achten. Patienten sind anzuweisen, sich beim Auftreten von Symptomen wie Atemlosigkeit, Schmerzen in der Brust oder Anschwellen von Armen oder Beinen in ärztliche Behandlung zu begeben. Es ist nicht bekannt, ob eine zusammen mit REVLIMID verordnete prophylaktische koagulations- oder plättchenhemmende Therapie das Risiko venenthromboembolischer Ereignisse verringern kann. Die Entscheidung für prophylaktische Maßnahmen ist nach eingehender Prüfung der zugrunde liegenden Risikofaktoren der einzelnen Patienten zu treffen.

KONTRAINDIKATIONEN:

Schwangerschaftskategorie X:

  • Bei schwangeren und schwangerschaftsfähigen Frauen ist Lenalidomid kontraindiziert. Frauen im gebärfähigen Alter können mit Lenalidomid behandelt werden, sofern angemessene Empfängnisverhütung angewandt wird.

Allergische Reaktionen:

  • REVLIMID ist bei Patienten kontraindiziert, die eine Überempfindlichkeit (z. B. Angioödem, Steven-Johnsons-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) gegen Lenalidomid gezeigt haben.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN:

Risiken für Ungeborene:

  • REVLIMID kann während der Schwangerschaft dem Ungeborenen schaden.
  • REVLIMID ist ein Analogpräparat von Thalidomid. Thalidomid ist als fruchtschädigend (teratogen) beim Menschen bekannt und verursacht lebensbedrohliche Missbildungen bei Ungeborenen. Eine Studie der embryofötalen Entwicklung nicht-menschlicher Primaten zeigte, dass Lenalidomid bei den Jungtieren weiblicher Affen, denen das Arzneimittel während der Tragzeit verabreicht wurde, Missbildungen verursachte, die den Missbildungen entsprachen, die beim Menschen nach der Einnahme von Thalidomid während der Schwangerschaft beobachtet wurden. Wird REVLIMID während der Schwangerschaft eingenommen, kann es zu Missbildungen oder zum Tode des ungeborenen Kindes führen.
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen angehalten werden, eine Schwangerschaft während der Behandlung mit REVLIMID zu vermeiden. Mindestens vier Wochen vor Beginn der Therapie mit REVLIMID, während der Therapie, während Dosisunterbrechungen und vier Wochen nach Absetzen von REVLIMID müssen zwei wirkungsvolle Verhütungsmethoden angewandt werden.
  • Männliche Patienten: Klinischen Daten zufolge lässt sich Lenalidomid im menschlichen Sperma nachweisen. Darum sollten Männer, die REVLIMID einnehmen, kein Sperma spenden. Männer, die REVLIMID erhalten, müssen bei jedem Sexualkontakt mit Frauen im gebärfähigen Alter stets ein Latex-Kondom benutzen, selbst wenn sie sich einer erfolgreichen Vasektomie unterzogen haben.

Reproduktionsrisiko und spezielle Verschreibungsbedingungen (RevAssist-Programm):

  • Aufgrund dieser potenziellen Reproduktionstoxizität und zur Verhinderung von Geburtsschäden durch Kontakt von Ungeborenen mit REVLIMID ist das Arzneimittel in den USA nur unter einem Vertriebsbeschränkungsprogramm namens „RevAssist“ erhältlich. Das Produkt darf nur von registrierten Ärzten verschrieben und von registrierten Apothekern ausgegeben werden, und zwar nur an registrierte Patienten, die alle Kriterien des RevAssist-Programms erfüllen.

Hämatologische Toxizität - Multiples Myelom:

  • REVLIMID kann signifikante Neutropenie und Thrombozytopenie verursachen.
  • Bei Patienten, die REVLIMID für MM einnehmen, ist das Blutbild in den ersten 12 Wochen zweiwöchentlich, danach monatlich zu überwachen.
  • In den gemeinsam ausgewerteten MM-Studien trat hämatologische Toxizität 3. und 4. Grades bei Patienten, die mit einer Kombination von REVLIMID und Dexamethason behandelt wurden, häufiger auf als bei Patienten, die nur Dexamethason erhielten.
  • Bei diesen Patienten kann eine Unterbrechung und/oder Verringerung der Dosis notwendig sein.

Tiefe Venenthrombose und Lungenembolie:

  • Venöse thromboembolische Ereignisse (in erster Linie tiefe Venenthrombose und Lungenembolie) sind bei MM-Patienten, die mit der Lenalidomid-Kombinationstherapie, und bei MDS-Patienten, die mit Lenalidomid-Monotherapie behandelt wurden, aufgetreten.

Allergische Reaktionen:

  • Es wurden Angioödeme und schwere dermatologische Reaktionen berichtet, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Lyell-Syndrom (toxische, epidermale Nekrolyse, TEN). Diese Reaktionen können tödlichen Ausgang nehmen. Patienten mit einer Vorgeschichte von Hautausschlägen 4. Grades in Verbindung mit Thalidomidtherapie sollten REVLIMID nicht einnehmen. Bei Hautausschlägen 2. bis 3. Grades ist die Unterbrechung oder das Absetzen von REVLIMID in Betracht zu ziehen. Bei Angioödem (Quincke-Ödem), Hautausschlägen 4. Grades, exfoliativer Dermatitis, bullösen Hautausschlägen oder bei Verdacht auf SJS oder TEN ist REVLIMID abzusetzen und nach derartigen Reaktionen nicht wieder aufzunehmen.
  • REVLIMID-Kapseln enthalten Laktose. Die Risiken und Vorteile der REVLIMID-Therapie sind bei Patienten mit Laktoseintoleranz sorgfältig abzuwägen.

Tumorlyse-Syndrom:

  • Im Verlauf der Lenalidomid-Therapie wurden Fälle des Tumorlyse-Syndroms mit tödlichem Ausgang berichtet. Das Risiko des Tumorlyse-Syndroms besteht insbesondere bei Patienten mit einer hohen Tumorlast vor der Therapie. Diese Patienten sind engmaschig zu überwachen, und es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

„Tumor-Flare“-Reaktion:

  • Ein Aufflammen von Tumorsymptomen (Tumor-Flare) trat während der experimentellen Nutzung der Lenalidomid-Therapie für chronische lymphatische Leukämie (CLL) und Lymphom auf. Diese Reaktion ist durch schmerzhafte Lymphknotenschwellung, niedriges Fieber, Schmerzen und Hautausschlag gekennzeichnet. Von einer Behandlung von CLL oder Lymphom mit Lenalidomid außerhalb einer gut überwachten klinischen Studie wird abgeraten.

Hepatotoxizität:

  • Bei mit Lenalidomid behandelten Patienten wurden Fälle mit vorübergehenden Veränderungen der Leberwerte (vorwiegend Transaminasen) berichtet. Die Lenalidomidtherapie ist in diesen Fällen abzusetzen und nach Rückgang der Leberwerte auf die Ausgangswerte wieder aufzunehmen. Bei einigen Patienten wurde eine erfolgreiche Neuaufnahme der Therapie ohne wiederholt erhöhte Leberwerte beobachtet.

Sekundäre Primärmalignome

  • Mit Lenalidomid behandelte MM-Patienten, einschließlich Probanden, die mit Melphalan und Stammzellentransplantation behandelt wurden, wiesen in Studien eine höhere Inzidenz sekundärer Primärmalignome auf, insbesondere akute myeloische Leukämie (AML) und Hodgkin-Lymphom, im Vergleich zu Patienten in den Kontrollarmen, die sich einer ähnlichen Therapie, jedoch ohne Lenalidomid, unterzogen. Patienten sind auf das Entstehen von Zweitmalignomen zu überwachen. Des Weiteren sind sowohl die potenziellen Vorteile der Lenalidomidtherapie als auch das Risiko der Entwicklung von Zweitmalignomen abzuwägen, wenn eine Lenalidomidtherapie in Betracht gezogen wird.

ARZNEIMITTELWECHSELWIRKUNGEN:

  • Die regelmäßige Überwachung der Digoxinplasmawerte in Übereinstimmung mit der ärztlichen Einschätzung und üblichen klinischen Praxis ist bei Patienten im Laufe der REVLIMID-Therapie zu empfehlen.
  • Es ist nicht bekannt, ob Wechselwirkungen zwischen Dexamethason und Warfarin auftreten. Die PT- und INR-Werte von MM-Patienten, die gleichzeitig Warfarin einnehmen, sind engmaschig zu überwachen.
  • Erythropoetische Wirkstoffe und sonstige Wirkstoffe, die das Thromboserisiko erhöhen können, wie etwa östrogenhaltige Therapien, sind bei MM-Patienten, die Lenalidomid mit Dexamethason erhalten, mit Vorsicht anzuwenden.

VERWENDUNG IN SPEZIELLEN PATIENTENPOPULATIONEN:

Während der Stillzeit:

-- Es ist nicht bekannt, ob REVLIMID über die Muttermilch ausgeschieden wird.

  • Aufgrund möglicher nachteiliger Reaktionen bei Säuglingen ist entweder das Abstillen oder das Absetzen des Arzneimittels in Betracht zu ziehen, wobei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter zu berücksichtigen ist.

Ältere Patienten:

  • Da bei älteren Patienten eine eingeschränkte Nierenfunktion wahrscheinlicher ist, sollte die Dosierung vorsichtig festgelegt werden. Die Nierenfunktion ist zu überwachen.

Nierenfunktionsstörung:

  • Da REVLIMID hauptsächlich unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, werden Anpassungen der REVLIMID-Anfangsdosis empfohlen, um eine geeignete Arzneimittelmenge bei Patienten mit moderater (CLcr 30-60 ml/min) oder schwerer Nierenfunktionsstörung (CLcr < 30 ml/min) und bei Dialyse-Patienten sicherzustellen.

UNERWÜNSCHTE ARZNEIMITTELWIRKUNGEN :

Multiples Myelom

  • In der REVLIMID/Dexamethason-Behandlungsgruppe wurde bei 269 Patienten (76 %) mindestens eine Dosisunterbrechung mit oder ohne Dosisverringerung von REVLIMID vorgenommen im Vergleich zu 199 (57 %) in der Placebo/Dexamethason-Behandlungsgruppe.
  • Bei den Patienten, bei denen die Dosis mit oder ohne Dosisverringerung einmal unterbrochen wurde, 76 % (269/353) gegenüber 57 % (199/350), erfolgte bei 50 % der REVLIMID/Dexamethason-Behandlungsgruppe mindestens eine weitere Dosisunterbrechung mit oder ohne Dosisverringerung, verglichen mit 21 Prozent in der Placebo/Dexamethason-Behandlungsgruppe.
  • Die meisten unerwünschten Ereignisse und unerwünschten Ereignisse 3. oder 4. Grades traten bei MM-Patienten, die die Kombination von REVLIMID/Dexamethason erhielten, häufiger auf als in der Placebo/Dexamethason-Gruppe.
  • Neutropenie (Grad 3/4) trat bei 33,4 % vs. 3,4 % auf; bei 2,3 % zeigte sich febrile Neutropenie (Grad 3/4) vs. 0 %
  • Tiefe Venenthrombose (TVT) wurde als schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung (7,4 %) bzw. Grad 3/4 (8,2 %) gegenüber 3,1 % und 3,4 % beobachtet. Die Rate der Behandlungsabbrüche aufgrund einer tiefen Venenthrombose war bei den beiden Gruppen in etwa vergleichbar.
  • Lungenembolie trat als schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung (3,7 %) oder Grad 3/4 (4,0 %) gegenüber 0,9 % und 0,9 % auf. Die Rate der Behandlungsabbrüche aufgrund einer Lungenembolie war bei den beiden Gruppen in etwa vergleichbar.
  • Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die bei ≥ 15 Prozent der MM-Patienten berichtet wurden (REVLIMID/Dexamethason vs. Dexamethason/Placebo): Müdigkeit (44 % vs. 42 %), Neutropenie (42 % vs. 6 %), Verstopfung (41 % vs. 21 %), Durchfall (39 % vs. 27 %), Muskelkrämpfe (33 % vs. 21 %), Anämie (31 % vs. 24 %), Fieber (28 % vs. 23 %), periphere Ödeme (26 % vs. 21 %), Übelkeit (26 % vs. 21 %), Rückenschmerzen (26 % vs. 19 %), Infektionen der oberen Atemwege (25 % vs. 16 %), Dyspnoe (24 % vs. 17 %), Schwindel (23 % vs. 17 %), Thrombozytopenie (22 % vs. 11 %), Hautausschlag (21 % vs. 9 %), Zittern (21 % vs. 7 %), Gewichtsverlust (20 % vs. 15 %), Nasopharyngitis (18 % vs. 9 %), Sehstörungen (17 % vs. 11 %), Anorexie (16 % vs. 10 %) und Geschmacksstörungen (15 % vs. 10 %).

Myelodysplastische Syndrome

  • Thrombozytopenie (61,5 %; 91/148) und Neutropenie (58,8 %; 87/148) waren die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse, die bei den Probanden mit Del-5q-MDS beobachtet wurden.
  • Unerwünschten Ereignisse 3. und 4. Grades, die bei ≥ 5 % der Patienten mit Del-5q-MDS beobachtet wurden, waren Neutropenie (53 %), Thrombozytopenie (50 %), Pneumonie (7 %), Hautausschlag (7 %), Anämie (6 %), Leukopenie (5 %), Müdigkeit (5 %), Dyspnoe (5 %) und Rückenschmerzen (5 %).
  • Weitere unerwünschte Ereignisse bei ≥ 15 Prozent der Del-5q-MDS-Patienten (REVLIMID): Durchfall (49 %), Juckreiz (42 %), Ausschläge (36 %), Müdigkeit (31 %), Verstopfung (24 %), Übelkeit (24 %), Nasopharyngitis (23 %), Gelenkschmerzen (22 %), Fieber (21 %), Rückenschmerzen (21 %), periphere Ödeme (20 %), Husten (20 %), Schwindel (20 %), Kopfschmerzen (20 %), Muskelkrämpfe (18 %), Dyspnoe (17 %), Pharyngitis (16 %), Nasenbluten (15 %), Asthenie (15 %), Infektionen der oberen Atemwege (15 %).

DOSIERUNG UND VERABREICHUNG:

  • Die Dosierung wird auf der Basis klinischer und Laborergebnisse beibehalten bzw. modifiziert. Dosierungsmodifikationen werden zur Bewältigung von Neutropenie oder Thrombozytopenie 3. oder 4. Grades oder anderer Toxizitäten 3. oder 4. Grades empfohlen, die nach ärztlicher Einschätzung im Zusammenhang mit REVLIMID stehen.
  • Beim Auftreten anderer Toxizitäten 3. oder 4. Grades, die nach ärztlicher Einschätzung im Zusammenhang mit REVLIMID stehen, ist die Therapie abzusetzen und nach dem Abklingen der Toxizität auf Grad 2 oder weniger mit der nächstniedrigeren Dosierungsstufe wieder aufzunehmen.

Bitte beachten Sie die ausführlichen Verschreibungsinformationen, einschließlich gerahmte WARNHINWEISE, KONTRAINDIKATIONEN, WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN und UNERWÜNSCHTE ARZNEIMITTELWIRKUNGEN.

Über Celgene International Sàrl

Celgene International Sàrl, ansässig in Boudry im Schweizer Kanton Neuenburg, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft und der internationale Hauptgeschäftssitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey und ist ein integriertes, weltweit tätiges Pharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter: www.celgene.com.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, bei denen es sich im Allgemeinen um Aussagen handelt, die keine historischen Fakten darstellen. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern, wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist überzeugt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Die zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung und geben nur den Stand der Dinge mit Datum dieser Pressemitteilung wieder. Wir unterliegen keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen aufgrund von neuen Informationen oder zukünftigen Ereignissen, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Zukunftsbezogene Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, von denen die meisten schwer vorhersehbar sind und i.d.R. nicht unserer Kontrolle unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsbezogenen Aussagen implizierten Ergebnissen abweichen, infolge der Auswirkungen einer Reihe von Faktoren, von denen viele in unserem Jahresbericht auf Formblatt 10-K und in unseren anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Berichten ausführlich beschrieben sind.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Celgene International Sàrl
Investoren:
+41 32 729 8303
ir@celgene.com
oder
Medien:
+41 32 729 8304
media@celgene.com

Sharing

Contacts

Celgene International Sàrl
Investoren:
+41 32 729 8303
ir@celgene.com
oder
Medien:
+41 32 729 8304
media@celgene.com