Oral verabreichtes Apremilast zeigt statistische Signifikanz für primären Endpunkt von ACR20 in der ersten Phase-III-Studie (PALACE-1) an Patienten mit Psoriasis-Arthritis

Apremilast bewirkt signifikante Verbesserung von Anzeichen und Symptomen von PsA in Patienten mit erfolgloser DMARDs-Behandlung sowie in Patienten mit erfolgloser biologischer Behandlung

Apremilast-Monotherapie zeigt solide Verbesserungen hinsichtlich primärer und sekundärer Endpunkte

Bestes Therapieansprechen in biologisch-naiven Patienten festgestellt

Keine signifikanten Sicherheitsbedenken wurden beobachtet und Toleranz verbesserte sich im Lauf des Phase-II-Programms

BOUDRY, Schweiz--()--Celgene International Sàrl, eine Tochtergesellschaft der Celgene Corporation (NASDAQ: CELG), hat heute die Ergebnisse seiner ersten Phase-III-Studie über Psoriasis-Arthritis, PALACE-1, bekannt gegeben, und zwar anlässlich der Jahrestagung des American College of Rheumatology in Washington D.C (USA).

Das Unternehmen hatte bereits statistische Signifikanz für den primären Endpunkt von ACR20 für Patienten vermeldet, die Apremilast in der PALACE-1-Studie erhielten. Bei der Studie handelt es sich um die erste von drei zulassungsrelevanten, randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studien, die der Bewertung des neuartigen, oral verabreichten, kleinmolekularen Inhibitors der Phosphodiesterase 4 (PDE4) dienen, und zwar bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, die oral verabreichte krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) und/oder biologische Therapie erhalten hatten und/oder bei denen Therapien mit einem Hemmstoff des Tumornekrosefaktors (TNF) erfolglos waren. Die Behandlung in der Studie erfolgte mit Apremilast allein oder in Kombination mit oral verabreichten DMARDs. PALACE-1 ist die erste Phase-III-Studie, die bei Psoriasis-Arthritis-Patienten eine statistische Signifikanz aufwies, und zwar sowohl in Gruppen mit früherer Exposition zu biologischer Therapie (23,6 %) als auch unzureichendem Ansprechen auf Biologika (9,3 %).

In der Studie produzierte Apremilast statistisch signifikante und höhere ACR20-Reaktionen in Woche 16 bei Patienten, die entweder Apremilast 20 oder 30 mg BID-Monotherapie erhielten (31,5 % beziehungsweise 50,8 % im Vergleich zu 10,5 % für Placebo; P<0,05 und P≤0,0001), wobei zusätzliche, oral verabreichte DMARDs zu Apremilast keinen bedeutsamen Vorteil ergaben. Ein besseres ACR20-Resultat in Woche 16 wurde auch bei biologisch-naiven Patienten gemessen, die Apremilast 30 mg BID-Monotherapie erhielten, im Vergleich zu Placebo-Patienten (59 % vs. 12 %; P<0,005).

„Die Ergebnisse dieser ersten Phase-III-Studie zu Apremalist sind sowohl für Mediziner als auch für Patienten ermutigend, da sie auf eine potenziell wirksame und sichere orale Therapie für Patienten mit Psoriasis-Arthritis schließen lassen“, kommentierte Dr. med. Arthur F. Kavanaugh, Professor of Clinical Medicine an der University of California, San Diego, und Leiter des Centers für Innovative Therapie an der Universität.

In der gesamten Studienpopulation wurden statistisch signifikante Veränderungen bei Patienten gemessen, die Apremilast 30 mg BID vs. Placebo (41,01 % vs. 19,4 %; P≤0,0001) erhielten, und zwar in Bezug auf die Verringerung von Anzeichen und Symptomen von PsA, gemessen am primären Endpunkt von ACR20 in Woche 16. Die Wirksamkeit wurde des Weiteren durch solide und konsistente Resultate (P≤0,0001) über alle arthritisrelevanten sekundären Endpunkte hinweg untermauert, einschließlich ACR50, ACR70, DAS-28, gute oder mäßige EULAR-Resultate und CDAI in Woche 24. Statistisch signifikante Resultate wurden außerdem in Bezug auf die physische Funktionsfähigkeit (HAQ-DI, SF-36-Messwerte der physischen Funktionsfähigkeit) in Woche 16 (P=0,0015 bzw. P=0,0049) verzeichnet, und die Ergebnisse wurden auch in Woche 24 aufrechterhalten.

Das gesamte Sicherheitsprofil stimmte mit früheren Erfahrungen aus dem Phase-II-Programm überein. Wichtig ist auch, dass bis zur Woche 24 keine opportunistischen Infektionen (wie beispielsweise TB) oder Lymphome beobachtet wurden und kein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislaufzwischenfällen vorlag. Apremilast wurde im Allgemeinen gut vertragen. Die Mehrheit der unerwünschten Ereignisse (>95 %) war schwach oder mäßig, während für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse und Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse ein ähnlicher Verlauf über das gesamte Behandlungsspektrum hinweg beobachtet wurde.

Ein Antrag auf Arzneimittelzulassung (NDA) bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (U.S Food and Drug Administration) wird auf Basis des kombinierten PALACE-Programms für PsA voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 gestellt. Der sNDA-Antrag für Psoriasis wird in der zweiten Jahreshälfte 2013 erwartet. Außerdem ist ein kombinierter Antrag auf das Inverkehrbringen (MAA) in Europa für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant.

Erste positive Ergebnisse von zwei zulassungsrelevanten, randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studien zu Apremilast für PsA (PALACE 2 und PALACE 3) wurden im September 2012 veröffentlicht. Das PALACE-Programm besteht insgesamt aus den bisher umfassendsten Studien zu Psoriasis-Arthritis, die auf eine behördliche Zulassung abzielen. Ergebnisse von PSA-001, der Phase-II-Studie zu Apremilast für Psoriasis-Arthritis, wurden vor kurzem online im Journal Arthritis & Rheumatism (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/art.34580/abstract) veröffentlicht.

Darüber hinaus laufen zwei große, zulassungsrelevante, weltweite Studien zu Apremilast mit mehr als 1.200 Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis (ESTEEM 1 und 2). Erste Daten dazu werden noch vor Jahresende erwartet. Ergebnisse von PSOR-005, einer Phase-IIb-Dosisbereichsstudie, wurden vor kurzem in The Lancet (http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(12)60642-4/fulltext) veröffentlicht.

Die Einschreibung von Patienten für eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie (POSTURE) zu Apremilast für Spondylitis ankylosans (AS) hat im April 2012 begonnen. AS, eine schwächende Krankheit, die eine Fusion der Wirbelsäule sowie Arthritis, Augenentzündungen und Herzschäden hervorrufen kann, betrifft ungefähr 1,5 Millionen Menschen in Europa und den USA. Die Studie randomisiert rund 450 Patienten für eine Dosis von 20 mg oder 30 mg Apremilast oder Placebo-BID. Der primäre Endpunkt ist der Anteil von Patienten, die in Woche 16 einen ASAS-20-Wert erzielen.

Diese Ergebnisse stammen aus einer investigativen Phase-III-Studie. Apremilast ist nicht für die Behandlung von Psoriasis-Arthritis zugelassen.

Über PALACE 1

PALACE-1 ist eine von drei zulassungsrelevanten, doppelblinden, placebokontrollierten, mit parallelen Gruppen durchgeführten Phase-III-Multicenter-Studien mit zwei Gruppen in aktiver Behandlung. Rund 500 Probanden wurden im Verhältnis 1:1:1 randomisiert. Sie erhielten 24 Wochen lang entweder Apremilast 20 mg BID, 30 mg BID oder ein gleich aussehendes Placebo. Anschließend erfolgt eine Verlängerung der Studie, in der alle Patienten mit Apremilast behandelt werden.

Der primäre Endpunkt der Studie ist der Anteil der Patienten in jeder Behandlungsgruppe, der die Kriterien des American College of Rheumatology - in der 16. Woche eine Verbesserung von 20 % (ACR20) im Vergleich zum Ausgangswert - erfüllte. Zu den sekundären Endpunkten zählen weitere Messgrößen der Anzeichen und Symptome, Körperfunktion und von den Patienten berichtete Endpunkte.

Über Apremilast

Apremilast, ein oral verabreichter, kleinmolekularer Inhibitor der Phosphodiesterase 4 (PDE4), wirkt intrazellulär und moduliert ein Netz von entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Mediatoren. PDE4 ist eine zyklische Adenosinmonophosphat (cAMP)-spezifische PDE und die in Entzündungszellen dominierende PDE. Die PDE4-Inhibition erhöht den intrazellulären cAMP-Spiegel, der wiederum die entzündliche Reaktion herunterreguliert, indem die Expression von TNF-α, IL-23 und sonstigen entzündlichen Zytokinen moduliert wird. Die Erhöhung des cAMP-Spiegels führt ebenfalls zu einer Erhöhung entzündungshemmender Zytokine wie IL-10.

Über Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis ist eine schmerzhafte, chronische Entzündungskrankheit, die mit der Hautkrankheit Psoriasis einhergeht. Über eine Million Menschen in den USA und Europa sind von diesen arthritischen Beschwerden betroffen. Bis zu 30 Prozent der Personen mit Psoriasis entwickeln schließlich eine Psoriasis-Arthritis, bei der sich die Gelenke entzünden und die zu einer Zerstörung der Gelenke führen kann. Neben der von Psoriasis betroffenen Haut zählen zu den verbreiteten Symptomen der Psoriasis-Arthritis Schmerzen, Steifheit und Schwellungen in einigen oder vielen Gelenken sowie in der Wirbelsäule. Bei den Patienten tritt eine Psoriasis häufig 10 Jahre vor Einsetzen der Gelenksymptome auf, und bei vielen Patienten mit Psoriasis-Arthritis wird die Erkrankung nicht diagnostiziert.

Über Celgene International Sàrl

Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry im Schweizer Kanton Neuenburg ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und internationaler Hauptsitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation mit Hauptsitz in Summit (New Jersey, USA) ist ein integriertes, globales Pharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und dem Vertrieb innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.celgene.com.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, bei denen es sich im Allgemeinen um Aussagen handelt, die keine historischen Fakten darstellen. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern, wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist überzeugt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Die zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung und geben nur den Stand der Dinge mit Datum dieser Pressemitteilung wieder. Wir übernehmen keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen aufgrund von neuen Informationen oder zukünftigen Ereignissen, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Zukunftsbezogene Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, von denen die meisten schwer vorhersehbar sind und i. d. R. nicht unserer Kontrolle unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsbezogenen Aussagen implizierten Ergebnissen abweichen, infolge der Auswirkungen einer Reihe von Faktoren, von denen viele in unserem Jahresbericht auf Formblatt 10-K und in unseren anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Berichten ausführlicher beschrieben sind.

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