PALO ALTO, Kalifornien--()--Die Open Networking Foundation (ONF) gab heute bekannt, dass ihr Vorstand Version 1.2 der OpenFlow Switch-Spezifikation zugestimmt hat, dem ersten Update des OpenFlow SDN-Standards (Software Defined Networking) seit der Gründung der ONF im März 2011. Es handelt sich dabei in verschiedener Hinsicht um eine signifikante Erweiterung der von der Stanford University ausgearbeiteten Version 1.1, die unter anderem Unterstützung für IPv6, Extensible Matches und mehr Flexibilität für fortgesetztes Experimentieren einführt. Darüber hinaus wurde heute bekannt gegeben, dass NTT Communications in den Vorstand von ONF aufgenommen wurde und die Mitgliederzahl von ONF nach nur acht Monaten auf über 50 angestiegen ist.
„ONF setzt sein globales Wachstum fort und begrüßt Korea Telecom und Spirent Communications als seine neuesten Mitglieder“
„ONF setzt sein globales Wachstum fort und begrüßt Korea Telecom und Spirent Communications als seine neuesten Mitglieder“, sagte Dan Pitt, der Executive Director von ONF. „Wir teilen eine gemeinsame Vision von OpenFlow als unverzichtbare Grundlage für den Aufbau einer dynamischen, regelbasierten Orchestration-Ebene - mit der sich Prozesse simultan definieren und automatisch bereitstellen lassen, um reaktionsschnelle und skalierbare Cloud-Dienste zu schaffen, die ein breites Spektrum von Nutzerbedürfnissen in allen Regionen abdecken.“
Die OpenFlow Switch-Spezifikation 1.2 umfasst drei bedeutende Verbesserungen:
- Unterstützung von IPv6. Zusätzlich zur vorherigen Unterstützung von IPv4, MPLS und L2 Headers unterstützt OpenFlow 1.2 nun Matching nach IPv6-Quelladresse, Zieladresse, Protokollnummer, Traffic-Klasse, ICMPv6-Typ, ICMPv6-Code, IPv6 Neighbor Discovery Kopfdatenfelder und IPv6 Flow Labels.
- Unterstützung von Extensible Matches, die eine größere Anzahl von Parametern ansprechen und weitaus mehr Flexibilität für gegenwärtige und zukünftige Protokolle bieten.
- Unterstützung von Experimentiererweiterungen durch spezielle Felder und Codepunkte, die von ONF zugewiesen werden und einer wachsenden Zahl von Entwicklern aus Wissenschaft und Wirtschaft experimentelles Arbeiten und die Feinabstimmung ihrer Software erleichtern.
Softwaredefinierte Netzwerke, die den OpenFlow-Standard nutzen, sprechen die Herausforderungen an, denen Serviceprovider, Betreiber von Datenzentren und Unternehmen bei der Anpassung ihrer Netze an eine zunehmend dynamische und individualisierte Computerinfrastruktur gegenüberstehen. OpenFlow definiert ein Kommunikationsprotokoll zwischen einer logisch zentralisierten Kontrollebene und der Datenbereitstellungsebene des Netzwerks in Verbindung mit einer standardisierten Netzmanagement-Schnittstelle, mit der sich zum Beispiel ein Datenzentrumsnetz so flexibel und reaktionsfähig gestalten lässt, wie der virtuelle Server, den es unterstützt.
Der neue Direktor, der NTT Communications am Vorstand repräsentiert, ist Yukio Ito, Senior Vice President, Services and Infrastructure, NTT Communications Corporation. Sein Vertreter ist Dr. Kenji Takahashi, Präsident und CEO von NTT Multimedia Communications Laboratories, Inc., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von NTT Communications. Ito erklärte: „NTT ist ein starker Unterstützer der Zielsetzungen von ONF und beschäftigt hochgradig engagierte Technologieexperten, die aktiv zu ONF-Arbeitsgruppen beitragen. Dies unterstreicht das ausgeprägte Engagement, mit dem sich NTT für die Entwicklung und Umsetzung des OpenFlow-Standards einsetzt.“
Während sich weitere Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden aktiv mit einer Anzahl zusammenhängender Verbesserungen befassen, werden im Laufe des Jahres 2012 zusätzliche wichtige Updates der OpenFlow-Spezifikation erwartet.
Über die Open Network Foundation (ONF)
Die im Jahr 2011 von der Deutschen Telekom, Facebook, Google, Microsoft, Verizon und Yahoo! gegründete Open Networking Foundation (ONF) ist eine gemeinnützige Organisation mit über 50 Mitgliedern. Ihr Ziel ist, die Netzwerktechnik neu zu überdenken und gemeinsame Standards und Lösungen auf den Markt zu bringen. Die ONF will die Bereitstellung und die Nutzung von SDN-Standards (Software-Defined Networking) beschleunigen und einen lebendigen Markt für Produkten, Dienstleistungen, Anwendungen, Kunden und Endnutzer fördern. Weitere Einzelheiten finden Sie auf ihrer Website unter http://www.opennetworking.org
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