KARLSRUHE, Deutschland--()--Ein Bericht der international renommierten Cochrane Collaboration verleiht der Verwendung von standardisiertem Weißdorn-Extrakt WS® 1442 bei der Behandlung chronischer Herzinsuffizienz neues Gewicht. Zehn randomisierte, placebokontrollierte klinische Doppelblindstudien lieferten geeignete Daten zur Metaanalyse über die Wirkung von Weißdorn auf Herzinsuffizienz-Symptome und die Funktion des Herzens. Die Forscher stellten fest, dass die „Resultate nahelegen, dass sich ein signifikanter Nutzen in Symptomkontrolle und physiologischen Ergebnissen bei Weißdorn-Extrakt als adjunktiver Behandlung für chronische Herzinsuffizienz ergibt.“
„Resultate nahelegen, dass sich ein signifikanter Nutzen in Symptomkontrolle und physiologischen Ergebnissen bei Weißdorn-Extrakt als adjunktiver Behandlung für chronische Herzinsuffizienz ergibt.“
„Hätte ich chronische Herzinsuffizienz, würde ich die Anwendung mit Sicherheit in Erwägung ziehen“, erklärte der Mitverfasser der Bewertung, Dr. Max Pittler, stellvertretender Direktor der Komplementärmedizin an der Peninsula Medical School in Exeter (England).
Chronische Herzinsuffizienz ist ein weitverbreiteter Zustand, beim dem das Herz das Blut nicht ausreichend pumpt. Er liegt bei älteren Menschen wesentlich häufiger vor und wird wahrscheinlich immer üblicher, weil die Menschen länger leben. Außerdem sind in der Welt von heute mehr Menschen bestimmten Risikofaktoren für Herzkerkrankungen wie z. B. Rauchen, fettreicher Ernährung und Bluthochdruck ausgesetzt.
Die Cochrane-Forscher führten die Daten von zehn Studien mit insgesamt 855 Patienten in einer Metaanalayse für physiologische Ergebnisse zusammen, wie z.B. der maximalen Arbeitsbelastung des Herzens oder der Belastungstoleranz. Sie stellten eine signifikante vorteilhafte Wirkung nicht nur auf die physiologischen Messgrößen, sondern auch auf gängige Symptome der Herzinsuffizienz wie z.B. Ermüdung und Kurzatmigkeit fest. Nebenwirkungen wurden als selten und mild bezeichnet.
Bei neun der zehn Versuche, die durch die Cochrane Collaboration analysiert wurden, handelte es sich um Studien, in denen der spezielle Weißdorn-Extrakt WS® 1442 von Dr. Willmar Schwabe verwendet wurde. Dieser einzigartige Extrakt ist standardisiert und enthält 18,75 % oligomere Procyanidine. Er ist in den Crataegutt®-Produkten von Schwabe enthalten, den meistverkauften Weißdorn-Arneimitteln in Europa.
WS® 1442 wurde auch in einem wichtigen internationalen Versuch, der SPICE-Studie, verwendet, die seine Wirkung auf die Sterblichkeit und die Erkrankungshäufigkeit von nahezu 2700 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Stadien II und III) untersuchte. Diese Studie kann bei der Beantwortung der Frage nach dem Einfluss von Weißdorn auf die Prognose von Herzinsuffizienz helfen[2]. Eine erste Vorstellung dieser Studie erfolgte auf dem Kongress des American College of Cardiology im Jahre 2007. Kurz gefasst wurde gezeigt, dass WS® 1442 den Herztod bei Patienten mit Herzinsuffizienz im Vergleich zum Placebo verschiebt und sich auch bei Patienten zusätzlicher Nutzen ergibt, die bereits optimal mit standardmäßigen Herzinsuffizienz-Medikationen behandelt werden.
[1] Pittler MH, Guo R, Ernst E, „Hawthorn extract for treating chronic heart failure“, Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Ausgabe 1.
[2] Holubarsch CJF, Colucci WS, Meinertz T, Gaus W, Tendera M, „Survival and Prognosis: Investigation of Crataegus Extract WS®1442 (SPICE) in Chronic Heart Failure (CHF)“, 56. Jahreskongress des American College of Cardiology ACC, Late-Breaking Clinical Trials, New Orleans, 27. März 2007.
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